Der Verfasser hinterfragt kritisch das Institut der objektiven Beweislast im Steuerrecht, mittels derer nach vorherrschendem Verständnis die Frage beantwortet werden muß, zu wessen Lasten eine Entscheidung ausfällt, wenn entscheidungserhebliche Merkmale eines Sachverhalts nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Überzeugung der Finanzbehörde festgestellt werden können.
Schmidt wendet sich gegen die Übernahme der für das Zivilrecht entwickelten Lehre von der objektiven Beweislast in das vom Untersuchungsgrundsatz geprägte Steuerrecht, indem er nachweist, daß die materiellen Steuernormen eine Entscheidungsanweisung für den Fall eines non liquet regelmäßig nicht enthalten. Obwohl die Beweislastentscheidung scheinbar objektiv durch die materielle Steuernorm vorgegeben ist, bleibt sie durch die Wahl unterschiedlicher Verteilungskriterien beeinflußbar. In Auseinandersetzung mit den verschiedenen Theorien der Beweislastlehren wird verdeutlicht, daß die Wirkungsweise von Beweislastnormen letztlich in einer Fiktion besteht und die objektive Beweislast sich hierin nicht von der Schätzung der Besteuerungsgrundlagen gemäß § 162 AO unterscheidet. Für eine Rechtsfortbildung ist kein Raum, weil die Anwendungsvoraussetzungen für eine Grundlagenschätzung einschließlich tatsächlicher Vermutungen eröffnet sind, die den Rechtsanwender zu erneuter Ermittlung verpflichten und eine persönlich verantwortete Entscheidung bei nunmehr vermindertem Überzeugungsgrad verlangen. Die Anwendung ungeschriebener Beweislastnormen leistet dagegen einer unkritischen Anwendung schwer vollziehbarer Steuernormen und damit der Verkomplizierung des Steuerrechts Vorschub.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *
Die in der Praxis äußerst relevante Problematik der Schätzung der Besteuerungsgrundlagen ist in wesentlichen Bereichen nach wie vor umstritten bzw. ungeklärt. Die Autorin widmet sich daher zunächst der Erarbeitung der rechtssystematischen Grundlagen des § 162 AO. Sodann werden die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 162 AO untersucht. Einen der Schwerpunkte bildet hierbei der bislang umstrittene Begriff der Besteuerungsgrundlagen. Abschließend werden die beweisrechtliche Bedeutung der Schätzung bestimmt und der Versuch einer Einordnung der Schätzung in das beweisrechtliche Verfahren vorgenommen.
Die Verfasserin gelangt zu dem Ergebnis, daß es sich bei Schätzung um eine gesetzliche Beweismaßreduzierung handelt, die in den Fällen, in denen das für sie erforderliche Beweismaß der größtmöglichen Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit erreicht wird, die Regeln über die objektive Beweislast verdrängt. Der Anwendungsbereich der Schätzung ist hiernach wesentlich weiter als bislang angenommen.
Aktualisiert: 2023-06-15
> findR *
Die in der Praxis äußerst relevante Problematik der Schätzung der Besteuerungsgrundlagen ist in wesentlichen Bereichen nach wie vor umstritten bzw. ungeklärt. Die Autorin widmet sich daher zunächst der Erarbeitung der rechtssystematischen Grundlagen des § 162 AO. Sodann werden die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 162 AO untersucht. Einen der Schwerpunkte bildet hierbei der bislang umstrittene Begriff der Besteuerungsgrundlagen. Abschließend werden die beweisrechtliche Bedeutung der Schätzung bestimmt und der Versuch einer Einordnung der Schätzung in das beweisrechtliche Verfahren vorgenommen.
Die Verfasserin gelangt zu dem Ergebnis, daß es sich bei Schätzung um eine gesetzliche Beweismaßreduzierung handelt, die in den Fällen, in denen das für sie erforderliche Beweismaß der größtmöglichen Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit erreicht wird, die Regeln über die objektive Beweislast verdrängt. Der Anwendungsbereich der Schätzung ist hiernach wesentlich weiter als bislang angenommen.
Aktualisiert: 2023-06-01
> findR *
Der Verfasser hinterfragt kritisch das Institut der objektiven Beweislast im Steuerrecht, mittels derer nach vorherrschendem Verständnis die Frage beantwortet werden muß, zu wessen Lasten eine Entscheidung ausfällt, wenn entscheidungserhebliche Merkmale eines Sachverhalts nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Überzeugung der Finanzbehörde festgestellt werden können.
