„WILDCAT-Banking“

„WILDCAT-Banking“ von Senft,  Gerhard
Bis heute ist es nicht gelungen, die Krisen auslösenden Momente des Geld- und Finanzsektors wirksam zu entschärfen. In steter Regelmäßigkeit wird die Gesellschaft mit Inflationsprozessen oder mit geldpolitischen Verengungen hinsichtlich der produktiven Betätigung und der sozialen Erfordernisse konfrontiert. Vertreter des sogenannten Free Banking plädieren dafür, geldschöpfende Aktivitäten in dezentrale Strukturen zu verlagern, um damit ein erhöhtes Maß an Stabilität und Fairness im wirtschaftlichen Geschehen sicherzustellen. Dabei geht es nicht allein um eine gesellschaftlich ausgewogene und ökologisch verträgliche Investitionstätigkeit. Eine fundamentale Veränderung der Geldordnung im Sinne des Free Banking hätte nicht zuletzt auch zur Folge, dass sich der Staat keiner zentralen geldemittierenden Institution mehr direkt bemächtigen kann. Eine Betätigung der Notenpresse für militärische Zwecke ist damit wesentlich erschwert. So gesehen wirkt die Methode des Free Banking in der Tendenz auch friedenfördernd. In der vorliegenden Textsammlung werden wesentliche Argumente der Befürworter der autonomen Geldschöpfung dargestellt und in einen historischen Kontext gebracht.
Aktualisiert: 2018-11-01
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Freiheit und Ethik bei Max Stirner

Freiheit und Ethik bei Max Stirner von Feiten,  Elmo, Kast,  Bernd, Schäfer,  Rainer, Schuhmann,  Maurice
Wer über Freiheit redet, redet immer auch über Ethik: Frei sein von Bevormundung, frei sein von Vorschriften, frei sein von Gewalt und Unterdrückung, man spricht von Freiheitsbeschränkung oder gar von Freiheitsberaubung, man möchte frei sein von Schmerzen und Leid usw. Diese Freiheit von etwas lässt sich meist schnell erkennen und leicht nennen – im Gegensatz von Freiheit zu etwas, die sich oft als komplexer, problematischer, sperriger darstellt. In der barocken Emblematik gibt es dafür das Bild vom Vogel im Käfig mit dem Lemma „Gefangen und doch frei“: Gefangen (und dadurch seiner Freiheit beraubt), zugleich aber sicher (vor den gierigen Krallen der Katze) und versorgt (mit Futter und Wasser) und damit sorglos und frei von Angst und Not. So sei der Mensch, heißt es dann im Epigramm, gefangen im Glauben an Gott und seinen Geboten, aber gleichzeitig beschützt vor Irrewegen und Höllenqualen. Während bei Freiheit von die Entscheidungen getroffen sind, jedenfalls leicht getroffen werden können, ist der Mensch bei Freiheit für meist vor die Wahl gestellt, sich so oder so zu entscheiden. Wobei letztlich jede Entscheidung komplementär ist: Wer sich gegen das Recht auf Selbstmord entscheidet, entscheidet sich für das Leben – und umgekehrt. Wer sich wie Stirner für das Recht entscheidet, sein Leben selbst beenden zu können, entscheidet sich gleichzeitig gegen Bestimmungen von „oben“ (Staat, Gesetz, Kirche, Gott), die ihm dieses Recht absprechen. Stirner beantwortet die Frage frei wofür? in gewohnter Radikalität: Was nützt Dir auch eine Freiheit, wenn sie nichts einbringt? Und wärst du von allem frei, so hättest Du eben nichts mehr … (EE 163).
Aktualisiert: 2016-08-18
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Ein Schwejk in der NVA

Ein Schwejk in der NVA von Fleming,  Kurt W
Die 18 Monate, die Kurt W. Fleming (Jahrgang 1953) als Antistalinist und Che-Guevara-Anhänger in den siebziger Jahren bei der Nationalen Volksarmee auf der Insel Rügen diente, waren seine eigentliche Lehrzeit. Daß er dort den Schikanen der Ausbilder und Offiziere standhielt, verdankte er auch einer besonderen Motivation: er hatte nämlich vor - in revolutionär-romantischer Verklärung -, als Guerillero nach Lateinamerika zu gehen, um den Tod des Ches zu rächen und gegen den Yankee-Imperialismus zu kämpfen. In Kuba wollte er sich zum Guerillero ausbilden lassen und dann auf den lateinamerikanischen Kontinent gehen. Eine andere Identifikationsfigur war für ihn – wie er im Nachhinein erkannt hat - der brave Soldat Schwejk Er hat sich wie dieser einiges einfallen lassen, um gegen den abverlangten Drill und Kadavergehorsam beim Kampf gegen den kapitalistischen Klassenfeind anzugehen, was den Leser nicht selten Tränen lachen läßt, wenn er dem Alarmverhinderer und Waffenverlierer bei seinen Schwejkiaden folgt. In erster Linie stützt sich Fleming dabei auf sein Gedächtnis, denn er führte damals nur stichpunktartig Tagebuch. Wie Günter Wallraff in seinen Bundeswehrerinnerungen geht es dem ostdeutschen Pendant um das „freiwillig auf sich genommene nicht ernst genommen werden im großen Spiel des Lebens“. Fleming bezeichnet sich selbst als „Nachkriegsgeborenen, der sehr früh schon die Nutzlosigkeit von tradierten Unsinnigkeiten wie Ehre, Moral, Stolz, Autorität und geschlechtsspezifisches Rollendenken und -verhalten erkannt hat“: „Zur gleichen Zeit machten wir mit den älteren Dienstjahrgängen Bekanntschaft. Eines Tages kam ein solcher in unser Zimmer und fragte nach mir. Als ich mich zu erkennen gab, sagte er: Du bist mein Ladehugo!‘ So wurden jene genannt, die im Panzer dafür verantwortlich waren, daß der eregierte Penis des Panzers immer mit stahlharten Spermien geladen wurde. Ich konnte mir schon lebhaft vorstellen, was da auf mich zukommen sollte. Solche Granaten waren ja nicht gerade leicht und ich war eher das, was man einen Schwächling zu nennen pflegte. Schon bald malte ich mir bildreich aus, wie oft wohl eine solche Granate meinen Händen entglitt und hinabfiel – immer verbunden mit der Horrorvision, daß ich dadurch wohl jeden Panzer von allein in die Luft sprengen, also unserem Klassenfeind manche Arbeit abnehmen würde. Zum meinem Glück kam es aber nie zu solch einer fundamentalistischen Selbstvernichtung.“ Beim Lesen dieses amüsanten Buches wundert man sich, daß die DDR nicht schon viel früher untergegangen ist, da ja bekanntlich die Armee das Spiegelbild der Gesellschaft sein soll.
Aktualisiert: 2017-03-01
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Die Kritik Stirners und die Kritik an Stirner

