Selbstkontrolltraining für Konsumenten von Kinderpornographie

Selbstkontrolltraining für Konsumenten von Kinderpornographie von Berthold,  Anne, Klemm,  Torsten
Mit dem Aufkommen neuer Technologien und des Internets wurde nicht nur die Herstellung und Verbreitung kinder­pornographischen Materials erleichtert, sondern auch die Zugangs­schwelle gesenkt. Daher wundert es nicht, daß die Zahl der Personen, die wegen eines solchen Delikts verurteilt werden, ansteigt. Auf Grundlage einer umfangreichen Literaturrecherche wird im theore­tischen Teil dieses Manuals Aufschluß zur Frage des Therapiebedarfs von Konsumenten von Kinderporno­graphie gegeben. Außerdem wird die Rückfallgefahr, der Übergang zu sogenannten Kontaktdelikten („cross­over“) und die Aus­prägung psychischer Störungen bei Konsumenten von Kin­der­pornographie diskutiert. Ausgehend vom aktuellen Forschungsstand leiten wir Therapie­em­pfeh­lungen für Konsumen­ten von Kinder­pornographie ab und entwickeln ein Programm für das Selbstkontroll­training in der Gruppe. Als Gesprächsthemen stehen sexuelle Schwierigkeiten, Intimitäts­defizite, problema­tischer Pornographiekonsum, Aufbau von Bezie­hungen, Selbst­kontrolle und Selbstregulation im Mittelpunkt. Das Manual enthält Arbeitsmaterialien, Kopiervorlagen und Anregungen für die vertiefende Weiterarbeit.
Aktualisiert: 2019-06-09
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Am Ende der Fahnenstange

Am Ende der Fahnenstange von Klemm,  Torsten
Dieser Beitrag nähert sich ausgehend von drei Fallbeispielen der Frage, inwieweit eine In­di­kation zur Sicherungsverwahrung anhand objektivierbarer Kriminalitäts­belastungs­faktoren er­kenn­­bar ist. 24 Sicherungsverwahrte wurden im Rahmen der therapeutischen Über­gangs­begleitung bzw. Prüfung der Therapieeignung zur Vermeidung der vorbehaltenen Siche­rungs­­verwahrung diagnostisch befragt. Den Ergebnissen gegenübergestellt wurden die em­pi­rischen Befunde von Probanden, die nach kriminologischen Kriterien aus einer Gesamtheit von 871 Gewalt- und Sexualstraftätern als Hochrisiko-Probanden ermittelt wurden, sich aber nicht in der Sicherungsverwahrung befanden. Im Vergleich wiesen die Hochrisiko-Pro­banden eine signifikant höhere Rückfälligkeit auf als die Sicherungs­verwahrten, was sowohl für die Zeit der Unterbringung als auch nach der Entlassung zutraf. Damit zu­sammenhängende Ergebnisse zu sozialprognostischen Faktoren, die den gesellschaftlichen Empfangs­raum für entlassene Sicherungsverwahrte beschreiben, sowie zu biographischen und psycho­­logischen Faktoren, um deren Veränderung sich therapeutische Angebote für die Be­trof­fe­nen bemühen, werden ausführlich dar­gestellt und diskutiert.
