Kunst als Medium der Erinnerung – das Konzept der Offenen Archive im Werk von Sigrid Sigurdsson

Kunst als Medium der Erinnerung – das Konzept der Offenen Archive im Werk von Sigrid Sigurdsson von Pottek,  Martina
Die Hamburger Künstlerin Sigrid Sigurdsson befasst sich seit über vierzig Jahren mit dem Phänomen Gedächtnis und Erinnerung. Im Zentrum ihres Interesses steht die Zeit des Nationalsozialismus, die den Ausgangspunkt für ihre Suche nach vergessenen und unerzählten Geschichten bildet. Das Spektrum ihres umfangreichen Œuvres umfasst Zeichnung, Malerei, Text, Fotografie, Film, Plastik, Rauminstallation und Interaktion. Seit Anfang der achtziger Jahre realisiert Sigurdsson Räume und Projekte, in denen die Rezipienten dazu angeregt werden, ihre eigenen Gedanken und Erinnerungen festzuhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Arbeiten fungieren nicht nur als Sammlungs- und Aufbewahrungsorte, sondern auch als Orte der Kommunikation, an denen sich eine lebendige und kreative Auseinandersetzung mit der Geschichte entfalten kann. Die vorliegende Untersuchung befragt Sigurdssons künstlerischen Ansatz des ‚Offenen Archivs', das die Rezipienten aus ihrer passiven Betrachterrolle herauslöst und dabei - so die zentrale These - besonders auf eine umfassende Narrativierung von Vergangenheit und Geschichte abzielt. Der erste Teil richtet den Blick auf die Erprobung künstlerischer Erinnerungsstrategien und die Entwicklung einer eigenen Gedächtnismetaphorik in den frühen Arbeiten, die hier zugleich erstmals vorgestellt werden. Der zweite Teil beleuchtet das zentrale künstlerische Konzept der ‚Offenen Archive' am Beispiel des Hauptwerks VOR DER STILLE und weiterer Projekte.
Aktualisiert: 2019-03-15
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Verpasste und erfasste Möglichkeiten

Verpasste und erfasste Möglichkeiten von Bender,  Niklas
Der Literaturwissenschaftler und -kritiker Niklas Bender untersucht an ausgewählten Beispielen der modernen und der Gegenwartsliteratur, wie das Lesen von Literatur heute dazu beitragen kann, das Leben sinnvoll zu gestalten. Im ersten Teil seines Essays nimmt der Autor eine Diagnose der digitalen Gegenwart vor, die uns mit einem Überangebot an möglichen Existenzweisen überhäuft. An den Beispielen Flaubert, Pirandello und Houellebecq zeigt er auf, wie Romane einen guten Umgang mit dieser Überflutung lehren können – gerade durch Erzählwelten, in denen Lebenswege auch einmal verpasst und Potenziale nicht immer genutzt werden. Im zweiten Teil wird anhand von drei Dichtern der Moderne und der Gegenwart (Baudelaire, Montale und Nico Bleutge) veranschaulicht, auf welche Weise Lyrik uns das Ergreifen von intensiven Momenten vor Augen zu führen vermag. Im dritten Teil des Buches wird ein weiterer aktueller Aspekt hervorgehoben: das (etwa in den sozialen Medien) allgegenwärtige Storytelling, das mit mehr oder weniger lobenswerten Absichten unsere Existenz in erzählerische Bahnen zu lenken versucht. Die beiden Lehren der Literatur – die Pflege des Möglichkeits- und des Augenblickssinns – können uns helfen, die Mechanismen des Storytelling aufzubrechen und unsere Lebensgeschichte sowohl komplexer als auch intensiver zu gestalten. Sie ermuntern uns und leiten uns an, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Aktualisiert: 2019-01-08
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Das erzählte Selbst

Das erzählte Selbst von Straub,  Jürgen
Das Selbst entsteht in einer soziokulturellen Praxis, in der das Geschichtenerzählen essenziell ist. Wir alle erzählen uns immer wieder neu. Im Lauf der Zeit ändert sich der Blick auf unser gelebtes und das noch erwartete Leben. Selbst-Erzählungen bilden den Boden, auf dem nicht nur das Selbstgefühl des Individuums, sondern auch seine Beziehungen gedeihen können. Jürgen Straub erörtert Kernfragen einer Theorie personaler narrativer Identität und schickt die Leserschaft auf eine Reise, die von Montaigne bis Ricœur, von Nietzsche bis in die Gegenwart des 21. Jahrhunderts führt.
Aktualisiert: 2019-04-26
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Verpasste und erfasste Möglichkeiten

