Der Ur-Sprung der Psychotherapie

Der Ur-Sprung der Psychotherapie von Peters,  Uwe Henrik
Der erste Beginn der Psychotherapie ist auf 1695 zu datieren. Bis 1751 war Psychotherapie bereits so weit ausgearbeitet und entwickelt, dass die Ergebnisse in einer Art Lehrbuch zusammengefasst werden konnten. Das verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Buch hat bis heute weitgehend seine Gültigkeit behalten hat. Das Buch Boltens, das hier zum ersten Mal seit seiner Veröffentlichung 1751, wieder abgedruckt wird, gehört der psychischen Geschichtswissenschaft an. Es ist geschichtlich, zugleich auch im heutigen Sinne modern. Jeder psychisch Kranke hat seine und jede psychische Krankheit hat ihre Geschichte. Daher ist sie veränderbar durch Psychotherapie, die hier psychische Behandlung oder Seelencur heißt. Tatsächlich waren die von Johann Christian Bolten mit der Bescheidenheit seiner Zeit Gedancken genannten Darstellungen schon ein ziemlich komplettes Lehrbuch der Psychotherapie. Die angewandten Methoden entsprechen denen der heutigen Verhaltenstherapie. Die Spinnenphobie wurde schon genauso behandelt wie heute. Auch die Achtsamkeitstherapie gab es bereits unter diesem Namen. Achtsamkeit als Behandlung wurde also nicht erst im 21. Jahrhundert erfunden. Für alle Behandlungen gab es psychologische Begründungen, die hauptsächlich der damals neuen Ästhetik und der Philosophie von den oberen und unteren Vorstellungs- und Begehrungkräften entnommen worden waren. In der Universität Halle bildete sich ab 1700 ein Kreis von Ärzten, Philosophen und Arzt-Philosophen, die so eng zusammenarbeiteten, dass man heute nicht mehr entscheiden kann, welcher Beitrag von wem beigesteuert wurde. Der Hallesche Psychotherapeutenkreis löste sich nach und nach auf, weil die Beteiligten als Professoren an andere Universitäten berufen wurden. Bolten wurde Stadtphysikus im holsteinischen Altona und starb dort schon im Alter von 30 Jahren, ohne weitere Werke zu hinterlassen.
Aktualisiert: 2018-11-01
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Epilepsie. Erleben, Fühlen und Denken der Eileptiker und ihrer Familien

Epilepsie. Erleben, Fühlen und Denken der Eileptiker und ihrer Familien von Peters,  Uwe Henrik
Das Buch behandelt Epilepsie als eine erlebte psychiatrische Krankheit. Es wendet sich an Therapeuten und Helfer, vor allem aber an die Familien der Epileptiker und die von Epilepsie Betroffenen selbst. Ausführliche Einzelbeispiele vermitteln eine unmittelbare Anschauung. Wissen ist auch dann Ausdruck von Kultur und Bildung, wenn es um das Wissen über die eigene Krankheit geht oder die Krankheit einer dem Herzen nahe stehenden Person. Das Buch zeigt, wie Epilepsie erlebt wird, wie andere es miterleben und darauf reagieren. Epilepsie gehört zu den ältesten bekannten Krankheiten überhaupt und kann Menschen aller Kulturen gleichermaßen befallen. Das soziale Schicksal der Epileptiker hat sich jedoch seit den Uranfängen seiner Erforschung vor viertausend Jahren nicht wesentlich verändert. Auch die großen Hoffnungen auf die Neurowissenschaften sind enttäuscht worden. Sie haben den Epileptikern keine Erleichterungen ihres Schicksals oder gar Heilung erbracht. Die heutige medizinische Behandlung ist trotz immenser Forschungsbemühungen nicht wirksamer als vor 50 oder 70 Jahren. Aber man kann trotz der Behinderungen durch Epilepsie beispielsweise ein großer Schriftsteller werden, wie es Fjodor Dostojewski in Russland und Gustave Flaubert in Frankreich gezeigt haben. Deswegen stellen das Erleben der Epilepsie, das Verhältnis der Epileptiker zu sich selbst und ihre Beziehungen zu nahen und nicht so nahen Menschen so wichtige Probleme dar. Die Anfälle selbst sind nur eine besonders auffällige Erscheinung der Krankheit namens Epilepsie. Der Verfasser ist emeritierter Direktor der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität zu Köln und war langjähriges Mitglied des Deutschen Epilepsiekuratoriums.
Aktualisiert: 2018-07-19
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Ein Mann für meine Schuhe

