Hipster Porn

Hipster Porn von Rehberg,  Peter
Die Butt-Jahre – das war das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Von 2001 bis 2011 wurde die Printversion des queeren Fanzines von Amsterdam aus herausgegeben und prägte mit seinen rosa eingefärbten Fotos das Bild eines neuen schwulen Männertyps: Weniger genormt als die Körperideale der 1990er, lässiger, behaart, mit Bart. Längst zirkuliert dieses Image auch unter dem Label „Hipster“. Aber im Unterschied zu seiner Mainstream-Variante aktiviert der Homo-Hipster das subversive Potenzial der 60er-Jahre Gegenfigur und schafft damit ein machtvolles Bild queerer Männlichkeit. Innerhalb einer schwulen Geschichtsschreibung sind die Butt-Boys damit auch eine Antwort auf die Geschichte von HIV und Aids, ihre Medikamentalisierung und den daraus hervorgegangenen normativen Körper­politiken. Abseits von triumphierendem Sportsex sind die Männer in Butt ebenso sexy wie verletzbar: Butt zeigt schwule Intimität. Diese Ästhetik des Nichtperfekten ist vor dem Hintergrund der Amateur­kultur des Porn 2.0 zu verstehen. Hipster Porn nimmt Butts stilbildende Originalität in den Blick. Über die Perspektiven von Queer Theory, Masculinity Studies, Medienwissenschaften und Affekt Theorie wird die Welt des Fanzines lesbar, wie umgekehrt auch deren theoretische Positionen durch Butt herausgefordert werden.
Aktualisiert: 2019-01-23
> findR *

Entgrenzter Formalismus

Entgrenzter Formalismus von Stakemeier,  Kerstin
Nähert man sich der Autonomie der Kunst als einem historischen Problem statt als einer gefährdeten Errungenschaft, ergibt sich eine grundlegend reorganisierte Kunstgeschichte. Die moderne Freiheit der Kunst zeigt sich als gesellschaftliche Selbstentmündigung, ihr bürgerlicher Fortschritt als akademische Beschränkung. Als moderne wurde die künstlerische Praxis unausweichlich individuell, sittlich und national. Vor dem Hintergrund dieser sich als fragwürdig erweisenden Moderne zeigen sich symbolistische Dekadenzen der Jahrhundertwende als ungeahnte Vorläufer bis in die Gegenwart reichender künstlerischer Entgrenzungen dieser ‚Zivilisierungen’ ästhetischer Praxis als Kunst. Schon Autor_innen wie Georges Bataille, Carl Einstein, Peter Gorsen und Lu Märten verorteten die Infragestellung moderner Formen im Zentrum ihres Denkens: ihre Schriften eröffnen inmitten der kanonisierten (Kunst)Geschichte eine Tradition ästhetischer Vorstöße in eine noch unrealisierte Antimoderne – in eine unvollendete Selbstabschaffung der eigenen Modernität. Auch unsere vielfach katastrophische Gegenwart ist übervoll mit Versatzstücken künstlerischer Tendenzen, die sich weigern, einen kunstimmanenten Formalismus zu reproduzieren. „Entgrenzter Formalismus“ stellt die Grundzüge einer gegenwärtigen Kunstgeschichte künstlerischer Selbstabschaffung zusammen. In ihr wird der Aufstieg und Fall künstlerischer Formen Anhaltspunkt und Praxisbeispiel eines ästhetischen Denkens, das vorschlägt, die Gegenwartskunst als Austragunsort gesellschaftlicher Form ernst zu nehmen – damit aus ihr mehr folgen kann als nur sie selbst. Mit Kommentaren von: Manuela Ammer, Monika Baer, Werner von Delmont, Rochelle Feinstein, Melanie Gilligan, Sidsel Meineche Hansen, Anne Imhof, Stephan Janitzky, KAYA, Anja Kirschner, Ruth May, Karolin Meunier, Jan Molzberger, Ulrike Müller, Jenny Nachtigall, J.P.R. als Schwarmwesen, Amy Sillman und Susanne M. Winterling
Aktualisiert: 2018-11-01
> findR *

