Clemens Brentanos dramatisches Frühwerk

Clemens Brentanos dramatisches Frühwerk von Heinz,  Jutta
Clemens Brentanos dramatisches Frühwerk ist bisher von der Forschung wenig behandelt worden. In satirischen Dramen, Singspielen und Gelegenheitsdichtungen, die häufig Fragmente bleiben, erprobt der junge Autor in den Jahren um 1800 sein poetisches Talent. Er positioniert sich zunächst in der ‚ästhetischen Prügeley‘, die die Frühromantiker mit Vertretern der Aufklärung sowie populären Dramatikern wie August von Kotzebue austragen. Dabei benutzt er seine eigene Lebens- und Familiengeschichte als Material und die frühromantische Programmatik als ästhetische Richtlinie, um dann schrittweise in der Auseinandersetzung mit den Autoren der Weimarer Klassik zu einer objektiveren Poetik und allgemeineren Stoffen zu finden. Exemplarisch lässt sich hier nachvollziehen, wie ein hochbegabter, aber noch unreifer junger Dichter die Themen, Diskurse und Formen seiner Zeit geradezu aufsaugt, um in einem mühsamen produktionsästhetischen Entwicklungsprozess seine eigene Stimme und die ihm gemäße Form der Dramatik zu finden: Am Ende steht der Vorsatz, nicht mehr „aus Bedürfnis“ zu dichten.
Aktualisiert: 2019-05-23
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Mediendiktatur Nationalsozialismus

Mediendiktatur Nationalsozialismus von Schütz,  Erhard
Die ästhetischen Manifestationen des Nationalsozialismus sind – zitiert oder in zitathafter Reformulierung – in unserer Gegenwart geradezu omnipräsent. Es gibt inzwischen eine nachgetragene Perfektionierung am Corporate Design des Nationalsozialismus. Die Totalität, an deren Durchsetzung der Nationalsozialismus scheiterte, erscheint derart als gelungenes Nachbild der Unterhaltungs- und Belehrungsmedien. Die hier vorgelegten Untersuchungen verstehen den Nationalsozialismus als genuine Mediendiktatur. Sie zeigen am Beispiel von Literatur, Journalismus und Film, an Sujets wie dem angeblich urdeutschen Wald, der angeblich deutschen Autobahn, an der automobilen ‚Bewegung‘, an Wandern und Reisen sowie am Faszinationsprojekt Flug und Fliegen, dass der zur Macht gekommene Nationalsozialismus ein Projekt alternativer Modernisierung war. Der NS ersetzte Liberalität durch Fanatismus, Willkür und Elimination, wollte aber auf den Komfort der Modernität keinesfalls verzichten. Im Zentrum seiner Mediendiktatur steht mehr als „schöner Schein“: ein Amalgam aus Monopolisierung und Polyzentrismus, Kontrolle und Chaos. Die nationalsozialistische Mediendiktatur charakterisiert sich durch die Gleichzeitigkeit von Brutalität und Gemütlichkeit, heroischem Harmonismus und ‚organischer‘ Destruktivität.
Aktualisiert: 2019-05-13
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Sigebert von Gembloux († 1112): Das Leben des Heiligen Wibert

Sigebert von Gembloux († 1112): Das Leben des Heiligen Wibert von Walther,  Christoph
Ritter und Heiliger, Krieger und Mönch. Diese beiden Pole bestimmen in der ‚Vita Wicberti‘ das Leben des heiligen Wibert von Gembloux († 963). Sigebert von Gembloux († 1112) hat dem Gründer seines Heimatklosters mit diesem Text ein beeindruckendes Denkmal gesetzt. Er verbindet traditionelle Motive der Hagiographie mit dem Phänomen des Rittertums und entwirft im frommen Mönchsritter Wibert etwas ganz Neues. Zum Krieger bestimmt entsagt der Heilige der Gewalt, spendet seinen Besitz der Kirche, gründet Gembloux, wird Mönch und kämpft fortan als Ritter Gottes mit dem Schwert des Glaubens gegen Räuber und Heiden. Die ‚Vita Wicberti‘ ist die erste lateinische Ritterbiographie. Das Buch versammelt das gesamte hagiographische Œuvre zu Wibert in einer neuen, kritischen Edition. Neben Vita, Elevationsbericht und Mirakelsammlung liegt auch Sigeberts Wibertoffizium erstmals in einer kritischen und kommentierten Fassung vor. Ein umfangreicher historischer und philologischer Kommentar erläutert die Werke.
Aktualisiert: 2019-04-24
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Bohemians im böhmischen Blätterwald

