Verbindungen

Verbindungen von Ivanytska,  Maria, Materynska,  Olena, Porps,  Lisa
Der vorliegende Sammelband ist im Rahmen der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Germanistischen Institutspartnerschaft (GIP) zwischen der Taras-Shevchenko-Universität Kyjiw und der Ruhr-Universität Bochum entstanden. Die ukrainisch-deutsche Partnerschaft wurde im Wintersemester 2017/2018 mit der Zielsetzung ins Leben gerufen, das Interkulturelle Deutschlernen und -lehren auf den Ebenen der Forschung, der Lehre, der Doktorandenausbildung und der Lehrer- und Dozentenfortbildung sowie in der gemeinsamen Erstellung von Materialien und Curricula weiterzuentwickeln. Mit der Kooperation soll langfristig ein nachhaltiger Austausch durch Forschungstandems stattfinden, der insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs unterstützt, neue Forschungsfelder erschließt und die interkulturelle Arbeit und Vernetzung stärkt. Verschiedene Überlegungen hierzu werden in diesem Sammelband aus einer ukrainisch-deutschen Perspektive zusammengefasst.
Aktualisiert: 2022-07-07
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Fremde Peripherie – Peripherie der Unsicherheit?

Fremde Peripherie – Peripherie der Unsicherheit? von Ramisch-Paul,  Sebastian
Der Untergang der Imperien im östlichen Europa führte zur Transformation der dortigen Staatsgebilde weg von Monarchien hin zu Nationalstaaten. Die Erste Tschechoslowakische Republik (1918–1938) wurde in diesem Zug aus verschiedenen Territorien der untergegangenen Habsburgermonarchie zusammengesetzt und wies daher in staatsrechtlicher, sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Sicht in den jeweiligen Landesteilen mitunter starke Differenzen auf. Die vorliegende Studie zeigt, wie Sicherheitsvorstellungen von dem Wissen der jeweiligen Akteure geprägt und wie hierdurch Sicherheitsdiskurse beeinflusst wurden. Dies wird exemplarisch an der selbst gebildeten Zeitgenossen weitgehend unbekannten östlichen Peripherie der Ersten Tschechoslowakischen Republik, der Podkarpatská Rus, dargestellt. Diese Region war von einer Bevölkerungsstruktur geprägt, in der die Angehörigen der Titularnation des neuen Nationalstaates – also Tschechen und Slowaken – vorwiegend in den Verwaltungszentren und im Umland in ihrer Funktion als Staatsbedienstete präsent waren. Für sie war die „unbekannte Peripherie“ und ihre Bewohner im Osten des Landes durch ihre geostrategische Lage zwischen Polen, Rumänien und Ungarn Gegenstand zahlreicher Diskurse der Versicherheitlichung.
Aktualisiert: 2021-12-09
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Konzepte des Kollektiven

Konzepte des Kollektiven von Dácz,  Enikö, Ilic,  Angela, Kührer-Wieslach,  Florian, Weger,  Tobias
Das Konzept deutscher „Volksgruppen“ außerhalb des geschlossenen deutschen Sprachgebiets in Zentral-, Ost- und Südosteuropa führte zu sprachlichen Gruppenbenennungen für diese regionalen Entitäten. Die Autor*innen von Heft 2.20 der „Spiegelungen“ gehen zunächst der Analyse digitaler Sprachdaten zur Ermittlung von Begriffsgeschichten nach. Am Beispiel der „Buchenlanddeutschen“, der „Bessarabiendeutschen“, der „Galiziendeutschen“ und der „Karpatendeutschen“ werden sodann Konzepte des Kollektiven in Bezug auf die Deutschen in Südosteuropa untersucht. Weitere wissenschaftliche Beiträge befassen sich unter anderem mit oberdeutschen Siedlungen in Transkarpatien und im Banat, mit dem thematischen „Netzwerk Mehrsprachigkeit“, dem Wörterbuch der ungarndeutschen Mundarten und mit einem Sonderfall aus dem Kontext der Nachkriegsdeportationen aus Ungarn in die UdSSR.
Aktualisiert: 2021-07-08
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Schwobisch in Munkatsch

Schwobisch in Munkatsch von Neuber,  Barbara
In Munkatsch, im Südwesten der Ukraine, besteht bis heute eine Mehrsprachigkeitssituation, wie sie vergleichbar kaum zu finden ist. Seit mehr als 200 Jahren leben die Nachfahren der im 18. und 19. Jahrhundert aus unterschiedlichen deutschen Mundartgebieten Eingewanderten im Spannungsfeld zwischen Abgrenzung von und Anpassung an Sprache und Kultur ihrer multiethnischen Umgebung. Durch die Analyse ausgewählter sprachbiographischer Interviews soll offengelegt werden, wie sich gesellschaftliche und geschichtliche Ereignisse auf Sprachge-brauchswandel und sprachliche Identität einer Sprechergemeinschaft auswirken und welche individuellen Erlebnisse und Erfahrungen den Sprachgebrauch des Einzelnen prägen.
Aktualisiert: 2021-12-15
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„Schon anders die Kultur“

„Schon anders die Kultur“ von Zehetner,  Julie
In Transkarpatien, dem westlichsten Verwaltungsgebiet der Ukraine, leben bis heute noch etwa 4.000 Schwoben. Der Alltag dieser Nachfahren fränkischer, böhmischer und österreichischer Einwanderer aus dem 18. und 19. Jahrhundert stellte einen ständigen Spagat zwischen Anpassung an und Abgrenzung von der ukrainischen Umwelt dar. Die vorliegende Arbeit lässt Angehörige dieser kleinen deutschsprachigen Minderheit Transkarpatiens zu Wort kommen. Vor dem Hintergrund der geschichtlichen Ereignisse des 20. Jahrhunderts wird das Leben der Schwoben zwischen Anpassung an und Abgrenzung von der Ukraine zu Beginn des 21. Jahrhunderts beleuchtet.
Aktualisiert: 2021-12-15
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Juden in der Westukraine