Die Kritik Stirners und die Kritik an Stirner von Barata-Moura,  José, Hansel,  Frank C, Kast,  Bernd, Kramer,  Beate, Psarros,  Nikos, Rukavišnikov,  A B, Schattach,  Claudia, Schuhmann,  Maurice, Senft,  Gerhard, Silva,  José M, Wendland,  Sigurd
Kritik, sagt Stirner, ist ein schneidendes Messer, ein Messer freilich, mit dem er nicht Amok läuft und nicht blindwütig auf alles und jeden einsticht, sondern mit dem er dem, wie er meint, Grundübel der Menschheit zu Leibe rückt, nämlich der Herrschaft fixer Ideen. Für Stirner sind das Gedanken und Vorstellungen, die unausrottbar scheinen und den Einzelnen permanent beherrschen: das Heilige, der Staat, die Tugend, das Recht, die Liebe, Prinzipien, Grundsätze, Wahrheiten, Voraussetzungen usw.
Aktualisiert: 2018-07-12
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Herder

Herder von Engert,  Rolf
Inhaltsverzeichnis 1. Vorlesung: Kindheit, Jugend, Erste Werke 2. Vorlesung: Kritische Wälder: Winckelmann 3. Vorlesung: Kritische Wälder: Lessing 4. Vorlesung: Archäologie des Morgenlandes, Reisejournal 5. Vorlesung: Das Meer und das Genie 6. Vorlesung: Aufenthalt in Straßburg - Begegnung mit Goethe 7. Vorlesung: Abhandlung über den Ursprung der Sprache 8. Vorlesung: Ankunft in Bückeburg 9. Vorlesung: Shakespeare und die Volkspoesie 10. Vorlesung: Ossian und die Volkslieder 11. Vorlesung: Heirat mit Caroline, Bückeburger Schriften 12. Vorlesung: Abschied von Bückeburg, Die menschliche Seele 13. Vorlesung: Ankunft in Weimar Siglen Anmerkungen Personenregister Nachwort von Sabine Scholz
Aktualisiert: 2017-03-01
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Zwischen Zeiten & Unzeiten

Zwischen Zeiten & Unzeiten
Ein Romantiker unter den Realisten, ein Realist unter den Romantikern – so könnte eine kurze Einschätzung der Person Dr. Ludwig Stadelmanns lauten. Mit ihm soll im vorliegenden Sammelband mehr als ein halbes Jahrhundert Verlagsgeschichte – Stadelmanns Verlag Neues Leben bestand von 1946 bis 2001 – und damit auch ein kleines Stück österreichischer Kulturgeschichte gewürdigt werden. Als Ludwig Stadelmann im Juni 1917 in Vorarlberg auf die Welt kam, war Kaiser Franz Joseph erst kurz zuvor zu Grabe getragen worden, in Wien gab es noch den Reichsrat, das Geschehen des Ersten Weltkrieges mündete soeben in eine Reihe politischer Umbrüche, die ganz Europa nachhaltig erschüttern sollte. Im Jahr 1918 entstand das neue Österreich, dem aber kein guter Start vergönnt war. Zunehmende soziale Konflikte und heftiger werdende politische Auseinandersetzungen prägten das Bild der 1920er Jahre. Die Weltwirtschaftskrise im Gefolge des New Yorker Börsenkrachs von 1929 griff Mitte des Jahres 1930 auch auf die kleine Alpenrepublik über, wo sie sich zu einer chronischen Beeinträchtigung des ökonomischen Lebens auswuchs. Die Negativspirale, die in zwei Diktaturen, den Austrofaschismus und den Nationalsozialismus, münden sollte, gehörte ebenso zu Stadelmanns Erlebniswelt wie die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges, die ihn zu einem überzeugten Vertreter des Pazifismus machten.
Aktualisiert: 2012-05-30
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