Orten

Orten
Dieser Film der in Kanada und Berlin lebenden Regisseurin Margit Schild hat das LWL-Medienzentrum für Westfalen sehr gerne in seine Reihe von „Westfalen Medien“ aufgenommen, setzt der Film „ORTEN“ doch die Serie von Dokumentationen fort, die sich in den vergangenen Jahren mit der mehr oder weniger gelungenen Integration von „Fremden“ im Landesteil Westfalen beschäftigt haben. Die Suche nach einem Ankerpunkt, nach Halt, nach Heimat und nach Raum zur Entfaltung beschäftigt Menschen auf der ganzen Welt. Wo ist Heimat? Was kann Heimat sein? Wenn es nicht mehr der Geburtsort ist, was ist es dann? Ist Heimat der Ort, der Möglichkeiten und Chancen zu einem erfüllten, selbstbestimmten Leben bereithält? Die fünf Menschen in diesem Film, die vor langer Zeit oder erst kürzlich nach Westfalen gekommen sind, durchfahren die Landschaft und tauschen sich aus über ihre Ideen von Heimat, von Chancen, die sich bieten und die sie ergriffen haben. Sie erzählen vom Ankommen und davon, genau hier in Westfalen am richtigen Platz zu sein. Angesichts vielfältiger gesellschaftlicher Spaltungen und zunehmend rassistischer Tendenzen spielt die Frage nach einer positiven Gestaltung unserer heterogenen Gegenwartsgesellschaft eine zentrale Rolle für eine zeitgemäße politische Bildung. Mit ihrem Film trägt Margit Schild nach dem Urteil der Bundeszentrale für politische Bildung dazu bei, „relevante Themen der Zukunft auf die Agenda zu setzen. Das Setting des Roadmovies ist gelungen. Inkludierend, vielfältig und auf Augenhöhe mit den unterschiedlichen Prägungen und individuellen Erfahrungen der Protagonistinnen und Protagonisten.“
Aktualisiert: 2019-06-06
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Paderborn

Paderborn
Auf der Basis von historischen, meist privaten Filmaufnahmen und Fotos beleuchtet Filmautorin Andrea Wirtz den Wandel der Stadt Paderborn von 1920 bis 1960. Ergänzt durch persönliche Erinnerungen von Zeitzeugen entsteht ein lebendiges Bild dieser Zeit. Das Leben ist Anfang der 1920er Jahre beschaulich, die Region ist vor allem vom Handwerk und der Landwirtschaft geprägt. Doch auch in Paderborn hält die Moderne Einzug und zieht Menschen an. Der technische Fortschritt benötigt Arbeitskräfte. So wird Mitte der 1920er Jahre die Wohnungsnot zum drängendsten Problem. Auch die Weltwirtschaftskrise trifft die Stadt schwer. Die nationalsozialistische Aufrüstungspolitik führte dann in der Garnisonsstadt zur Erneuerung und Erweiterung der veralteten Infrastruktur. Lange bleibt das Alltagsleben vom Kriegsgeschehen weitgehend unberührt, doch bei den schweren Luftangriffen zu Kriegsende kommen Hunderte von Paderbornern ums Leben. Wie in vielen anderen westdeutschen Städten bleibt von der Innenstadt nur ein Trümmerfeld. Nach jahrelangen Aufräumarbeiten muss sich die Stadtverwaltung neben zahlreichen Alltagsproblemen um den grundlegenden Wiederaufbau kümmern. Die entscheidende Frage ist: Rekonstruktion des alten Stadtbildes oder ein völlig neues Paderborn. Stadtplaner Reinhold Niemeyer, der bis 1943 zum engeren Mitarbeiterstab von Albert Speer gehörte, macht sich für eine radikale Modernisierung stark. Viele der zerstörten Häuser werden abgerissen. Die geräumten Flächen ermöglichen dreispurige Straßen, Parkraum und großzügig ausgelegte Plätze und sie eröffnen den freien Blick auf den Dom, die Abdinghofkirche und das Paderquellgebiet. Paderborn gilt damals mit seinem radikalen Umbau als Muster vorbildlicher Stadterneuerung. Dennoch bleibt die strukturschwache Stadt bis 1955 wirtschaftliches Notstandsgebiet. Erst mit dem Ostwestfalenplan, der die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe unterstützt, geht es endlich aufwärts. Neben dem Hauptfilm enthält die DVD den Film „Use Liburges. Ein Paderborner Heimatfilm“, der im Auftrag der Paderborner Diözesanfilm- und Bildstelle im Zusammenhang mit der 1100-Jahrfeier des Festes zu Ehren des Stadt- und Bistumsheiligen Liborius im Jahr 1936 entstand. Ein einzigartiges Dokument des traditionsreichen Liborifestes – eines der größten und ältesten Volkfeste in Deutschland.
Aktualisiert: 2019-05-08
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Weimar im Westen

