Mare nostrum oder Ein Bahnhof für jene, die ankommen

Mare nostrum oder Ein Bahnhof für jene, die ankommen von Skwara,  Erich Wolfgang
Mit »Mare nostrum« legt Erich Wolfgang Skwara nach einer Pause von fast zehn Jahren endlich wieder einen neuen Roman vor. In der französisch-italienischen Grenzstadt Menton treffen einander für drei Tage der Erzähler und eine italienische Pianistin. Sie haben sich vor fast einem Vierteljahrhundert bei den Sommerkursen des Mozarteums in Salzburg kennengelernt, seither aber nicht mehr gesehen. Die damalige Nähe besaß Zärtlichkeit, blieb aber ein unbestimmtes Gefühl. Doch nun, nach 27 Jahren, entflammt rasch und unabweisbar eine heftige Leidenschaft, obwohl schnell klar ist, sie werden kein Paar mehr werden, sie sind beide längst »zu sehr weltumgeben oder zu sehr allein«. Doch dann fordert die Pianistin noch etwas ganz anderes von ihm. Diese Episode ist kunstvoll mit zwei weitere mit Menton verbundenen Geschichten verflochten: Denn mit 16 Jahren ist der Erzähler – angelockt vom südlichen Licht – von Zuhause ausgerissen, um hier seinen Brieffreund Jeannot zu besuchen, und mit seiner »letzten Liebe« wird er ebenfalls wieder hierher reisen. Skwaras fein austariertes Sensorium für Stimmungen, Obsessionen und zeitliche Überlagerungen, seine suggestive Sprach- und Bildkraft fügen sich in Mare nostrum zu einer großen epischen Dichtung rund um die Frage, ob es möglich ist, Versäumtes nachzuholen, ob eine Lebenslücke im Nachhinein gefüllt und eine Korrektur gesetzt werden kann.
Aktualisiert: 2019-05-30
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Norwids Geliebte

Norwids Geliebte von Tkaczyszyn-Dycki,  Eugeniusz, Wolf,  Uljana, Zgodzay
Der obsessive Umgang mit Tod, Eros und Krankheit ist signifikant für Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki, dem rätselhaftesten und wortmächtigsten Gegenwartsdichter Polens. In »Norwids Geliebte« führt er uns in seinen Herkunftsort Wólka Krowicka, den er selbst schon lange nicht mehr besucht hat, und bedenkt alle Verstorbenen der Gegend, die nicht vergessen werden sollen, mit Gedichten. Im Zentrum des Bandes steht aber »Norwids Geliebte«, seine sich selbst zur Geliebten des romantischen Dichters Cyprian Kamil Norwid stilisierende Mutter, ihr Hang zum Alkohol, ihre Schizophrenie. Sowie sein tyrannischer Vater, »der Ernährer«, der ihnen verbot, die regionale ukrainisch-polnische Mischsprache Chachlakisch zu sprechen. Genau genommen schreibt Eugeniusz Tkaczysyn-Dycki nicht über die Verstorbenen, vielmehr kommen sie zu ihm: »mich besuchen menschen die es / heute nicht mehr gibt«. Als Nachwort hat der Autor dem Band eine erhellende biografische Fußnote beigegeben, in welcher er von der gesellschaftlichen Ächtung der Mutter aufgrund der Kriegsverbrechen ihres Vaters erzählt, von ihren Erkrankungen, vom Zauber ihres gemurmelten, frei improvisierten Gedichtvortrags und von den Verfluchungen durch seinen Vater.
Aktualisiert: 2019-05-24
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Schon bald

Schon bald von Gahse,  Zsuzsanna
Ein Aufbruch zu etwas Neuem steht an. Die Wohnung wird ausgeräumt und entrümpelt, nur die wirklich unentbehrlichen Dinge werden von der Erzählerin behalten: der Schreibtisch, die Füllersammlung, der alte und neue Schreibstuhl, ein paar schwarze Stühle, etwas Geschirr. Im fast leeren Raum werden sie samt ihrer Geschichte wieder neu sichtbar. Die Flucht der drei hintereinanderliegenden leeren Zimmer wird zum Wohnzimmertheater: Publikumsraum, Bühne, Backstage. Bald soll hier Theater gespielt werden. Kurze Szenen mit unterschiedlichen Charakteren werden geplant und geprobt, Szenen, die den Schauspielern auf der Bühne Raum zur Improvisation lassen. Relativ spontanes freies Theater nennt die Erzählerin diese offene Form. Die Schauspieler üben, wie spontanes Spiel natürlich und kunstvoll wirken kann, jenseits von übertriebener Gestik und Stimmführung. Und dann ist er da, der Tag der Premiere. Brillant und mit viel Witz versteht Zsuzsanna Gahse zu zeigen, wie nur unter vollem Einsatz bis zur letzten Konsequenz etwas Neues zustande kommen kann, dass zu Beginn eine tabula rasa, ein leerer Raum stehen muss, der dann von Grund auf neu befüllt wird.
Aktualisiert: 2019-05-24
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Nicht bei Trost. Haiku, endlos

