Die 55jährige Geschichte eines abenteuerlichen Projekts, gestartet 1955 von Lieselotte Pongratz. Die Soziologin und Kriminologin an der Universität Hamburg hat zahlreiche sozialwissenschaftliche Forschungen durchgeführt. Dieses Projekt lief unter dem Titel „Lebensbewährung nach öffentlicher Erziehung“. Die jungen Männer und Frauen, die 1950/51 aus der öffentlichen Erziehung in Hamburg ausschieden, wurden ausführlich interviewt. Alle über sie geführten Akten gingen in die Auswertungen ein, deren Ergebnisse 1959 erschienen. Eine Nachfolgeuntersuchung fand Mitte der 60er Jahre statt, ohne dass die Ergebnisse je veröffentlicht wurden. Die Materialien waren zeitweise verschollen, wurden wieder entdeckt und nun von Dietlinde Gipser und Heiner Zillmer, die schon damals an der Untersuchung beteiligt waren, aufgearbeitet. Die Publikation bietet vielfältiges Material über Lebensläufe von Menschen, die nach Krieg und Heim ein eigenes Leben aufbauten. Und kürzlich kam es mit einigen von ihnen, den nunmehr 75jährigen erneut zu Gesprächen.
Das Buch dokumentiert komplexe Methoden empiri-scher Sozialforschung, gewährt Einblicke in Interna von Forschungsprozessen und wirft kritische Blicke zurück.
Aktualisiert: 2023-05-31
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Die vorliegende Arbeit betrachtet die frühkindliche vokalische Entwicklung in den ersten achtzehn Lebensmonaten disziplinübergreifend; aus kognitiventwicklungspsychologischer, linguistischer und auch sprachakustischer Perspektive wird der Spracherwerb als Prozess im sozial-interaktiven Kontext verstanden, bei dem sukzessiv breit angelegte Fähigkeiten der Sprachperzeption und Sprachproduktion auf deutlich umgebungssprachliche Fähigkeiten eingeengt werden.
In der empirischen Langzeitstudie werden anhand des Datenmaterials von elf deutschen Säuglingen Entwicklungsveränderungen der drei Vokale [a], [e:] sowie [e] zwischen dem vierten und achtzehnten Lebensmonat untersucht. Für jeden der akustischen Parameter Vokalformanten F1 und F2, Grundfrequenz und Vokaldauer wird zunächst in der Kindergruppe und anschließend in Einzelfallanalysen nach möglichen systematischen Veränderungen in der Realisierung der Vokale gesucht.
Die Ergebnisse der Analysen belegen, dass sowohl F1 als auch F2 im untersuchten Zeitraum deutlich, aber für beide Formanten in unterschiedlichem Maß und auch nicht kontinuierlich von Monat zu Monat verringert werden; dies lässt sich für die Grundfrequenz und die Vokaldauer nicht nachweisen. Schon im ersten Lebenshalbjahr ergibt der Vergleich mit Formantwerten erwachsener weiblicher und männlicher deutscher Sprecher weniger deutlich erhöhte frühkindliche Formantwerte als aufgrund der Länge des kindlichen Vokaltraktes zu erwarten gewesen wäre. Der Schwerpunkt der signifikanten Veränderungen in den Formantfrequenzen lässt sich in der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres, zwischen dem sechsten und elften Monat, lokalisieren.
Die Daten erlauben die Schlussfolgerung, dass Säuglinge und Kleinkinder wahrscheinlich die geringere Länge ihres Vokaltraktes aktiv durch eine differenzierte Hohlraumbildung kompensieren. Eine solche aktive Anpassungsleistung unterstützt in Verbindung mit dem sprachlich systematisch strukturierten Angebot der Bezugspersonen nicht nur die Intention des Säuglings und Kleinkindes, mit seiner Umwelt zu kommunizieren, sondern außerdem auch das Zusammenspiel zwischen perzeptiven und produktiven Fähigkeiten des Säuglings im ersten Lebensjahr.
Aktualisiert: 2023-05-15
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Die vorliegende Arbeit betrachtet die frühkindliche vokalische Entwicklung in den ersten achtzehn Lebensmonaten disziplinübergreifend; aus kognitiventwicklungspsychologischer, linguistischer und auch sprachakustischer Perspektive wird der Spracherwerb als Prozess im sozial-interaktiven Kontext verstanden, bei dem sukzessiv breit angelegte Fähigkeiten der Sprachperzeption und Sprachproduktion auf deutlich umgebungssprachliche Fähigkeiten eingeengt werden.