Aktualisiert: 2019-05-30
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Sie ging durch Russland…

Sie ging durch Russland… von Hodel,  Robert
Ausgewählt und übersetzt von Robert Hodel zweisprachig, 432 S. Russland hat seit dem Ende des Kommunismus eine Geschichte schroffer Wechsel durchlaufen – die hoffnungsvolle Öffnung unter Michail Gorbatschow, der liberale Aufbruch unter Boris Jelzin, der zugleich den Beginn von Krieg und Korruption signalisierte, die Konsolidierung der Grenzen und eine gewisse wirtschaftliche Stabilisierung während Wladimir Putins erster und zweiter Amtszeit (2000-2008) und die erneute Konfrontation mit der westlichen Welt in seinen nachfolgenden Regierungsjahren. Wie haben russische Dichterinnen und Dichter diese vier Jahrzehnte Geschichte ihres Landes erfahren? Wie hat sich ihre Literatur seit der „Perestrojka“ verändert? Die vorliegende Anthologie versammelt 28 Autorinnen und Autoren, die zwischen 1960 und 1980 geboren sind. Sie geben einen Einblick in das Denken und Empfinden einer Zeit voller Spannungen und Emotionen. In der Anthologie sind vertreten: Maxim Amelin, Alexander Anaschewitsch, Polina Barskowa, Dmitri Bykow, Danila Dawydow, Jelena Fanajlowa, Anna Glasowa, Wiktor Iwaniw, Nikolai Jakimtschuk, Sandschar Janyschew, Sergej Kruglow, Dmitri Kusmin, Inga Kusnezowa, Stanislaw Lwowski, Wadim Mesjaz, Wjera Pawlowa, Alexandra Petrowa, Andrei Poljakow, Andrei Rodionow, Boris Ryzhy, Gleb Schulpjakow, Andrei Sen-Senkow, Alexander Skidan, Maria Stepanowa, Nikolai Swjaginzew, Alexander Ulanow, Dmitri Wodennikow, Iwan Wolkow.
Aktualisiert: 2019-05-09
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Aus der Flüstergrotte

Aus der Flüstergrotte von Taube,  Jakob
Das Buch enthält 22 Vorträge und drei weitere Beiträge, teils in überarbeiteter und erweiterter Form, die im Zeitraum von 1990 bis 2017 zu den Herbsttreffen des Kunstvereins Röderhof e.V. vom Autor gehalten wurden. Zu diesen Treffen versammelte sich jeweils ein loser Kreis von Wissenschaftlern und Künstlern unterschiedlicher Fachrichtungen und Sparten, um sich über ein zuvor vereinbartes Thema auszutauschen. Jakob Taubes Beiträge behandeln zunächst hauptsächlich Fragen aus seinem engeren Fachgebiet – mittelasiatische Glaubensvorstellungen, Märchen und Stickereien sowie das Schamanentum –, später zunehmend medizinische Themen wie in den Beiträgen „Glockenton und Klagelaut“ (über Pest und Aids als menschheitliche Kinderkrankheiten), „Magersucht im 19. Jahrhundert“ und „Emotionale Umnachtungen: Borderline“. Besonders das Borderline-Thema in Philosophie, Literatur und Zeitgeschichte wird in mehreren Beiträgen weiterverfolgt: „Muster des Wahns: Nietzsche und sein Lama“, „Der konstruierte Ekel: Jean-Paul Sartre und der Existenzialismus“, „Wenn auch der äußere Halt verloren geht: Adolf Eichmann“ und „Das Jahr des Thomas Mann“ (über den Josef-Roman). Dazwischen sind immer wieder teils sehr persönliche Beiträge eingestreut, in denen sich der Autor mit seiner Lebenssituation auseinandersetzt – mit Arbeitslosigkeit und Sucht, mit der Hilfe für pflegebedürftige Angehörige und der Begleitung sterbender – oder in denen er einfach aus seinem Leben erzählt. Beigefügt ist dem Band eine Liste aller in Röderhof gehaltenen Beiträge, zusammengestellt von Hans-Jürgen und Eveline Krug. Sie vermittelt einen Eindruck vom Ablauf der einzelnen Treffen und vom „kulturellen Ereignis Röderhof“ insgesamt.