Nicht bei Trost. Haiku, endlos von Dodel,  Franz
Seit 2002 schreibt Franz Dodel an einem gigantischen und einzigartigen Lyrikprojekt, das er mit 'Nicht bei Trost' überschreibt. Die Arbeit besteht aus einem sich scheinbar wie von selbst fortspinnenden Text, einem Endlos-Haiku mit der stetigen Folge von 5–7–5–7 Silben, das inzwischen auf über 13000 Verse angewachsen ist und täglich fortgesetzt wird. Wie ein textiles Geflecht breitet sich dieses Kettengedicht in die verschiedensten inhaltlichen Richtungen aus. Es schwingt von lyrischen Natureindrücken zu philosophisch religiösen Betrachtungen, verarbeitet antikes Textmaterial, greift biographische Erinnerungsbruchstücke auf und bezieht sich immer wieder auf die sich ausbreitende Textur selbst. Nach jeweils 500 Zeilen knüpft der Inhalt (als Hommage) an Marcel Prousts 'À la recherche du temps perdu' an. Statt an Ende, Ziel und suspekten Trostangeboten orientiert sich dieser Text an der Offenheit schweifender Reflexion und sinnlich genauer Betrachtung. Noch intensiver wird dieses Umschichten von Arten des Staunens im 'wachen Schlaf' des sich beim halblauten Lesen entwickelnden meditativen Sogs. Ein erster Teil von 'Nicht bei Trost' erschien 2004. Hier wird nun ein weiterer, für sich stehender Teil – wiederum 6000 Zeilen – in Buchform veröffentlicht. Auf der linken Seite wird das rechts stehende Gedicht jeweils von Abbildungen, Anmerkungen und Textauszügen, auf die 'Nicht bei Trost' anspielt, begleitet, die den Leser zu weiteren Abschweifungen einladen. Ausgezeichnet mit dem Staatspreis "Schönste Bücher Österreichs 2008".
Aktualisiert: 2019-04-08
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Die schwindende Stadt

Die schwindende Stadt von Dabic,  Jelena, Goranović,  Pavle
Die mächtigen Schwingen der Einsamkeit, der Trauer und Verzweiflung sind Pavle Goranovićs Gedichten bestens vertraut, ebenso wie die raren Momente von Glück und Erfüllung. Der Autor weiß um die Nichtigkeit von Welt und Sprache angesichts des eigenen Todes: Er weiß aber auch um die Kraft, die sich daraus schöpfen lässt, denn «Leiden steht vor jeder Möglichkeit der Verwandlung«. Diesen schwer fassbaren existentiellen Momenten nähern sich die Gedichte über Erinnerungen an die Liebe zu Frauen, an einen Ursprungsmoment in der Jugend oder die alles übersteigende, grundlose Freude auf Reisen. Und sie klagen zugleich über die Abwesenheit des Moments in einer sich zunehmend aus den Augen verlierenden Gesellschaft. »Ihr Menschen, es bringt uns einander näher, dass wir den Augenblick teilen, den wir, mitten im sinnlosen Alltag, im Kosmos verbrachten.« Goranović spiegelt sich auch in ihm seelenverwandten Dichtern und Denkern wie Horaz, Petrarca, Kierkegaard, Pessoa, Musil, Cioran, Borges oder Ferlinghetti – und führt mit ihnen, über die Jahrhunderte hinweg, ein Gespräch über den kostbaren schmerzlichen und freudigen Moment, das Schweben im Vers, im Tod und in der Liebe.
Aktualisiert: 2019-04-01
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Wildpark

Wildpark von Bayer,  Xaver
Als hätten die »Träume sich kurz mit ihren Tentakeln ins Wachsein vorgewagt«: Es sind uns allen vertraute Alltags­situationen, die für den Protagonisten in Xaver Bayers neuem Buch plötzlich ins Traumhafte kippen – und für einen Moment blitzt verstörend etwas Ungezähmtes, Wildes ins geordnete Leben hinein. Statt diese Einfälle sogleich wieder beiseitezuschieben, nimmt der Held die Fährte auf und folgt den Gedankenblitzen in unbeirrter Konsequenz, mit immer neuen Volten und überraschenden Verknüpfungen. Wildpark ist eine Art göttlicher Komödie aus 69 schillernden Prosa­stücken, die mal komisch grotesk, dann wieder verstörend absurd die Nachtseiten unserer sorgfältig domestizierten Natur offen­legt. Xaver Bayer, der Meister im literarischen Erforschen menschlicher Bewusstseinsvorgänge, hat einmal mehr ein Werk verfasst, das seinesgleichen sucht. Sein nuancenreicher Umgang mit sämtlichen Registern der Sprache, seine Kunst, in wenigen Sätzen komplexe Geschichten vor unseren Augen lebendig werden zu lassen, unterstreichen die tiefgründige Schönheit dieses Buches. Wer von Literatur noch Kühnes und Neuartiges erhofft – hier ist es zu finden.
Aktualisiert: 2019-03-02
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Nicht bei Trost. alles. vorläufig