Transmoderne

Transmoderne von Kravagna,  Christian
Die antikolonialen und antirassistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts gingen mit künstlerischen und theoretischen Gegenentwürfen zur Exklusivität der westlichen Moderne einher. Mit Studien zur indischen Moderne, der Harlem Renaissance und der Abstraktion der Nachkriegszeit fokussiert dieses Buch auf Kontakte und Kooperationen als Voraussetzung eines transkulturellen Denkens und künstlerischen Handelns.
Aktualisiert: 2018-11-01
> findR *

Torpor

Torpor von Kraus,  Chris, Meunier,  Karolin, Wurster,  Stephanie
'Es gibt eine Zeitform der Sehnsucht und Reue, in der jeder Schritt, den man tut, verzögert, überprüft, ein wenig zurückgehalten wird. Die Vergangenheit und die Zukunft werden vorausgesetzt, eine ideale Welt, die im Schatten eines wenn existiert. Es wäre gewesen.' Torpor ist eine Erzählung über die frühen 1990er, über die Zeit von Amerikas erstem Golfkrieg, den Fall der Berliner Mauer und die Medienrevolution in Rumänien: 'Es ist der Beginn einer Neuen Weltordnung', schreibt Chris Kraus. Sylvie Green und Jerome Shafir sind zwei Intellektuelle und 'wurzellose Kosmopoliten', die weder im New Yorker East Village noch an anderen Orten in den USA richtig zu Hause sind. Sie reisen nach Berlin und beginnen eine Irrfahrt durch ein zerfallendes Osteuropa. Sylvies absurder Plan, in Rumänien ein Kind zu adoptieren, soll nicht nur ihre Beziehung retten, sondern auch Jerome helfen, die Anthropologie des Unglücklichseins zu schreiben, sein Buch über den Holocaust. Torpor (im Original erschienen bei Semiotext(e), 2006) ist das erste Buch der Autorin, das auf Deutsch verfügbar ist. Wie in ihrem Briefroman I Love Dick sind auch hier die beiden Hauptfiguren, obwohl diesmal fiktive Charaktere, unschwer als Alter Egos des realen Ehepaars Chris Kraus und Sylvère Lotringer zu erkennen. Kraus teils satirische Beobachtungen der intellektuellen Szene Ost- und Westberlins und der Bedeutung der Öffnung osteuropäischer Länder vor dem Hintergrund der deutschen Vergangenheit beschreibt sie aus der Perspektive einer amerikanischen Künstlerin.
Aktualisiert: 2018-07-12
> findR *

DMZ Botschaft

DMZ Botschaft von Heuck,  Farida, Yoo,  Jae-Hyun
Welche Funktion hat ein Grenzraum neben der Durchsetzung einer Teilung? Dient er als aktive Zone des Unbestimmten, in der es Neues zu verhandeln gilt? Und hängen diese Handlungs- und Handelsräume nicht stets auch von der aktuellen politischen Lage ab? Die Grenzlinie dehnt sich zum aktiven Zwischenraum und der kontrollierte Grenzbereich erstreckt sich immer weiter, über die eigentliche Grenzzone hinweg, in die angrenzenden Länder hinein. Dieses Phänomen internationaler Grenzen lässt sich verdichtet an der demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen Süd- und Nordkorea ablesen. „DMZ Botschaft“ gewährt einen detaillierten Blick auf die sozialen, politischen und ökonomischen Bewegungen des Grenzraums zwischen Nord- und Südkroea und untersucht die durch die Teilung des Landes hervorgerufenen Auswirkungen auf das alltägliche Leben. Im Fokus steht bewusst die südkoreanische Grenzseite, da die Sichtweise auf den vermeintlichen weißen Fleck Nordkorea wesentlich das Handeln in Südkorea bestimmt. Interviews mit Akteurinnen und Akteuren, die tagtäglich mit der Grenze konfrontiert sind, theoretische Texte über Grenze sowie umfangreiches Bildmaterial bieten vielfältige Perspektiven auf den Umgang mit der letzten Grenzzone des Kalten Krieges. Mit Beiträgen von: Song Du-Yul; Beatrice von Bismarck; Kien Nghi Ha Interviews mit: Yoo Jae-Hyun / koreanisch-deutscher Künstler und ehemaliger Grenzsoldat; Sunmu / Künstler aus Nordkorea; Choi Yong-Hwan / Wirtschaftsentwicklungsforscher; Kim Dong-Hyun / Bürgermeister vom Freedom Village; Angestellte des Kaesong Industrial Complex / Angestellter der Firma Cotton Club
Aktualisiert: 2018-07-12
> findR *

