Die Haut der Platane
Roman
Eckhard Erxleben
Dieser Roman ist wie ein Echo auf die Biografie des Schriftstellers Eckhard Erxleben. Aber der Autor verschafft sich die nötige Erzähldistanz. Er schreibt in der Ich-Form einer Frau aus Niedersachsen, was besonders auch den erotischen Szenen des Romans einen besonderen Reiz und eine eigenwillige Farbigkeit verleiht.
Und diese Anna Melchior reist 1990 in den Osten, um ihre Vergangenheit zu suchen. So wird ein verfremdeter, aber dadurch um so genauerer Blick auf die Ereignisse dieses historischen Jahres möglich.
Die Zwänge eines fremdbestimmten Lebens haben sich wie eine verhärtete Rinde um die Seele der Anna Melchior gelegt. Sie aber möchte sich aus dieser drückenden Enge befreien und wieder wohl fühlen in ihrer Haut. Deshalb bricht sie auf in eine fremde Welt, um ihren Sohn zu suchen. Sie erkennt, wie tief er in die Konflikte dieses für sie noch fremden Landes östlich der Elbe verstrickt ist. Anna begegnet dabei auch dem schönen Mädchen Laura, in deren Augen sie die eigenen Erinnerungen und Hoffnungen entdeckt. Es beginnt ein großes seelisches Abenteuer und ein Sichfinden in der Welt und ein Finden der Welt in sich.