Houston Stewart Chamberlain

Houston Stewart Chamberlain von Bermbach,  Udo
Houston Stewart Chamberlain (1855-1927) war einer der wirkungsmächtigsten Publizisten im Deutschen Kaiserreich. Sein Buch Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts wurde ein Weltbestseller. Der Schwiegersohn Richard Wagners und engste Vertraute Cosimas war der führende Kopf Bayreuths. Die Nazis erklärten ihn zu ihrem Vordenker. Doch sein Denken ging über solche Verengung hinaus, wie seine erfolgreichen Bücher zu Kant, Goethe und zur Theologie belegen. Chamberlain entwarf eine Weltanschauung aus verschlanktem Christentum, klassischer Bildung, Antisemitismus und Rassismus und erleichterte damit Teilen des Bürgertums den Weg zum Nationalsozialismus. Die hier vorgelegte erste deutsche Werkbiographie will Leben und Weltanschauung im historischen Kontext aufschließen und so zum Verstehen eines wichtigen Abschnitts deutscher Geschichte beitragen.
Aktualisiert: 2019-05-26
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Die Pappenheims

Die Pappenheims von Pappenheim,  Erna, Porcelli,  Micaela, Rodewill,  Rengha
Eine Familie zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik Eine assimilierte jüdische Familie zum Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin. Der Gymnasialprofessor Dr. Karl Pappenheim und seine Frau Erna geb. Nagel haben die Beletage in der Söhtstraße 1 in Lichterfelde bezogen und das erste Kind wird erwartet. 1908 wird der Sohn Hans Eugen geboren und 1910 beginnt die junge Mutter mit den Aufzeichnungen ihres Alltags in Berlin. Es sind die Erlebnisse in den Ferien in Krummhübel, eine Stadt im Riesengebirge, dem heutigen polnischen Karpacz und im Ötztal mit Sohn und Kindermädchen. 1911 werden die Zwillingen Inge und Ursel geboren und Erna Pappenheim beobachtet und beschreibt den Werdegang ihrer Kinder. Das Verhalten von Mädchen und Knaben ist ihr sehr vertraut, der Schwiegervater, der Fröbelpädagoge Dr. Eugen Pappenheim hat seinen Töchtern Anna und Gertrud und dem Sohn Karl, Ernas Ehemann, das Engagement für die Fröbelbewegung weitergegeben. Herausragend war Eugen Pappenheims Tochter Anna, die als Anna Wiener-Pappenheim, Schulleiterin und höchst anerkannte Publizistin, mehrerer Verbände und Vereine angehörte. Es besteht ein großer familiärer Zusammenhalt bei den Pappenheims, vieles wird gemeinschaftlich besprochen und gelebt. Die Aufzeichnungen der Erna Pappenheim spiegelt diese Zeit sehr anschaulich wieder, es ist ein beachtenswertes Zeitdokument, sie lässt uns teilhaben am Leben in den Kriegsjahren mit der mangelhaften Versorgung der Bevölkerung, die auch im gehobenen Bürgertum äußerst schmerzhaft wahrgenommen wurde. Ergänzend zu den Eintragungen in den Tagebüchern der Erna Pappenheim, sind historische Aufnahmen der Familie, der Ferienorte aber auch Feldpostbriefe, eingeführte Brotmarken von 1915 und die späteren Vollmilchkarten und Reichsfleischkarten veröffentlicht. Die Tagebücher geben uns einen kurzweiligen Einblick in einen Zeitabschnitt des gehobenen Bürgertums Berlin vor 100 Jahren.
Aktualisiert: 2019-05-28
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Im Surinam