Ein Mann für meine Schuhe von Linn,  Laura Anna
Cherry, die wohl verzweifelste Künstlerin der Welt, steht vor einem Problem: Als aufstrebende Künstlerin fehlt ihr nur noch der Durchbruch. Von ihrem Mann, der unter der Fuchtel seiner Mutter steht, kann sie keine Unterstützung erwarten. Dann taucht plötzlich der charmante Henry auf und stellt ihr Leben auf den Kopf… Begleite Cherry auf ihren leidenschaftlichen Eskapaden von Köln bis nach New York City. Eine Achterbahn der Gefühle. ***Romantisch, erotisch, skandalös mit sinnlich gefühlvollen Liebesszenen***
Aktualisiert: 2019-01-14
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Schizophrenie – Denken, Fühlen und Empfinden Schizophrener

Schizophrenie – Denken, Fühlen und Empfinden Schizophrener von Peters,  Uwe Henrik
Schizophrenie befaßt sich ausschließlich mit gesprochenen und gedachten Texten Schizophrener und solcher Kranken, die damit verwechselt wurden. Im Zentrum der Darstellung steht das Schizophrene am Schizophrenen. Gemeint ist das, was für den Fachmann und selbst für Angehörige so leicht als das Besondere am Schizophrenen zu erkennen ist, worüber man sich aber keine Rechenschaft ablegen konnte. Alles, was wir einigermaßen sicher über Schizophrenie wissen, gehört dem Raum des Geistigen und Seelischen an. Es gibt überhaupt keine andere Möglichkeit, als Schizophrenie durch etwas Geistiges zu bestimmen. Leider sind alle Bemühungen, die Schizophrenie mit technischen Methoden, am Körper, im Gehirn oder durch schematische Tests zu diagnostizieren, fehlgeschlagen. Dabei ist das Bild der Schizophrenie nicht in Laboratorien entstanden, sondern, vor etwa 300 Jahren, in der deutschen Philosophie. Irgendwann um die Mitte des 19. Jahrhunderts fügte man die anfangs nicht vorhandene Vorstellung hinzu, die geistigen Veränderungen müßten ihre Ursache in einer Krankheit des Körpers haben. Irgendwann um die Mitte des 20. Jahrhunderts wandte sich das Interesse von der Psyche der Schizophrenen ab. Alle Forschungsinteressen gelten seither dem Körper. In diesem Buch wird gezeigt, dass Schizophrenie greifbar, umgreifbar und begreifbar ist. Man muß sich nur etwas von dem Gedanken lösen, im Gehirn forschen zu wollen. Wenn wir stattdessen Sprache und Vernunft, vernünftiges Denken und Sprechen zum Forschungsgegenstand machen, bekommen wir etwas Greifbares in die Hand. Im Gegensatz zur klassischen Annahme, nach welcher das Denken der Schizophrenen unsinnig und sinnleer ist, kann deren besondere Sinnhaftigkeit aufgezeigt werden. Man muß nur lernen, die Botschaft zu entziffern. Das kann letztlich jeder, ist aber besonders wichtig für Angehörige und natürlich für Ärzte. Schizophrene Menschen sind mit ihren zunächst verwirrenden Gedankenspielen recht kompliziert, aber wenn man sie näher kennt, sind sie sehr liebenswert. Im Fall des norwegischen Massenmörders Breivik hatte das Gericht zwischen Schizophrenie und Nicht-Schizophrenie zu entscheiden, weil die Experten sich nicht einig waren. Es richtete seine Entscheidung an der Vernunft aus.
Aktualisiert: 2018-07-19
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Robert, Clara und Johannes

