Methoden zur Neuportionierung von Tiefgefrier-Sperma beim Rind und deren Einfluss auf die resultierende Qualität des Spermas

Methoden zur Neuportionierung von Tiefgefrier-Sperma beim Rind und deren Einfluss auf die resultierende Qualität des Spermas von Kasper,  Patricia
Ziel dieser Arbeit war es, TG-Sperma vom Bullen nachträglich in kleinere Portionen aufzuteilen und zu prüfen, ob diese in der In-vitro-Produktion (IVP) einsetzbar sind. Die nachträgliche Neuportionierung fand mittels zwei verschiedener Methoden statt. Bei den Sperm-Cuts wurden TG-Sperma-Straws, ohne dass das Sperma auftaut, in sechs ca. gleich große Stücke geschnitten. Bei der zweiten Methode, dem Refreezing, wurde das TG-Sperma aufgetaut, über einen Spermfilter aufbereitet und anschließend mit neuem Verdünner versetzt und wieder in flüssigem Stickstoff eingefroren. Hierbei entstanden aus einem Straw vier neue Portionen. Bei den Straw-Cuts wurden die Endstücke getrennt von den Mittelstücken betrachtet. Nach dem Auftauen sowie nach der Aufbereitung der Straw-Cuts und der Refreezing-Straws wurden die Spermaqualitätsparameter Konzentration, Motilität und der Anteil der lebenden Spermien mittels eines CASA-Systems ermittelt. Es wurde auch der DNA-Fragmentations-Index (DFI) bei den unterschiedlichen Spermagruppen (direkt nach dem Auftauen und nach dreistündiger Inkubation) mittels Flow-Zytometer ermittelt, um eine Aussage über die Intaktheit der Spermien-DNA treffen zu können. Zusätzlich wurde das Sperma auch in drei IVP-Durchgängen in der IVF eingesetzt. Nach der IVP wurden an Tag 7 und 8 die Teilungs- und Entwicklungsraten erfasst. Es wurden folgende Ergebnisse erzielt: 1. Die durchschnittliche Spermienkonzentration nach dem Auftauen lag bei den Straw-Cuts-Endstücken bei 38,5 ± 12,4 Mio/ml, bei den Straw-Cuts-Mittelstücken bei 34,5 ± 12 Mio/ml, bei dem Refreezing bei 4,1 ± 1,9 Mio/ml und bei der Kontrolle bei 40,7 ± 13 Mio/ml. Nach der Aufbereitung sank diese bei den Endstücken auf 3,7 ± 0,9 Mio/ml, bei den Mittelstücken auf 6,8 ± 2,8 Mio/ml, beim Refreezing auf 2,5 ± 0,5 Mio/ml und bei der Kontrolle auf 29,0 ± 10,2 Mio/ml. 2. Nach dem Auftauen betrug die Gesamtspermienmotilität bei den Endstücken 17,5 ± 3,9 %, bei den Mittelstücken 23,2 ± 3,6 %, beim Refreezing 7,1 ± 3 % und bei der Kontrolle 36,9 ± 1,6 %. Nach der Aufbereitung betrug diese bei den Endstücken 25,6 ± 3,8 %, bei den Mittelstücken 42,2 ± 10,5 %, beim Refreezing 8,2 ± 3,5 % und bei der Kontrolle 59,6 ± 2,2 %. 3. Der Anteil lebender Spermien nach dem Auftauen lag bei den Endstücken bei 21,3 ± 4,5 %, bei den Mittelstücken bei 25,8 ± 2,2 %, beim Refreezing bei 10,3 ± 8 % und bei der Kontrolle bei 41,3 ± 4,9 %. Nach der Aufbereitung stieg dieser Anteil bei den Endstücken auf 39,3 ± 6,4 %, bei den Mittelstücken auf 50,2 ± 12,1 %, beim Refreezing auf 15,1 ± 7,1 % und bei der Kontrolle auf 63,7 ± 4,5 %. 4. Der DFI zum Zeitpunkt 0 h betrug bei den Endstücken 4,3 ± 0,63 %, bei den Mittelstücken 4,0 ± 1,1 %, beim Refreezing 19,1 ± 5,2 % und bei der Kontrolle 3,05 ± 0,8%. Zum Zeitpunkt 3 h betrug dieser bei den Endstücken 9,8 ± 1,5 % bei den Mittelstücken 8,0 ± 2,1 %, beim Refreezing 25,5 ± 5,4 % und bei der Kontrolle 7,2 ± 0,6 %. 