Verweltlichung der Bühne?

Verweltlichung der Bühne? von Deiters,  Franz-Josef
Der Titel dieses Buches nimmt denjenigen der früheren Studie "Die Entweltlichung der Bühne. Zur Mediologie des Theaters der klassischen Episteme" (2015) auf und führt die dort entfaltete Argumentation fort. Versucht die frühere Studie nachzuzeichnen, wie es im Laufe des 18. Jahrhunderts zu einer Verschließung der Bühne gegenüber dem weltlichen Raum-Zeit-Kontinuum oder – semiologisch formuliert – wie es zu einer Etablierung des Repräsentationsmodells im Theater kommt, so geht es im vorliegenden Anschlussband um die Analyse und Diskussion jener sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts manifestierenden Versuche, den im Horizont der klassischen Episteme aufgespannten Rahmen des Repräsentationsmodells zu sprengen, d.h. die Verschließung des Bühnenraums zu revidieren und mittels dieser 'Verweltlichung' der Bühne die Kommunikationssituation Theater auf eine veränderte, spezifisch 'moderne' Episteme neu auszurichten. Zur Sprache kommen dabei die das Feld absteckenden Theatermodelle des 20. Jahrhunderts: der Bühnennaturalismus der 1890er Jahre, die über Jahrzehnte und verschiedene Theatermodelle sich erstreckende Zusammenarbeit Max Reinhardts und Hugo von Hofmannsthals, Erwin Piscators Agitprop-Theater, Bertolt Brechts Episches Theater, das Dokumentarische Theater Peter Weissens und Heinar Kipphardts sowie Peter Handkes auf das politisch engagierte Theater antwortende Theatertheater und schließlich Botho Straußens Vision eines Theaters der Anwesenheit. Rekonstruiert werden indes nicht nur die Strategien, mittels derer die Theater-Avantgarden das Repräsentationsparadigma zu überwinden und durch Formen einer Wiedereingliederung des Zeichenraums Bühne in das weltliche Raum-Zeit-Kontinuum zu ersetzen versuchen. Vielmehr geht es darum, die jeweiligen Punkte auszuweisen, an denen diese Strategien fehlschlagen und sich im jeweiligen Theatermodell der Bühnenraum gegenüber dem weltlichen Raum-Zeit-Kontinuum verschließt. Mit anderen Worten: In der vorliegenden Studie geht es um die Fortdauer des Repräsentationsmodells im Theater der Moderne.
Aktualisiert: 2019-06-06
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Verweltlichung der Bühne?

Verweltlichung der Bühne? von Deiters,  Franz-Josef
Der Titel dieses Buches nimmt denjenigen der früheren Studie "Die Entweltlichung der Bühne. Zur Mediologie des Theaters der klassischen Episteme" (2015) auf und führt die dort entfaltete Argumentation fort. Versucht die frühere Studie nachzuzeichnen, wie es im Laufe des 18. Jahrhunderts zu einer Verschließung der Bühne gegenüber dem weltlichen Raum-Zeit-Kontinuum oder – semiologisch formuliert – wie es zu einer Etablierung des Repräsentationsmodells im Theater kommt, so geht es im vorliegenden Anschlussband um die Analyse und Diskussion jener sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts manifestierenden Versuche, den im Horizont der klassischen Episteme aufgespannten Rahmen des Repräsentationsmodells zu sprengen, d.h. die Verschließung des Bühnenraums zu revidieren und mittels dieser 'Verweltlichung' der Bühne die Kommunikationssituation Theater auf eine veränderte, spezifisch 'moderne' Episteme neu auszurichten. Zur Sprache kommen dabei die das Feld absteckenden Theatermodelle des 20. Jahrhunderts: der Bühnennaturalismus der 1890er Jahre, die über Jahrzehnte und verschiedene Theatermodelle sich erstreckende Zusammenarbeit Max Reinhardts und Hugo von Hofmannsthals, Erwin Piscators Agitprop-Theater, Bertolt Brechts Episches Theater, das Dokumentarische Theater Peter Weissens und Heinar Kipphardts sowie Peter Handkes auf das politisch engagierte Theater antwortende Theatertheater und schließlich Botho Straußens Vision eines Theaters der Anwesenheit. Rekonstruiert werden indes nicht nur die Strategien, mittels derer die Theater-Avantgarden das Repräsentationsparadigma zu überwinden und durch Formen einer Wiedereingliederung des Zeichenraums Bühne in das weltliche Raum-Zeit-Kontinuum zu ersetzen versuchen. Vielmehr geht es darum, die jeweiligen Punkte auszuweisen, an denen diese Strategien fehlschlagen und sich im jeweiligen Theatermodell der Bühnenraum gegenüber dem weltlichen Raum-Zeit-Kontinuum verschließt. Mit anderen Worten: In der vorliegenden Studie geht es um die Fortdauer des Repräsentationsmodells im Theater der Moderne.
Aktualisiert: 2019-06-06
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Jelinek-Handbuch

