Dieser Band enthält drei Texte: »Religiöse Wurzeln der ökologischen Krise«; »Von den schrecklichen zu den erhabenen Bergen. Zur Entstehung ästhetischer Naturerfahrung«; »Entstehung und Funktion der Kompensationsthese«.
Es werden Naturauffassungen metaphysischer Herkunft ans Licht gehoben, die bis heute in Praxis und Theorie unser Verhältnis zur Natur maßgebend bestimmt haben und teilweise noch weiter bestimmen. Dabei geht es zum einen um den in der frühen Neuzeit einsetzenden Prozeß der Objektivierung und Ausbeutung der Natur durch Wissenschaft und Technik. Dessen Potentiale an Naturzerstörung treten erst heute ins allgemeine Bewußtsein. Zum anderen geht es um einen Wandel vom Negativen zum Positiven in der Einstellung zur wilden, erhabenen Natur, der ebenfalls in der frühen Neuzeit seinen Anfang nahm und unter metaphysischen Prämissen eine ästhetische Aneignung großartiger Naturgegenstände ermöglichte.
Schließlich zeugt die Kompensationsthese, der gemäß die Geisteswissenschaften Folgeschäden des technisch-industriellen Fortschritts durch »Ersatz« kompensieren, im übrigen aber die Entwicklung der Sachverhalt ihrer eigenen Dynamik überlassen sollen, angesichts der Bedrohung der Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit von einem nur noch metaphysisch begründbaren Vertrauen in den Verlauf der Geschichte von Natur- und Menschenwelt.
Aktualisiert: 2023-06-26
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Der im letzten Jahrhundert erfolgte Rückzug auf einen entnaturierten Wirklichkeitsbegriff hat die Theologie bis in die jüngste Zeit daran gehindert, gegen die Ausbeutung und Zerstörung der Natur theologischen Protest einzulegen. Die vorliegende Arbeit versucht die schrittweise Eliminierung des Naturbegriffs aus der christlichen Dogmatik und Ethik als Reaktion auf die durch die sozio-ökonomische, politische, wissenschaftlich-technische und ideologische Entwicklung bedingte Revision der bürgerlichen Naturauffassung im 19. Jahrhundert verständlich zu machen und zugleich die Bedeutung der Naturkonzeption für die theologische Theoriebildung bei Schleiermacher, Ritschl und Herrmann aufzuzeigen.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Dieser Band enthält drei Texte: »Religiöse Wurzeln der ökologischen Krise«; »Von den schrecklichen zu den erhabenen Bergen. Zur Entstehung ästhetischer Naturerfahrung«; »Entstehung und Funktion der Kompensationsthese«.
Es werden Naturauffassungen metaphysischer Herkunft ans Licht gehoben, die bis heute in Praxis und Theorie unser Verhältnis zur Natur maßgebend bestimmt haben und teilweise noch weiter bestimmen. Dabei geht es zum einen um den in der frühen Neuzeit einsetzenden Prozeß der Objektivierung und Ausbeutung der Natur durch Wissenschaft und Technik. Dessen Potentiale an Naturzerstörung treten erst heute ins allgemeine Bewußtsein. Zum anderen geht es um einen Wandel vom Negativen zum Positiven in der Einstellung zur wilden, erhabenen Natur, der ebenfalls in der frühen Neuzeit seinen Anfang nahm und unter metaphysischen Prämissen eine ästhetische Aneignung großartiger Naturgegenstände ermöglichte.
Schließlich zeugt die Kompensationsthese, der gemäß die Geisteswissenschaften Folgeschäden des technisch-industriellen Fortschritts durch »Ersatz« kompensieren, im übrigen aber die Entwicklung der Sachverhalt ihrer eigenen Dynamik überlassen sollen, angesichts der Bedrohung der Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit von einem nur noch metaphysisch begründbaren Vertrauen in den Verlauf der Geschichte von Natur- und Menschenwelt.