Nicht bei Trost. alles. vorläufig von Dodel,  Franz
Zum 70. Geburtstag des Dichters Franz Dodel werden alle bis dato vorliegenden sechs Bände von "Nicht bei Trost", die Verse 1–36 000, geschlossen in einem soliden Schuber mit weißer Prägung angeboten. Die Kassette enthält die Bände: Nicht bei Trost. A never ending Haiku Nicht bei Trost. Haiku, endlos Nicht bei Trost. Carmen infinitum Nicht bei Trost. Mikrologien Nicht bei Trost. Sequenzen Nicht bei Trost. Capricci Der bereits vergriffene zweite Band "Nicht bei Trost. Haiku, endlos" wird aus diesem Anlass in einer überarbeiteten Fassung neu aufgelegt. Die Kassette ist – exklusiv beim Verlag – auch als nummerierte und signierte, auf 20 Exemplare limitierte Vorzugsausgabe mit einer Originalhandschrift aus dem Manuskript des Autors (A4, ca. 30 Zeilen) erhältlich.
Aktualisiert: 2019-04-08
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Nicht bei Trost. Capricci

Nicht bei Trost. Capricci von Dodel,  Franz
Franz Dodels einzigartiges Endlos-Poem Nicht bei Trost ist inzwischen auf unglaubliche 36 000 Verse angewachsen. Seit 2002 arbeitet der Autor täglich an einem sich wie von selbst fortspinnenden Textgewebe, das sich nicht an Ende, Ziel und suspekten Trostangeboten orientiert, sondern an der Offenheit schweifender Reflexion und sinnlich genauer Betrachtung. Durch den ruhigen rhythmischen Wortstrom fügen sich die Fülle von Dodels Bildern und Zitaten, biografische Erinnerungsbruchstücke und Naturbetrachtung zu einer leicht­füßigen Meditation über Gott, die Welt und das Ich. Der nun vorliegende sechste Teil von Nicht bei Trost umfasst die Verse 30 001–36 000 und erscheint in derselben Ausstattung wie die Vorgängerbände: feinstes Dünndruckpapier im geschmeidigen Lederfasereinband. »Man nimmt dieses wunderschöne Buch gerne in die Hand und lässt sich von den Versen fesseln und mitziehen. Nicht bei Trost ist ein Sich-Treiben, das in den Bann zieht. Man wird – wo auch immer man einsteigt – sanft umgarnt von den Silbenbanden und kann nach einiger Zeit nicht umhin, selbst ins 5-7-5-7 Denk-, Kontemplations- und Dichtschema zu fallen. Ein sanfter Fall, der ungeahnte Türen öffnet.« Markus Köhle (Schweizer Monatshefte)
Aktualisiert: 2019-04-08
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An Lois

An Lois von Richter,  E A
E. A. Richters neue Gedichte richten sich allesamt an Lois, an das frischgeborene Enkelkind und das heranwachsende Kleinkind. Die Möglichkeiten für den Schreibenden, das Kind zu sehen, sind allerdings eingeschränkt, sodass ihm das Schreiben zu einer Form wird, seine Zeugenschaft wenigstens aus der Ferne wahrzunehmen, den Kontakt zu Lois in seinen Gedichten zu halten. In dieser Spannung tauchen Figuren auf, traumhaft, aber auch ganz real: die Erinnerungen an die Zeit der ersten Schwangerschaft seiner Frau und des eigenen Sohnes als Kleinkind, oder Versuche, sich eine eigene frühkindliche Zeit im Elternhaus zu imaginieren. Starke, sich vermehrende körperliche Schmerzen schließen sich mit der Vorstellung kurz, wie schmerzvoll es wohl ist, ein Kind zu gebären. Im changierenden Spiel mit dem kleinen abwesenden Menschen und seiner fortschreitenden Entwicklung gewinnt auch der Autor zunehmend sich selbst zurück, nicht nur als Kind. Mal ist es die Sprache, mal eine Figur, mal eine Landschaft, ein Tier, ein Ort in der Ferne, die sich fortbewegen, entschwinden und wieder zurückkehren.
Aktualisiert: 2019-04-01
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Nicht bei Trost. A never ending Haiku

Nicht bei Trost. A never ending Haiku von Dodel,  Franz
Erstmals erscheinen in der Edition Korrespondenzen nun auch die ersten 6 000 Verse von Franz Dodels Endlosgedicht Nicht bei Trost in einer vom Autor überarbeiteten Neuausgabe des vergriffenen ersten Bandes Nicht bei Trost. A never ending Haiku. Diese Neuauflage des ersten Teils von "Nicht bei Trost" erscheint in derselben Ausstattung wie die bisherigen Bände: feinstes Dünndruckpapier im geschmeidigen Lederfasereinband. Illu­s­triert wurde dieser Band von Rudolf Steiner.
Aktualisiert: 2019-04-08
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