leise, frei

leise, frei von Heinrich-Heine-Institut: Brenner-Wilczek,  Sabine, Stahl,  Enno, von Leliwa,  Elisabeth
Zwischen Busan, dem Geburtsort Ort Kunsu Shims und Düsseldorf, seinem Lebensmittelpunkt, liegen mehr als achttausend Flugkilometer. Schaut man sich die Biographie des Komponisten und Performers genauer an, fällt auf, dass er nicht nur auf zwei Kontinenten lebt und in zwei Kulturen zuhause ist, sondern dass er fast ebenso viel Lebenszeit hier wie dort verbracht hat. Vielleicht liegt in dieser besonderen Konstellation eine der grundlegenden Ursachen dafür, dass sein künstlerisches Denken und Handeln keine Grenzen kennt. Musik, Bewegung, Darstellung und Sprache betrachtet er nicht aus der Perspektive der Differenz, sondern begreift sie als einen unendlichen Möglichkeitsraum, aus dem durch immer neue Verknüpfungen immer wieder andere Sphären klanglich ästhetischer Präsenz Gestalt annehmen können: Kunst‚ ‚verbunden und aufgelöst‘ könnte man in Anlehnung an den Titel seiner Komposition für Schlagquartett aus dem Jahr 2000 dieses künstlerische Tun nennen. Aus dieser Arbeit an der ,Reorganisation der Sinne‘ ist in enger Zusammenarbeit mit Gerhard Stäbler der einzigartige klangkünstlerische Erfahrungsort ‚EarPort‘ in Duisburg entstanden. Darüber hinaus aber gilt das Schaffen Kunsu Shims heute als ein originärer Beitrag zur zeitgenössischen Musik, der mit dem Begriff der PerformanceMusik auch eine eigene Benennung gefunden hat. Die Kunststiftung NRW und Kunsu Shim sind durch dieses konsequent gelebte Interesse an der Entstehung und Weiterentwicklung transdisziplinärer Kunst seit Jahren einander verbunden. Wir teilen seine Liebe zum künstlerischen Experiment. Und so ist es uns eine besondere Freude, Kunsu Shim aus Anlass seines sechzigsten Geburtstags mit einem konzertanten Abend im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf zu ehren, der ihm und seiner Kunst gewidmet ist. Mit besonderer Spannung sehen wir der Uraufführung der von uns in Auftrag gegebenen Komposition entgegen. Ebenso wichtig wie dieses musikalische Ereignis aber ist für die Kunststiftung auch diese Festschrift. Die hier versammelten wissenschaftlichen Beiträge und Stimmen künstlerischer Wegbegleiter geben in der Zusammenführung mit den Texten von Kunsu Shim ein lebendiges Bild von der Eigenwilligkeit und Einzigartigkeit dieser künstlerischen Persönlichkeit und Haltung. Sie in die Geschichte der zeitgenössischen Musik einzuschreiben, ist wichtig und wertvoll. leise
Aktualisiert: 2018-11-01
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Die elektrischen Glühbirnen