Robert, Clara und Johannes von Peters,  Uwe Henrik
Vielen Freunden des Künstlerpaares Robert und Clara Schumann fällt es offenbar schwer, sich vom gewohnten Bild romantischer Liebe zu trennen. Letztlich war jedoch zwischen den beiden Partnern seit der Zeit ihrer heimlichen Verlobung ein eher moderner Konflikt ungelöst geblieben. Wir sprechen heute in solchen Fällen von einer Diskrepanz der gegenseitigen Rollenerwartungen. Es kommt auch in der Gegenwart nicht eben selten vor, dass solche Konflikte tragisch enden.1850 war das Jahr, in welchem Schumann nach Düsseldorf gekommen war. In den darauf folgenden Jahren sind viele wunderbare Werke entstanden. Gerade darin wollen manche Spuren seiner Geisteskrankheit entdeckt haben, obwohl es sich nur um Eigenheiten, oft genug um wohlüberlegte, handelte. 2. gekürzt Auflage.
Aktualisiert: 2018-07-12
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Schizophrenie – Denken, Fühlen und Empfinden

Schizophrenie – Denken, Fühlen und Empfinden von Peters,  Uwe Henrik
www.anapublishers.de Peters Uwe Henrik Band 2 Schizophrenie Denken, Fühlen und Empfinden Schizophrener Uwe Henrik Peters Schizophrenie Denken, Fühlen und Empfinden Schizophrener Die Psyche des Schizophrenen 2 Der zweite Band zur Schizophrenie beleuchtet das große Thema von immer wieder anderen Seiten. Dazu werden teils jedem bekannte Beispiele benutzt ebenso wie ganz unbekannte. Es kommt darauf an, was diese Menschen, die man schizophren nennt, denken und fühlen und wie man das von allem anderen, was nur so ähnlich ist, dennoch unterscheiden kann. Sie geben es in dem, was sie sagen und vor allem schreiben selbst kund. Wie man solche Texte, gesprochene oder geschriebene Texte, entschlüsseln kann, wird an den Beispielen aufgezeigt. Fast nebenher wird daraus deutlich, dass bei ihnen nicht die Maschine (das Gehirn) kaputt ist. Vielmehr sind es innere seelische Vorgänge, welche vorübergehend oder für lange Zeit zu Fehlern im Denken führen und Empfindungen verwirren. Es ist unsere Aufgabe als mitfühlende Menschen, Psychiater oder Psychologen zu verstehen und die verloren gegangene Kommunikation wieder herzustellen. Das Buch bietet dafür zahlreiche Beispiele an. Die große Ungreifbare nennen die Franzosen die Schizophrenie, schizophrénie la grande insaisissable, die nirgendwo wirklich greifbare und nicht begreifbare Krankheit. In diesem Buch wird gezeigt, dass die Schizophrenie sehr wohl greifbar, umgreifbar und begreifbar ist. Man muß sich nur etwas von dem Gedanken lösen, im Gehirn forschen zu wollen. Wenn man stattdessen Sprache und Vernunft, vernünftiges Denken und Sprechen zum Forschungsgegenstand macht, bekommt man etwas Greifbares in die Hand. In diesem zweiten Band wird an Beispielen gezeigt, wie sich Schizophrenie genauer von anderem unterscheiden läßt. Aus dem Inhalt: War der Attentäter, der auf den amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan schizophhren? Wie war es nun wirklich mit Hölderlins Schizophrenie? Passen Schizophrenie und Musik zusammen? Warum gibt es so viele Irrtümer über Schizophrenie? Ein ‘schizophrnieähnliches‘ Problem der Sexualität. Schizophrenie in Neurosprache. Hatte der ‘wahnsinnige‘ Nobelpreisträger John Nash wirkliche eine Schizophrenie? Was kann man tun, wenn man selbst glaubt, man leidet vielleicht an einer Schizophrenie? Uwe Henrik Peters, Universitätsprofessor, Dr. med. Dr. h. c. wurde 1930 in Kiel geboren. Er ist Psychiater, Psychotherapeut, Psychologe, Neurologe an der Universität zu Köln. 1969–1979 Direktor der Neuropsychiatrischen Universitätsklinik Mainz, 1979–1996 Direktor der Nervenklinik der Universität Köln. 1993–1996 Präsident und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenkrankheiten. Sein „Lexikon Psychiatrie, Psychotherapie, Medizinische Psychologie“ (heute breits in 6. Aufl) ist das Standardwerk der Psychiater und Psychologen. Peters hat sich über Jahrzehnte mit dem Denken und der Sprache, den Gefühlen und den Empfindungen schizophrener Menschen beschäftigt und hat sie dadurch verstehen gelernt. Der von Peters herausgegebene 10. Band der „Psychologie des 20. Jahrhunderts“ ist die bisher einzige „Psychologie der Psychiatrie“. Bücher über Anna Freud, Hölderlin, Robert Schumann, Irrenwitze und Psychiaterwitze machten Peters außerhalb seines Faches noch bekannter. Es wurden etwa 400 weitere Arbeiten veröffentlicht. Peters ist Ehrenmitglied zahlreicher Fachgesellschaften in Europa, den Amerikas, Nahost und Fernost sowie auch des Weltverbandes der Psychiatrie.
Aktualisiert: 2018-07-13
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Tritt frisch auf, tu’s Maul auf, StimmRhetorik

