Heimat und Volkskultur?

Heimat und Volkskultur? von Küster,  Jürgen
Wenn sie gefragt werden, vertreten engagierte Heimat-Freunde und Volksvertreter gerne idealisierte Vorstellungen über Volkskultur und Identität, Nation, Region und Geschichte. Aber die Bedingungen sind oft unklar, unter denen die gelebten oder betrachteten Traditionen entstanden sind, welche Absichten mit ihnen verbunden waren und sind, und welche Zwecke sie verfolgen. Mit diesen Idealisierungen thronen Prämissen zu uraltem Herkommen, nationalem und – schon deshalb – wertvollem Erbe und heimatlich-regionaler Einzigartigkeit über den historischen Fakten und verstellen den kritischen Blick. Im Zuge aufgeflammter Migrations- und Integrationsfragen tauchen diese Idealisierungen nicht mehr nur im Zusammenhang von Vereinsfeiern, in Unterrichtssituationen und bei Volksfesten, sondern plötzlich auch im Rahmen politischer Auseinandersetzungen, Aufgaben und Konzepte auf. Dr. Jürgen Küster, Kulturhistoriker, Gestalttherapeut und Migrationsberater stellt mit den hier vorliegenden Vorträgen und Essays Informationen und kritische Kommentare zur Verfügung, die Beteiligte unterstützen, wenn diese sich um Verständnis, Aufklärung oder Vermittlung von Heimat und Volkskultur bemühen oder einfach nur ihren neu zugezogenen Nachbarn erzählen wollen, was gerade „hier bei uns“ so interessant ist. Heimat und Volkskultur erweisen sich als spannende Themen, die sowohl kritische Aufmerksamkeit als auch Einfühlungsvermögen und einen Sinn für ganzheitliche Zusammenhänge erfordern.
Aktualisiert: 2019-06-06
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Die 10%-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in der Wohnraummiete

Die 10%-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in der Wohnraummiete von Radom,  Anuschka
Das Wohnraummietrecht stellt einen besonders praxisrelevanten und gleichzeitig konfliktgeladenen Teil des Zivilrechts dar. Ein hohes Streitpotenzial birgt dabei die Wohnungsgröße. Gerade weil sie häufig ein entscheidendes Kriterium für die Anmietung der Wohnung darstellt und deren Wert maßgeblich beeinflusst, kann eine nicht der Realität entsprechende Flächenangabe im Mietvertrag schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Um den zahlreichen Konflikten im Zusammenhang mit fehlerhaften Wohnflächenangaben effektiv begegnen zu können, entwickelte der BGH im Jahr 2004 die sog. 10%-Rechtsprechung, nach der eine Differenz zwischen tatsächlicher und vereinbarter Wohnfläche im gesamten Mietrecht dann ohne rechtliche Konsequenzen bleiben sollte, wenn sie maximal 10% der vereinbarten Fläche betrug. Im November 2015 und Mai 2018 wendete der BGH sich dann partiell von dieser 10%-Grenze ab. Nunmehr soll nach seiner Auffassung zumindest für die Mieterhöhung und die Betriebskostenabrechnung ausschließlich und unabhängig von der Höhe der Flächendifferenz die tatsächliche Fläche maßgeblich sein. Die vorliegende Dissertation hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu hinterfragen, ob die teilweise Abkehr des BGH von der 10%-Grenze überzeugen kann und ob sich vor diesem Hintergrund die Anwendung einer solchen Grenze in anderen Bereichen des Mietrechts unter rechtlichen Gesichtspunkten künftig noch rechtfertigen lässt.
Aktualisiert: 2019-06-04
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„S ist noch nicht P“

