Selbstermächtigender Unterricht im Kontext von DaF/Z

Selbstermächtigender Unterricht im Kontext von DaF/Z von Widhalm,  Corinna
Das Buch beschäftigt sich mit der Frage nach selbstermächtigendem Unterricht im Kontext von DaF/Z. Ziel ist zu zeigen, was selbstermächtigender Unterricht bezogen auf Inhalte, Methoden, das Verhältnis Lehrende und Lernende und die eigene Haltung bzw. das eigene Selbstverständnis der Lehrperson bedeutet. Den theoretischen Rahmen bilden postkoloniale, feministische und migrationspädagogische Ansätze. Besondere Relevanz haben die Arbeiten von Paulo Freire und bell hooks, die Selbstermächtigung im Bildungskontext thematisierten. Zur Untersuchung der Frage wurden vier Expert_innen-Interviews mit Lehrenden, die eine herrschaftskritische Positionierung einnehmen, geführt. Die gewonnen Daten wurden mittels der qualitativen Inhaltsanalyse induktiv und deduktiv ausgewertet. Zentrale Merkmale selbstermächtigenden Unterrichts sind die kritische Selbstreflexion und Positionierung der Lehrperson in einem als politisch definierten Raum, der Fokus auf sprachliche Ermächtigung, der Einbezug politischer und gegenhegemonialer Inhalte sowie die Mitbestimmung der Lernenden. Es konnte gezeigt werden, dass selbstermächtigender Unterricht auch unter den gegenwärtigen restriktiven politischen Rahmenbedingungen, die den Daf/Z-Kontext prägen, möglich ist.
Aktualisiert: 2019-06-05
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Paul Celan

Paul Celan von Lughofer,  Johann Georg
Dem einzigartigen Dichter Paul Celan (1920-1970), eigentlich Paul Antschel, wird dieser Band gewidmet, der im Jahr 2020 eine besondere Aufmerksamkeit erfahren wird. Manche Konferenzen sind schon geplant, weitere Publikationen werden sich ihm widmen – es bleiben auch wahrhaft noch genug Forschungsfragen zu seinem spannenden Oeuvre. Celan ist zweifellos ein zentraler Lyriker des 20. Jahrhunderts: der bestimmende Harald Weinrich meinte, dass er »für seine Person und sein Werk ein Jahrhundert europäischer Lyrik resümiert.«; Wolfgang Emmerich nennt ihn den »bedeutendsten Lyriker deutscher Sprache seit 1945«. Seine Literatur thematisiert zentral den Genozid, Verfolgung, die auf Auschwitz folgende existentielle Heimatlosigkeit, Sprachverlust und Todesängste. Sein bekanntestes Gedicht „Todesfuge“ wurde zum Klassiker der Shoahliteratur – nicht nur an Schulen: Wolfgang Emmerich spricht sogar von „einem, vielleicht dem Jahrhundertgedicht“. Man hat sich vielleicht deswegen auch allzusehr auf diesen Text konzentriert.
Aktualisiert: 2019-05-22
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Rose Ausländer

Rose Ausländer von Lughofer,  Johann Georg
Rose Ausländer (1901-1988) und ihr Werk haben nichts an Bedeutung verloren. Die Erinnerung daran stellt eine Verpflichtung dar: sie war nicht nur persönlich physisches Opfer im Ghettoversteck, sondern auch ihre Karriere als Dichterin wurde verhindert bzw. um Jahrzehnte verschoben. Ihre Literatur, die zentral Genozid, Exil, Heimat- und Sprachlosigkeit thematisiert, ermöglicht die Erinnerung an oft Verschwiegenes und Unaussprechbares.
Aktualisiert: 2019-05-22
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Grenzen: Flucht und Widerstand

Grenzen: Flucht und Widerstand von Paulischin-Hovdar,  Sylvia
Im Angesicht der großen Fluchtbewegungen der letzten halben Dekade wird der Begriff Grenze im allgemeinen Sprachgebrauch vielfach einseitig und tendenziös verwendet. Wie differenziert und vielseitig sich eine Grenze darstellen kann, zeigt der vorliegende Sammelband mit Texten ehemaliger Franz Werfel-Stipendiaten, die mithilfe ihrer literarischen Analysen über den Tellerand hinaus in die große weite Welt, in Zwischenwelten und in innere Welten blicken und über diese treffend zu berichten wissen.
Aktualisiert: 2019-05-23
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JELINEK[JAHR]BUCH 2018-2019