Weimar im Westen von LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Die Weimarer Republik ist Deutschlands erste Demokratie und zugleich eine Zeit voller Gegensätze: Politische Neuanfänge, soziale Fortschritte und kultureller Aufbruch gehen mit sozialen Konflikten und extremer Gewalt einher. Wie kann man sich diese turbulente Zeit vorstellen? Wie verlief sie in Westfalen und im Rheinland? In ihrem Film rücken Andreas Feddersen und Johannes Romeyke die widersprüchlichen Entwicklungen und Ereignisse in Westfalen-Lippe und im Rheinland in den Fokus. Auf Basis von historischen Filmaufnahmen und Fotos, die aus einer Vielzahl von Archiven zusammengetragen wurden, gibt der Film einen lebendigen Einblick in die Zeit zwischen 1918 und 1933. Fachleute aus ganz Nordrhein- Westfalen stellen in Interviews die Ereignisse und Entwicklungen in den historischen Kontext und verdeutlichen die weitreichenden Auswirkungen bis heute. Die erste Demokratie Deutschlands entsteht nach der Urkatastrophe des Ersten Weltkriegs, dem Zusammenbruch des Kaiserreichs und der Revolution aus einer Situation größter politischer wie gesellschaftlicher Orientierungslosigkeit und Unsicherheit. Gleichzeitig gilt die 1919 verabschiedete demokratische Verfassung der Weimarer Republik als die modernste der Welt. Gerade in Westfalen und im Rheinland war die Weimarer Republik auch ein Laboratorium für gesellschaftliche, kulturelle und technische Experimente und Innovationen – etwa im Bereich des sozialen Wohnungsbaus, im Sport, in neuen Massenmedien wie dem Radio und dem Kino, in der Bildungspolitik und der Kunst. Bis heute wird darum gestritten – nicht nur unter Historikern, auch in der Öffentlichkeit –, was eigentlich Weimar zerstört hat. War es die Wirtschaftskrise? Oder die Zerstrittenheit der Parteien? War es die mangelnde Anerkennung der Republik oder die verunsicherte und gespaltene Gesellschaft? Der Film macht deutlich, dass es auf diese Frage keine einfache Antwort gibt. Der Film ist entstanden im Rahmen des Projekts „Weimar im Westen: Republik der Gegensätze“ – eine gemeinsame Ausstellung des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte und des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte in Kooperation mit dem LWL-Medienzentrum für Westfalen sowie dem Verein Weimarer Republik und der Agentur Musealis. Die Ausstellung ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW: „100 jahre bauhaus im westen“, ein Projekt des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland. Schirmherrin ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Aktualisiert: 2019-01-31
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PROSPER/EBEL

PROSPER/EBEL
DVD mit Begleitheft, 2018 (D 194) 7 Filme, zusammen 7 Stunden, sw und Farbe (1980 – 1982, 1998) Bottrop-Ebel, eine kleine Bergarbeitersiedlung im nördlichen Ruhrgebiet. Mitte des 19. Jahrhunderts auf der grünen Wiese errichtet, um Arbeiter an die benachbarten Prosper-Zechen zu binden. Ende der 1970er Jahre eine Insel, eingeschlossen von Industrie, Halden und Verkehr. Drei Jahre lang – von 1979 bis 1982 – lebte und arbeitete eine Gruppe von Dokumentaristen des RuhrFilmZentrums in der Zechensiedlung und begleitete mit der Kamera das Leben der Bewohner übertage und untertage. Ein Zyklus von sechs Filmen entstand auf diese Weise – eine exemplarische Geschichte des Ruhrgebiets: Die Filme erzählen vom Alltagsleben in der Siedlung („Inmitten von Deutschland“), von den Migrationserfahrungen der schlesischen und türkischen Zuwanderer („Die Einwanderer“), von der Knochenarbeit der Bergleute untertage („Matte Wetter“), von festgefügten Geschlechterrollen („Frauen-Leben“), von den Hoffnungen und Sorgen der Nachwuchs-Bergleute („Die vierte Generation“) und von den Alltagserfahrungen eines Bewohners („Grüße vom Nachbarn Karl“). 1998 kehrten die Filmemacher noch einmal zurück zu den Orten und Menschen von Prosper/Ebel. Die Bewohner erzählten ihnen, was sich geändert hatte und was geblieben war („Das Alte und das Neue“). Längst war die Zukunft des Kohlebergbaus existenziell bedroht, gleichzeitig waren in unmittelbarer Nachbarschaft der Siedlung Kunstwerke der Industriekultur und ein Freizeitpark entstanden. Sieben Filme – eine Alltagschronik aus dem Ruhrgebiet: Leben, Arbeiten, Geschichte – inmitten von Deutschland. Mit dieser DVD-Edition macht das LWL-Medienzentrum für Westfalen in Kooperation mit dem Ruhr- FilmZentrum dieses außergewöhnliche dokumentarische Filmprojekt nach über 30 Jahren wieder für eine breite Öffentlichkeit zugänglich.
Aktualisiert: 2019-01-25
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HEIMATKINO