Juden in der Westukraine von Guggenheim,  Raymond M, Honigsman,  Jakob, Schatton,  Juri, Wiehn,  Erhard R
Jakob Honigsman erinnert: Juden lebten in der heutigen Westukraine seit rund 1000 Jahren, und das k.u.k. Lemberg, das polnische und spätere sowjetische Lwow, das heutige ukrainische Lviv, entwickelte sich zu einem der Zentren des jüdischen Lebens in der Welt überhaupt. Jüdinnen und Juden fanden sich in allen Schichten der Gesellschaft, d.h. vor allem ihrer eigenen, und zuletzt, d.h. bis 1941 fanden sie sich in allen Berufen, in Landwirtschaft und Industrie, in Handwerk und Handel, in Wirtschaft, Kultur, Künsten, freien Berufen, Politik und Wissenschaften. Es war eine unglaublich reiche Welt mit beträchtlicher Außenwirkung. Ähnliches gilt für ein weiteres, östlich von Lviv gelegenes Zentrum jüdischen Lebens, von Jakob Honigsman ebenfalls in sein Werk einbezogen, wenn auch teilweise eher peripher, nämlich für Czernowitz und die Bukowina, die anders als Lemberg in besonderer Weise für deutschsprachige jüdische Kultur steht und nicht nur z.B. durch Martin Buber (18781965) und Joseph Roth (1894-1939) bis heute eigentümlich weiterwirkt. Diese 700- bis 1000-jährige einmalige jüdische Welt ist in knapp zwei Jahren deutscher Besatzung und NS-Terrorherrschaft 1941-1943 völlig zerstört und vernichtet worden, besonders blutig ab August 1942: "Seit dem tragischen Tag, an dem deutsche Truppen Lwow und andere Städte der Westukraine besetzt hatten, waren nur zwei Jahre vergangen", so Jakob Honigsman: "In diesem Zeitraum (Ende Juni 1941 bis Ende Juni 1943) wurden im Distrikt Galizien etwa 550.000 Juden ermordet. An Hunger, Folter und Krankheiten sowie in Gefängnissen starben etwa 40.000. Über 20.000 wählten den 'Freitod', d.h. verübten Selbstmord. Somit kamen allein im Distrikt Galizien während der Hitler-Herrschaft über 610.000 Juden ums Leben." Besonders bestialisch waren die Vernichtungsaktionen jüdischer Kinder und Kleinkinder sowie die von Alten und Kranken. An vielen Mordaktionen waren einheimische Denunzianten und Kollaborateure beteiligt doch gab es auch örtliche Judenretter, nicht zuletzt den Deutschen Berthold Beitz. Es gab die erpresste, sehr unterschiedliche Mitwirkung der von den Deutschen installierten und kontrollierten „Judenräte“, und es gab aussichtslosen,verzweifelten, heldenhaften Widerstand verschiedenster Art. Aus Czernowitz wurden bekanntlich von den Sowjets im Juni 1941 über 34.000 "Volksfeinde" nach Sibirien deportiert, darunter ca. 7.000 Juden. Anfang Juli 1941 wurde Czernowitz von rumänischen und deutschen Einheiten besetzt, das Einsatzkommando 10a der Einsatzgruppe D begann sofort mit den Mordaktionen. Im August 1941 wurde mit den Deportationen nach Transnistrien begonnen, d.h. in die Region der südlichen Ukraine zwischen Dnjestr und Bug. Für Rumänien einschließlich Bukowina, Bessarabien und Transnistrien werden ca. 420.000 Ermordete bzw. durch die Deportation Verstorbene beklagt, für die Bukowina allein ca. 60.000. (Aus dem Vorwort)
Aktualisiert: 2021-08-31
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Die mittelbairisch-südböhmerwäldische Sprachinsel Transkarpatiens

Die mittelbairisch-südböhmerwäldische Sprachinsel Transkarpatiens von Stylicha,  Marjana
Mit diesem Band liegt abermals ein wichtiger Baustein zur Erforschung deutscher Mundarten im Ausland vor. In zwei Dörfern der Karpaten-Ukraine hat die Autorin Ge¬sprä¬che (Mono¬loge, Dia-loge) auf¬ge¬zeich¬net und mit penibler Exaktheit tran¬skribier¬t. Indem sie sich auf die Stilistik konzentriert, beschreitet die Verfasserin einen neuen und ungewohnten Weg. Im Detail erbringt sie den Nachweis der Abhängigkeit stilistischer Mög¬¬lich¬keiten von der Kommuni¬ka¬tions¬-situation. Auf¬schluss¬¬¬reich ist die Fülle von belegten Inter¬ferenzen mit dem Uk¬ra¬¬i¬nischen. Die Arbeit bietet neu¬artige Ein¬blicke in die deut¬sche Mund¬¬art der Karpaten-Ukraine und geht deutlich über das hinaus, was be¬reits in anderen Publika¬tionen dargestellt wur¬de. Damit leis¬tet sie einen wertvollen Bei¬trag zur Er¬¬forschung dieser ge¬fähr¬deten Spezies von Auslandsdeutsch.
Aktualisiert: 2020-05-18
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