Tritt frisch auf, tu’s Maul auf, StimmRhetorik von Martini,  Anna
Rhetorik gelangt erst durch den authentisch überzeugenden und geschickten Einsatz unserer persönlichen Soft Skills zu ihrer vollkommenen Wirkung. Dabei sind es Stimmklang, Stimmführung, Atmung, Gestik und Mimik, die nachhaltig unser tägliches Wort und damit die Wahrnehmung und Akzeptanz des Zuhörers prägen. Dr. Martini führt den Leser professionell und praxisorientiert durch das spannende Feld der StimmRhetorik. Sie stellt dabei klar die Position des Redners heraus. Dabei geht sie auf die Beziehung zwischen Redner und Gesprächspartner beziehungsweise Redner und Publikum ein. Anhand dieser Beziehung erläutert sie Bedeutung und Wirkung der Soft Skills Stimme, Atmung, Körpersprache und gibt Anleitung zu deren systematischem Aufbau. Hierbei lässt sie Lampenfi eber und sich ständig ändernde räumliche Verhältnisse nicht unerwähnt. Kurze Übungen aus der täglichen Praxis, Rhetorische Formeln mit Beispielen sowie Expertentipps regen zur direkten Anwendung an.
Aktualisiert: 2018-07-12
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Nazipsychiatrie – Aufstieg und Fall

Nazipsychiatrie – Aufstieg und Fall von Peters,  Uwe Henrik
In dem Buch Nazipsychiatrie wendet er sich Uwe Henrik Peters der anderen Seite, der Seite der Täter, der Verfolger und ihrer Zeit zu. Was dachten sich die Täter? Warum taten sie, was sie taten? Wieviel Verantwortung tragen die Geschehenlasser? Während der Nazizeit sind mehr als 250.000 Psychisch Kranke und andere Behinderte ermordet worden, 360.000 Menschen wurden zwangssterilisiert. Dies geschah auf Initiative und unter sehr tätiger Mitwirkung durch eine größere Zahl von Psychiatern. Seit Peters angefangen hat, sich für Psychiatrie zu interessieren, haben ihn die Fragen bewegt: Wie konnte es dazu kommen? Welche Vorstellungen, Ideen und Denkweisen machten solche Handlungen möglich? Haben alle Psychiater so gedacht? Oder was war der Geist der Nazipsychiatrie? Wie kann man eine Wiederholung verhindern? Oder besteht eine solche Gefahr nicht? Diese Fragen und weil wir uns heute kaum noch in das Denken der Täter und das Denken ihrer Zeit hineinversetzen könne, müssen es aber dennoch versuchen. Peters hat diesen Versuch gewagt und findet die Antwort in den Äußerungen der Täter selbst!
Aktualisiert: 2018-07-12
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Meine Kindheit unter Hitler