Bohemians im böhmischen Blätterwald von Stewart,  Neil
Die ‚Moderní revue pro literaturu, umění, a život‘ (Moderne Revue für Literatur, Kunst und Leben), die zwischen 1895 und 1924 fast dreißig Jahre lang monatlich erschien, war eine zentrale Institution der Prager Moderne und ein Katalysator der Modernisierung und Internationalisierung der tschechischen Kultur um 1900. Ihr aufwendiges und experimentelles Layout markiert den Beginn einer bibliophilen Tradition in Böhmen. Nach dem Ersten Weltkrieg allerdings verteidigt die Zeitschrift anachronistische Standpunkte und endet politisch als Organ der extremen Rechten – ein Prozess, der exemplarisch für die Wandlungen der Moderne stehen kann, für ihre prekäre Situation am Vorabend des Faschismus. Die vorliegende Studie rekonstruiert den Fall der ‚Moderní revue‘ unter angemessener Berücksichtigung historisch-soziologischer, ästhetischer, semiotischer und intermedialer Aspekte, dabei auch und gerade ihrem medialen Eigensinn Rechnung tragend, ihrem Charakter als einem komplexen ‚Text‘.
Aktualisiert: 2019-02-28
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Cicero als philosophischer Schriftsteller

Cicero als philosophischer Schriftsteller von Hein,  Caecilia-Désirée
Für den Kommentar wurden Briefe ausgewählt, in denen Cicero seine schriftstellerische Tätigkeit an den ‚Philosophica‘ reflektiert und kommentiert. Dabei zeichnen sich unterschiedliche Themenfelder ab: Es geht zum einen um die konkrete Gestaltung der philosophischen Schriften und dabei vor allem um die Wahl der Dialogsprecher und Widmungsempfänger sowie die Übersetzung philosophischer Fachtermini ins Lateinische. Zum anderen lässt sich erkennen, dass Cicero den Brief selbst als ein Medium der philosophischen Kommunikation nutzt und mit seinem Briefpartner über philosophische Konzepte diskutiert, die er später in den philosophischen Schriften wieder aufgreifen wird. Im Kommentar werden diese Phänomene an einzelnen Briefen untersucht. Den einzeln kommentierten Briefen ist jeweils eine Einleitung vorangestellt, in der die Briefe in einen größeren inhaltlichen und zeitlichen Rahmen gestellt und in einen Zusammenhang mit den philosophischen Schriften gebracht werden.
Aktualisiert: 2019-02-28
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Kreis und Gerade

Kreis und Gerade von Schmidt,  Ernst A
Die Abhandlung weist auf, daß bestimmte Elemente des modernen Bildes der Griechen in Deutschland Konstruktionen im Sinn von Gegenbildentwürfen zur Gegenwart sind. Diese wur¬den in Zeiten herrschenden Krisenbewußtseins entwickelt, am Ende des 18. Jahrhunderts sowie vom Ende des 19. und im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, und sie sind bis heute virulent. Die Opposition von Gegenwart und griechischer Antike ist von der expliziten oder impliziten Gegenüberstellung der Metaphern ‚Kreis‘ und ‚Gerade‘ bestimmt und betrifft die Literatur, die Zeit- und die Geschichtsvorstellung der Griechen. Kreis und Gerade stehen für Vollkommenheit – Unvollkommenheit, Geschlossenheit – Offenheit, Form – Formlosigkeit, Mittelpunkt – Fehlen eines Mittelpunkts, Endlichkeit – Unendlichkeit, Statik – Dynamik, Sein – Werden. Diese Nachweise exponiert ein Blick auf die Verlusterfahrungen der Neuzeit (Kugelgestalt des Kosmos, Kreisform der Bahnen der Himmelskörper).
Aktualisiert: 2019-02-28
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Die Welt und Gott – Gott und die Welt?