HEIMATKINO
Seit mehr als 100 Jahren gibt es in Westfalen „Kinematographen-Theater“, wie sie in den Anfängen hießen. Seitdem haben Kinos ganzen Generationen Unterhaltung und Zerstreuung geboten, aber auch die geistige und kulturelle Entwicklung vieler junger Menschen in entscheidender und positiver Weise mitgeprägt. Auch und gerade im Ruhrgebiet waren Kinos wie Trinkhallen, Schrebergärten und Fußballplätze lange Zeit ein fester Bestandteil der Alltagskultur. Wo heute noch ein paar Multiplexe stehen und manche Programmkinos ums Überleben kämpfen, existierten in den 1950er Jahren zwischen Duisburg und Dortmund, Hamm und Hagen Hunderte von Kinos. Dabei hatte das Kino als Kulturgut lange Zeit einen schweren Stand: Am Anfang haftete ihm in den sogenannten bürgerlichen Kreisen ein ausgesprochenes Schmuddelimage an. Die Unkontrollierbarkeit der verdunkelten Kinosäle und die angeblich gesundheitsschädigenden Folgen der flimmernden Bilder mobilisierte vor allem bei Jugendschützern heftige Gegenwehr. Seit den 1960er Jahren sind es nicht mehr solche Bedenken, die dem Kino das Leben schwermachen, sondern eher technische Entwicklungen: zunächst der Siegeszug des Fernsehens, dann das Aufkommen der VHS-Kassetten und später von DVD und Beamer, seit einigen Jahren der Siegeszug der bewegten Bilder im Internet: Youtube und Netflix lassen grüßen. Trotzdem hat das Kino bis heute seine Faszination bewahrt – und sich immer wieder neu erfunden. Das zeigt in wunderbarer Weise Daniel Huhns Film „HEIMATKINO“, den wir in dieser Edition einem breiten Publikum zugänglich machen. In einer Reihe von Episoden dokumentiert der mit Unterstützung des LWL-Medienzentrums, des Regionalverbands Ruhr und der Kulturstiftung Masthoff entstandene Film die sich wandelnde Kinokultur im Ruhrgebiet. Er beleuchtet den Untergang und die Wiederauferstehung der Orte, die Filme zu einem Kinoerlebnis gemacht haben und immer noch machen. Dabei präsentiert er ganz unterschiedliche Formen der Kinokultur: vom Auto- und Bahnhofskino über Filmclubs und anspruchsvolle Programmkinos bis zu den großen Lichtspieltheatern. Und er lässt die zu Wort kommen, die den Kulturort Kino bis heute mit Leben füllen. Der Film „HEIMATKINO“ ist eine Liebeserklärung an das Kino als kultureller Ort – nicht nur im Ruhrgebiet!
Aktualisiert: 2019-01-25
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1946 von Schlesien ins Münsterland vertrieben