Aktualisiert: 2019-04-25
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Herbstspiegel

Herbstspiegel von Centeno,  Yvette K, Sahr,  Markus
Jemand blickt – träumend – zurück: auf die Anfänge, die Kindheit, auf lebende wie verstorbene Freunde. Die Zeit, von der Sanduhr gemessen, ist unumkehrbar, doch sie wird auch lang, denn Erinnerungen werden lebendig. Yvette K. Centenos Gedichte aus den Jahren 2005 bis 2011 erinnern vorwiegend, schauen zurück, dankbar und gerührt manchmal, aber auch sachlich, präzis, inmitten einer Gegenwart, die oftmals anders ist. Ohne Empathie jedoch ist keines der 85 Gedichte, die Yvette Centeno ihrem Mann, dem Ingenieur und Jazzkontrabassisten Bernardo, widmet. „Nun will ich nichts weiter wissen, vervollkommnen nur, was ich nicht weiß“, beginnt der Band mit einem Zitat aus den „Memórias Inventadas“ – erfundenen Erinnerungen – des 2014 verstorbenen brasilianischen Lyrikers Manoel de Barros, einer Trilogie zum Thema Kindheit. Auch Yvette Centenos Rückblick ist fiktiv, poetisch verknappt, nicht verklärend, und rekurriert immer wieder auf das Motiv der Frühe. Gesichter tauchen aus der Kindheit auf, noch ohne Namen, „aller Anfänge Anfang“ wird gedacht, Kindheitsorte wie Porto, später Tavira, die Landschaft der Algarve und das Haus der Großmutter werden „besungen“. Es ist eine schlichte, ländliche, beinahe archaische Welt, zum Himmel hin offen, beeinflußt von Mythen, Legenden, bestimmt noch von manueller Arbeit und der Nähe des Meers. Früh tritt zu den Erinnerungen das Gedenken an die Wegbegleiter, an Menschen, aber auch an Lektüreerfahrungen, die für immer prägten. Da ist, allen voran, Paul Celan, den Yvette K. Centeno mit ihrem Kollegen João Barrento zusammen ins Portugiesische übersetzt hat. Da ist die an Jahren ältere verehrte portugiesische Lyrikerin Sophia de Mello Breyner, mit der Yvette Centeno eine respektvolle Freundschaft verband. Da sind Pessoa und der ebenfalls mit Yvette Centeno befreundete Dichter Herberto Helder.
Aktualisiert: 2019-04-18
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Fremde Nähe

Fremde Nähe von Mendes,  Luís Filipe Castro, Pollack,  Ilse
Wenn „jegliche Utopie in den Händen stirbt“, so bleibt in den Worten der Poesie festgehalten, was überdauert. Sarkastisch setzt sich Mendes mit der Unerbittlichkeit des heutigen Kapitalismus auseinander. Ironie blitzt auf, wenn er sich gegen die eigene Berufsgruppe richtet und beispielsweise „die Regeln des Protokolls“ karikiert. Castro Mendes hat den Ruf, ein „poeta doctus“, ein „gelehrter Poet“ zu sein, der die für ihn wichtigsten Werke der Weltliteratur gelesen hat und Zwiesprache mit ihnen und ihren Verfassernhält. Unter den deutschsprachigen sind das vor allem Rilke und Hölderlin, auf die er sich auch in dieser Anthologie expressis verbis bezieht. Was die portugiesische Tradition betrifft, so ist seine Verbundenheit mit der Lyrik von Camões unüberhörbar, etwa in dem ebenfalls in diese Anthologie aufgenommenen Gedicht: Camões auf der ilha de Moçambique: Eine Variation. Unter den Dichtern des ausklingenden neunzehnten und der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts seien der 1926 in Macau verstorbene Camilo Pessanha, sowie, naturalmente, Fernando Pessoa genannt. Ein poeta doctus zu sein, bedeutet bei Mendes nie, einem rein intellektuellen Spiel zu verfallen. Wenn, wie es in einem seiner Gedichte heißt, die Poesie „dieser enge Weg/zwischen der Einsamkeit und dem Leben“ ist, so ist die ihn umgebende Wirklichkeit auf eindrückliche Weise präsent. Das konkrete Erlebnis wird zum Ausgangspunkt für eine Reflexion über den Zustand der Welt. Immer wieder kehrt er zu den Orten und Leidenschaften seiner Vergangenheit zurück, lässt das, was einmal war und nicht mehr sein kann, Revue passieren und weiß um die Vergeblichkeit allen menschlichen Strebens.
