Landschaft und Stadt als literarisierte Räume in den Panegyrici Latini der Tetrarchie

Landschaft und Stadt als literarisierte Räume in den Panegyrici Latini der Tetrarchie von Greinke,  Sven

Die XII Panegyrici Latini, eine Sammlung von antiken Kaiserlobreden, dienten rhetorischen Schulungszwecken. Sie umfassen neben dem Panegyricus des jüngeren Plinius aus dem Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. elf spätantike Reden, die zwischen 289 und 389 n. Chr. entstanden. Sie stammen größtenteils aus dem Wirkungskreis der gallischen Städte Autun und Trier, die in der Spätantike an politischer Bedeutung gewannen. Die Panegyriker bewegen sich in ihren Lobreden an der Schnittstelle zwischen der realen und der literarischen Welt. Reale geographische Orte wie Rom, der Tiber, der Rhein oder die Alpen werden zu Schauplätzen und Chiffren für die Heldentaten der Kaiser, die als Figuren in diesem Handlungsraum das - teils fiktive - Geschehen prägen. Die Gleichsetzung der Kaiser mit Elementen der Natur, ihre Interaktion mit Flüssen, Ozeanen, Gebirgen und Städten, aber auch die Darstellung des Kaisers als personifizierter Grenzwall dienen als Zeichen unumschränkter kaiserlicher Macht. Die Person des Kaisers tritt in der literarischen Ausformung eines 'All-Roms' an die Stelle der Gründungsstadt und fungiert in einer Phase der Dezentralisierung von Herrschaftsstrukturen als Garant der Stabilität für das gesamte Imperium. --- In der Reihe BERLIN STUDIES OF THE ANCIENT WORLD erscheinen Monographien und Sammelbände aller altertumswissenschaftlichen Disziplinen. Die Publikationen gehen aus der Arbeit des Exzellenzclusters "Topoi. The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations" hervor, einem Forschungsverbund der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin sowie den Partnerinstitutionen Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Deutsches Archäologisches Institut, Max-Planck- Institut für Wissenschaftsgeschichte und Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die Reihe ist Bestandteil der Publikationsplattform Edition Topoi. Alle Bände der Reihe sind elektronisch unter www. edition-topoi.org verfügbar.

Aktualisiert: 2017-03-20
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Aura und Reflexion

Aura und Reflexion von Benjamin,  Walter, Böhme,  Hartmut, Ehrenspeck,  Yvonne

Walter Benjamin ist einer der bedeutendsten Theoretiker der Gegenwart. Sein Einfluß auf die Philosophie und Soziologie, aber auch auf die Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaft ist kaum zu überschätzen. Viele seiner Texte gehören heute zum Kanon der Theorie. Das Spektrum seiner Texte, ihrer Genres und Disziplinen, ihrer Themen und Formen ist enorm. Sein Werk ist überaus vielfältig und kaum zu überschauen. Die Auswahlbände der Reihe »suhrkamp taschenbuch wissenschaft«, die von renommierten Benjamin-Forschern herausgegeben werden und jeweils ein ausführliches Nachwort enthalten, unternehmen es, seine theoretischen Haupttexte thematisch zu bündeln und in kompakten Leseausgaben zugänglich zu machen.

Aktualisiert: 2017-03-17
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Die Kunst, Fehler zu machen.

Die Kunst, Fehler zu machen. von Osten,  Manfred

Aus Erfahrung wird man klug, sagt ein Sprichwort. Ohne Fehler und Irrtümer gibt es keine Entwicklung. Die gegenwärtige Null-Fehler-Kultur aber tut sich schwer damit, Fehler zu akzeptieren. Bisher stützte sich der Mensch als »gebrechliches Wesen in der zerbrechlichen Einrichtung der Welt« zur Korrektur und Begrenzung seiner Irrtümer und Fehler vor allem auf Erfahrung. Angesichts der rasanten Zunahme von abstraktem Wissen vor dem Horizont virtueller Welten lassen sich schwer noch sinnliche Erfahrungen machen. Dadurch stellt die Bewältigung von Fehlern zunehmend eine Überforderung dar. Mutiert der »antiquierte« Mensch in einer »Null-Fehler-Kultur« selbst zum größten anzunehmenden Unfall- und Risikofaktor? Wird deswegen unermüdlich an seiner Perfektionierung gebastelt? Manfred Osten stellt die grundsätzliche Frage nach der Relativität unseres rational orientierten Fehlerverständnisses und unserer Fehlerbeherrschung. Sein Buch ist ein Plädoyer gegen den Perfektionismus, eine kleine Gebrauchsanweisung, Fehler zu machen und Irrtümer einzugestehen. »Wenn irren menschlich ist, dann ist nicht zu irren unmenschlich.«