1946 von Schlesien ins Münsterland vertrieben
Als Folge des verlorenen Zweiten Weltkriegs wurden Millionen von Menschen aus den vormals deutschen Ostgebieten vertrieben und gen Westen deportiert. In völliger Ungewissheit, wo ihr Zug enden würde, gelangten allein von März bis September 1946 Zehntausende Ostvertriebene aus Schlesien ins Münsterland. Im Kreis Coesfeld erfolgte ihre Verteilung auf den kriegsbedingt äußerst knappen Wohnraum über das Bezirksdurchgangslager Maria Veen und das Kreisdurchgangslager Lette bei Coesfeld. Ende 1948 lebten in Westfalen 736.000 Vertriebene und Flüchtlinge, was zwölf Prozent der Bevölkerung entsprach. Die Neuankömmlinge waren ungleich verteilt. In manchen Landkreisen machte ihre Zahl über 30 Prozent der Bevölkerung aus, im Kreis Coesfeld betrug ihr Anteil 1951 rund 15 Prozent. Sie mussten sich in der fremden Umgebung eine Existenzgrundlage verschaffen und gemeinsam mit den Alteingesessenen die Wiederaufbauanstrengungen bewältigen. Das Durchgangslager in Lette, von dem der Film handelt, hinterließ bei den Neuankömmlingen einen prägenden Eindruck. Gleich nach ihrer Ankunft wurden sie hier kurzzeitig untergebracht, registriert, desinfiziert und medizinisch untersucht. Dieses Lager hatte der Kreis Coesfeld in schon bestehenden älteren Holzbaracken eingerichtet. An deren abgelegene Lage und Kargheit, aber auch Naturnähe erinnern sich die Zeitzeugen bis heute lebhaft und berichten darüber im Film. Im Juli 2014 und August 2015 wurde in Coesfeld auf Initiative des Vereins „Denkmal Barackenlager Lette e.V.“ ein umfangreiches Interviewprojekt durchgeführt, das mit der Filmkamera aufgezeichnet wurde. Ziel war, neben der eigentlichen Lagergeschichte auch die persönlichen Vertreibungs- und Integrations-Erinnerungen der kleiner werdenden Erlebnisgeneration zu dokumentieren. Aus diesem Fundus ist dieser Film entstanden. Er schildert die Vertreibung, die großen Gruppentransporte mit der Eisenbahn ins Münsterland, die Ankunft im Lager Lette, die Verteilung auf die zumeist ländlich gelegenen, einfachen Quartiere und die Erfahrungen mit den Einheimischen in neuer Umgebung. Mit dem Abstand von Jahrzehnten blicken die Zeitzeugen auf ihre Erlebnisse zurück und gewähren dabei Zugang zu ihren damaligen wie heutigen Gedanken und Gefühlen. Der Film thematisiert das Thema Flucht und Vertreibung anhand von eigenem Erleben vieler Menschen in unserer Gesellschaft. Die Schilderungen der Protagonisten machen deutlich, wie nachhaltig Flucht und Vertreibung auch nach vielen Jahrzehnten im persönlichen Leben nachwirken. So kann der Film auch dazu beitragen, mehr Verständnis für Situation und Gefühle heutiger Migranten in Deutschland und Europa zu entwickeln.
Aktualisiert: 2019-01-25
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Natur und Landschaft an der Porta Westfalica

Natur und Landschaft an der Porta Westfalica
Dieser Film stellt mit der Porta Westfalica eine besonders reizvolle Landschaft Westfalens vor. Zwischen Wiehengebirge im Westen und Weserbergland im Osten bahnt sich dort die Weser ihren Weg bis zum markanten Durchbruch zu Füßen des Kaiser-Wilhelm-Denkmals. Der Film zeigt die Vielfalt von Natur und Landschaft und beschreibt Ziele und Maßnahmen, diesen besonderen Raum zu schützen. In Nordwestdeutschland existieren heute im Grunde keine natürlichen Landschaften mehr. Seitdem der Mensch Ackerbau und Viehzucht betreibt und sesshaft geworden ist, erfolgt durch seine wirtschaftlichen Aktivitäten eine Überformung und auch Beeinträchtigung der Natur. Zugleich unterliegen Landschaften mit ihrer jeweils charakteristischen Naturausstattung aufgrund von Klimaveränderungen einem beständigen Wandel. Es sind also Mensch und Klima, die Einfluss auf die uns umgebende Natur genommen haben und nehmen. Landschaftsplanung trägt dazu bei, den Naturhaushalt als Lebensgrundlage des Menschen zu erhalten und geschädigte Bereiche zu regenerieren. Neben ökologisch begründeten Leitsätzen kann sich Planung auch an ästhetischen Leitbildern orientieren. 1993 wurde im Kreis Minden-Lübbecke der „Landschaftsplan Porta Westfalica“ in Kraft gesetzt. Das Umweltamt des Kreises Minden-Lübbecke hat in Kooperation mit dem LWL-Medienzentrum für Westfalen filmisch die Vielfältigkeit der Landschaft im nordöstlichen Westfalen an der Weser dokumentiert. In 13, auch einzeln anzuwählenden Filmkapiteln, werden ganz unterschiedliche Landschaftsbestandsteile mit ihrer Vegetation, den Tieren und Pflegemaßnahmen vorgestellt. Immer wieder kommen nicht nur die Menschen zu Wort, deren Planung und Pflege wir diese Besonderheiten der Natur verdanken, sondern auch die Nutzer, die sich zu dem äußern, was sie in der Natur beobachten und erfahren können. Die in dem Film zu sehenden Maßnahmen und Projekte sind übertragbar auf andere Regionen und stehen somit exemplarisch für die vielfältigen Möglichkeiten und Erfolge einer modernen Landschaftsplanung.
Aktualisiert: 2019-01-25
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Die Dialekte von Nordrhein-Westfalen

