Bundschuh
Untergrombach 1502, das unruhige Reich und die Revolutionierbarkeit Europas
Thomas Adam, Peter Blickle
Mit dem Begriff „Bundschuh“ wird eine Gruppe von geplanten Aufständen am Oberrhein bezeichnet, die in ihrer Gesamtheit als Vorboten des Bauernkriegs von 1525 gelten. Unter ihnen war der von Untergrombach 1502 zweifellos der radikalste und folgenreichste. An diesem Aufstandsversuch wurde der Tatbestand des Hochverrats entwickelt, der in die Strafgerichtsordnung des Heiligen Römischen Reiches einging.
Mit Blick auch auf zeitgleiche Aufstände in der Schweiz, England und Frankreich werden die Unruhen des „gemeinen Mannes“ in einem europäischen Kontext erfasst.
hebt „…den wissenschaftlichen Stand zur Vorgeschichte des Bauernkrieges, auch in Bezug auf die Neuinterpretation von bekannten Quellen, auf ein neues Niveau…“
Informationen für den Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrer
„‚Bundschuh‘ hat die Forschung auf eine neue Grundlage gestellt und in neue Richtungen gewiesen.“ Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins
„Der Band von Blickle und Adam ist ein hervorragender Ausgangspunkt für neue Forschungen zum Bundschuh und ein wichtiger Beitrag zur Historiografie bäuerlichen Protests und seiner Bekämpfung.“ sehepunkte
Aus dem Inhalt
P. Blickle: Untergrombach 1502, das unruhige Reich und die Revolutionierbarkeit Europas
C. Ulbrich: Der Untergrombacher Bundschuh 1502
G. Bischoff: Le Bundschuh de l’Ungersberg (1493)
H. Buszello: Joß Fritz und der Bundschuh zu Lehen 1513
R. Köhn: Der Bundschuh von 1517
K. H. Lauterbach: Der „Oberrheinische Revolutionär“
A. Schmauder: Der Arme Konrad
A. Würgler: Vom Kolbenbanner zum Saubanner
C. Sieber-Lehmann: Konflikte in eidgenössischen Stadtstaaten
G. Marchal: Karsthans, Bundschuh und Eidgenossen
S. Justice: The Afterlife of Late-Medieval Rebellions in France and England
T. Scott: Vom Bundschuh zum Bauernkrieg