JELINEK[JAHR]BUCH 2018-2019 von Janke,  Pia
Das JELINEK[JAHR]BUCH 2018-2019, das von Elfriede Jelineks Essay 'Oh, du mein Österreich! Da bist du ja wieder!' eingeleitet wird, stellt Jelineks neue Theatertexte 'Am Königsweg' und 'SCHNEE WEISS (Die Erfindung der alten Leier)' vor, u.a. mit Interviews mit den Regisseuren Falk Richter und Stefan Bachmann. Das Jahrbuch enthält außerdem ausgewählte Beiträge des Interkulturellen Wissenschaftsportals 'GENDER REVISITED', das sich mit neueren Forschungsansätzen zu Jelineks feministischem Schreiben beschäftigt, und einen Schwerpunkt zu Rezeption der Autorin in Spanien anlässlich der spanischen Übersetzung von Jelineks Gedichten. Weitere Beiträge, u.a. Gespräche mit Ruth Beckermann und Cornelia Travnicek, basieren auf dem Interkulturellen Symposium 'SPRACHE.BILD.FILM. Österreichische Autorinnen und Regisseurinnen', das die Forschungsplattform Elfriede Jelinek im September 2017 in Beijing veranstaltete. Darüber hinaus wird der dritte Interdisziplinäre Workshop für NachwuchswissenschaftlerInnen 'Elfriede Jelinek: Alterität, Xenophobie und kulturelle Übersetzung', der im Dezember 2018 an der der Vrije Universiteit Brussel stattfand, dokumentiert. Eine Chronik der Jahre 2017 und 2018 gibt einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse zu Jelinek und ihren Werken sowie über die Projekte des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums in diesen Jahren.
Aktualisiert: 2019-05-28
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Machtbestrebungen im Europa des 17. Jahrhunderts

Machtbestrebungen im Europa des 17. Jahrhunderts von Metzeltin,  Michael
Um 1645 erschien anonym ein radiertes Bildflugblatt mit dem Titel „Groß Europisch Kriegs Balet / getantzet durch die Könige vnd Potentaten Fürsten vnd Respublicken / auff dem Saal der betrübten Christenheit.“ Das Bild zeigt einen großen Saal, in dem die europäischen Herrscher teils als Tanzende teils als Zuschauer auftreten. Der dazugehörige vierspaltige Text in Strophen beschreibt die auf dem Bild dargestellten Figuren. Der Reihe nach werden verschiedene Personen vorgestellt, die in alliierten oder gegnerischen Verhältnissen zueinanderstehen. Das Bildflugblatt bezieht sich auf die Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten und zwischen Franzosen, Spaniern und Kaiserlichen konnten weder durch den Augsburger Religionsfrieden von 1555 noch durch den Friedensvertrag von Cateau-Cambrésis 1559 noch durch das Edikt von Nantes 1598 beendet werden und mündeten in wiederholte jahrelange Kriege, die im 17. Jahrhundert fast alle europäischen Staaten involvierten und in Mitleidenschaft zogen. Es wurden Kriege von allen gegen alle geführt. Die Folgen waren so verheerend, dass die Eliten zum ersten Mal ein Bewusstsein entwickelten, dass sie alle untergehen würden, wenn sie nicht einen allgemeinen gemeinsamen Frieden schließen würden. Das Bildflugblatt, das hier philologisch, historisch und diskursanalytisch vorgestellt wird, ist ein Appell an die Verantwortlichen, einen „ewigen“ Frieden zu stiften. Bild und Text stellen einen kritischen Machtdiskurs dar und sollen den Betrachter zum Nachdenken über die Streitigkeiten der Mächtigen und deren Folgen anregen. Die Projizierung des Flugblattes mit dem Bild und dem dazugehörenden Text auf die heutigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse kann mit distanziertem Blick die heutigen politischen und militärischen Mitspieler mit ihren Interessen auf dem Weltparkett und die Folgen der Durchsetzung dieser Interessen klarer erkennen lassen. Gleichzeitig kann die Betrachtung des Flugblattes zum Nachdenken über den Gang der europäischen Geschichte nicht nur mit ihren Misserfolgen, sondern auch mit ihren Errungenschaften anregen.
Aktualisiert: 2019-04-26
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Literarische Mehr-Sprachreflexionen

Literarische Mehr-Sprachreflexionen von Siller,  Barbara, Vlasta,  Sandra
Das vorliegende Buchprojekt versteht sich als Beitrag zur aktuellen Diskussion über literarische Mehrsprachigkeit. Es setzt den Schwerpunkt auf die Verbindung von Texten von AutorInnen und wissenschaftlichen Beiträgen zu deren Werk: Rund fünfzehn AutorInnen, die im deutschsprachigen Raum publizieren, kommentieren in poetologisch-reflexiven oder literarischen Texten die Mehrsprachigkeit in ihrem Schreiben, Beiträge von WissenschaftlerInnen zu den einzelnen SchriftstellerInnen setzen sich mit deren literarische Mehrsprachigkeit aus literaturwissenschaftlicher Sicht auseinander.
Aktualisiert: 2019-04-08
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„Sein-in-der-Sprache“