Die Welt und Gott – Gott und die Welt? von Vavra,  Elisabeth
Die in diesem Band versammelten Beiträge beruhen großteils auf den Vorträgen des gleichnamigen Kongresses, den das Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit 2011 in Krems veranstaltete. Ziel der Tagung war es, die mittlerweile zum Axiom gewordene These vom „christlichen Mittelalter“ im Sinne der transzendentalen Durchdringung aller Lebensbereiche zu hinterfragen. Ein breites Spektrum an Disziplinen beschäftigt sich mit mittelalterlichen Diskursen, Raumkonzepten, Zeitauffassungen und Aspekten materieller Kultur im Spannungsfeld von Profanem und Religiösem. Auf der Basis verschiedener Quellengattungen wird der Frage nachgegangen, ob das christliche Sinnmonopol ubiquitär war oder ob sich auch Denkmodelle, Lebensformen, Verhaltensmuster usw. feststellen lassen, die sich der religiösen Deutung entzogen oder mit dieser konkurrierten. Generell geht es dabei auch um die Frage, ob sich ansatzhaft Säkularisierungsprozesse im Mittelalter identifizieren lassen.
Aktualisiert: 2019-06-07
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Unzuverlässiges Erzählen in der modernen schwedischen kinderliterarischen Phantastik

Unzuverlässiges Erzählen in der modernen schwedischen kinderliterarischen Phantastik von Reinbold,  Stephanie
Phantastische Literatur ist ein beliebtes Genre der Kinder- und Jugendliteratur und viele phantastische Klassiker sind aus der Kinderliteratur nicht wegzudenken. Betrachtet man die Herkunft der Werke, fällt die Dominanz des angloamerikanischen Sprachraums auf. Mit Schweden und phantastischer Literatur verbindet man hingegen, wenn überhaupt, Astrid Lindgren. Sie ist jedoch nur eine von vielen Autorinnen, die in Schweden phantastische Romane für Kinder verfasst haben. Dort ist eine eigenständige Phantastiktradition entstanden, die in Deutschland weitestgehend unbekannt geblieben ist. Die im Band analysierten Romane brechen mit den gängigen Regeln der kinderliterarischen Phantastik. In ihnen wird Unschlüssigkeit als bewusstes Mittel verwendet und den Lesern wird die Entscheidung überlassen, ob sie die Geschehnisse der Handlung phantastisch oder real deuten. Um die Unschlüssigkeit zu evozieren, wird mit unzuverlässigem Erzählen gearbeitet.
Aktualisiert: 2019-05-17
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Celan-Perspektiven 2019

Celan-Perspektiven 2019 von Auerochs,  Bernd, Günther,  Friederike Felicitas, May,  Markus
Der erste Band umfasst Beiträge zum Werk Paul Celans: zu den Nachwirkungen seiner Sprache bis in die Gegenwart, den Traditionen, die Celan aufruft, um sie zu verwerfen, seinen kulturkritischen Reflexionen, den intermedialen und interdisziplinären Fragen, die sein Werk aufwirft, und weitere Überlegungen zur ästhetischen, politischen oder kulturellen Dimension seiner Texte.
Aktualisiert: 2019-02-28
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Jesuitenerbe in Peking

Jesuitenerbe in Peking von Wang,  Lianming
Dieser Band beschäftigt sich mit dem materiellen Erbe der jesuitischen Mission außerhalb Europas unter Einbezug dreier Pekinger Schlüsselbauwerke. Gestützt auf eine kritische Revision der Baugeschichte, gilt das Interesse zunächst der Transkulturalität und Wirkung der jesuitischen Bautopographie im Kontext flaneuristischer Stadterkundungen. Es gilt insbesondere, die Auswahl der identitätsstiftenden Bautypologien hinsichtlich ihres auf Machtrepräsentation ausgerichteten Mechanismus zu hinterfragen. Zentral sind des Weiteren Fragen zum Einfluss der jesuitischen Räume auf die kaiserlichen, transkulturellen Machträume sowie die Positionierung der jesuitischen Gartenräume im Zuge transkultureller Wissenschaftsnetzwerkbildung im 17./18. Jahrhundert. Gestützt auf eine Vielzahl von Bildzeugnissen, liefert die Studie einen gründlichen Einblick in die globale Entfaltung der Kunst und Architektur eines historisch bedeutenden Klerikerordens und trägt zur aktuellen Debatte um die globale Kunstgeschichte maßgeblich bei.
Aktualisiert: 2019-02-28
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