„S ist noch nicht P“ von Perschel,  Alexander
Um Ernst Blochs philosophisches Werk in seiner gesellschaftswissenschaftlichen Bedeutung zu erschließen, gilt die Voraussetzung, es als Enzyklopädie der menschlichen Wunschbilder zu betrachten. Blochs Denken bewegt sich innerhalb unserer Welt, doch ausdrücklich an ihren Rändern, Rissen, Brüchen, Fragmenten, wo die Widersprüche zwischen entfremdeter Realität und möglicher Befreiung am offensichtlichsten aufscheinen. Dabei betont Bloch die utopische Kraft der Phantasie als Antizipation von möglichem zukünftigem Glück. „S ist noch nicht P“, das Subjekt ist noch nicht Prädikat, der Mensch ist noch nicht der, der er sein könnte: Ein heiteres, freies, spielerisch tätiges Wesen, das endlich den „aufrechten Gang“ beherrscht und mit den Mitmenschen, seiner Umwelt wie der Natur in Frieden lebt. Dass dies möglich ist, bleibt Blochs Grundüberzeugung – sein Leben lang. Um dies zu beweisen, begibt er sich nicht nur auf die Untersuchungsfelder der Soziologen, Philosophen und Naturwissenschaftler, sondern befasst sich auch mit der Psychologie, der Anthropologie, der Religion und besonders mit den Kunstformen wie der Malerei, Bildhauerei, Literatur und der Musik. Den Spuren dieser intensiven und umfassenden Suche Blochs nach Bildern und Wegen möglicher menschlicher Selbstbefreiung zu folgen und seine Ergebnisse und Erkenntnisse aufzudecken und festzuhalten, dient die vorliegende Arbeit.
Aktualisiert: 2019-06-04
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Gesundheitsgerechtes Verhalten: Pflichten und Obliegenheiten

Gesundheitsgerechtes Verhalten: Pflichten und Obliegenheiten von Samhat,  Linda
Die Sorge um die Gesundheit ist grundsätzlich Angelegenheit jedes Einzelnen. An vielen Stellen nimmt der Staat aber direkt oder indirekt Einfluss auf die Lebensführung. Das damit be­zweckte gesundheitsgerechte Verhalten des Bürgers soll diesen selbst und Dritte schützen sowie das staatliche Solidarsystem entlasten. Die Arbeit untersucht, auf welchen Rechtsgrundlagen der Staat zu gesundheitsschützenden Maßnahmen greifen darf oder – aufgrund staatlicher Schutzpflichten – sogar muss. Die Schrift arbeitet heraus, welche Wertungen der Gesetzgeber zum Anlass nahm, geltende gesundheitsrelevante Ge- und Verbote zu erlassen, und unter welchen Voraussetzungen neue Pflichten, die von reinen Obliegenheiten abzu­grenzen sind, eingeführt werden dürfen. In diesem Zuge identifiziert die Arbeit Fallgruppen, bei denen mögliche staatliche Initiativen auf rechtliche Grenzen stoßen.
Aktualisiert: 2019-06-04
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Die Musikalisierung des Poetischen Alls

Die Musikalisierung des Poetischen Alls von Deterding,  Klaus
Dieses neue Buch von Klaus Deterding ist, wie der Untertitel ah­nen läßt, ein Überblick, und zwar nicht nur über die deutsche Sprache und Dichtung, sondern zugleich über das ausgedehnte Werk des Autors: eine Zusammenschau in Auswahl dessen, was er den „Zauber der Dichtung" nennt und was ihn über Jahrzehn­te hinweg als Lehrer und Forscher immer wieder beschäftigt und womit er sich auseinandergesetzt hat. So entsteht eine Sammlung von Perlen der deutschen erzählenden Literatur durch Jahrhun­derte, bis hin zu Ricarda Huch. All das hat der Autor gesichtet, geordnet und hat es unter das ästhetische Generalthema des schöpferi­schen Prozesses gestellt: eine Annäherung an die Frage, wie und wodurch eigentlich Dichtung entsteht. Hierbei kommt u.a. auch ein vielseitiger moderner Naturwissenschaftler zu Wort: der amerikanische Chaos- und Systemforscher Fritjof Capra.
Aktualisiert: 2019-06-04
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Die Pflicht zum Produktrückruf gemäß § 823 Abs. 1 BGB unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung

