„Ausländische Autoren in Ost-Berlin? Wo es doch ohnehin kaum Ausländer gibt!“ So ungefähr war das Echo, als ich im Jahr 1992 anfing, nach ihnen zu suchen. Ich arbeitete damals für die von Ingeborg Drewitz gegründete Neue Gesellschaft für Literatur e.V. und hatte die Aufgabe, internationale AutorInnen aus Ost-Berlin dabei zu unterstützen, sich im Förderdschungel des westlichen Literaturbetriebs zurechtzufinden. Und wider Erwarten, es gab sie doch. Ausländer. Ausländische AutorInnen. Vom arabischen Lyriker über die Tochter des ersten und erforderten mongolischen Ministerpräsidenten bis zum fahnenflüchtigen US-Amerikaner: Aus allen Teilen der Welt schien ein/e VertreterIn in der DDR gelandet zu sein. Mit insgesamt dreizehn Autorinnen und Autoren aus zehn Ländern habe ich Gespräche geführt, teilweise über zwei Jahre hinweg. Adel Karasholi, Sodnomyn Zambaga, Victor Grossman. Keine Namen, die in Bestsellerlisten auftauchen. Was ich an ihnen „studierte“, war das Verhältnis ihres Schreibens zu den Brüchen in ihrer Biografie. DDR-Deutsche haben 1989 den Zusammenbruch ihrer Heimat erlebt. Mich interessierte, ob und wie Brüche produktiv gemacht werden.
Gerade weil die DDR kein Einwanderungsland und ein faktisches Asylrecht trotz Artikel 23 Abs. 3 der DDR-Verfassung kaum vorhanden war, sahen sich die wenigen ausländischen Intellektuellen in einer besonderen Situation. In ihrem Status teils privilegiert, teils ghettoisiert, zogen sie sich zurück oder wurden vorwärtsgetrieben zur Assimilation. Das Ideal des „proletarischen Internationalismus“ zwang Nicht-Deutschen, die am öffentlichen Leben teilhaben wollten, eine Ent-Nationalisierung auf, die nach der „Wende“ aufatmend zurück vollzogen wurde.
In Interviews, Porträts und teilweise auch eigenen Texten der insgesamt vierzehn AutorInnen werden diese so vorgestellt, wie ich sie vor dreißig Jahren wahrgenommen habe. Der Buchtitel „Überall und nirgends daheim“ ist dem Interview mit der irakischen Autorin Ikbal Hassoon entnommen. Die Gleichzeitigkeit eines scheinbar unvereinbaren Widerspruchs bringen vor allem die AutorInnen zum Ausdruck, für die „Heimat“ auch im Plural funktioniert.
Aktualisiert: 2023-01-19
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In ihren neuen Tango-Kolumnen führt Lea Martin die Leser:innen auf eine Reise nach »innen«. Hierbei wird neben der therapeutischen Funktion des Tangotanzens auch seine politische Dimension thematisiert. Die Kolumnen spannen den Bogen von der Sehnsucht nach Liebe, die dazu führt, sich mit dem eigenen Körper in die Tango-Umarmung mit Fremden zu begeben, zu den Traumata, die das Leben vieler Menschen in Deutschland prägt und aus denen der Tango - zunächst momentweise, für viele aber auch langfristig - Erlösung verspricht. In vierundsiebzig Texten werden Mosaiksteine aus Geschichten inneren Befreiung erzählt, für welche die Sehnsucht nach Tango einen Katalysator darstellt.
Aktualisiert: 2022-11-17
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Die Tangoszene ist seit März 2020 vom Lockdown heftig getroffen. In Portrait-Interviews mit Tango-Profis und Tangotänzer:innen aus Berlin zeigen die Autorin Lea Martin und die Bloggerin Laura Knight, dass der argentinische Tango lebt, auch wenn Veranstaltungen gar nicht oder nur unter Auflagen möglich sind: in den Herzen derer, die ihn lieben. „Tango in my Heart“ gibt einen Einblick in die Herzen derer, die für Tango brennen, und zeigt, was sie verbindet, so verschieden ihre Geschichten auch sind. Ein Lese-Muss für alle, die Tango vermissen. Und ein Türöffner für alle, die bislang nicht so recht verstehen, was am Tango so faszinierend sein soll.
Aktualisiert: 2022-05-11
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Liebesgedichte über modernen Beziehungs- und Trennungsalltag
Aktualisiert: 2021-05-13
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Die Kolumnen erzählen vom Eintritt in die Berliner Tangoszene. Sie wurden zunächst im Online-Magazin "Tango Argentino Online" publiziert.
Aktualisiert: 2020-05-31
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Liebes- und Trennungsgedichte über modernen Beziehungsalltag.
Aktualisiert: 2022-02-17
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