Verpasste und erfasste Möglichkeiten von Bender,  Niklas
Der Literaturwissenschaftler und -kritiker Niklas Bender untersucht an ausgewählten Beispielen der modernen und der Gegenwartsliteratur, wie das Lesen von Literatur heute dazu beitragen kann, das Leben sinnvoll zu gestalten. Im ersten Teil seines Essays nimmt der Autor eine Diagnose der digitalen Gegenwart vor, die uns mit einem Überangebot an möglichen Existenzweisen überhäuft. An den Beispielen Flaubert, Pirandello und Houellebecq zeigt er auf, wie Romane einen guten Umgang mit dieser Überflutung lehren können – gerade durch Erzählwelten, in denen Lebenswege auch einmal verpasst und Potenziale nicht immer genutzt werden. Im zweiten Teil wird anhand von drei Dichtern der Moderne und der Gegenwart (Baudelaire, Montale und Nico Bleutge) veranschaulicht, auf welche Weise Lyrik uns das Ergreifen von intensiven Momenten vor Augen zu führen vermag. Im dritten Teil des Buches wird ein weiterer aktueller Aspekt hervorgehoben: das (etwa in den sozialen Medien) allgegenwärtige Storytelling, das mit mehr oder weniger lobenswerten Absichten unsere Existenz in erzählerische Bahnen zu lenken versucht. Die beiden Lehren der Literatur – die Pflege des Möglichkeits- und des Augenblickssinns – können uns helfen, die Mechanismen des Storytelling aufzubrechen und unsere Lebensgeschichte sowohl komplexer als auch intensiver zu gestalten. Sie ermuntern uns und leiten uns an, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Aktualisiert: 2019-02-28
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Kunst als Medium der Erinnerung – das Konzept der Offenen Archive im Werk von Sigrid Sigurdsson

Kunst als Medium der Erinnerung – das Konzept der Offenen Archive im Werk von Sigrid Sigurdsson von Pottek,  Martina
Die Hamburger Künstlerin Sigrid Sigurdsson befasst sich seit über vierzig Jahren mit dem Phänomen Gedächtnis und Erinnerung. Im Zentrum ihres Interesses steht die Zeit des Nationalsozialismus, die den Ausgangspunkt für ihre Suche nach vergessenen und unerzählten Geschichten bildet. Das Spektrum ihres umfangreichen Œuvres umfasst Zeichnung, Malerei, Text, Fotografie, Film, Plastik, Rauminstallation und Interaktion. Seit Anfang der achtziger Jahre realisiert Sigurdsson Räume und Projekte, in denen die Rezipienten dazu angeregt werden, ihre eigenen Gedanken und Erinnerungen festzuhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Arbeiten fungieren nicht nur als Sammlungs- und Aufbewahrungsorte, sondern auch als Orte der Kommunikation, an denen sich eine lebendige und kreative Auseinandersetzung mit der Geschichte entfalten kann. Die vorliegende Untersuchung befragt Sigurdssons künstlerischen Ansatz des ‚Offenen Archivs', das die Rezipienten aus ihrer passiven Betrachterrolle herauslöst und dabei - so die zentrale These - besonders auf eine umfassende Narrativierung von Vergangenheit und Geschichte abzielt. Der erste Teil richtet den Blick auf die Erprobung künstlerischer Erinnerungsstrategien und die Entwicklung einer eigenen Gedächtnismetaphorik in den frühen Arbeiten, die hier zugleich erstmals vorgestellt werden. Der zweite Teil beleuchtet das zentrale künstlerische Konzept der ‚Offenen Archive' am Beispiel des Hauptwerks VOR DER STILLE und weiterer Projekte.
Aktualisiert: 2019-01-08
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Geschriebene Identität – Lebenslinien in Tagebüchern

Geschriebene Identität – Lebenslinien in Tagebüchern von Sperl,  Irmela Amelie
Warum schreiben Menschen Tagebuch? Was können uns eigene und fremde Tagebücher lehren über uns selbst und unsere Geschichte? Auf welche Weise haben moderne Techniken auch in Tagebücher Einzug gehalten, und wie kommt es, dass sie sowohl als »Schatzkästchen« als auch als »Mülleimer« bezeichnet werden? Um diese Fragen beantworten zu können, hat die Autorin Tagebuchschreibenden in einer qualitativen Online-Studie quasi über die Schulter geschaut und gleichzeitig den privaten Raum, der die Tagebücher ja auch ausmacht, respektiert. Ziel der Arbeit war es, Tagebuchschreibende nach ihrer »Biografie des Schreibens« zu befragen und sie die individuelle Geschichte ihrer Aufzeichnungen erzählen zu lassen. Es zeigt sich, dass Männer und Frauen auf unterschiedliche Weise die variable Strategie des Tagebuchschreibens nutzen: für emotionale Entlastung, als kreatives Werkzeug und als Raum für Eigenkommunikation und -reflexion. Das Tagebuch als unbestechlicher Zeitzeuge bietet darüber hinaus beim Lesen die Möglichkeit zur Integration vergangener Selbste und zu aktiver Identitätsarbeit. Das vorliegende Buch gibt interessante Einblicke in die verschiedenen Variationen des Tagebuchschreibens im Lauf der Geschichte, ergänzt durch Informationen über die Arbeit des Tagebucharchivs in Emmendingen. Es lässt uns an den Erfahrungen von heutigen Tagebuchschreibern teilhaben und ermutigt auf diese Weise, auch selbst damit zu experimentieren.
Aktualisiert: 2019-04-01
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