Dieses Buch zieht anhand des «Jakob von Gunten»- Romans Verbindungslinien zwischen der Ikonenmalerei und der poetischen Liturgie Robert Walsers und ihrer gleichfalls einfältig verdichteten Herr-Diener-Ebenen. Dabei schälen sich transkulturelle und -religiöse Meridiane heraus, um so einen neuen, auch kontemplativen Zugang zu Robert Walsers Dichtung allgemein zu eröffnen.
Aktualisiert: 2020-09-01
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Die Erlebte Rede, vor der Jahrhundertwende von Grammatikern entdeckt, ist bis heute eine der umstrittensten Darstellungsformen der Epik geblieben. Ihr Name ist nicht treffend, grammatisch ist sie kaum einzuordnen und ihre Stilwirkung ist die Zweideutigkeit. Gleichsam absichtslos verwischt die Erlebte Rede die Grenze zwischen Bericht und Personenrede, und löst den Gegensatz von Erzähler und Figur auf. In der vorliegenden Untersuchung will der Autor dem zwiespältigen Charakter dieses impressionistischen Stilmittels beikommen, indem er den sprachlichen und literarischen Bedingungen erlebter Redeformen nachspürt und deren Ursprung im Kontext der Erzählung zu ergründen versucht. Robert Walser, wie bezaubert von der Frage nach der Identität seiner Romanhelden und vom Rollenspiel mit ihnen, hat auf unnachahmliche Weise die Erlebte Rede bis in die feinsten Schattierungen ausgemalt. Die Bewunderung für seine Kunst gab den Anstoss zu dieser Arbeit.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Traditionelle Männlichkeit ist nicht nur der Frau, sondern auch dem Mann frag-würdig geworden. Das äussert sich u.a. in politischen Bewegungen und in sozialwissenschaftlichen Untersuchungen. In diesen gesellschaftlichen Zusammenhang stellt die vorliegende Arbeit Martin Walsers literarische Auseinandersetzung mit dem Mannsein. Sie erweist, dass Fiktion einerseits radikale Erkenntnisse über die Widersprüche männlicher Existenz ermöglicht, andererseits aber - wie Held Kristlein zeigt - als Fluchtmöglichkeit zum Arrangement mit dem Bestehenden verführen kann.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Die vorliegende Arbeit versucht, unter Berücksichtigung möglichst vieler Texte einen umfassenden Kommentar zum Spätwerk Robert Walsers zu liefern. Das angewendete literaturwissenschaftliche Verfahren ist eingebettet in die weite Begriffswelt der Tiefenpsychologie von Carl Gustav Jung. So geht es neben der Interpretation der Texte immer um den seelischen und mythischen Grund von Walsers ganzer Existenz. Dabei versucht der Verfasser, im Sinne der Jungschen Tiefenpsychologie auch die überpersönlichen Muster von Walsers Leben und Werk ins Blickfeld zu rücken.
Aktualisiert: 2023-04-07
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Das Werk des Schweizer Dichters Robert Walser (1878-1956) begründet eine Schule des Sehens, der auch im erkenntnisphilosophischen Kontext des 21. Jahrhunderts noch ein bemerkenswert provokatives Potential innewohnt. Die Untersuchung rekonstruiert das erkenntnistheoretische Programm Robert Walsers, indem sie ein dichtes Beziehungsgeflecht zwischen den epistemischen Merkwürdigkeiten seiner literarischen Wirklichkeiten und einigen zentralen erkenntnistheoretischen Diskursen der neueren Philosophiegeschichte (Subjektiver Konstruktivismus, Systemtheorie) aufdeckt. Vor der Folie dieser erkenntnisphilosophischen Lektüre kann schließlich die bedeutende ethische Dimension des Walserschen Werkes erörtert werden.