Schmidt wendet sich gegen die Übernahme der für das Zivilrecht entwickelten Lehre von der objektiven Beweislast in das vom Untersuchungsgrundsatz geprägte Steuerrecht, indem er nachweist, daß die materiellen Steuernormen eine Entscheidungsanweisung für den Fall eines non liquet regelmäßig nicht enthalten. Obwohl die Beweislastentscheidung scheinbar objektiv durch die materielle Steuernorm vorgegeben ist, bleibt sie durch die Wahl unterschiedlicher Verteilungskriterien beeinflußbar. In Auseinandersetzung mit den verschiedenen Theorien der Beweislastlehren wird verdeutlicht, daß die Wirkungsweise von Beweislastnormen letztlich in einer Fiktion besteht und die objektive Beweislast sich hierin nicht von der Schätzung der Besteuerungsgrundlagen gemäß § 162 AO unterscheidet. Für eine Rechtsfortbildung ist kein Raum, weil die Anwendungsvoraussetzungen für eine Grundlagenschätzung einschließlich tatsächlicher Vermutungen eröffnet sind, die den Rechtsanwender zu erneuter Ermittlung verpflichten und eine persönlich verantwortete Entscheidung bei nunmehr vermindertem Überzeugungsgrad verlangen. Die Anwendung ungeschriebener Beweislastnormen leistet dagegen einer unkritischen Anwendung schwer vollziehbarer Steuernormen und damit der Verkomplizierung des Steuerrechts Vorschub.
Aktualisiert: 2023-05-20
> findR *
Die in der Praxis äußerst relevante Problematik der Schätzung der Besteuerungsgrundlagen ist in wesentlichen Bereichen nach wie vor umstritten bzw. ungeklärt. Die Autorin widmet sich daher zunächst der Erarbeitung der rechtssystematischen Grundlagen des § 162 AO. Sodann werden die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 162 AO untersucht. Einen der Schwerpunkte bildet hierbei der bislang umstrittene Begriff der Besteuerungsgrundlagen. Abschließend werden die beweisrechtliche Bedeutung der Schätzung bestimmt und der Versuch einer Einordnung der Schätzung in das beweisrechtliche Verfahren vorgenommen.
Die Verfasserin gelangt zu dem Ergebnis, daß es sich bei Schätzung um eine gesetzliche Beweismaßreduzierung handelt, die in den Fällen, in denen das für sie erforderliche Beweismaß der größtmöglichen Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit erreicht wird, die Regeln über die objektive Beweislast verdrängt. Der Anwendungsbereich der Schätzung ist hiernach wesentlich weiter als bislang angenommen.
Aktualisiert: 2023-05-15
> findR *
Der Verfasser hinterfragt kritisch das Institut der objektiven Beweislast im Steuerrecht, mittels derer nach vorherrschendem Verständnis die Frage beantwortet werden muß, zu wessen Lasten eine Entscheidung ausfällt, wenn entscheidungserhebliche Merkmale eines Sachverhalts nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Überzeugung der Finanzbehörde festgestellt werden können.
Schmidt wendet sich gegen die Übernahme der für das Zivilrecht entwickelten Lehre von der objektiven Beweislast in das vom Untersuchungsgrundsatz geprägte Steuerrecht, indem er nachweist, daß die materiellen Steuernormen eine Entscheidungsanweisung für den Fall eines non liquet regelmäßig nicht enthalten. Obwohl die Beweislastentscheidung scheinbar objektiv durch die materielle Steuernorm vorgegeben ist, bleibt sie durch die Wahl unterschiedlicher Verteilungskriterien beeinflußbar. In Auseinandersetzung mit den verschiedenen Theorien der Beweislastlehren wird verdeutlicht, daß die Wirkungsweise von Beweislastnormen letztlich in einer Fiktion besteht und die objektive Beweislast sich hierin nicht von der Schätzung der Besteuerungsgrundlagen gemäß § 162 AO unterscheidet. Für eine Rechtsfortbildung ist kein Raum, weil die Anwendungsvoraussetzungen für eine Grundlagenschätzung einschließlich tatsächlicher Vermutungen eröffnet sind, die den Rechtsanwender zu erneuter Ermittlung verpflichten und eine persönlich verantwortete Entscheidung bei nunmehr vermindertem Überzeugungsgrad verlangen. Die Anwendung ungeschriebener Beweislastnormen leistet dagegen einer unkritischen Anwendung schwer vollziehbarer Steuernormen und damit der Verkomplizierung des Steuerrechts Vorschub.
Aktualisiert: 2023-05-15
> findR *
Die in der Praxis äußerst relevante Problematik der Schätzung der Besteuerungsgrundlagen ist in wesentlichen Bereichen nach wie vor umstritten bzw. ungeklärt. Die Autorin widmet sich daher zunächst der Erarbeitung der rechtssystematischen Grundlagen des § 162 AO. Sodann werden die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 162 AO untersucht. Einen der Schwerpunkte bildet hierbei der bislang umstrittene Begriff der Besteuerungsgrundlagen. Abschließend werden die beweisrechtliche Bedeutung der Schätzung bestimmt und der Versuch einer Einordnung der Schätzung in das beweisrechtliche Verfahren vorgenommen.