Die elektrischen Glühbirnen von Brôcan,  Jürgen, Buatchidze,  Andro, Güzel,  Lütfiye, Iatashvil,  Shota, Katscharava,  Karlo, Kunkel,  Ivette Vivien, Likokeli,  Lia, Liparteliani,  Maia, Lisowski,  Maja, Nakhutsrishvili,  Gaga, Shamanadze,  Shorena, Tabukashvili,  Maia, Thenior,  Ralf
Die vorliegenden Gedichte führen in eine uns unbekannte Gedicht¬landschaft. Wobei die ursprüngliche Konstellation der Teil-nehmer auf georgischer Seite sich im Verlauf der Projekt¬planung und -or¬ga¬nisation noch einmal änderte. Dato Barbakadze konnte aus Zeit¬gründen nicht teilnehmen und Lia Sturua hatte inzwischen, was mich einerseits traurig machte, andererseits riesig für sie freute, einen Verleger gefunden, der einen eigenen Band mit Gedichten von ihr herausbringen wollte. – Bitte, meine Damen und Herren, lesen Sie die Gedichte von Lia Sturua. Sie werden begeistert sein. Die Gedichte von Andro Buatchidze sind Nachrichten aus den Armenvierteln der Toten. Was die Lebenden mit einschließt. Sein langes, großartiges Gedicht „An Freunde, die die Grenzen des Lebens überschritten“ ist ein bewegendes Requiem, ein durch die dunklen Straßen der Erinnerung irrlichterndes Kaddish eines Dichters, der in einem zerfallenden Land lebt und nicht nur die Erinnerung an die Verstorbenen wachhält und beklagt, sondern auch den Tod im Leben der Zeitgenossen. Der Dichter Shota Iatashvili ist ein „Schlitzohr“. Bei ihm ist die Einsamkeit nur eine Art Grundierung für seine spöttischen und iro¬nischen Bilder und Kommentare. Er macht sich über Geld lustig, über Kleidungsstücke und Dichter im einundzwanzigsten Jahr¬hun-dert. Er beherrscht die Kunst, über Ernsthaftes Witze zu machen, ohne die Ernsthaftigkeit zu verraten. Besonders bezau¬bernd in dem Gedicht „Der Beistift in der Erde“, in dem ein Bleistift zu Grabe getragen und ein Handstock zerbrochen wird, um ein Kreuz zu formen, das mit den grauen Haaren des Dichters zusammenge-bunden auf das Grab des toten Bleistifts gepflanzt wird. Dies bezieht sich auf die Legende von der heiligen Nino, die im siebten Jahrhundert das Christentum nach Georgien brachte. Da sie so arm war, dass sie kein Kreuz besaß, brach sie Weinreben und fügte sie mit ihrem eigenen schwarzen Haar zu einem Kreuz zusammen. Lia Likokeli ist eine Dichterin, die in ihren Gedichten ins Surreale ausfliegt und dabei die Bodenhaftung nicht verliert. Es bleibt etwas Beklemmendes in ihren Gedichten. Fast echomäßig an manche Bilder von Leonora Carrington erinnernd, beschreibt sie Familien-situationen. Erwartungen, Verhaltensweisen, und immer wieder große Einsamkeiten inmitten des Familienverbands. Hier verändert sich etwas in Georgien. Lia Likokeli hat, zumindest unter den jüngeren Menschen, ein großes Publikum, sagte man mir voller Hochachtung im Georgian National Book Center, und ich kann mir vorstellen, warum. Gaga ist mir als Dichter nahe. Er ist Realist. Sein poetisches Schrei-ben ist eine Auseinandersetzung mit den Dingen als notwendiges Element des Lebendigseins. In vielen seiner Gedichte (u.a. in „Gott und wir“) finde ich eine erfrischend diesseitige, unpathetische Position, die jede Metaphysik ablehnt und bei allem Dreck, in dem die Menschheit watet, den blühenden Akazienbaum nicht aus dem Auge verliert. Und außerdem hat er ein fragendes Kind an Bord, was mich freut. Bei meiner Lektüre, bei Notizen zu seinen Gedich-ten, in der gedanklichen Auseinandersetzung tauchte immer wieder ein Bild vor meinem inneren Auge auf, das übersetzt etwa lauten könnte: Hier spricht ein fernöstlicher Weiser. Woraufhin ich mich korrigierte: Hier spricht ein Weiser aus Osteuropa. Vier Stimmen, vier poetologische Ansätze, vier Weisen, die Welt zu verstehen; dass wir sie hören können, verdanken wir vielen Freun-dinnen und Freunden der Poesie, die mit Rat und Tat geholfen haben, dieses Projekt lebendig werden zu lassen.
Aktualisiert: 2018-11-01
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Die Goethes in Weimar

Die Goethes in Weimar von Aehling,  Georg, Petershoff,  Thomas, Richter,  Gerhard, Schmidt,  Herbert, Wingertszahn,  Christof
Herbert Schmidt entwirft eine Familiengeschichte der Goethes in Weimar, die zugleich chronologisch und thematisch gegliedert ist und den Verfall der Familie Goethe in Weimar beschreibt. „Überblickt man diesen Entwicklungsgang, dann drängt sich dem Leser der Untertitel eines berühmten Romans von Thomas Mann auf. Handelt es sich hier nicht wie bei den Buddenbrooks um den Verfall einer wirklichen Familie? Argumente dafür lassen sich viele finden.” aus dem Geleitwort von Prof. Dr. Christof Wingertszahn, Direktor des Goethe-Museums Düsseldorf Das Augenmerk des Autors gilt besonders dem zunehmenden Selbstzweifel von Sohn August sowie der Enkel Walther und Wolfgang im Schatten Goethes und unter dem Einfluss von Ottilie. Briefe, Tagebücher und Zitate, in denen die Personen selbst sehr ausführlich zu Wort kommen, ergeben in ihrer vielstimmigen Verknüpfung ein authentisches biografisches Erzählmuster.
Aktualisiert: 2018-11-01
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Literarisches Rheinland

Literarisches Rheinland von Goedden,  Walter, Müller,  Ernst
Inhalt Vorwort des Autors 7 Rüdesheim 9 Clemens Brentano (1778-1842) und die Rheinmärchen St. Goar 21 Ferdinand Freiligrath (1810-1876) und die Lyrik der Revolution Köln 33 Heinrich Böll (1917-1985) und die Poesie des Gegenwärtigen Köln 51 Georg Weerth (1822-1856) und der literarische Sozialismus Kaiserswerth 60 Friedrich Spee (1591-1635) und die geistliche Dichtung Düsseldorf 70 Heinrich Heine (1797-1856) und die Freiheit als Lebensform Düsseldorf 83 Karl Immermann (1796-1840) und die epigonale Zwischenzeit Düsseldorf 96 Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819) und der klassische Musenhof Moers 103 Hanns Dieter Hüsch (1925-2005) und die Ironie des Menschenschlags Viersen 112 Albert Vigoleis Thelen (1903-1989) und das Lebensgefühl der Emigration Kempen 122 Thomas a Kempis (1379/80-1471) und sein Weltbestseller der Innerlichkeit Bedburg-Hau 132 Schloss Moyland im Fadenkreuz von Politik und Literatur Xanten 140 Ein Anonymus (um 1200) und das Nibelungenlied Kleve 154 Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) und sein Nachruf auf Johanna Sebus Kleve 160 Konrad von Würzburg (ca. 1235-1287) und der Schwanritter
Aktualisiert: 2018-11-01
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