In der empirischen Langzeitstudie werden anhand des Datenmaterials von elf deutschen Säuglingen Entwicklungsveränderungen der drei Vokale [a], [e:] sowie [e] zwischen dem vierten und achtzehnten Lebensmonat untersucht. Für jeden der akustischen Parameter Vokalformanten F1 und F2, Grundfrequenz und Vokaldauer wird zunächst in der Kindergruppe und anschließend in Einzelfallanalysen nach möglichen systematischen Veränderungen in der Realisierung der Vokale gesucht.
Die Ergebnisse der Analysen belegen, dass sowohl F1 als auch F2 im untersuchten Zeitraum deutlich, aber für beide Formanten in unterschiedlichem Maß und auch nicht kontinuierlich von Monat zu Monat verringert werden; dies lässt sich für die Grundfrequenz und die Vokaldauer nicht nachweisen. Schon im ersten Lebenshalbjahr ergibt der Vergleich mit Formantwerten erwachsener weiblicher und männlicher deutscher Sprecher weniger deutlich erhöhte frühkindliche Formantwerte als aufgrund der Länge des kindlichen Vokaltraktes zu erwarten gewesen wäre. Der Schwerpunkt der signifikanten Veränderungen in den Formantfrequenzen lässt sich in der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres, zwischen dem sechsten und elften Monat, lokalisieren.
Die Daten erlauben die Schlussfolgerung, dass Säuglinge und Kleinkinder wahrscheinlich die geringere Länge ihres Vokaltraktes aktiv durch eine differenzierte Hohlraumbildung kompensieren. Eine solche aktive Anpassungsleistung unterstützt in Verbindung mit dem sprachlich systematisch strukturierten Angebot der Bezugspersonen nicht nur die Intention des Säuglings und Kleinkindes, mit seiner Umwelt zu kommunizieren, sondern außerdem auch das Zusammenspiel zwischen perzeptiven und produktiven Fähigkeiten des Säuglings im ersten Lebensjahr.
Aktualisiert: 2023-05-15
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Die vorliegende Untersuchung hat sich mit dem Erlernen einer neuen, verpflichtenden Fremdsprache zu Beginn der ersten Klasse durch junge Lernerinnen und Lerner im institutionalisierten Kontext der Grundschule in Baden-Wuerttemberg beschaeftigt. Auf der Grundlage der ueber vier Schuljahre regelmaessig durchgefuehrten Unterrichtsbeobachtungen durch Videoaufnahmen und deren Transkriptionen sowie der Erhebung weitgehend standardisierter Daten wie Forscher- und Lehrerprotokolle wurde beschrieben, analysiert und interpretiert, wie sich eine Gruppe von Grundschuelern in einem immersiv angelegten Franzoesischunterricht kommunikationsstrategisch einbringt und wie sie fremdsprachliche aeusserungen entsprechend ihrer Lernersprache auf dem Weg zu einer umfassenderen Zielsprachenkompetenz realisieren. Es handelt sich hierbei um eine explorativ- deskriptive Longitudinalstudie, die mit dem ethnomethodologischen Ansatz der qualitativen Sprachlehrforschung gearbeitet hat. Sie gibt eine empirisch belegte Antwort auf die Frage nach Typen von Kommunikationsstrategien, die sich in der Lerngruppe waehrend der Studie gezeigt haben.
Aktualisiert: 2021-03-18
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Mittels einer echten Längsschnittuntersuchung wird ermittelt, wie sich die Fähigkeit von Kindern in der 2., 3. und 4. Klasse entwickelt, Texte im Rahmen verschiedener kommunikativer Anforderungen zu schreiben: Erzählung, Bericht, Instruktion, Beschreibung, Argumentation. Textstrukturelle, lexikalische, syntaktische und kommunikative Analysen zeigen, dass der Prozess durch ein Vier-Stufen-Modell beschrieben werden kann; und zwar in einer Wechselbeziehung von Textsortenentwicklung und Textentwicklung als .
Aktualisiert: 2023-04-12
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Die vorliegende Arbeit betrachtet die frühkindliche vokalische Entwicklung in den ersten achtzehn Lebensmonaten disziplinübergreifend; aus kognitiventwicklungspsychologischer, linguistischer und auch sprachakustischer Perspektive wird der Spracherwerb als Prozess im sozial-interaktiven Kontext verstanden, bei dem sukzessiv breit angelegte Fähigkeiten der Sprachperzeption und Sprachproduktion auf deutlich umgebungssprachliche Fähigkeiten eingeengt werden.