Die Verfasserin gelangt zu dem Ergebnis, daß es sich bei Schätzung um eine gesetzliche Beweismaßreduzierung handelt, die in den Fällen, in denen das für sie erforderliche Beweismaß der größtmöglichen Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit erreicht wird, die Regeln über die objektive Beweislast verdrängt. Der Anwendungsbereich der Schätzung ist hiernach wesentlich weiter als bislang angenommen.
Aktualisiert: 2023-04-15
> findR *
Der Verfasser hinterfragt kritisch das Institut der objektiven Beweislast im Steuerrecht, mittels derer nach vorherrschendem Verständnis die Frage beantwortet werden muß, zu wessen Lasten eine Entscheidung ausfällt, wenn entscheidungserhebliche Merkmale eines Sachverhalts nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Überzeugung der Finanzbehörde festgestellt werden können.
Schmidt wendet sich gegen die Übernahme der für das Zivilrecht entwickelten Lehre von der objektiven Beweislast in das vom Untersuchungsgrundsatz geprägte Steuerrecht, indem er nachweist, daß die materiellen Steuernormen eine Entscheidungsanweisung für den Fall eines non liquet regelmäßig nicht enthalten. Obwohl die Beweislastentscheidung scheinbar objektiv durch die materielle Steuernorm vorgegeben ist, bleibt sie durch die Wahl unterschiedlicher Verteilungskriterien beeinflußbar. In Auseinandersetzung mit den verschiedenen Theorien der Beweislastlehren wird verdeutlicht, daß die Wirkungsweise von Beweislastnormen letztlich in einer Fiktion besteht und die objektive Beweislast sich hierin nicht von der Schätzung der Besteuerungsgrundlagen gemäß § 162 AO unterscheidet. Für eine Rechtsfortbildung ist kein Raum, weil die Anwendungsvoraussetzungen für eine Grundlagenschätzung einschließlich tatsächlicher Vermutungen eröffnet sind, die den Rechtsanwender zu erneuter Ermittlung verpflichten und eine persönlich verantwortete Entscheidung bei nunmehr vermindertem Überzeugungsgrad verlangen. Die Anwendung ungeschriebener Beweislastnormen leistet dagegen einer unkritischen Anwendung schwer vollziehbarer Steuernormen und damit der Verkomplizierung des Steuerrechts Vorschub.
Aktualisiert: 2023-04-15
> findR *
MEHR ANZEIGEN
Bücher zum Thema Schätzung (Steuer)
Sie suchen ein Buch über Schätzung (Steuer)? Bei Buch findr finden Sie eine große Auswahl Bücher zum
Thema Schätzung (Steuer). Entdecken Sie neue Bücher oder Klassiker für Sie selbst oder zum Verschenken. Buch findr
hat zahlreiche Bücher zum Thema Schätzung (Steuer) im Sortiment. Nehmen Sie sich Zeit zum Stöbern und finden Sie das
passende Buch für Ihr Lesevergnügen. Stöbern Sie durch unser Angebot und finden Sie aus unserer großen Auswahl das
Buch, das Ihnen zusagt. Bei Buch findr finden Sie Romane, Ratgeber, wissenschaftliche und populärwissenschaftliche
Bücher uvm. Bestellen Sie Ihr Buch zum Thema Schätzung (Steuer) einfach online und lassen Sie es sich bequem nach
Hause schicken. Wir wünschen Ihnen schöne und entspannte Lesemomente mit Ihrem Buch.
Schätzung (Steuer) - Große Auswahl Bücher bei Buch findr
Bei uns finden Sie Bücher beliebter Autoren, Neuerscheinungen, Bestseller genauso wie alte Schätze. Bücher zum
Thema Schätzung (Steuer), die Ihre Fantasie anregen und Bücher, die Sie weiterbilden und Ihnen wissenschaftliche
Fakten vermitteln. Ganz nach Ihrem Geschmack ist das passende Buch für Sie dabei. Finden Sie eine große Auswahl
Bücher verschiedenster Genres, Verlage, Autoren bei Buchfindr:
Sie haben viele Möglichkeiten bei Buch findr die passenden Bücher für Ihr Lesevergnügen zu entdecken. Nutzen Sie
unsere Suchfunktionen, um zu stöbern und für Sie interessante Bücher in den unterschiedlichen Genres und Kategorien
zu finden. Unter Schätzung (Steuer) und weitere Themen und Kategorien finden Sie schnell und einfach eine Auflistung
thematisch passender Bücher. Probieren Sie es aus, legen Sie jetzt los! Ihrem Lesevergnügen steht nichts im Wege.
Nutzen Sie die Vorteile Ihre Bücher online zu kaufen und bekommen Sie die bestellten Bücher schnell und bequem
zugestellt. Nehmen Sie sich die Zeit, online die Bücher Ihrer Wahl anzulesen, Buchempfehlungen und Rezensionen zu
studieren, Informationen zu Autoren zu lesen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen das Team von Buchfindr.