5. In der IVP stellte sich bei den Embryonen nach IVF mit Sperma aus den Endstücken eine Teilungsrate von 25,3 ± 8,3 % und eine Entwicklungsrate von 0 % dar. Bei den Embryonen mit Sperma aus den Mittelstücken zeigte sich eine Teilungsrate von 43,5 ± 11 % und eine Entwicklungsrate von 1,7 ± 1,2 %. Bei den Embryonen mit Sperma aus dem Refreezing betrug die Teilungsrate 25,6 ± 5,4 % und die Entwicklungsrate 0,8 ± 1,1 %. Die Embryonen mit Sperma aus der Kontrolle weisen eine Teilungsrate von 78,9 ± 1,5 % und eine Entwicklungsrate von 30,7 ± 6,7 % auf. In der vorliegenden Arbeit wurde erstmals eine Neuportionierung in kleinere Volumina von bereits gefrorenem Sperma untersucht und anschließend in der IVP verwendet. Aus den Ergebnissen der Gesamtspermienmotilität, dem Anteil lebender Spermien, dem DFI und den Teilungs- und Entwicklungsraten aus der IVP lässt sich schlussfolgern, dass sich beide Methoden nicht dazu eignen, für die IVP verwendet zu werden. Es können damit keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden. Das Herabsetzen der Spermienkonzentration vor dem zweiten Einfrierprozess wurde bewusst durchgeführt, jedoch ist diese Reduktion teilweise sehr stark. Möglicherweise können beide Methoden der angefertigten Arbeit optimiert werden, indem weniger Portionen aus dem gewonnenen Sperma hergestellt werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, zu testen, ob die Spermien deutlich besser vor den Schäden durch die Kryokonservierung geschützt werden können.
Aktualisiert: 2022-12-23
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Unterschiede der linksatrialen Fibrose in der MRT-Bildgebung mittels Late-Gadolinium-Enhancement bei Patienten mit paroxysmalem und persistierendem Vorhofflimmern nach Behandlung mit Kryo- oder Hochfrequenz-Ablation

Unterschiede der linksatrialen Fibrose in der MRT-Bildgebung mittels Late-Gadolinium-Enhancement bei Patienten mit paroxysmalem und persistierendem Vorhofflimmern nach Behandlung mit Kryo- oder Hochfrequenz-Ablation von Dees,  Dominik Tobias Gerhard
Vorhofflimmern ist die weltweit am häufigsten vorkommende Herzrhythmusstörung. Sie besitzt eine zunehmende Prävalenz mit dem Lebensalter und geht mit erhöhter Morbidität und Mortalität einher. Neben der medikamentösen Behandlung hat sich die Katheterablation in den letzten Jahren als unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung von Vorhofflimmern etabliert. Es ist bekannt, dass Vorhofflimmern zur Ausbildung von linksatrialer Fibrose führt. Mit der DECAAF-Studie konnte erstmals in einer multizentrischen Untersuchung eine Assoziation zwischen dem vermehrten präinterventionellem Auftreten linksatrialer Fibrose bei Vorhofflimmern und einem schlechteren Outcome in Bezug auf Rezidive nach Vorhofflimmer-Ablation nachgewiesen werden. Eine Subgruppen-Analyse wurde nicht vorgenommen. Im Rahmen unserer prospektiven Untersuchung wurden 51 Patienten, die unter paroxysmalem und persistierendem Vorhofflimmern litten, nach erfolgter Hochfrequenz- oder Kryoisolation begutachtet. Alle Patienten erhielten ein präinterventionelles LGE-MRT, 45 der Patienten unterzogen sich einem postinterventionellen LGE-MRT. Die erhobenen radiologischen Befunde wurden mit anamnestischen, laborchemischen und echokardiographischen Daten in Zusammenhang gesetzt. Die Auswertung der MRT-Sequenzen erfolgte mit Hilfe des Inhouse-Programmes MyoSeg über OsiriX. Unsere Untersuchung zeigte erhöhte Werte der präinterventionellen Fibrose bei persistierendem