Die Entschädigung von Opfern des Nationalsozialismus im österreichischen Sozialrecht

Die Entschädigung von Opfern des Nationalsozialismus im österreichischen Sozialrecht von Pfeil,  Walter J.
Die vorliegende Publikation widmet sich erstmals aus juristischer Perspektive der Entwicklung des Opferfürsorgegesetzes und des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz mit Blick auf die Opfer des Nationalsozialismus. In diesem Kontext wurde die rechtstechnische Konstruktion der sozialrechtlichen Entschädigungsgesetze rechtsdogmatisch analysiert und rechtspolitisch bewertet. Weiters wurde die Vollziehung dieser Gesetze (und Verordnungen) untersucht, soweit sie in generellen Verwaltungsakten und in der veröffentlichten Judikatur zum Ausdruck kommt. Es wurde das jeweilige gesetzliche Programm (hier: der Entschädigung), d. h. alle einschlägigen Gesetze bzw. Verordnungen untersucht. Es wurde also relativ abstrakt nach dem Inhalt dieser Normen gefragt und sodann eine juristische Bewertung dieses Inhalts vorgenommen. Dabei wurde insbesondere geprüft, inwieweit diese Regelungen im Einklang mit sonstigen Wertungen der Rechtsordnung gestanden sind, wobei die Analyse so weit als möglich auch die Rechtsanwendung im Auge hatte. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden jene Entscheidungen berücksichtigt, die in veröffentlichter Form vorliegen. Darüber hinaus wurde die vom Gesetz- bzw. Verordnungsgeber jeweils verfolgte Absicht ermittelt, also der Anspruch, mit dem diese Normen aufgetreten sind, um dann die Frage prüfen zu können, inwieweit die Regelungen diesem Anspruch auch gerecht geworden sind.
Aktualisiert: 2022-07-01
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Vollzugspraxis des „Opferfürsorgegesetzes“

Vollzugspraxis des „Opferfürsorgegesetzes“ von Berger,  Heinrich, Berger,  Karin, Dimmel,  Nikolaus, Forster, Spring,  Claudia Andrea
Die vorliegende Publikation widmet sich der Analyse der praktischen Vollziehung des Opferfürsorgesetzes. Das 1947 beschlossene Opferfürsorgegesetz wurde seither 62 Mal(!) geändert, wobei die meisten Änderungen und Erweiterungen auf Druck der NS-Opferverbände bzw. auf alliierte Interventionen zurückgingen. Der selektive Opferbegriff des OFG bevorzugt bis zur Gegenwart Opfer des politischen Widerstandes gegenüber den Opfern nationalsozialistischer Verfolgung, obschon seit 1949 auch Gruppen von Verfolgten in den Genuss von fortlaufenden Rentenzahlungen kommen können. Verfolgungsopfer, die nur einen Opferausweis erhalten, bleiben jedoch auch dann von Unterhaltsrenten ausgeschlossen, wenn sie nicht in der Lage sind, ihren Unterhalt aus Eigenem ausreichend zu sichern. Die Richtlinien für eine Anerkennung nach Opferfürsorgegesetz wurden streng und formalisiert gehandhabt, wodurch Verfolgte mit atypischen Verfolgungsgeschichten, Gruppen wie Roma und Sinti nur schwer oder Homosexuelle gar nicht anerkannt wurden. Judikatur und Verwaltungshandeln verfestigten den selektiven Opferbegriff. Wegen ihrer sexuellen Orientierung oder als angeblich asozial Verfolgte schließt der Gesetzgeber bis heute vom OFG aus. Aus den in den Archiven und Registraturen vorhandenen Akten der Opferfürsorge wurde eine repräsentative Stichprobe gezogen. Knapp 60% der Verfahren der Opferfürsorge verliefen im Sinne des Begehrens der AntragstellerInnen erfolgreich. Die Unterschiede zwischen "aktiven" und "passiven" Opfern waren dabei allerdings erheblich. "Passive" Opfer waren häufiger von (Teil)Ablehnungen, längeren Verfahrensdauern, höherer Verfahrenskomplexität sowie einem höheren "Versandungsrisiko" betroffen. In der Grundtendenz entsteht der Eindruck, dass Rechtsprechung und Praxis auch im Bereich des OFG eher geneigt schienen, ehemaligen Nationalsozialisten sozusagen einen Vertrauensvorschuss einzuräumen, während hingegen andere, vergleichsweise sogar untergeordnete Aspekte relativ rasch zur Ablehnung einer Anspruchsberechtigung herangezogen wurden. Im Übrigen sind diese Regelungen bis heute wesentlich strenger als etwa jene im Kriegsopferversorgungsgesetz oder im Sozialversicherungsrecht. Auch bei den Verfahrensregeln gestaltete der Gesetzgeber das OFG strenger als das KOVG. Links: http://www.plattform-eugenik.at
Aktualisiert: 2022-07-01
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Garanten gegen den Faschismus

Garanten gegen den Faschismus von Loidl,  Simon, Maerz,  Peter, Oberösterreichisches Landesarchiv
Unmittelbar nach der Befreiung bemühten sich lokale und regionale Initiativen in ganz Österreich, die Opfer des NS-Regimes zu organisieren, um Entschädigungen und Hilfeleistungen einzufordern und die Verbrechen des Faschismus nicht der Vergessenheit anheim fallen zu lassen. Anfang 1946 entstand aus diesen Gruppierungen der "Bundesverband ehemals politischer Verfolgter", umgangssprachlich kurz "KZ-Verband" genannt. Der "Landesverband ehemals politisch verfolgter Oberösterreich" spielte innerhalb des Bundesverbandes eine gewichtige Rolle. Nach der Auflösung des Bundesverbandes 1948 gingen vom oberösterreichischen Landesverband entscheidende Impulse zur Weiterführung der Verbandsarbeit aus.
Aktualisiert: 2020-01-20
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