Ab September 1945 bis Ende 1949 führten die verantwortlichen Funktionäre in der sowjetischen Besatzungszone die sogenannte Bodenreform durch; so auch im Obereichsfeld. Unter dem Motto 'Junker-Land in Bauernhand' folgten Enteignungen im großen Stil. Verschiedene Güter, Höfe usw. verloren ihre angestammten Eigentümer, Besitzer oder Pächter.
Seit dem Mauerbau 1961 waren die politischen Machthaber der DDR bestrebt, die Grenze gegenüber dem Westen zu sichern. Zu diesen Sicherungsmaßnahmen gehörte u. a. auch der Abriß von Einzelgehöften oder die Ausweisung bestimmter Personen aus den Grenzkreisen.
Viele kulturhistorisch bedeutsame Bauten wie Herrenhäuser, Gutshöfe Vorwerke, Mühlen etc. wurden von 1945 bis 1989 im Eichsfeld als Folge der Bodenreform oder der Grenzsicherungsmaßnahmen bewußt abgerissen oder dem dauerhaften Zerfall überlassen.
Volker Große und Gunter Römer – beide aus Kirchworbis/Eichsfeld – zeichnen auf 256 Seiten in dem vorliegenden Buch den Werdegang und den leider meist zu konstatierenden Verfall von vielen, ehemals eindrucksvollen Baudenkmälern nach. Zur besseren Anschaulichkeit nutzen sie mehr als 310 Schwarz-Weiß-Fotos bzw. farbige Fotografien sowie über 50 Strichzeichnungen. Damit entstand für diesen Zeitabschnitt eine für den Freistaat Thüringen und für Ostdeutschland einmalige Geschichtsquelle.
Gleichsam wie Phönix aus der Asche erleben die von der Fauna überwucherten, längst verschwundenen Bauten eine Wiederauferstehung zur Freude der mit ihnen emotional verbundenen Menschen. Zugleich richtet sich der vorliegende Bild- und Textband neben den Betroffenen und Zeitzeugen an alle, die sich mit der eichsfeldischen Geschichte identifizieren.
Aktualisiert: 2021-02-22
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Von 1952 bis 1959 ließ der aus Lengenfeld unterm Stein gebürtige Lehrer und Heimatforscher Anton Fick (1891 bis 1960) vier Einzelschriften über seinen Geburtsort und die umliegende südeichsfeldische Landschaft jeweils in Kleinstauflagen im Selbstverlag veröffentlichen.
Diese Schriften wurden nun neu in einem Sammelband nachgedruckt. Damit konnte erstmals nahezu der gesamte literarische Nachlaß des Lengenfelder Gelehrten in einer Publikation vereinigt und herausgebracht werden, um einem breiten Publikum den Zugang zu einer historisch interessanten Region zu ermöglichen.
Im Mittelpunkt der geschichtlichen sowie volkskundlichen Betrachtungen von Anton Fick steht der Ort Lengenfeld/Stein und das frühere kurmainzische Amt Bischofstein.
Aktualisiert: 2018-07-12
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Johann Wolf (1743 – 1826), der 'Vater der eichsfeldischen Landeskunde', legte in den Jahren seines literarischen Wirkens am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts mehr als 1.500 mittelalterliche und neuzeitliche Urkunden der Öffentlichkeit in seinen Schriften vor. Diese Dokumente gelangten teilweise in lateinischer Sprache zum Druck, so daß sie einer breiten Leserschaft bisher verschlossen geblieben sind.
Carl Scharfenberger, Pfarrer in Ruhe, aus Büttstedt/Eichsfeld übertrug sämtliche, in Latein gehaltene Zeugnisse der umfangreichen Urkundenanhänge aus den beiden Hauptwerken, der 'Politischen Geschichte des Eichsfeldes' (1792/1793) sowie der 'Eichsfeldischen Kirchengeschichte' (1816), von Johann Wolf in die deutsche Sprache. Zudem bietet Carl Scharfenberger mit dem 'Appendix historiae ecclesiasticae Eichsfeldiae' (1816 und 1820) eine vollständige Übersetzung der jährlichen Berichte der Heiligenstädter Jesuiten von 1574 bis 1772 an. Das Bestreben von Carl Scharfenberger war eine möglichst wortgetreue Translation der originalen Latein-Urkunden.
