Lesen, schreiben, beten, heilen

Lesen, schreiben, beten, heilen von Wiederkehr,  Ruth
Das aargauische Benediktinerinnenkloster Hermetschwil besitzt schweizweit einen der grösseren überlieferten Buchbestände aus dem 12.–16. Jahrhundert. Die Autorin analysiert das aus 56 Manuskripten bestehende Textkorpus und berücksichtigt vor allem die 17 deutschsprachigen Gebetbücher, die zwischen dem Ende des 14. und dem Beginn des 16. Jahrhunderts im Gebiet der heutigen Deutschschweiz entstanden sind. In den kleinformatigen, rege genutzten Manuskripten stehen Gebete, die mehrfach vorkommen, neben Texten, die singulär sind – dazu gehören erbauliche Schriften ebenso wie Wettersegen, Kalender- und Zaubersprüche sowie Rezepte zur Heilung bestimmter Krankheiten. Die Analyse der Hermetschwiler Bibliothek gibt einen Einblick in die Lebenswelt der Benediktinerinnen an der Reuss und leistet einen Beitrag zur Literatur- und Sozialgeschichte des Spätmittelalters.
Aktualisiert: 2018-11-01
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Vom Nähen und Stricken ehrbarer Zürcher Damen

Vom Nähen und Stricken ehrbarer Zürcher Damen von Weder,  Anne-Marie
Am Ende des 19. Jahrhunderts gründeten Frauen zahlreiche Vereine, die wohltätige oder gemeinnützige Zwecke verfolgten. Einer dieser Vereine ist der Verein Schweizer Ameisen Sektion Zürich, der seit 1893 besteht. In ihm haben sich Frauen aus dem gehobenen Zürcher Bürgertum zusammengeschlossen, um für Bedürftige zu nähen und zu stricken. Noch immer gibt es unter den «Zürcher Ameisen» Frauen, die Kleidungsstücke von Hand fertigen – getreu dem ursprünglichen Vereinszweck, «in einem Liebeswerk die Armen zu kleiden». Heute jedoch werden bei der jährlichen Sammlung statt Kleidern hauptsächlich Geldbeträge gespendet. Damit hat sich der Verein den veränderten Bedürfnissen angepasst und unterstützt nach wie vor Institutionen, die sich um sozial benachteiligte Menschen kümmern. Ohne diesen Wandel hätte sich auch die Zürcher Sektion vermutlich längst aufgelöst, wie fast alle der ehemals über 40 Sektionen schweizweit. Mit dieser Publikation blickt der Verein Schweizer Ameisen Sektion Zürich zurück auf seine lange Geschichte und geht den Spuren bis zu seiner Gründung nach.
Aktualisiert: 2018-11-01
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Mediterranean Slavery Revisited (500–1800) – Neue Perspektiven auf mediterrane Sklaverei (500–1800)

Mediterranean Slavery Revisited (500–1800) – Neue Perspektiven auf mediterrane Sklaverei (500–1800) von Hanß,  Stefan, Schiel,  Juliane
Das Thema der Sklaverei boomt. Neben die aus dem transatlantischen Kontext bekannten Vorstellungen von Sklaverei sind in den letzten Jahren zahlreiche Studien getreten, die am Beispiel anderer Räume neue Bilder von Servilität entwerfen. Als ein besonders fruchtbares Feld hat sich hier das Mediterraneum der Vormoderne erwiesen. Der vorliegende Band versammelt Beiträge, die den Mittelmeerraum aus verschiedenen disziplinären Perspektiven in den Blick nehmen und Semantiken und Praktiken der Sklaverei in West- und Osteuropa, in Nordafrika, im Byzantinischen und im Osmanischen Reich untersuchen. In mikrohistorischen Fallstudien und transkulturell vergleichenden Analysen werden diese Ergebnisse einander gegenübergestellt und in ihren Abhängigkeiten untersucht. Der Band verortet sich damit im Feld einer Neuen Sozialgeschichte, die kulturwissenschaftliche Theorien mit mikrohistorischen und praxeologischen Ansätzen verbindet und Sklaverei als kontextabhängige soziale Relation konzipiert. Slavery has become one of the most booming research topics. The well-known transatlantic context of slavery has recently been enriched by numerous studies which take other regions into account and create new representations of servility. It is the pre-modern Mediterraneum which has proven especially fruitful for an extended approach to forms of slavery. This volume collects papers which reconsider the Mediterranean from various disciplinary perspectives and examine semantics and practices of servility in Western and Eastern Europe, North Africa as well as in the Byzantine and Ottoman Empire. The results from microhistorical case studies and transcultural comparative analyses are put into comparison and various forms of interlinkage are discussed. This volume is thus marked by a combination of cultural studies and approaches from microhistorical and praxeological perspectives which forms part of a New Social History. By doing so, slavery is conceived and problematized as a context specific social relation.
Aktualisiert: 2018-07-26
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Zurich Otorhinolaryngology, Head & Neck Surgery Department 1917–2017

Zurich Otorhinolaryngology, Head & Neck Surgery Department 1917–2017 von Mudry,  Albert
This book is a tribute to all of the many doctors, researchers, nurses, administrators, visitors and many others who have contributed to the success of the Department of Otorhinolaryngology at the University Hospital of Zurich during the last 100 years. Leading personalities and a team of determined employees have made the clinic what it is today: the largest otorhinolaryngological clinic in Switzerland. The journey started in April 1917, when Professor Felix Nager was commissioned by the government of the canton of Zurich to establish a clinic for otorhinolaryngology and to conduct this clinic separately from the outpatient clinic of internal medicine. In this time, otorhinolaryngology was a new emerging surgical and research subject to be explored by pioneers. There was only limited knowledge available and new information was waiting to be discovered. Since then, times have changed rigorously and now it seems to be the other way around. There is so much information discovered and always and everywhere easily available that we need superspecialists and information technology to handle it. But finding new and - most importantly - relevant knowledge is extremely difficult and requires teams of interdisciplinary experts with sophisticated laboratory equipment.
Aktualisiert: 2018-07-26
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Bedrohungen in Friedenszeit