Jelinek-Handbuch von Janke,  Pia
Zu Leben, Werk und Rezeption der Nobelpreisträgerin. Das Handbuch umfasst Biografisches, künstlerische Kontexte, das feministische und politische Engagement der Autorin, ihre ästhetischen Strategien und Schreibverfahren. In den Besprechungen ihrer Werke geht es um inhaltliche und formale Aspekte ebenso wie um Entstehung, Quellen und Intertexte. Mit einem lexikalischen Teil zu Themen wie Frauenbilder, Heimat, Natur, Nationalsozialismus u. v. m. Das Kompendium greift die öffentlichen Debatten über die Autorin und Skandale auf.
Aktualisiert: 2019-05-26
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Metzler Lexikon Theatertheorie

Metzler Lexikon Theatertheorie von Fischer-Lichte,  Erika, Kolesch,  Doris, Warstat,  Matthias
Wo steht die Theatertheorie heute? Theaterkunst, die Institution Theater oder Dramaturgie sind längst nicht mehr Gegenstände der theoretischen Diskurse heute ist die Ästhetik in den Mittelpunkt gerückt: Es geht um die Zusammenhänge von Darstellung und Verkörperung, Wahrnehmung und Erfahrung, von Sprechen, Handeln und Emotionen. Mit rund 120 Artikeln stellt das "Metzler Lexikon Theatertheorie" diese Konzepte vor, gibt Einblick in Forschungskontroversen und erläutert, was für die Analyse von Aufführungen relevant ist.
Aktualisiert: 2019-05-26
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Theatralität und die Krisen der Repräsentation

Theatralität und die Krisen der Repräsentation von Fischer-Lichte,  Erika
Sowohl das 17. als auch das 20. Jahrhundert sind in der abendländischen Kultur von einer tiefgehenden Krise der Repräsentation geprägt. In beiden Epochen fungiert(e) Theater als eine Art kulturelles Modell, worauf einerseits der Topos vom Theatrum mundi hinweist und andererseits eine exzessive Verwendung von Theaterbegrifflichkeit in sämtlichen kulturellen Bereichen und in den Kulturwissenschaften. Damit erhebt sich die Frage, wie Theater jeweils auf die Krise der Repräsentation bezogen war und ist, und ob sich der von der Theaterwissenschaft erarbeitete Begriff der Theatralität für ihre Bearbeitung fruchtbar machen lässt. Die Beiträge des Bandes orientieren sich an den vier Aspekten, die für die einschlägigen Theorien der Theatralität konstitutiv sind: Performance/Aufführung, Inszenierung, Körperlichkeit und Wahrnehmung.
Aktualisiert: 2019-05-25
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Wirtschaftsästhetik

Wirtschaftsästhetik von Biehl-Missal,  Brigitte
Dieses erste deutsche Standardwerk zur „Wirtschaftsästhetik“ analysiert, wie Unternehmen Ästhetik und Kunst als Inspirationsquelle nutzen und als Werkzeug zur Wertschöpfung einsetzen. Im globalen Zeitalter hilft Kunst, Produkte und Manager zu inszenieren, Mitarbeiter zu motivieren und Kunden anzulocken. Sie unterstützt die Entwicklung von Führungskräften, Mitarbeitern und Strategien. Das Buch geht Fragen nach wie: Was haben Manager und Künstler gemeinsam? Warum werden Unternehmen als Theater oder Jazzband verstanden? Wie wird Kunst, von der Bildersammlung über die Firmenhymne bis zum Theaterworkshop, in Unternehmen eingesetzt? Wie wirken Managerauftritte und Firmenarchitektur? Und schließlich: Wie reagieren kritische Künstler auf diesen Trend?
Aktualisiert: 2019-06-07
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Macht | Spiele