Im Surinam von Ryhiner,  Nicolas
Sklavenhalter, Bürger, Bigamist Der Basler Handelsherr und Plantagenbesitzer Johann Rudolf Ryhiner erschiesst sich am 29. Juli 1824 in seinem Sissacher Landgut Schloss Ebenrain. Ihm droht eine Anklage wegen Bigamie, die nach geltender Rechtsprechung mit lebenslangem Zuchthaus bestraft wird. Er sieht Ruf und Leben zerstört. Als junger Mann hat er in Surinam Plantagen aus dem Familienbesitz übernommen. Die goldenen Zeiten des Kolonialismus neigen sich jedoch ihrem Ende zu, ein Verbot des Sklavenhandels steht unmittelbar bevor. Umtriebig versucht sich Johann Rudolf den neuen Zeiten anzupassen. Als er schliesslich ins heimatliche Basel zurückkehrt, ist dort nichts mehr, wie es war. Er baut neue Geschäfte auf, heiratet standesgemäss und ist respektierter Bürger. Dass er in Surinam bereits verheiratet ist und dunkelhäutige Kinder hat, kann er lange verbergen. Ausgehend von der dramatischen Nacht des Freitodes erzählt der temporeiche und atmosphärisch dichte Roman das Leben Johann Rudolfs rückwärts und zeichnet ein Sittenbild der Basler Oberschicht im frühen 19. Jahrhundert. Virtuos erzählter Roman nach historischen Begebenheiten.
Aktualisiert: 2019-05-14
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Fest und Zeitenwende

Fest und Zeitenwende von Mohagheghi,  Yashar
Yashar Mohagheghi untersucht den Wandel der Festkultur im späten 18. Jahrhundert. Im Zuge von Dekorporierung und Verzeitlichung gewinnt das Fest Verbreitung als Assoziationspraktik des politisierten Bürgertums und als Inszenierungsmedium der erhofften Zeitenwende. In einem kulturgeschichtlichen Panorama wird dieser Zusammenhang nachgezeichnet: von der aufklärerischen Festtheorie über die Assoziationsbewegung bis zur Französischen Revolution. Besonders einschlägig kristallisiert sich der Zusammenhang von Fest und Zeitenwende in der Hymnik und Zeittheorie Friedrich Hölderlins. Der häufig konstatierte Bedeutungsverlust des Festes in der Moderne wird damit einer Revision unterzogen: Gerade die Auflösung seiner Funktion zyklischer Reproduktion bringt das Fest als theoretischen Gegenstand hervor und stellt einen modernen, futurischen Zeitlichkeitsbezug her.
Aktualisiert: 2019-05-31
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Fest und Zeitenwende

Fest und Zeitenwende von Mohagheghi,  Yashar
Yashar Mohagheghi untersucht den Wandel der Festkultur im späten 18. Jahrhundert. Im Zuge von Dekorporierung und Verzeitlichung gewinnt das Fest Verbreitung als Assoziationspraktik des politisierten Bürgertums und als Inszenierungsmedium der erhofften Zeitenwende. In einem kulturgeschichtlichen Panorama wird dieser Zusammenhang nachgezeichnet: von der aufklärerischen Festtheorie über die Assoziationsbewegung bis zur Französischen Revolution. Besonders einschlägig kristallisiert sich der Zusammenhang von Fest und Zeitenwende in der Hymnik und Zeittheorie Friedrich Hölderlins. Der häufig konstatierte Bedeutungsverlust des Festes in der Moderne wird damit einer Revision unterzogen: Gerade die Auflösung seiner Funktion zyklischer Reproduktion bringt das Fest als theoretischen Gegenstand hervor und stellt einen modernen, futurischen Zeitlichkeitsbezug her.
Aktualisiert: 2019-06-08
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Die Mozarts

Die Mozarts von Lemster,  Michael
Die 300-jährige Geschichte der Mozarts ist reich an Höhepunkten und Krisen, Rätseln und Verwicklungen. War Leopold Mozart wirklich der unnachgiebige Zuchtmeister des kindlich-unbekümmerten Wolfgang? War das "Bäsle" die große, aber unmögliche Liebe des Komponisten? Und war Wolfgangs Frau Constanze der Ruin der Familie oder die Mutter ihres Nachruhms? Michael Lemster erzählt erstmals vom Aufstieg und Niedergang der Mozarts, von den Anfängen im 15. Jahrhundert bis zum Tod des letzten Mozart 1858. Mit feinem Gespür für das Zeitkolorit wirft er ungewöhnliche Fragen auf und macht damit sichtbar, wie kreativ die Mozarts die Herausforderungen ihrer Epoche meisterten. Die außergewöhnliche Geschichte einer Familie, deren Geist vor allem in der Musik unsterblich wurde.
Aktualisiert: 2019-05-10
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Die Mozarts