Vorhofflimmern (32,3 %) im Gegensatz zu paroxysmalem Vorhofflimmern (28,6 %). Hier zeigte sich jedoch kein statistisch signifikanter Unterschied (p = .15). Hinsichtlich der Ablationstypen zeigten sich erhöhte Werte der präinterventionellen Fibrose bei Patienten, die sich einer Hochfrequenz-Ablation (30,5 %) im Gegensatz zu Patienten, die sich einer Kryoisolation unterzogen (28,5 %). Auch hier konnte sich kein statistisch signifikanter Unterschied darstellen lassen (p = .38). Postinterventionell konnten für die Hochfrequenz-Ablation erhöhte Werte (37,5 %) gegenüber der Kryoisolation (33,4 %) gemessen werden (p = .05). Narbenwerte waren höher in der Hochfrequenz-Gruppe (8,1 %) im Vergleich zur Kryo-Gruppe (5,1 %) (p = .16). Bezogen auf das Rezidivaufkommen konnten wir bei Patienten mit Rezidiven höhere Narbenwerte (9,1 %) gegenüber Patienten ohne Rezidive detektieren (3,7 %) (p = .14). Die gemessene Durchleuchtungszeit war bei Patienten nach Kryoisolation signifikant niedriger (p = .02) als bei Patienten nach Hochfrequenz-Ablation. Es erscheint insofern plausibel, dass es in den nächsten Jahren eine randomisierte DECAAF-II-Studie geben wird, die Patienten mit persistierendem Vorhofflimmern bezüglich alleiniger Pulmonalvenenisolation versus zusätzlicher Fibroseablation im linken Vorhof vergleichen wird. Zusammenfassend konnten wir in unserer Studie zeigen, dass Fibrosierung eher bei Patienten mit persistierendem Vorhofflimmern gegenüber paroxysmalem Vorhofflimmern auftritt ohne dass sich ein statistisch signifikanter Unterschied darstellen konnte. Des Weiteren wurden zum Zeitpunkt der Studie eher gesündere Patienten mit einem niedrigeren Wert für präinterventionelle Fibrose einer Kryoisolation zugeführt. Die Methode der präinterventionellen LGE-MRT-Untersuchung zeigte sich sicher sowie von guter diagnostischer Qualität, jedoch war sie mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. Sie hat das Potential Patienten vor einer geplanten Ablationstherapie auf einen möglichen Ablationserfolg hin zu untersuchen. Ausblickend scheint es fraglich, ob, auch im Hinblick auf die zu erwartenden Kosten, eine flächendeckende Verfügbarkeit zu gewährleisten ist.
Aktualisiert: 2021-12-22
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Dangerous Person

Dangerous Person von Reder,  Andrea
Wie lebt man mit der Gewissheit, zum Verbrecher geboren zu sein? Dieser Frage müssen sich zehn Jugendliche stellen. Sie erwachen nach jahrzehntelangem Kälteschlaf in einer Welt, die von der Föderation der Sicheren Staaten beherrscht wird. Sie sind Dangerous Persons - so gefährlich, dass sie weggesperrt werden. Der siebzehnjährige Judd ist einer von ihnen. Ihm fehlt jede Erinnerung an sein früheres Leben. Doch schon bald keimt in ihm der Verdacht, dass er ein Mörder ist. Zwischen Wutausbrüchen und Verzweiflung schwankend, ist Judd nahe daran, sich selbst aufzugeben. Aber da ist noch Ratte, eine rebellische Fünfzehnjährige mit Stacheldrahttattoo um den Hals ... Gibt es einen freien Willen oder sind wir nur Sklaven unserer Gene? Und wohin steuert eine Gesellschaft, der Sicherheit über alles geht? Ein Roman über unsere Zukunft, über ethische Grundsätze und die Frage, ob das Wohl der Allgemeinheit schwerer wiegt als das des Einzelnen.
Aktualisiert: 2021-03-23
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