Aktualisiert: 2019-12-19
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In seinen frühen Romanen und nimmt Martin Walser den Diskurs über die Probleme der Schriftstellerexistenz als zentrale Thematik auf. Die gesellschaftliche Position, die finanziellen Abhängigkeiten, die Kollegenbeziehungen und die Konkurrenzsituation des Schriftstellers sind allgegenwärtig und von der Rezeption auch entsprechend wahrgenommen worden. Die Selbstthematisierung beschränkt sich jedoch nicht auf die biographisch-gesellschaftliche Ebene. Sie geht tiefer und betrifft auch die ästhetischen und gesellschaftspolitischen Voraussetzungen und Wirkungen von Literatur. Die Arbeit belegt anhand einer eingehenden Textanalyse, wie vor allem die ersten Romane Martin Walsers in zunehmenden Masse sich selbst reflektieren und zu ihrem eigenen Gegenstand werden.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Anlass der Studie ist die Erschließung der Spätlyrik Robert Walsers für den wissenschaftlichen Diskurs, um dem Gesamtbild des Walser’schen Werkes zuzuarbeiten. Die ursprüngliche wissenschaftliche Methodik der Analogiebildung schafft hier Verbindungslinien zwischen verschiedenen Religionen, Kulturen, Philosophien, der Theologie und Naturwissenschaft. Sie werden zur Narrheit der Herr-Knecht-Inversion als Signum der Gedichte in Beziehung gesetzt. Daraus erschließt sich, dass die verdichtete Herr-Knecht-Einheit im närrischen Schreiben Robert Walsers die Zweiteilung von Ironie und differenzierendem Intellekt überwindet, um im alchimistischen Humor des «Oben wie Unten» als tief religiöse und existenzielle Gotteserfahrung zu münden.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Robert Walsers Werk, besonders das der Berner Jahre 1921-1933, ist beinahe immer auch auf einer sprachreflektorischen Ebene zu lesen. Die vorliegende Arbeit versucht mit einem textlinguistischen Instrumentarium, ergänzt durch Methoden der Intertextualitätsforschung, diese wesentliche Sinndimension zu vermessen, um auf diese Weise Walsers Ort in der sprachkritischen Moderne zu bestimmen.
Aktualisiert: 2019-12-19
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In dieser Arbeit wird die Realismustheorie Martin Walsers untersucht. Vier seiner Erzählwerke aus den 70er Jahren werden unter diesem Gesichtspunkt interpretiert: der «experimentelle» Text (1970) und die «Kleinbürger»-Romane (1972), (1976) und (1979). Die poetologische Reflexion Walsers und seine realistische Schreibweise werden in ihrer Wechselwirkung dargestellt und analysiert. Dabei wird das konstant Spezifische an Walsers Realismuskonzeption herausgearbeitet. In der inhaltlichen Analyse werden auch erzählpoetologische Fragestellungen bei der Interpretation der vier Texte zugrundegelegt.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Walsers Protagonisten zeugen von der Unmöglichkeit einer eigenen Identität. Die Verweigerung gesellschaftlich bestimmten Bewußtseins und Rollenverhaltens spiegelt die Sehnsucht nach einem anderen Leben, das es im leistungsorientierten System nicht geben kann. Mit einer historisch-kritischen Methode zeichnet der Verfasser den Weg eines Scheiterns nach. Er orientiert sich hierbei an der Systemkritik Theodor W. Adornos und entdeckt in Walsers Kunst den Platzhalter für ein bisher noch unmögliches Dasein.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Gegenstand der Studie ist eine Untersuchung von Robert Walsers legendärem Bleistiftsystem aus den Jahren 1924-33, dessen Erschließung eine der bedeutendsten literarischen Leistungen der letzten Jahrzehnte darstellt. Die Polarität von Behauptung und Verschwinden des Subjekts, wie sie sich in den sogenannten Mikrogrammen zeigt, wird zum Leitgedanken der Untersuchung. Von der Vorstellung einer Literatur am «Nullpunkt» aus wird der gesamte Komplex der Mikrogramme als ein Bestandteil von Walsers Werk betrachtet. Die Autorin weist nach, daß die Mikrogramme – formal und inhaltlich – auch im Kleinsten, Fragmentarischen und Verstreuten Miniaturkunst und auf ihre eigene Weise in «Kleinstbezügen» ein eigenständiges Werk des 20. Jahrhunderts sind. Es zeigt sich, daß die Mikrogramme minima aesthetica, hermetisch in sich abgeschlossene, eigenen Gesetzen gehorchende «Metatexte» sind, die an der Schwelle des eigenen Verschwindens die Kunst des in sich Verschwindenlassens praktizieren.