Die Pflicht zum Produktrückruf gemäß § 823 Abs. 1 BGB unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung von Xia,  Haohan
Die Problematik der Produktrückrufe wird in der Rechtswissenschaft schon mehrere Jahre diskutiert. Seit der Pflegebetten-Entscheidung des BGH im Jahr 2008 lebt die Diskussion darüber wieder auf. Die zivilrechtlichen Aspekte dieser Problematik sind aber noch weitgehend ungeklärt. Die vorliegende Arbeit hinterfragt zunächst, ob zur Lösung der Rückrufproblematik ein Rückgriff auf das Deliktsrecht notwendig ist. Danach wird diskutiert, ob das deutsche Deliktsrecht eine dogmatische Grundlage für die Anerkennung einer Rückrufpflicht bieten kann. Anschließend daran ist zu beantworten, unter welchen Voraussetzungen eine deliktische Rückrufpflicht anzunehmen ist und wie die mit einem Rückruf verbundenen Kosten zwischen Hersteller, Produktbenutzer und Zulieferer zu verteilen sind. Abschließend werden die haftungsrechtlichen Konsequenzen eines Rückrufs und die Beweislastverteilung im Prozess wegen Verletzung einer Rückrufpflicht behandelt.
Aktualisiert: 2019-05-21
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Else Lasker-Schüler, ihre Lyrik und ihre Komponisten

Else Lasker-Schüler, ihre Lyrik und ihre Komponisten von Bellenberg,  Karl
Das Jahr des Erscheinens dieses Buches ist zugleich das Jahr des 150. Geburtstages der größten deutschen Dichterin des 20. Jahrhunderts, Else Lasker-Schüler. Erstmalig befasst sich eine Dissertation in ausführlicher Weise mit der musikalischen Rezeption ihres lyrischen Werkes und legt ein Kom­po­si­tionen-Corpus mit mehr als 1.800 Kompositionen vor, die zwischen 1904 und 2018 von mehr als 400 Komponisten geschaffen wurden und den Kern der Arbeit bilden. Die Arbeit erschließt insbesondere Sängerinnen und Sängern sowie Gesangspädagogen und -dozenten eine Quelle von bisher nicht bekanntem Ausmaß. Angabe der Quellen, manchmal aus entlegenen Nachlässen, oft von Manuskripten, die die Kompo­nisten zur Verfügung stellten, erleichtern die Beschaffung, wenn sie sich nicht schon im Else-Lasker-Schüler-Archiv des Verfassers befinden, das mit mehr als 900 Partituren und weit mehr als 100 Tonaufzeichnungen als einzigartig gelten darf und der interes­sierten Fachwelt offensteht. Neben einer Vielzahl unbekannter oder wenig bekannter Komponisten, die z. T. auch größere und zyklische Werke von beachtlicher Qualität schrieben, beinhaltet es Werke arrivierter Komponisten wie Paul Hindemith, Wolfgang Rihm, Dieter Schnebel, Sofia Gubaidulina, Luca Lombardi und Theodor W. Adorno. Darüber hinaus exponiert die Arbeit die außergewöhnliche Lyrik der Dichterin insbesondere in Hinblick auf die Musikalität ihrer Sprache und exemplifiziert dies an vielen Beispielen und Interpretationen für alle an der Lyrik der Dichterin Interessierte. Ein eigener Buchteil stellt sodann im Portrait 30 Komponisten und ihre Werke in Analysen im Einzelnen vor. Dies alles soll neugierig machen und Lust erzeugen auf eigene musikalische Entdeckungen.
Aktualisiert: 2019-05-23
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Corporate Compliance im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Corporate Compliance im öffentlich-rechtlichen Rundfunk von Heydarinami,  Amir
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht in besonderer Verantwortung gegenüber der Bevölkerung, die zu dessen Finanzierung pro Haushalt den Rundfunkbeitrag entrichtet. In jüngster Vergangenheit jedoch haben Skandale, die Fälle von Wirtschaftskriminalität im öffentlich-rechtlichen Rundfunk offenbaren, und Vorwürfe wettbewerbsverzerrender Handlungen das Vertrauen in die Anstalten erschüttert. Diese Problembereiche sind dabei nicht ausschließlich öffentlich-rechtlicher Natur; vielmehr bestehen solche auch bei privaten Unternehmen. Im Gesellschaftsrecht hat sich dazu unter dem Schlagwort ‚Corporate Compliance‘ ein Ansatz für strukturierte Vorkehrungen etabliert, die darauf abzielen die Einhaltung gesetzlicher oder unternehmensinterner Regeln sicherzustellen. Die Arbeit untersucht, ob der Ansatz ohne Weiteres auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk übertragen werden kann oder ob wegen Besonderheiten der Rundfunkordnung Einschränkungen oder Erweiterungen erforderlich sind.
Aktualisiert: 2019-05-03
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Grenzen für Kostenerhebungen im Polizeirecht