Aktualisiert: 2019-04-25
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Inskriptionen No. 10 – ende der genieästhetik

Inskriptionen No. 10 – ende der genieästhetik von Kalinke,  Viktor, Kammrad,  Lisette, Pare,  Imogen
Die Inskriptionen sind der Blick durch viele Augen. Im aktuellen Heft wird das Ende des einsamen auserkorenen Genies verkündet: Die Inskriptionen sind eine virtuelle Gemeinschaft, für jedermann/frau zugänglich. Die abgedruckten Kommentare machen deutlich, daß die Beiträge weder im luftleeren Raum noch in Glasfaserwirren verhallen. Sie sind Dialog, Reaktion, stoßen an. Und sind dennoch ein Produkt Einzelner, teilweise im Schutz der Anonymität. In den Inskriptionen spiegelt sich das digitale Zeitalter mit seinen Zweideutigkeiten und Gegensätzlichkeiten, Verlagssterben und ungebrochenem Ausdruckswillen der Schreibenden. In den Inskriptionen offenbaren sich Alltagsmomente, aktuelle Empfindungen zur Gesellschaft, Immerwährendes wie Naturbeschreibungen und Du-Ich-Beziehungen. Fein gesponnen und eingeflochten sind im Textnetz Verweise auf die elfjährige Geschichte der nunmehr Inskriptionen, sie ergeben eine kaum faßbare Doppelbödigkeit – wie sollen wir daraus eine Jahresscheibe herausschneiden? Arbeit der Herausgeber/innen: Auswahl. Komposition. Gesucht haben wir sowohl den Bruch als auch die Kontinuität. Beteiligte Autoren: Faron Bebt schreibt Geschichten mit bunten Botschaften und einem hartem Kern. Immer etwas dogmatisch, aus der Zeit gefallen, verstörend verträumt - wie letzte, angemalte Großstadtbunker --Farbbeton. Patrick Beck geb. 1975 in Zwickau, lebt nach Aufenthalten in Leipzig, Speyer und London in Dresden. Erzählungen, Essay und Dramatik u.a. in den Zeitschriften „randlos“, „Der Maulkorb“, „Die Brücke“ und „Ostragehege“ sowie am Staatsschauspiel Dresden. Swantegard (Hörspiel), ERATA 2008. Wassili Busskläff Finnegans Wakes, 5,5 ff.: „Of the first was he to bare armes and a name: Wassaily Booslaeugh of Riesengeborg. His crest of huroldry, in vert with ancillars, troublant, argent, a hegoak, poursuivant, horrid, horned. His scutschum fessed, with arches strung, helio, of the second. Hootch is for husbandman handling his hoe.“ Das ist die einzige Erwähnung W. Busskläffs in den Quellen. chlebnikov geb. 1968 in Belaja Poljana (Rußland); seit 1990 in Deutschland ansässig; lebte und arbeitete in Chemnitz, Berlin, Warschau, Paris, Torgau, Leipzig, Odessa und Frankfurt am Main. crysantheme alias frau kleist geb. 1967 in Wolfenbüttel, Studium der englischen und deutschen Literatur in Hannover, Marburg und London, Promotion über Irmgard Keun (Das kunstseidene Mädchen), Studium am Deutschen Literatur­institut Leipzig, Romanwerkstatt bei Juli Zeh, Schreibcoach, Veröffentlichungen: Lilith im blauen Kleid. Erzählungen (LLV 2005). Mit Illustrationen von Anna H. Frauendorf, Irmgard Keun: Schreiben im Spiel mit der Moderne, (Thelem 2005), Untemperiert. Hörbuch (ERATA 2009). Theodor Holz geb. in Dresden im Herbst 1989, hab die Wendewirren mit der Muttermilch aufgesogen, Pflastersteine wurden aus dem Bahnhofsvorplatz gerissen und flogen knapp an meinem Kinderwagen vorbei, meine Mutter konnte ihren Beruf als Jungpionierleiterin auf dem Albrechtsberg nicht mehr ausüben, sie nahm an einer Umschulung zur Altenpflegerin teil, während ich brav die Kreuzschule besuchte. Christa Issinger geb. 1963 in Brixen (Südtirol), wohnhaft in Natz-Schabs, verheiratet, ein Sohn. Veröffentlichungen in versch. Anthologien und Literaturzeitschriften, 2014 Preisträgerin des Hildesheimer Lyrikwettbewerbes, Autorin des Buches: Die Liebe ist nicht rot. Kraba vel Jop Inhaber einer E-mailadresse, juristische Person. Owner of Agency for Literary Promotion (alp), in den 80er Jahren zufällig Zeuge einer Festnahme im Frankfurter Stadtteil Bornheim, seitdem Mitarbeit bei Lite­ra­tur­­projekten (Sklaven/Sklavenaufstand, lose blätter, Zündblättchen u.