Die Dialekte von Nordrhein-Westfalen
Könnten sich eine Frau aus Hummerzheim in der Eifel und ein Mann aus Winterberg im Hochsauerland verstehen, wenn beide ihren jeweiligen Dialekt sprechen? Die vorliegende Sammlung von Dialektaufnahmen soll zum einen die regionale Vielfalt der Dialekte in NRW beleuchten. Die Aufnahmen stammen aus völlig unterschiedlichen Sprachräumen. Zum anderen soll auch ein zeitlicher Vergleich ermöglicht werden: Neben aktuellen Tonaufnahmen stehen etwa 60 Jahre alte Tondokumente von Sprecherinnen und Sprechern, die größtenteils im 19. Jahrhundert geboren wurden. Die vorliegende CD bietet mit 44 Aufnahmen aus 40 Orten einen umfangreichen Einblick in den Wandel der Sprache. 44 Tracks im MP3-Format mit einer Gesamtlänge von 2 Stunden
Aktualisiert: 2019-02-28
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Lebens-Geschichte des Bergarbeiters Alphons S.

Lebens-Geschichte des Bergarbeiters Alphons S.
Doppel-DVD mit Begleitheft, 2018 (D 193) Film in acht Teilen, zusammen 4 Stunden, 16 Minuten, sw (1978) plus Interview mit Christoph Hübner und Gabriele Voss, 56 Minuten (2018) 1977 entstand der damals wie heute außergewöhnliche achtteilige Filmzyklus „Lebens-Geschichte des Bergarbeiters Alphons S.“ von Christoph Hübner, Gabriele Voss und Alphons Stiller. In viereinhalb Stunden erzählt Alphons S. seine Lebensgeschichte als Kind und jugendlicher Bergarbeiter im Ruhrgebiet, als Tippelbruder quer durch das Deutschland der zwanziger Jahre, als Landarbeiter auf den mecklenburgischen Gütern, als Anarchist und Linkssozialist - vor allem aber als kluger und wacher Zeitzeuge der Alltagsgeschichte in den Jahren 1906 bis 1939. Seinerzeit mit einfachsten technischen Mitteln realisiert, fand der Film bald eine erstaunliche Resonanz, wurde auf Festivals und mehrmals im Fernsehen gezeigt, gewann einen Adolf Grimme Preis, wurde in Kinos und in Schulen vorgeführt und vom Goethe-Institut weltweit vertrieben. Zugleich war er ein wichtiger Anreger der damals einsetzenden Welle der sogenannten ‚Oral-History’. 2017 wurde der Zyklus in die Liste des nationalen deutschen Filmerbes aufgenommen und konnte dadurch in Bild und Ton restauriert und neu digitalisiert werden. Damit kann die „Leben-Geschichte des Bergarbeiters Alphons S.“ nun wieder öffentlich und in Kinos gezeigt werden. Zugleich erstellte das LWL-Medienzentrum für Westfalen in enger Kooperation mit den Filmemachern Christoph Hübner und Gabriele Voss eine Doppel- DVD-Edition. Ein ausführliches Video-Interview mit den Filmemachern und ein umfangreiches Booklet sind sehr nützliche Extras. Alphons S. hat auch gut 40 Jahre später, nichts von seiner Aktualität, von seiner Faszination und Lebendigkeit verloren.
Aktualisiert: 2019-01-25
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Das neue alte Münster