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Robert Walsers Berner Prosastücke und «Mikrogramme» sowie der «Räuber»-Roman zeugen von einer radikalen, an ihre eigenen Wurzeln rührenden Auffassung literarischer Möglichkeiten. Die Strukturanalyse versucht, den poetologischen Hintergrund eines auch heute noch provozierend unkonventionell wirkenden literarischen Verfahrens zu erhellen. Zugleich verfolgt sie das Ziel, den Begriff der Ironie im Sinne eines den bloss rhetorischen Gebrauch übersteigenden Strukturprinzips einzusetzen und ihm damit für literaturwissenschaftliche Zusammenhänge eine fundamentalere Dimension zu erschliessen.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Robert Walsers Kafkas und Texte aus Benjamins werden in dieser Arbeit als Gegenentwürfe zum konventionellen und sprachfernen Alltags- und Epochenbewußtsein des 20. Jahrhunderts gelesen. Die vertrackte und komplexe Prosa der Texte ist in dieser Perspektive keine literarische Finesse, sondern sie macht die in ihnen dargestellte Labyrinthik der Subjektivität und des Alltags erst konkret erfahrbar. In der Detailanalyse bis in die Konstitutionsbedingungen einzelner Sätze hinein wird deutlich, daß sich diese Subjektivität nur in und mit der Prosalabyrinthik zu entwerfen vermag – entweder folgt sie ihr (tagebuchschreibend bei Walser, erinnernd bei Benjamin) oder versucht, sie zu ignorieren (als Tier bei Kafka). Erkennbar wird, wie stark das Bewußtsein oder Nichtbewußtsein der eigenen Prosalabyrinthik mit einer existentiellen Reflexion auf die Genese von Subjektivität im Horizont des prosaisch Alltäglichen einhergeht. Während die Protagonisten Walsers und Benjamins in diesem Alltäglichen über es hinauszugelangen suchen, unterwirft sich das Tier bei Kafka diesem prosaisch Alltäglichen völlig; die labyrinthisch gestaltete Sprachlichkeit menschlicher Existenz ist der gemeinsame Horizont der untersuchten Texte.
Aktualisiert: 2023-04-11
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«Sanftes und zorniges Instrument, das ich bin, und ich rede, und in allem Reden breitet sich eine Steppe der Stummheit aus, und ich kann schweigen, und es ruft in einem fort laut daraus auf.» Mit diesen fast programmatischen Sätzen skizziert Walser eine zentrale Idee seines Werkes: die unauflösliche Einheit von Reden und Schweigen. Es gilt eine Sprache zu gestalten, die ihre Identität in sich selber findet und nicht in einem von ihr Bezeichneten. Diesem Experiment folgt die Untersuchung. Sie interpretiert nicht, was Walser sprachgewandt verschweigt, sondern zeichnet Strukturen nach, die ein Erzählen am Rande des Nicht-Erzählens ermöglichen. Die Entwicklung des Walserschen Werkes wird erkennbar als eine poetische Einübung ins Schweigen: Indem Walser alle Festschreibungen, Bedeutungen und Formen flieht, zerstört er dichtend das Gedichtete, löscht er schreibend die Schrift.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Dieses Buch widmet sich Robert Walsers letztem langen Prosatext, dem sogenannten . Durch sorgfältige Lektüre wird es in seiner Spezifik und seiner Thematik beschrieben, um anschließend in mehreren Stufen interpretiert zu werden. Ein Verständnis des Textes in seinen verborgenen Schichten gewinnt diese Arbeit aus dessen Materialität als Konzept- und Manuskriptpapier. Ausgehend von der Begriffstradition zum ‘Tagebuch’ und zum ‘Fragment’ wird der Text schließlich auf seine Gattungszugehörigkeit geprüft, um zu weiteren Deutungsdimensionen zu gelangen.