„Sein-in-der-Sprache“ von Czeglédy,  Anita
Im vorliegenden Buch geht es um Strategien individueller und kollektiver Identitätsbildung in multilingualen, multiethnischen und multikulturellen Gemeinschaften mit besonderer Rücksicht auf das kreative Potential von Mehrsprachigkeit und Peripherie. Es wird versucht, bekannte psychologische und soziologische Modelle der Identitätsbildung, Zusammenhänge von Gedächtnis und Identität, Zwei- und Mehrsprachigkeit beziehungsweise verschiedene Typologien von Identität mit Hilfe von sprachkonstruktivistischen Ansätzen in einer neuen Perspektivierung zu zeigen. Als Grundlage der Annäherung wird das von Prof. Dr. Moritz Csaky erarbeitete Konzept der „Mehrfachcodierung“ von Identitäten im mitteleuropäischen Raum herangezogen, wobei der Akzent auf individuell-kreative Identitätsstrategien, auf „poetische Identitätskonstruktionen“ verlegt wird. Als roter Faden gelten die Begriffe Sprache, Kultur und Identität. In den Werkanalysen wird der jeweilige Stellenwert der Sprache im Prozess der Identitätsbildung und der kreative Zugang des jeweiligen Autors zum Sprach- und Kulturangebot seiner multikulturellen Umgebung in den Mittelpunkt gestellt. Vom Phänomen der „Sprach­ identität“ ausgehend werden Identitäten als medial-sprachlich hervorgebrachte Konstrukte konzeptualisiert: wichtige Phasen der Identitätsentwicklung werden mit entsprechenden Stationen der Sprachentwicklung ergänzt (Handke: Die Wiederholung, Mein Jahr in der Niemandsbucht), die sprachlich-kommunikativen Voraussetzungen der Identitätsbildung einer Person, das heißt die soziale Interaktion mittels signifikanter Symbole als Voraussetzung für Denken, Selbstbewusstsein und Selbstreflexion, beziehungsweise die Bedeutung von Intersubjektivität und Dialogizität von Ich- und Weltkonstitution vorgestellt (Mora: Alle Tage), die Feinstrukturen der Interaktionsordnungen, Prozesse und Strategien der Selbstinszenierung ausgewiesen (Márton Kalász).
Aktualisiert: 2019-05-24
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Das reine Wort

Das reine Wort von Mitnyán,  Lajos
Die vorliegende Studie verfolgt ein doppeltes Anliegen, indem von den äußerst heterogenen ästhetischen Ideen der frühen und mittleren Schaffensphasen von Rainer Maria Rilke ausgehend, die „Duineser Elegien“ in den Fokus nimmt, und den Zyklus als eine Art Abdruck der unentfalteten, sogenannten ungeschriebenen, späten Ästhetik Rilkes deutet. Die Untersuchung entwirft eine sich ästhetisch orientierende Lektüre der „Elegien“, wodurch einerseits die implizit gegebenen Rilkeschen Ideen zur Kunst rekonstruiert werden können, andererseits das Ganze des Zyklus in neues Licht gestellt wird. Die Untersuchung nähert sich dem zentralen Problem in zwei Perspektiven, von denen die erste nach der epistemischen Struktur hinter den divergierenden kunsttheoretischen Überlegungen des Dichters fragt, indem deren sich immer ändernde Subjekt-Objekt-Struktur analysiert, während sich die andere Untersuchungsperspektive auf die generische Praxisorientiertheit der Kunstbetrachtungen Rilkes hinweist, und diese mit Hilfe der Begrifflichkeit der zeitgenössischen pragmatischen Kunstphilosophie zu erfassen vorschlägt. Von Rilkes Äußerungen ausgegangen wird vor allem nach der Funktion und Aufgabe der Kunst (‚Auftrag‘) innerhalb des menschlichen Weltverhältnisses gefragt, und diese als das ästhetische In-Bezug-Setzen zur Welt verständlich gemacht. Der „Elegien“-Text wird mit der philosophisch-ästhetischen Untersuchungsstrategie danach untersucht, wie die früheren ästhetischen Vorstellungen seines Autors in dessen späteren Schaffensphase weiterleben. Die hier angewandte Methode trägt dazu bei, die zentralen Figuren und Phänomene der „Elegien“ in eine neue, bislang unbeachtete poetisch-ästhetische Perspektive stellen zu können, und dadurch die vorherrschende ontologisch-hermeneutische Lektüretradition in der Richtung der Ästhetik zu überwinden.
Aktualisiert: 2019-05-23
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praesent. Das österreichische Literaturjahrbuch / praesent 2020

praesent. Das österreichische Literaturjahrbuch / praesent 2020 von Lukaszuk-Ritter,  Joanna, Ritter,  Michael
Chronik: Das war 2018/19 + Artikel zu: Karl Adolph – 150. Geburtstag | Alice Guschner – 150. Geburtstag und 75. Todestag | Karl Anthofer – 125. Todestag | Helene Lahr – 125. Geburtstag | Oskar Maurus Fontana – 50. Todestag + Daten & Fakten: Literarische Neuerscheinungen österreichischer Autorinnen und Autoren – Herbstprogramm 2018 bis Frühjahrsprogramm 2019 | Österreichische Literaturpreise Internationale Literaturpreise an österreichische Autorinnen und Autoren | Jubiläen – Geburts- und Todestage österreichischer Autorinnen und Autoren
Aktualisiert: 2019-03-20
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