Aktualisiert: 2017-03-20
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Pro Lingua Latina 17

Pro Lingua Latina 17 von Krüssel,  Dr. Hermann, Pro Lingua Latina e.V.,  Der Vorstand

Liebe Leser, das Titelbild zeigt Psyche, die die Tür in den Garten Amors öffnet. Viele Widrigkeiten gilt es zu bestehen, bis die beiden zu einem Happy End enden. Apuleius hat in seinen Metamorphosen im 2. Jahrhundert den Mythos der Psyche mitgeteilt. Das Bild lässt aber neugierig werden, was sich hinter der Tür befindet. Wir sehen in der Darstellung durch John William Waterhouse im Hintergrund einen römischen Tempel und wollen neugierig werden lassen auf das, was den Leser in dieser Ausgabe erwartet. In dieser Ausgabe stehen besonders Schülerleistungen im Mittelpunkt. Schüler von Rudolf Henneböhl, Gründer des Ovid-Verlags und Lateinlehrer, haben sich auf ihre Weise mit dem alten Mythos Amor und Psyche beschäftigt. Aus dem Certamen Carolinum werden drei Beiträge präsentiert, die zeigen, wie Schüler alte Themen in eine erstaunliche Aktualität bringen. Dabei geht es um die selbstbewusste Frau in einer Männergesellschaft, um eine Flüchtlingskrise, die es schon im Römischen Reich gegeben hat, und um einen Vergleich zwischen dem begnadeten Redner Cicero und dem amerikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump. Aber auch beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen haben Schüler mit einem Beitrag aus dem Bereich der Numismatik im Fach Latein geglänzt. Wer sich für die Antike interessiert, ndet vielleicht eine zweitausend Jahre lang unentdeckte Signatur Vergils in der Aeneis. In einer Facharbeit wurde die Rolle Neros beim Brand Roms thematisiert. Auch die mittellateinische Philologie ist vertreten: Während einer einwöchigen Exkursion am Bodensee entdeckten im Sommer 2015 Pro Lingua Latina-Mitglieder Stätten, welche ihre kulturellen Wurzeln in der lateinischen Sprache haben. Besonders die Reichenau stellte als Insel des Walahfrid Strabo und als Insel geschichtsträchtiger Kirchen mitsamt beeindruckender Bildprogramme einen unvergesslichen Höhepunkt dar. Ein Traum ging in Erfüllung für denjenigen, der die Stiftsbibliothek von St. Gallen betreten durfte. Eine weitere Exkursion führte im September zur romanischen Kirche St. Kunibert. Die Freunde der neulateinischen Philologie lernen Harry Schnur kennen, der in einer bewegten Lebensgeschichte ein Leben für Latein gelebt hat. Stellvertretend für sein umfassendes Werk wird das Gedicht „Eichmann“ vorgestellt, in dem der Klassische Philologe mit jüdischem Hintergrund 1961 seinen Widerstand gegen die Banalität des Bösen zum Ausdruck gebracht hat und auf der Suche nach der göttlichen Gerechtigkeit war. Auch Aachen stellt wiederholt eine weitere Säule dar. Das Centre Charlemagne hat sich in der Stadtmitte etabliert und glänzt mit einer Dauerausstellung über die Geschichte Aachens, aber auch mit Sonderausstellungen. Wir stellen eine der Ausstellungen, die „ossa loquentia“, die „sprechenden Knochen“ vor. Wer Latein und seine Inhalte als nicht mehr zeitgemäß abqualifiziert, wird erstaunt sein, wie aktuell der griechische Mythos geworden ist. Ob man beim Stichwort Griechenland an das Fass ohne Boden, an eine Herkulesaufgabe oder eine Sisyphosarbeit denkt, europäische Stichworte werden plötzlich wieder lebendig. Aktuell sind auch Chronogramme, die das Zeitgeschehen festhalten und zu einer langjährigen Tradition in unserer Zeitschrift geworden sind. Unser Dank gilt wieder Herrn Sebastian Jeschkeit von der s-school der Sparkasse Aachen, den langjährigen treuen Inserenten und in besonderer Weise der Pegasus-Stiftung. Auch in dieser Ausgabe soll der letzte und wichtigste Dank den Autoren gelten, die für eine breite Vielfalt dieser Ausgabe gesorgt haben. Davon möge sich der Lehrer ein eigenes Bild machen. Wir wünschen unseren Lesern viel Vergnügen bei der Lektüre.

Aktualisiert: 2017-01-17
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