Stadtbücher spielen in der Geschichtswissenschaft eine gewichtige Rolle als Quelle für Stadtgeschichten und die die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Deshalb werden sie seit langem als zentrale Quelle für entsprechende Forschungen und Darstellungen herangezogen und in Editionen präsentiert.
Die Edition und Bearbeitung der mittelalterlichen Stadtbücher reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Norddeutschland und speziell der Hanseraum hat dabei immer eine hervorragende Rolle gespielt.
Das Stadtbuch aus dem Archiv der Hansestadt Rostock besteht aus 178 Pergamentfolien unterschiedlicher Größe; außerdem gibt es neun Pergamentblätter der Stadtbuch-Fragmente.
Aktualisiert: 2020-10-14
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Der vorliegende Band verfolgt das Ziel, eine Auswahl von Texten, die mit der Selbstbezeichnung statutum seit dem 12. Jahrhundert aus allen Bereichen der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Herrschafts- und Gesellschaftsordnung überliefert sind, zum Gegenstand der interdisziplinären Diskussion zu machen. Kirchliche Statuten ebenso wie landesherrliche und städtische Ordnungen und Texte des Adels und der Bruderschaften erfahren als Phänomen von europäischer Bedeutung eine eingehende Analyse ihrer Genese. Ein weiterer großer Themenkreis ist die formalliterarische Bestimmung dieser Texte und ihre Zuordnung zur Kultur gelehrter Rechtswissenschaft. Dabei wird auch die normative Qualität von Statuten im Verhältnis zu anderen normierenden Texten geprüft. Damit verknüpft sich die Untersuchung der Rezeption und Verbreitung von Statutentexten: Die Fülle bezeugter Verwendungen zeigt ein Spannungsfeld, das von einer rein repräsentativen oder legitimatorischen Funktion bis hin zur unentbehrlichen Normgrundlage komplexer Institutionen reicht. Verblüffend ist hierbei ihre Funktionalität und die statuarische Modernität.
Aktualisiert: 2023-04-26
Autor:
Katharina Behrens,
Christiane Birr,
William J. Courtenay,
Gisela Drossbach,
Anna Esposito,
Thomas Frank,
Robert Gibbs,
Katharina Gvozdeva,
Jörn Hasenclever,
Hans-Georg Hermann,
Martin Kaufhold,
Gottfried Kerscher,
Peter Landau,
Stefan Litt,
Claudia Märtl,
Andreas Meyer,
Heike Johanna Mierau,
Nina Pes,
Tilmann Schmidt,
Felicitas Schmieder,
Lars Schneider,
Ursula Vones-Liebenstein
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Die Reformbewegung des 11. Jahrhunderts erhält durch Papst Gregor VII. (1073-1085) in der Auseinandersetzung mit dem Königtum ihre dramatische Signatur, und bereits der vorausgehende Pontifikat Alexanders II. (Anselm von Baggio) steht bei Mit- und Nachwelt im Schatten des Archidiakons und späteren Papstes Hildebrand-Gregor VII. Seine erste Prägung erfuhr Anselm-Alexander II. als Angehöriger des Adels und der hohen Geistlichkeit Mailands, die im Ausgleich von Kaiser und Papst die Chance zu eigener Selbständigkeit sahen. Als unzutreffend stellt sich heraus, daß Anselm Initiator der revolutionären Volksbewegung der Pataria, weiterhin Schüler Lanfrancs von Canterbury und Kaplan am deutschen Königshof gewesen sei.Im Zusammenwirken von Kaiser, Papst und toskanischem Herzog erhielt Anselm 1057 das Bistum Lucca. Mit seinen Maßnahmen zur Intensivierung der Heiligenverehrung, der Fürsorge für Priesterschaft und Kirchengut steht er in der Tradition der vor ihm einsetzenden Reorganisation der Kirche Mittel- und Norditaliens. Doch nicht in Lucca, sondern im Dienst für die römische Kirche lag der Schwerpunkt seiner Tätigkeit. Hauptereignisse sind seine Gesandtschaftsreisen nach Deutschland: In den aufbrechenden Konflikten zwischen Königshof und Papst kam Anselms Gabe, zu vermitteln und auszugleichen, zur Geltung.In dieser Haltung liegt Anselm-Alexanders II. Papsttum begründet. Nicht Gegnerschaft zum Königtum, sondern die Absicht, nach vorausgegangenen Zerwürfnissen einzulenken, führte die Reformgruppe um Hildebrand zu seiner Wahl. Vor allem römische Adelskreise leisteten gegen den Papst der Reformer, wie auch schon gegen seine Vorgänger, Widerstand. Neu war 1061, daß die gegen das von Nichtrömern getragene Reformpapsttum gerichtete Opposition aus ihrem städtischen Rahmen heraustrat und sich bei oberitalienischen Bischöfen und der deutschen Regierung Verbündete suchte.Unterschiedliche Interessen dieser Gruppen sowie starker Druck des Herzogs der Toskana bewirkten aber, daß das Gegenpapsttum des Cadalus`von Parma Episode blieb. Die Statur des Papstes ist im Verhältnis Alexanders II. zur Reformgruppe zu erkennen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Nikolaus II. hat Alexander II. kaum den Versuch gemacht, sich mit Männern seines Vertrauens ein Gegengewicht gegen die römische Reformgruppe zu schaffen. Vielmehr setzte er sein schon früher geübtes, auf Unterordnung abzielendes Verhalten gegenüber dem Reformerkreis fort. In der Gegenüberstellung des Papstes mit den wichtigsten Mitgliedern dieser Gruppe, Petrus Damiani und Hildebrand, erscheint er als milder, auf episkopale Würde und Unantastbarkeit bedachter Papst, dem die Rigorosität eines Hildebrand fehlte. In der Abfolge der Pontifikate der Reformpäpste ist Alexanders II. Regierung die Zeit, in der der Einfluß der älteren, kollegialisch handelnden Reformgruppe nachließ und Hildebrand immer stärker in den Vordergrund trat. In einem Anhang werden die Spuren des zu Anfang des 13. Jahrhunderts verlorengegangenen Registers Alexanders II. verfolgt.