ä.) ohne kommerzielles Interesse. Mariusz Lata geb. 1981, in Polen. Lebt im Ruhrgebiet. Veröffentlicht Lyrik und Prosa in Literaturzeitschriften. Zuletzt: Gedichte in manuskripte 221, Graz 2018. Jutta v. Ochsenstein-Nick geb. 1960 in Nordhessen, Studium der Germanistik und Romanistik an den Universitäten Marburg und Tübingen, längere Aufenthalte in Frankreich /politische Erwachsenenbildung und Friedensarbeit / Geburt von zwei wundervollen Kindern / pädagogische Ausbildungen / berufstätig als Dozentin für Kleinkind- und Naturpädagogik, Achtsamkeits-Lehrerin MBSR und Autorin / wohnhaft in Süddeutschland. Federico Palatino geb. 1949 in Frankfurt als Sohn eines Stempelfabrikanten geboren, der seinen Sohn zu Ehren Goethes auf den Namen „Federio“ taufen ließ – nomen est omen. J. W. Rosch geb. 1967 in Charkiv, lebt in Frankfurt am Main. Gedichte, Prosa, Roman. Bisher bei LLV erschienen: Jokhang-Kreisel. Gedichte und kurze Prosa mit Zeichnungen von Anna H. Frauendorf (2003), Goðan Daginn. Gedichte. Mit Radierungen von Mechthild Mansel (2010). Jens Rudolph geb. 1976 in Leipzig, Jurastudium in Dresden. Lebt und arbeitet als Familienrichter in Berlin und Potsdam. CatherinaSforza (Virginia Millais) k. A. Sigune (Sigune Schnabel) geb. 1981 in Filderstadt, Diplomstudium Literaturübersetzen in Düsseldorf. Zahlreiche Veröffent­li­chun­gen in Anthologien und Zeitschriften, z. B. Die Rampe, Krautgarten, Karussell und mosaik. Ver­schiedene Preise, zuletzt unter den Wettbewerbssiegern des Thuner Literaturfestivals Literaare im Februar 2017. Finalistin beim Literarischen März 2017. Einzeltitel: Apfeltage regnen, Geest-Verlag, 2017. Eleadora Stein geb. am 12. 6. 1954 in Wilkau-Haßlau, ist eine vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin und Übersetzerin und eine der bekanntesten zeitgenössischen deutschsprachigen Autorinnen. Nach ihrer umfassenden Kritik an Sprach- und Bewusstseinsschubladen befasste sich Stein vor allem mit dem fortschreitenden Verschwinden des Subjekts. Frühwerke wie „Pilzbeschimpfung“ und „Versuch über den Mut“ machten sie in den späten 1970er Jahren schlagartig bekannt. Bei der Wiedervereinigung der 1990er Jahre vertrat sie vereinigungskritische Positionen gegenüber der Mehrheitsmeinung. Werner Weimar-Mazur geb. 1955 in Weimar. Aufgewachsen in Karlsruhe. Studium der Geologie. Lebt im Raum Freiburg i.B. Schreibt Lyrik und Prosa. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien sowie drei Gedichtbände, zuletzt: herzecho.lyrische sonogramme, Verlag Rote Zahlen, 2016. www.weimar-mazur.de Zhenja & chlebnikov Projekt der beiden in Deutschland ansässigen russischen Dichter Jewgeni Sacharow und Sascha Perow, „Brüder im Namen“. Jewgeni beschäftigt sich seit 1990 mit Drama in - wie er es nennt - Außenprojekten, ich dagegen (Perow) versuche mich gelegentlich an Übersetzungen aus dem Russischen; mein Ziel: Er­schaffung eines neuen Dialekts der Weltpoesie, der „Sternensprache“. Wichtig war für unser Inskrip­tionen-Doppelleben die Begegnung mit der deutschen Dichterin Hanna Fleiss im Winter 2012 in Berlin.