Der Einsatz des Lebens

Der Einsatz des Lebens von Deuber-Mankowsky,  Astrid, Holzhey,  Christoph F. E., Michaelsen,  Anja
Der Einsatz des Lebens. Lebenswissen, Medialisierung, Geschlecht Autorinnen: Marie-Luise Angerer, Sabeth Buchmann, Judith Butler, Monique David-Ménard, Angela Koch, Gertrud Koch, Susanne Lettow, Anja Michaelsen, Maria Osietzki, Kerstin Palm, Claudia Reiche, Anja Streiter. Die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen, die sich aus dem Einsatz von biomedizinischen und biotechnischen Verfahren, von lebenswissenschaftlich generierten Fakten, Bildern und Wissensbeständen in diverse Öffentlichkeiten und in den gelebten Alltag ergeben, sind seit längerem Thema von geistes- und kulturwissenschaftlicher Forschung. Wenig untersucht ist bisher jedoch die Frage, wie sich das kulturwissenschaftliche Wissen im Zuge dieser Veränderungen und ihrer diskursiven Bedingungen selbst modifiziert und sich durch seine eigene Thematisierung des Lebens und des Körpers selbst an einer umfassenden "lebenswissenschaftlichen Wende" beteiligt. Dieser Prozess zeigt sich in einem veränderten Verständnis der Arbeit, der Produktion, aber auch der Reproduktion, der Verwandtschaftsbeziehungen, der Familie, des lebendigen Körpers, der Sexualität und des Geschlechts. Doch, wie wird diese Veränderung auf methodologischer Ebene reflektiert? Wie wird die Verwischung der Grenzen zwischen Tod und Leben in den Gebrauch dieser Begriffe bei der Produktion kulturwissenschaftlichen Wissens etwa in der Psychoanalyse, oder in der Film- und Medienwissenschaft integriert? Stichworte: Biomacht, Philosophie, Filmwissenschaft, Kunstgeschichte, Medienwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte, Naturwissenschaftsforschung
Aktualisiert: 2017-03-01
> findR *
MEHR ANZEIGEN

Oben: Publikationen von b-books

Informationen über buch-findr.de: Sie sind auf der Suche nach frischen Ideen, innovativen Arbeitsmaterialien, Informationen zu Musik und Medien oder spannenden Krimis? Vielleicht finden Sie bei b-books was Sei suchen. Neben praxiserprobten Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblättern finden Sie in unserem Verlags-Verzeichnis zahlreiche Ratgeber und Romane von vielen Verlagen. Bücher machen Spaß, fördern die Fantasie, sind lehrreich oder vermitteln Wissen. b-books hat vielleicht das passende Buch für Sie.

Weitere Verlage neben b-books

Im Weiteren finden Sie Publikationen auf band-findr-de auch von folgenden Verlagen und Editionen:

Qualität bei Verlagen wie zum Beispiel bei b-books

Wie die oben genannten Verlage legt auch b-books besonderes Augenmerk auf die inhaltliche Qualität der Veröffentlichungen. Für die Nutzer von buch-findr.de: Sie sind Leseratte oder Erstleser? Benötigen ein Sprachbuch oder möchten die Gedanken bei einem Roman schweifen lassen? Sie sind musikinteressiert oder suchen ein Kinderbuch? Viele Verlage mit ihren breit aufgestellten Sortimenten bieten für alle Lese- und Hör-Gelegenheiten das richtige Werk. Sie finden neben