In der empirischen Langzeitstudie werden anhand des Datenmaterials von elf deutschen Säuglingen Entwicklungsveränderungen der drei Vokale [a], [e:] sowie [e] zwischen dem vierten und achtzehnten Lebensmonat untersucht. Für jeden der akustischen Parameter Vokalformanten F1 und F2, Grundfrequenz und Vokaldauer wird zunächst in der Kindergruppe und anschließend in Einzelfallanalysen nach möglichen systematischen Veränderungen in der Realisierung der Vokale gesucht.
Die Ergebnisse der Analysen belegen, dass sowohl F1 als auch F2 im untersuchten Zeitraum deutlich, aber für beide Formanten in unterschiedlichem Maß und auch nicht kontinuierlich von Monat zu Monat verringert werden; dies lässt sich für die Grundfrequenz und die Vokaldauer nicht nachweisen. Schon im ersten Lebenshalbjahr ergibt der Vergleich mit Formantwerten erwachsener weiblicher und männlicher deutscher Sprecher weniger deutlich erhöhte frühkindliche Formantwerte als aufgrund der Länge des kindlichen Vokaltraktes zu erwarten gewesen wäre. Der Schwerpunkt der signifikanten Veränderungen in den Formantfrequenzen lässt sich in der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres, zwischen dem sechsten und elften Monat, lokalisieren.
Die Daten erlauben die Schlussfolgerung, dass Säuglinge und Kleinkinder wahrscheinlich die geringere Länge ihres Vokaltraktes aktiv durch eine differenzierte Hohlraumbildung kompensieren. Eine solche aktive Anpassungsleistung unterstützt in Verbindung mit dem sprachlich systematisch strukturierten Angebot der Bezugspersonen nicht nur die Intention des Säuglings und Kleinkindes, mit seiner Umwelt zu kommunizieren, sondern außerdem auch das Zusammenspiel zwischen perzeptiven und produktiven Fähigkeiten des Säuglings im ersten Lebensjahr.
Aktualisiert: 2023-04-17
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Diese Studie verfolgt das Ziel, den Einfluss von bilingualem Unterricht auf die Entwicklung von Language Awareness bei Schülerinnen und Schülern zu erforschen. Dabei wird untersucht, welche Unterschiede zwischen der Language Awareness bei monolingual und bilingual Unterrichteten bestehen. Bei der empirischen Untersuchung handelt es sich um eine zweijährige Longitudinalstudie, bei der Daten zu vier Messzeitpunkten erhoben und sowohl qualitative als auch quantitative Methoden im Sinne einer Triangulation verknüpft wurden. Die Untersuchung wurde an drei hessischen Gymnasien mit bilingual deutsch-englischem Zug in den Klassen 7 und 8 durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte anhand von Fragebögen, eines Language Awareness-Tests sowie eines kognitiven Fähigkeitstests. Die Daten wurden mittels statistischer Verfahren wie z.B. Signifikanztests und qualitativen Inhaltsanalysen ausgewertet und interpretiert.
Aktualisiert: 2023-04-08
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Die 55jährige Geschichte eines abenteuerlichen Projekts, gestartet 1955 von Lieselotte Pongratz. Die Soziologin und Kriminologin an der Universität Hamburg hat zahlreiche sozialwissenschaftliche Forschungen durchgeführt. Dieses Projekt lief unter dem Titel „Lebensbewährung nach öffentlicher Erziehung“. Die jungen Männer und Frauen, die 1950/51 aus der öffentlichen Erziehung in Hamburg ausschieden, wurden ausführlich interviewt. Alle über sie geführten Akten gingen in die Auswertungen ein, deren Ergebnisse 1959 erschienen. Eine Nachfolgeuntersuchung fand Mitte der 60er Jahre statt, ohne dass die Ergebnisse je veröffentlicht wurden. Die Materialien waren zeitweise verschollen, wurden wieder entdeckt und nun von Dietlinde Gipser und Heiner Zillmer, die schon damals an der Untersuchung beteiligt waren, aufgearbeitet. Die Publikation bietet vielfältiges Material über Lebensläufe von Menschen, die nach Krieg und Heim ein eigenes Leben aufbauten. Und kürzlich kam es mit einigen von ihnen, den nunmehr 75jährigen erneut zu Gesprächen.
Das Buch dokumentiert komplexe Methoden empiri-scher Sozialforschung, gewährt Einblicke in Interna von Forschungsprozessen und wirft kritische Blicke zurück.
Aktualisiert: 2023-03-30
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