Aktualisiert: 2019-02-28
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Konflikthafte soziale Aspekte im Sexualverhalten (KV-SAS)

Konflikthafte soziale Aspekte im Sexualverhalten (KV-SAS) von Klemm,  Torsten
Testmappe bestehend aus Testhandbuch, Fragebogenformularen, Auswertungsschablonen und einer Teillizenz für das Auswertungsprogramm THERAPLAN Der Fokus des KV-SAS liegt auf emotionalen, kognitiven und sozialen Aspekten, die dem Sexualverhalten voraus­gehen und es begleiten. Der KV-SAS kann sowohl als Verfahren zur Selbst­beurteilung durch die Klienten als auch zur Fremd­einschätzung durch Gutachter, Therapeuten oder Angehörige durchgeführt werden. Die Item­formulierungen wurden so gewählt, daß Veränderungen im Verlauf der Entwicklung oder der Therapie gemessen werden können. Um die Beantwortung von Prog­nosefragestellungen zu erleichtern, wird der KV-SAS parallel für die Vergangenheit und und für die Gegenwart erhoben. Die vom KV-SAS erfragten Aspekte korrespondieren in einem breiten Spektrum funktional mit den sexuellen Handlungen einer Person. Dazu gehören Phantasie­tätig­keit, Kommuni­kation, Selbstkontrolle, Annäherungsverhalten, Vorlieben, Erfüllungserleben, Schamgefühle und Traumatisierung. Die Validierungsstudien zum KV-SAS zeigen, daß der Vollzug sexueller Übergriffe mit einer meßbaren Fo­kus­sie­rung einhergeht. Sie zeichnet sich zum einen durch eine spezifische innere Haltung aus, die sexuelle Grenz­verletzungen legitimiert. Zum anderen ist sie mit einer mangelhaften Kommunikation sexueller Probleme sowie einem Mangel an Selbstkontrolle verknüpft. Der KV-SAS erweist sich als ein reliables, trennscharfes und valides Verfahren mit prog­nostischer Aussagekraft. Der Test kann sowohl zur Therapieplanung als auch zur Evaluation der Arbeit mit Sexualstraftätern im Längsschnittvergleich eingesetzt werden. Insbesondere eignet sich der KV-SAS zur Einschätzung der Rückfallgefahr und bietet eine erkenntnisreiche Ergänzung aktuarischer Prognoseschätzungen. Zuverlässigkeit: Die interne Konsistenz (Cronbachs Alpha) liegt um .85 für die Gesamtstichprobe. Die Retest-Reliabilitäten der einzelnen Skalen schwanken zwischen .64 und .78. Trennschärfen, Itemschwierigkeiten, Skalenhomogenität und Faktorenstruktur wurden geprüft. Gültigkeit: Die Validierung des Fragebogens erfolgte an Stichproben von Sexualstraftätern und Studierenden. Die Zuordnung der Items nach Ressourcen und Defiziten konnte durch signifikant positive Korrelationen mit zahlreichen Außenkriterien sowie mit konstruktähnlichen Skalen anderer Fragebogen bestätigt werden. Normen: Es liegen T-Werte, differenziert nach Geschlecht, für nichtdelinquente Erwachsene und für Straftäter vor. Außerdem sind Veränderungsnormen für die einzelnen Untergruppen enthalten.