Der Autor übersetzte für diese Publikation 322 Urkunden, so daß zusammen mit seinen bereits 2004 erschienenen Übertragungen aus dem 'Eichsfeldischen Urkundenbuch' (1819) nun nahezu 400 Texte den Interessierten zum Studium zur Verfügung stehen.
Durch das Werk erhält der Leser einen authentischen Eindruck über das Leben der Eichsfelder vom 9. bis zum 18. Jahrhundert, einer zeitlichen Spanne von fast tausend Jahren.
'Mit dieser Sammlung von Dokumenten und Tagebuchaufzeichnungen wird eine Brücke geschlagen zu Zeiten und Menschen in der Mitte Deutschlands, im Auf und Ab ihrer Kirchengeschichte, mitten in der Welt von Gestern und Heute, gestärkt und getragen vom Vertrauen auf Gott. Davon geben diese Urkunden, besonders die des 'Anhangs' ein ermutigendes Zeugnis.'
Aktualisiert: 2018-07-12
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Der Geistliche Rat Philipp Knieb (1849–1915) veröffentlichte 1911 eine historische Beschreibung seines Geburtsortes Niederorschel und 1914 die Geschichte von Worbis, der Eichsfeldstadt an der Wipper. Beide von den Anfängen der Ortschaften bis zum Vorabend des Ersten Weltkrieges reichenden Schriften sind seit langem vergriffen.
Im vorliegenden Band 2 der Schriftenreihe 'Quelleneditionen aus dem Bischöflichen Kommissariat Heiligenstadt' werden diese beiden Chroniken in erweiterter Fassung neu veröffentlicht, wobei die in Latein gehaltenen Urkundenbeilagen von Niederorschel in die deutsche Sprache übertragen worden sind. Der Leser erfährt eine Fülle von bisher teilweise unbekannten sowie informativen Details zur Entwicklung zweier bedeutender Gemeinden des Eichsfeldes. Viele historische Fotos illustrieren diesen Band.
Ein Verzeichnis der benutzten Literatur, ein Abkürzungsverzeichnis, ein Glossar und ein kombiniertes Namens-, Orts- und Sachregister dienen der zusätzlichen inhaltlichen Erschließung.
Zusammen mit dem 2001 erschienenen Band 1 aus dieser Reihe, den 'Eichsfelder Dorfchroniken' mit den Chroniken der Orte Bernterode, Breitenworbis, Deuna, Gernrode, Hüpstedt, Kirchworbis und Vollenborn, hat der interessierte Leser nun 9 regionale und wichtige Ortsgeschichten des Eichsfeldes aus der Feder des bedeutenden Historikers Philipp Knieb zur Hand.
Aktualisiert: 2017-03-01
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Aktualisiert: 2021-02-22
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Aktualisiert: 2017-03-01
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Durch die ab dem 19. Jahrhundert zu spürende industrielle Revolution setzte auch im Eichsfeld ein langsames Mühlensterben ein. Die Wasserkraft neben der Windkraft und der Muskelkraft war als Antriebsform nicht mehr gefragt. Nachdem die Verantwortlichen in den 1960er Jahren die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften eingerichtet hatten, sind erneut viele Mühlen aufgegeben worden.
Nur eine kleine Anzahl von 8 obereichsfeldischen Mühlen werden noch als Mühle genutzt. Zu nennen sind die Bodemühle von Bischofferode, die Große Mühle von Dingelstädt, die Esmühle von Ershausen, die Obermühle von Gernrode, die Kapsmühle von Heiligenstadt, die Kronenmühle von Mackenrode, die Grabenmühle von Martinfeld und die Büschlebsmühle von Worbis.
Volker Große und Klaus Herzberg, beide aus Kirchworbis/Eichsfeld, zeichnen auf 400 Seiten in dem vorliegenden Text- und Bildband den Werdegang und das leider meist festzuhaltende Ende der Mühlen nach. Viele Mühlenanlagen werden bald verschwunden sein. Zur besseren Anschaulichkeit verwenden die Autoren mehr als 460 Abbildungen.
Mit dem zur Lektüre präsentierten Kompendium gelingt für die Region ein vollständiger Überblick dieser heute so romantisch anmutenden Kulturgüter vom Hochmittelalter bis zur Gegenwart. Durch die mehr als 300 nachzuweisenden Objekte verzeichnet die obereichsfeldische Kulturlandschaft die höchste Mühlenkonzentration im Freistaat Thüringen.
Aktualisiert: 2018-07-12
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