Schauererlebnis und Sinngewinn
Wirkungen des Unheimlichen in fünf Meisternovellen des 19. Jahrhunderts
Annette Krech
Gegenstand der Arbeit sind Novellen, die zur Schauerromantik und ihrem Traditionsfeld gehören: (Tieck), (Hoffmann), (Droste-Hülshoff), (Gotthelf) und (Storm). Untersucht wird das Unheimliche in der doppelten Funktion von unterhaltender und erkenntnisstiftender Wirkung.Die Studie trägt zur literaturwissenschaftlichen Begriffsbildung des Unheimlichen bei. Sie zeigt, mit welchen Mitteln der Leserlenkung die Novellen ein Schauererlebnis hervorzurufen versuchen, ermittelt die Möglichkeiten und Grenzen, das Unheimliche zu interpretieren und analysiert die Kontroversen, die das Unheimliche in seiner Wirkungsgeschichte heraufbeschwor. Sie definiert den Begriff für die Wirkabsicht des Unheimlichen in deutungsfähiger Literatur.