Meine Kindheit unter Hitler von Peters,  Uwe Henrik
Ein Kinderleben mit dem Hakenkreuz. Erstmals erzählt ein erfahrener und weltweit anerkannter, geehrter Psychiater über seine Kindheit. Die deutschen Schicksalsjahre umfassen mit seltener Pünktlichkeit genau die Kindheit von Uwe Henrik Peters. Gezeugt wenige Wochen vor Ausbruch der großen Weltwirtschaftskrise wurde der kleine Uwe am 21. Juni 1930 mitten in die schlimmste Zeit Deutschlands hinein geboren. Als Uwe Peters zweieinhalb Jahre alt ist, beginnt die Nazizeit. Schon seine allerersten Erinnerungen fallen bereits in die Nazizeit. Uwe ist 9 Jahre alt, als der Krieg ausbricht. Bis zu seinem 15. Lebensjahr erlebt er nur Nazizeit, Bombenkrieg, Kinderlandverschickung (KLV), militärischen Ausbildung an Waffen … Am 21. Juni 1948, - Peters 18. Geburtstages, wird die Währungsreform verkündet, die das deutsche "Wirtschaftswunder" einleitet.
Aktualisiert: 2018-01-31
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Reil und seine Nachfolger

Reil und seine Nachfolger von Marneros,  Andreas
Vor 200 Jahren wurde die Psychiatrie als Wissenschaft durch den berühmten Arzt Johann Christian Reil in Halle gegründet. Dabei ist Reil nicht nur der Vater des Wortes "Psychiatrie", sondern hat sich auch für die Selbständigkeit des Faches und die Gründung von eigenständigen psychiatrischen Lehrstühlen an den Universitäten eingesetzt. Reil und seine Nachfolger erzählt die über 300-jährige Geschichte der psychiatrischen Versorgung, Wissenschaft und universitären Lehre in Halle. Beginnend mit den Wegbereitern Reils wird mithilfe der Biographien der Direktoren – darunter berühmte Namen wie Hitzig, Ziehen, Wernicke, Hauptmann – die wechselvolle Geschichte der psychiatrischen Universitätsklinik und ihrer Vorläufer in Halle von der Gründung bis in die heutige Zeit nachgezeichnet. Anhand von bislang unveröffentlichten Materialien aus Archiven und historischen Aufzeichnungen der Direktoren konnte nachvollzogen werden, wie sich das preußische "Königliche Irrenheilinstitut" über die "Königlich-Psychiatrische und Nerven-Klinik der Universität Halle" schließlich im 20. Jahrhundert zur heutigen Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg entwickelte und welchen Einfluss NS-Zeit und SED-Regime bis zur Wiedervereinigung nahmen. In Bild- und Text wird die für ihre Zeit fortschrittliche, ja revolutionäre bauliche Konzeption der Klinik durch Eduard Hitzig dargestellt, die kurz nach ihrer Gründung im Jahr 1891 auf der Weltausstellung in Chicago als psychiatrische Musteranstalt ausgezeichnet wurde. Nach Bombenschäden und mangelnden Sanierungsmöglichkeiten während der DDR-Zeit bilden die inzwischen umfassend modernisierten Klinikgebäude heute, 120 Jahre nach der Gründung, den Rahmen für eine humane Psychiatrie ganz im Sinne Reils, aber auch für klinische Forschung und psychiatrische Lehre in Halle.
Aktualisiert: 2018-07-12
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