Macht | Spiele von Marx,  Peter W.
1919 steht für einen politischen Neuanfang und gleichzeitig für ein krisenhaftes, immer wieder scheiterndes Ringen um Demokratie und eine liberale Gesellschaft. Vor diesem Horizont entsteht ein politisches Theater, das sich einmischt und sich als Reflexionsraum von Machverhältnissen versteht. Macht | Spiele beschreibt anhand markanter Stationen die Geschichte dieses politischen Theaters von 1919 bis in die Gegenwart. Dabei werden so unterschiedliche Formen beleuchtet wie die Shakespeare’schen Königsdramen, etwa am Beispiel der Inszenierungen von Leopold Jessner, Jürgen Fehling, Saladin Schmitt, Peter Palitzsch oder Peter Zadek, Schillers Räuber (in ikonischen Inszenierungen von Erwin Piscator und Hansgünter Heyme) oder die Orestie-Inszenierung von Peter Stein. Mit Arbeiten von Karin Beier, Elfriede Jelinek, Karin Henkel, Christoph Marthaler, Luk Perceval oder William Kentridge zieht sich die Perspektive bis in die Gegenwart.
Aktualisiert: 2019-05-09
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Wirkungsästhetik der Liturgie

Wirkungsästhetik der Liturgie von Boenneke,  Sven, Dannecker,  Klaus Peter, Wald-Fuhrmann,  Melanie
Eine empirische Erforschung der Wirkungszusammenhänge von liturgischen Zeichen, Handlungen und Vollzügen zusammen mit dem zugehörigen individuellen und gemeinschaftlichen Wahrnehmen und Erleben steht bislang weitestgehend aus. Die Beiträge dieses Bandes entwickeln im Gespräch mit Neurophysiologie, Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft sowie verschiedenen Teildisziplinen der Psychologie und der Theologie Perspektiven für eine transdisziplinäre Erforschung liturgischer Formen und Wirkungen.
Aktualisiert: 2019-05-24
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Wirkungsästhetik der Liturgie

Wirkungsästhetik der Liturgie von Boenneke,  Sven, Dannecker,  Klaus Peter, Wald-Fuhrmann,  Melanie
Eine empirische Erforschung der Wirkungszusammenhänge von liturgischen Zeichen, Handlungen und Vollzügen zusammen mit dem zugehörigen individuellen und gemeinschaftlichen Wahrnehmen und Erleben steht bislang weitestgehend aus. Die Beiträge dieses Bandes entwickeln im Gespräch mit Neurophysiologie, Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft sowie verschiedenen Teildisziplinen der Psychologie und der Theologie Perspektiven für eine transdisziplinäre Erforschung liturgischer Formen und Wirkungen.
Aktualisiert: 2019-05-24
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Flucht – Migration – Theater

Flucht – Migration – Theater von Alian,  Ahmad, Alian,  Mohammed, Amir,  Ibrahim, Andras,  Josepha, Assmann,  Natalie Amanda, Auer,  Sarah, Bauer,  Gerald M, Berger,  Mirjam, Besenius,  Corinne, Bratic,  Ljubomir, Charton,  Anke, Damblon,  Nadine, Danielczyk,  Julia, Danner,  Katharina, Degrancesco,  Julia, Dimitrova,  Petra, Dobner,  Nicholas, Doppelreiter,  Jutta, Engler Alonso,  Sandra, Falk,  Jasmin, Felber,  Silke, Fink,  Sarah Itohan, Gürses,  Hakan, Halilbašić,  Senad, Hartmann,  Moritz, Herowitsch,  Pascal, Hödl,  Thomas, Hoffmann,  Eva, Holland-Merten,  Esther, Horn,  Peter R., Höschel,  Martha, Karl,  Matthias, Kielhorn,  Gabriela, Kim,  Youngmi, Kirchner,  Armin, Kislal,  Asli, Klös,  Julia Maria, Krafka,  Elke, Kundrat,  Anja, Lehner,  Katharina, Marcher,  Melina, Messinger,  Irene, Mhanna,  Johnny, Müller,  Gin, Opak,  Azelia Gülüm, Peter,  Birgit, Pfeiffer,  Gabriele C., Pusnik,  Markus, Rabinowich,  Julya, Rinke,  Romy Pauline, Roessler,  Peter, Schiener,  Marius, Schimanski de Lima,  Stefanie, Schneider,  Barbara, Stadlober,  Maria, Steiner,  Christian, von Stosch,  Milena, Voss,  Hanna, Wingert,  Fabian, Zapata,  Antonio
Fragen um Flucht und Migration mit dem Bezugspunkt Theaterpraxis
Aktualisiert: 2019-04-23
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