Grenzen für Kostenerhebungen im Polizeirecht von Masurat,  Fabian
Grundsätzlich wird in Deutschland die Polizeiarbeit und die darauf aufbauende Gewährleistung der inneren Sicherheit durch Steuergelder finanziert. Die konkrete Amtshandlung ist für den von ihr betroffenen Bürger prinzipiell kostenfrei. Dieser Grundsatz gilt jedoch nicht ausnahmslos. Einerseits wird er durchbrochen durch die polizeirechtliche Störerhaftung. Andererseits kommt eine gesonderte Gebührenerhebung für jede individuelle Amtshandlung in Betracht. Zwar wurde von letzterer Möglichkeit in der Vergangenheit nur zurückhaltend Gebrauch gemacht, jedoch zeigt sich zuletzt vermehrt, dass einige Bundesländer stetig neue Gebührentatbestände für Kostenerhebungen einführen. In diesem Zusammenhang kommt den Ländern gerade wegen des weit gehaltenen „formellen Gebührenbegriffs“ des Bundesverfassungsgerichts ein weiter Handlungsspielraum zu. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen untersucht die vorliegende Arbeit die Möglichkeiten von Kostenerhebungen im Polizeirecht. Ein Fokus liegt dabei auf Grenzen der Kostenerhebung und speziell auf der Frage, inwiefern das „öffentliche Interesse“ als Kriterium der Kostenbegrenzung fungieren kann.
Aktualisiert: 2019-05-03
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Die Ähnlichkeit von Tonclustern

Die Ähnlichkeit von Tonclustern von Ong,  Arvid
Unter den konventionellen Akkordbildungen in der Neuen Musik des 20. und 21. Jahrhunderts kann der Toncluster als prototypischer Klang angesehen werden. Er markiert den Grenzpunkt zwischen tonhöhen-orientierten Techniken und klang-basiertem Klangmaterial in der Musik der Avantgarde. Der nordamerikanische Komponist Henry Cowell (1897-1965) schrieb bereits 1918 in New Musical Resources (1930 veröffentlicht) eine erste Abhandlung über die Struktur von Tonclustern. Als Forschungsobjekt bietet der Toncluster die Möglichkeit, die Perzeption moderner Harmonik zu untersuchen und für die Musiktheorie nutzbar zu machen. Die vorliegende Studie untersuchte, ob Probanden zwischen verschiedenen Tonclustertypen unterscheiden können und wie sie deren Ähnlichkeit beurteilen. Sie geht auch der Frage nach, ob eine timbrebasierte Betrachtung von Tonclustern mit psychoakustischen Analysemethoden Aufschluss darüber geben kann, wie Klänge Neuer Musik wahrgenommen werden.
Aktualisiert: 2019-05-03
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