Das neue alte Münster
Als am Ostermontag, dem 2. April 1945, britische und amerikanische Truppen in Münster einrückten, ergriffen sie Besitz von einer Trümmerwüste. 90 Prozent der Häuser in der Altstadt sowie die Wasser-, Strom- und Gasversorgung Münsters waren zerstört, die Bevölkerungszahl war auf unter 25.000 Menschen geschrumpft. Sie wohnten häufig in Ruinen, Kellern und Bunkern. Als der Filmamateur Werner Strumann 1948 mit seiner Kamera durch Münster ging, hatte sich die Stadt verändert. Es gab nun viel mehr Leben als in den Filmaufnahmen der unmittelbaren Nachkriegszeit. Die öffentlichen Verkehrsmittel wie Straßenbahnen und Busse verkehrten wieder und die Stadt war voller Menschen. Trotz des Ausmaßes der Zerstörung war man sich in Münster weitgehend einig, dass die Struktur der Altstadt wie auch der Prinzipalmarkt in etwa so wieder hergestellt werden sollten, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hatten. Obwohl auswärtige Fachleute das als unzeitgemäß und „große Maskerade“ ablehnten, wurde der historisierende Wiederaufbau umgesetzt. Auch Rathaus, Dom und Schloss entstanden im alten Gewand neu. Doch in den 1950er Jahren kamen einige moderne Bauten hinzu: wie der Kiffe-Pavillon, die Landwirtschaftskammer oder das Stadttheater – der damals gewagte und richtungsweisende Bau ging in die deutsche Architekturgeschichte nach 1945 ein. Knapp 15 Jahre nach Kriegsende drehte der Kaufmann und Amateurfilmer Franz Josef Görtz das Stadtporträt „Münster ist eine Reise wert“. Der Film von 1959 war keine nüchterne Bestandsaufnahme, sondern präsentierte Münster in ausgesuchten Bildern. Kein Wunder, dass der Film, der eigentlich für einen Amateurfilmwettbewerb gedreht worden war, damals von der Stadt angekauft wurde. Auf der Basis historischer Filmdokumente beleuchtet Filmautor Markus Schröder diese Zeit nach dem Krieg, in der die Stadt in nur wenigen Jahren aus den Trümmern neu entstand. Die meist privaten Filmaufnahmen sind Dokumente der immensen Zerstörung, der jahrelangen Räumarbeiten und aufwändiger Wiederaufbauleistungen. Sie zeigen die neu entstehende Infrastruktur, Wohngebäude und alte und neue Wahrzeichen der Stadt. Neben dem Hauptfilm enthält die DVD auch die beiden historische Original-Filme, die Werner Strumann 1948 und Franz-Josef Görtz 1959 drehten. Heute sind beide einzigartige Dokumente der Nachkriegszeit in Münster.
Aktualisiert: 2019-01-25
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Informationen über buch-findr.de: Sie sind auf der Suche nach frischen Ideen, innovativen Arbeitsmaterialien, Informationen zu Musik und Medien oder spannenden Krimis? Vielleicht finden Sie bei LWL-Medienzentrum für Westfalen was Sei suchen. Neben praxiserprobten Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblättern finden Sie in unserem Verlags-Verzeichnis zahlreiche Ratgeber und Romane von vielen Verlagen. Bücher machen Spaß, fördern die Fantasie, sind lehrreich oder vermitteln Wissen. LWL-Medienzentrum für Westfalen hat vielleicht das passende Buch für Sie.

Weitere Verlage neben LWL-Medienzentrum für Westfalen

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Qualität bei Verlagen wie zum Beispiel bei LWL-Medienzentrum für Westfalen

Wie die oben genannten Verlage legt auch LWL-Medienzentrum für Westfalen besonderes Augenmerk auf die inhaltliche Qualität der Veröffentlichungen. Für die Nutzer von buch-findr.de: Sie sind Leseratte oder Erstleser? Benötigen ein Sprachbuch oder möchten die Gedanken bei einem Roman schweifen lassen? Sie sind musikinteressiert oder suchen ein Kinderbuch? Viele Verlage mit ihren breit aufgestellten Sortimenten bieten für alle Lese- und Hör-Gelegenheiten das richtige Werk. Sie finden neben