Die Mozarts von Lemster,  Michael
Die 300-jährige Geschichte der Mozarts ist reich an Höhepunkten und Krisen, Rätseln und Verwicklungen. War Leopold Mozart wirklich der unnachgiebige Zuchtmeister des kindlich-unbekümmerten Wolfgang? War das »Bäsle« die große, aber unmögliche Liebe des Komponisten? Und war Wolfgangs Frau Constanze der Ruin der Familie oder die Mutter ihres Nachruhms? Michael Lemster erzählt erstmals vom Aufstieg und Niedergang der Mozarts, von den Anfängen im 15. Jahrhundert bis zum Tod des letzten Mozart 1858. Mit feinem Gespür für das Zeitkolorit wirft er ungewöhnliche Fragen auf und macht damit sichtbar, wie kreativ die Mozarts die Herausforderungen ihrer Epoche meisterten. Die außergewöhnliche Geschichte einer Familie, deren Geist vor allem in der Musik unsterblich wurde.
Aktualisiert: 2019-05-13
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Entscheidende Gefühle

Entscheidende Gefühle von Schnädelbach,  Sandra
Der Stellenwert von Emotionen in der deutschen Rechtskultur um 1900. Darf ein Richter beim Urteilen sein Gefühl zurate ziehen? Soll er es gar? Wäre ein rein logisches Urteilen ohne emotionale Anteile überhaupt möglich? Diese Fragen wurden um 1900 kontrovers diskutiert, wobei ein Begriff stets im Zentrum stand: das Rechtsgefühl. Sandra Schnädelbach zeigt, dass dem Narrativ von der juristischen Rationalität ein ebenso verbreitetes Narrativ juristischer Emotionalität zur Seite stand. Insbesondere am Rechtsgefühl entzündeten sich hitzige Debatten: Erkenntnisse aus neuen Leitwissenschaften wie der experimentellen Psychologie, mediale Entwicklungen, neue Geschlechterbilder sowie eine gesellschaftliche Polarisierung waren Faktoren, die das Reden über juristisches Fühlen prägten und so auch auf die juristische Praxis Einfluss nahmen. In einer Zeit, in der die bürgerliche Elite wie auch Recht und Justiz in eine Legitimationskrise gerieten, erwies sich das Rechtsgefühl als wirkungsvolle Begründung für Ansprüche unterschiedlichster politischer Stoßrichtungen. Schnädelbach untersucht, welches Wissen über Gefühle, welche Regeln und Praktiken den Umgang mit Emotionen in der Justiz von Kaiserreich und Weimarer Republik formten und wie diese sich an der Schwelle zum 20. Jahrhundert veränderten.
Aktualisiert: 2019-05-08
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Entscheidende Gefühle

Entscheidende Gefühle von Schnädelbach,  Sandra
Der Stellenwert von Emotionen in der deutschen Rechtskultur um 1900. Darf ein Richter beim Urteilen sein Gefühl zurate ziehen? Soll er es gar? Wäre ein rein logisches Urteilen ohne emotionale Anteile überhaupt möglich? Diese Fragen wurden um 1900 kontrovers diskutiert, wobei ein Begriff stets im Zentrum stand: das Rechtsgefühl. Sandra Schnädelbach zeigt, dass dem Narrativ von der juristischen Rationalität ein ebenso verbreitetes Narrativ juristischer Emotionalität zur Seite stand. Insbesondere am Rechtsgefühl entzündeten sich hitzige Debatten: Erkenntnisse aus neuen Leitwissenschaften wie der experimentellen Psychologie, mediale Entwicklungen, neue Geschlechterbilder sowie eine gesellschaftliche Polarisierung waren Faktoren, die das Reden über juristisches Fühlen prägten und so auch auf die juristische Praxis Einfluss nahmen. In einer Zeit, in der die bürgerliche Elite wie auch Recht und Justiz in eine Legitimationskrise gerieten, erwies sich das Rechtsgefühl als wirkungsvolle Begründung für Ansprüche unterschiedlichster politischer Stoßrichtungen. Schnädelbach untersucht, welches Wissen über Gefühle, welche Regeln und Praktiken den Umgang mit Emotionen in der Justiz von Kaiserreich und Weimarer Republik formten und wie diese sich an der Schwelle zum 20. Jahrhundert veränderten.
Aktualisiert: 2019-05-06
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