Aktualisiert: 2019-12-19
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In der vorliegenden Arbeit steht das literaturgeschichtliche Motiv der Fremde im Mittelpunkt. Dadurch wird das Autobiographische erst als erzählerisches Ereignis literarisch gestaltet. Die Themenbegriffe 'Distanz' und 'Identifikation' werden primär textintern auf die Wechselbeziehung zwischen Protagonist und sonstigen Figuren und sekundär auf die textexterne Kommunikationssituation (Autor-Romantext-Leser) bezogen. Die Arbeit eröffnet damit eine neue Interpretationsperspektive; auch die individuelle Zeiterfahrung des modernen Menschen wird deutlich erkennbar.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Vorliegende Untersuchung beschreibt Existenzialität und Sensualität als die beiden exponierten Konstanten, in deren Spannungsfeld sich die Frage nach einer Poetologie Robert Walsers entwickelt. Am Leitfaden der Philosophie Nietzsches, Bergsons, Heideggers und Merleau-Pontys sowie in der direkten Auseinandersetzung mit Primäraussagen von Künstlern der abstrakten Malerei entdeckt sich die immanente Zusammengehörigkeit von je eigener Existenzbewegung und künstlerischem Schöpfungsprozeß als ein dynamisches Geschehen in einem leib-offenen Wahrnehmungsraum. Das Werk Robert Walsers bestätigt dies. Existenzialität und Sensualität werden bei ihm nicht nur auf einer inhaltlichen Ebene verhandelt, sondern in eine hochartifizielle, sensualisierte Bildsprache umgesetzt. Es zeigt sich, daß die Texte über weite Strecken handlungsphysiologisch gebaut sind, Sensualität also ein poetisches und erzähltechnisches Strukturelement von zentralem Rang darstellt.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Nachdem der Begriff «Heimat» durch den Mißbrauch in der Zeit des Nationalsozialismus aus der Öffentlichkeit nahezu verbannt war, kann man heute von einem regelrechten Heimatboom sprechen. Dem aus der theoretischen Diskussion des im Alltagsgebrauch nach wie vor unscharfen und emotionalen Begriffs gewonnenen Konzept «Heimat» werden in der Folge poetologische Kategorien der literarischen Gestaltung von Heimat gegenübergestellt. Die Analyse der in den 70er Jahren erschienenen Werke von Autoren wie Handke, Innerhofer, Johnson, Lenz oder Martin Walser führt dabei zu einem überraschenden Ergebnis: der zuvor postulierten Fähigkeit des Individuums zum «Prospective Adjustment» als wesentlicher Bedingung moderner Existenz steht die unaufgelöste Spannung zwischen Nostalgie und Utopie in der Literatur entgegen.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Die Figur des nomadischen Subjekts steht für einen Blick auf die Erzählpraxis Robert Walsers, der sich von der Schlüsselfunktion der Bewegung leiten läßt. Ausgehend vom Paradigma einer umfassenden Dynamisierung untersucht die vorliegende Studie Walsers Strategien literarischer Sprach- und Subjektentgrenzung. Im Kontext moderner und nachmoderner ästhetischer Theorie, die eine Wahrnehmungs- und Identitätskrise des modernen Subjekts konstatieren, verdichten sie sich zum subversiv-kritischen Programm einer nicht-identischen ästhetischen Subjektivität.
Aktualisiert: 2019-12-19
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