Aktualisiert: 2019-02-28
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Ilia Tschawtschawadse

Ilia Tschawtschawadse von Bakradse,  Akaki, Bakradse,  Lascha
Wie kein anderer hat Ilia Tschawtschawadse, der 1937 in Kwareli geboren und 1907 auf dem Weg nach Tiflis unter nie ganz aufgeklärten Umständen ermordert wurde, das Werden Georgiens im 19. Jahrhundert und um die Jahrhundertwende geprägt. Er war Schrifsteller, Redakteur, Bankier und zuletzt Mitglied des russischen Staatsrates. In Georgien gilt er als der georgische Nationalheld schlechthin und wird als ‘Vater der Nation’ bezeichnet. Das Buch, ausgestattet mit zahlreichen zeitgenössischen Abbildungen aus dem Bestand des Literatur­museums Tiflis, führt in Leben und Werk des großen georgischen Dichters ein. "Ilia Tschawtschawadse wird bei seinem Volk und über dessen Kreis weit hinaus fortleben als einer der begnadeten Charaktere, deren Wandel und deren Betätigung in Leben, Leben, Wort und Schrift durch einen großen, warmen Gedanken, durch die Liebe zur Heimat und zu den Volksgenossen getragen und verklärt werden.durch die Liebe zur Heimat und zu den Volksgenossen getragen und verklärt werden." C. F. Lehmann-Haupt (Vossische Zeitung, 1907) Akaki Bakradse (1928-1999): war Schriftsteller, Herausgeber, Publizist, Film-, Theater-, Literatur- und Literaturkritiker, Autor von mehr als zwanzig Büchern, darunter von vier biographischen Monographien. Wegen seiner oppositioneller Haltung fiel Bakradse während der Sowjet­herrschaft mehrfach in Ungnade und erhielt Arbeitsverbot. Sein Buch Zähmung der Literatur (1983), in dem er die Unterdrückung und die Einflussnahme auf die Literatur unter dem Regime anprangerte, sowie einige seiner publizistischen Schriften und Essays durften in der Sowjetunion offiziell nicht erscheinen.
Aktualisiert: 2018-11-01
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Antonio und David

Antonio und David von Deschauer,  Nikola, Kalinke,  Viktor, Karchkhadse,  Jemal, Naroushvili,  Lamara, Okropiridze,  Sergo
Aus der Perspektive eines italienischen Händlers und Reisenden wirft Bartolomeo d’Aniti einen Blick von außen auf das Land, das zu jener Zeit als „Kolchis“ bekannt war. Die Argonauten drangen einst, auf ihrer Suche nach dem Goldenen Flies, in dieses Land vor. Antonio und David ist einer jener seltenen Fälle, in denen straffe Erzählung und hoher Gedanke meisterhaft zusammenfließen. Dank seines eleganten Stils und einer flüssigen Schreibtechnik ist der Roman für jeden geschichtsinteressierten Leser zugänglich, während er zugleich für den literarischen Kenner einen ästhetischen Sprachgenuß bietet. Jemal Karchkhadze (1936-1998): Die Werke Jemal Karchkhadses wurden von der Leserschaft sehr positiv aufgenommen, stießen bei den Literaturkritikern der Sowjetunion auf heftige Kritik. Nichtsdestotrotz schrieb und publizierte der Autor weiterhin. Zu Lebzeiten blieben ihm Auszeichnungen und Preise verwehrt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Unabhängigkeit Georgiens wird sein Werk von einer neuen Generation wiederentdeckt und seine Popularität nimmt stetig zu. »In seiner Prosa zeigt uns Jemal Karchkhadse, daß ein Mensch die Fähigkeit besitzt, eine innere Wahrheit zu erkennen, die auf der Verwirklichung des höchsten menschlichen Konzepts beruht: der Freiheit.« M. Beriaschwili
Aktualisiert: 2018-11-01
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