Aktualisiert: 2022-11-14
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Der Rostocker Prediger Nikolaus Gryse begann aus eigenem Antrieb damit, Material über das Leben Joachim Slüters, des Rostocker Reformators, zu sammeln. Damals gab es in Rostock noch den einen oder anderen Zeitzeugen, den Gryse befragen konnte.
Gryse hatte nicht vor, lediglich ein Lebensbild Slüters zu schreiben, sondern auch eine Chronik. Diese Chronik sollte einen leichtverständlichen Bericht geben über Gottes wunderbare Fügungen, mit der dieser sein Wort von der Abgötterei und den Irrtümern des Papsttums befreit und vor dem Aberglauben der Jesuiten bewahrt habe.
Von Gryses Belesenheit zeugt die rege Benutzung der Jenaer und Eisenacher Lutherausgabe sowie der Aurifaberschen Tischredensammlung.
Inhalt:
Vorwort
Einleitung
a) Historiographische Einführung
b) Nikolaus Gryse. Biographische Skizze
c) Zur Ausgabe
Historia Joachim Slüters
Indices
a) Personenindex
b) Regententabellen
c) Niederdeutsches Wörterverzeichnis
Quellen
a) Handschriftliche Quellen
b) Drucke des 15.-17. Jahrhunderts
c) Joachim Slüters Schriften
Abkürzungen/Siglen
Literatur
Register der Personennamen
Abbildungsnachweis
Aktualisiert: 2020-10-14
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Die Historische Kommssion für Mecklenburg führte mit der Universität Rostock 1995 die wissenschaftliche Tagung "Mecklenburg und seine Nachbarn" durch, die aus einer Vortragsveranstaltung, drei Arbeitskreisen sowie einer Exkursion bestand. Die drei Arbeitskreise befassten sich mit der Historischen Geographie, der Sozial- und Agrargeschichte und der Osteuropäischen Geschichte; die Exkursion betraf die Landesausstellung in Güstrow.
Dieses Buch publiziert die Vorträge der zentralen Veranstaltung, nach ihrem Inhalt zeitlich geordnet; sie erstrecken sich vom 10. bis zum 20. Jahrhundert:
- Der Anlass des mecklenburgischen Landesjubiläums vor tausend Jahren
- Menschen zwischen Mecklenburg und Lübeck. Zur Demographie und Prosopographie eines jahrhundertelangen Austausches
- König Erik Menved und Mecklenburg
- Mecklenburg und Pommern in der Reimchronik des Ernst von Kirchberg (1378)
- Die Landesgrenzakten und -karten des Mecklenburgischen Landeshauptarchivs
- Die Gründung der Universität Rostock 1419-1450 im Rahmen der spätmittelalterlichen Universitätslandschaft
- Friedrich der Große und Mecklenburg. Geschichte einer Mesalliance
- Die lauenburg-mecklenburgische Grenze von 1945 bis heute
- Mecklenburg im deutschen Bewusstsein. Ein Versuch
Aktualisiert: 2020-10-14
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Der Bürger und Krämer Vicke Schorler, um 1560 in Rostock geboren, war eine angesehene und Verantwortung wahrnehmende Persönlichkeit, einer der Ältermänner der Krämerkompanie. Seine Chronik ist eine unersetzliche kulturgeschichtliche Quelle.
Inhalt:
I. Einleitung
I.1 Die Chronistik Rostocks des 16. und 17. Jahrhunderts
I.2 Vicke Schorler - Der Verfasser der Chronik 1584-1625
I.3 Zum Quellenwert der Chronik
I.4 Beschreibung der Handschrift: a) Das Äußere, b) Die Schrift, c) Inhaltlicher Aufbau der Handschrift, d) Die Sprache
I.5 Bemerkungen zur Edition
II. Rostocker Chronik 1584-1625
III. Register
III.1 Personennamen
III.2 Ortsnamen
III.3 Rostocker Topographie
IV. Glossar
Aktualisiert: 2020-10-14
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