Bedrohungen in Friedenszeit von Caprez,  Nina Flurina
Ausgerechnet das Kriegsende 1918 kennzeichnete für das Kloster Muri-Gries den Beginn einer Phase existentieller Herausforderungen. Verlorene Kriegsinvestitionen, Währungsumstellung und drohende Rechtsangleichung bereiteten den Mönchen Sorge. Die auf die Pariser Friedensverträge folgende völkerrechtliche Annexion des deutsch geprägten und bisher zu Österreich-Ungarn gehörenden Südtirol durch Italien schürte Ängste. Abt Alfons Maria Augner und seine Mitbrüder fürchteten eine erneute Aufhebung ihres Klosters. Der Weg dieser Benediktinergemeinschaft durch die Krisenzeit nach 1918 wird erstmalig und anhand klosterinterner Dokumente aus einer nicht-monastischen, weiblichen Aussenperspektive nachgezeichnet. Die ­Arbeit vermittelt die problematische Situation des Konvents sowie dessen einfallsreiche, erfolgreiche und rechtlich zuweilen strittigen Lösungsstrategien. Die Verschränkung von Kloster- und Welt­geschichte zeigt Auswirkungen politischer Entscheide auf die Entwicklung einer Institution, einer Ordensgemeinschaft.
Aktualisiert: 2018-11-01
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Zwischen Erinnerung und Aufarbeitung

Zwischen Erinnerung und Aufarbeitung von Hauss,  Gisela, Lengwiler,  Martin, Ziegler,  Béatrice
Seit einigen Jahren wird die Geschichte der fürsorgerischen Massnahmen an Minderjährigen aufgearbeitet. Dass dies geschehen kann, ist nicht selbstverständlich. Betroffene haben nach Jahrzehnten ihr Schweigen gebrochen, Kulturschaffende das Unrecht thematisiert und in die Öffentlichkeit getragen und staatliche Institutionen den Willen zur politischen und historischen Aufarbeitung des Geschehenen gezeigt. Das Buch gibt Einblick in die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen an Minderjährigen im 20. Jahrhundert und die Folgen des erfahrenen Unrechts. Es diskutiert Prinzipien und Leitvorstellungen, die mit der gesellschaftlichen Anerkennung und Aufarbeitung des Unrechts verbunden sind, und nennt die Mittel und Medien, dank deren die Gesellschaft für dieses Thema sensibilisiert worden ist.
Aktualisiert: 2018-11-05
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Der Landesstreik 1918

Der Landesstreik 1918 von Gautschi,  Willi
«So war der Streik das beinahe noch einzige ­politische Druckmittel, das einigermassen jenem der Spitzenverbände und der bürgerlichen Lobbys gleichkam. Man kann ihm deshalb, vor allem angesichts der Not­situation von 1918, seine Legitimität nicht absprechen. Gerade dieser letztgenannte Punkt zeigt aber auch, dass die Geschichte des Landesstreiks nicht als abgeschlossen betrachtet werden kann. Solange seine Interpretation auch auf das heutige, aktuelle Staatsverständnis greift, bildet der Landesstreik ein Element des Widerspruchs und der Herausforderung. Um so notwendiger ist nicht nur seine Einbeziehung ins allgemeine und popularisierte Bild der Schweizer­geschichte, sondern auch eine permanente, auf historischer Forschung beruhende Auseinandersetzung.» Aus dem Nachwort von Hans Ulrich Jost «Gautschis gründliches Werk gehört zu den eingehendsten und objektivsten Darstellungen. Das Buch stützt sich – wohl zum erstenmal – in umfassender Weise nicht bloss auf die von den Arbeiterkreisen zugänglich gemachten Quellen, sondern auch auf die Dokumente der Regierung und der Armee.» Die Zeit
Aktualisiert: 2018-11-01
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Der Landesstreik 1918

Der Landesstreik 1918 von Gautschi,  Willi
«So war der Streik das beinahe noch einzige ­politische Druckmittel, das einigermassen jenem der Spitzenverbände und der bürgerlichen Lobbys gleichkam. Man kann ihm deshalb, vor allem angesichts der Not­situation von 1918, seine Legitimität nicht absprechen. Gerade dieser letztgenannte Punkt zeigt aber auch, dass die Geschichte des Landesstreiks nicht als abgeschlossen betrachtet werden kann. Solange seine Interpretation auch auf das heutige, aktuelle Staatsverständnis greift, bildet der Landesstreik ein Element des Widerspruchs und der Herausforderung. Um so notwendiger ist nicht nur seine Einbeziehung ins allgemeine und popularisierte Bild der Schweizer­geschichte, sondern auch eine permanente, auf historischer Forschung beruhende Auseinandersetzung.» Aus dem Nachwort von Hans Ulrich Jost «Gautschis gründliches Werk gehört zu den eingehendsten und objektivsten Darstellungen. Das Buch stützt sich – wohl zum erstenmal – in umfassender Weise nicht bloss auf die von den Arbeiterkreisen zugänglich gemachten Quellen, sondern auch auf die Dokumente der Regierung und der Armee.» Die Zeit
Aktualisiert: 2018-11-01
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