Aktualisiert: 2023-03-28
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Aktualisiert: 2023-03-28
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Zwischen 1750 und 1800 bildet sich in Europa vor dem Hintergrund der naturphilosophischen Debatte über das Verhältnis von Natur und Wissenschaft, Natur und Kultur, Natur und Gott ein neues Naturgefühl aus, das sich insbesondere auch auf die poetische Bestaltung des Naturerlebens und der Landschaftsbilder auswirkt. Dies führt in der Frühromantik zu einem charakteristischen Nebeneinander von traditionellen und innovativen Formen der Naturbeschreibung. Im vorliegenden Band werden die verschiedenen Spielarten der literarischen Landschaft bei Autoren wie Saint-Lambert, Delille, Rousseau, Heinse, Goethe, Chateaubriand, Lamartine, Hugo u.a. herausgearbeitet und der Entwicklungsbogen von aufklärerischen Naturbildern bis hin zur Abkehr von der romantischen Korrespondenzlandschaft ab der Mitte des 19. Jahrhunderts sichtbar gemacht.
Aktualisiert: 2022-06-14
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Das Werk Karl Schnaases steht wie kein zweites für die Entfaltung der wissenschaftlichen Kunstgeschichte in den mittleren Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts: Der beruflich als Jurist wirkende Autor, der in seiner Jugend bei Hegel, Solger und Savigny studiert hatte, erschloss mit zahlreichen Aufsätzen sowie den acht Bänden seiner Geschichte der bildenden Künste (1843-1864) die neue Disziplin in ihrer universalen Breite und überwand die vorherrschende Stilgeschichte durch die intensive Einbeziehung der kulturellen Kontexte der Werke.
Bekannt wurde Schnaase bereits 1834 mit seinem Frühwerk Niederländische Briefe, das den Zeitgenossen als „Haupt- und Grundbuch“ (Karl Immermann) der jungen Kunstwissenschaft galt. Nach einer Reise durch Holland und Belgien im Revolutionsjahr 1830 schrieb Schnaase, der in Düsseldorf zu den wichtigsten Förderern der aufblühenden Malerschule zählte, eine Reihe fiktiver Briefe, die in erster Linie die Kunstdenkmäler beider Länder behandeln, zugleich jedoch profunde Überlegungen zur kulturellen Bedingtheit und zur geschichtlichen Entwicklung der Künste im allgemeinen enthalten. Die überragende Bedeutung des Buches besteht darin, dass zentrale Fragestellungen und Leitbegriffe der Kunsthistoriographie – beispielsweise der moderne architektonische Raumbegriff – hier erstmals klar umrissen wurden. Noch heute erweist sich Schnaases Frühwerk als ein in seiner unkonventionellen literarischen Gestalt höchst anregendes Buch, dessen gedankliche Tiefe von neuem entdeckt zu werden lohnt.
Karl Schnaase’s body of work represents like no other the development of art history as a discipline in the mid-nineteenth century. Many essays and the eight volumes of his Geschichte der bildenden Künste (1843-1864) described the new discipline in its universal breadth and helped to overcome the prevailing history of style through an intensive study of the cultural context of artworks.
Schnaase became famous for his early work Niederländische Briefe, seen by his contemporaries as a “funda-mental and major” work of the new study of art. The book’s outstanding significance lay in the fact that central issues and concepts of the historiography of art – for example the modern architectonic conception of space – were set out clearly for the first time.
Aktualisiert: 2022-12-16
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Die Beiträge dieses Bandes erörtern aus ethnologischer Perspektive ein breites Spektrum an Möglichkeiten, wie "Natur" in verschiedenen Kulturen verstanden und definiert werden kann. Sie beschreiben, auf welche Weise diese unterschiedlichen Naturauffassungen mit ökonomischen, sozialen und religiösen Konzepten verbunden sind und welche praktischen Auswirkungen sie haben. Die Themen werden anhand von Fallbeispielen aus unterschiedlichen Weltbildern und lokalen Kulturen diskutiert: europäische Naturkonzeptionen kommen ebenso zu Wort wie jene von Jäger und Sammlergesellschaften in verschiedenen Teilen der Welt, tibetische Ideen über Landschaft und Götterwelt oder die Beziehungen zwischen Natürlichem und Spirituellem in Ritualen amazonischer Völker, indonesische Agrarpolitik und Umweltschutz in Sibirien. In einer Zeit globaler Diskussionen über das Verhältnis des Menschen zur Umwelt bietet das Buch Einblicke in die Vielfalt an kulturspezifischen Konzepten und kann damit einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der Beziehung von Mensch und Natur leisten.
Aktualisiert: 2019-09-09
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