Als Ryoko Sekiguchi den Küchenchef eines beliebten Bistros in einem Vorort von Tokio nach dem servierten Gemüse fragt, das schon nicht mehr zur Saison passen will, antwortet er: "Da ich sehr viel älter bin als Sie, weiß ich nicht, ob ich dieses Gemüse auch im nächsten Jahr noch genießen darf."
Wie viele Jahreszeiten birgt ein Jahr, ein Leben, eine Küche? Was ist eine "sai sonale Frucht"? Hat auch ein Fisch "Saison"? Nagori, wörtlich "der Abdruck der Wellen", bezeichnet in Japan die Wehmut der Trennung im Vergehen der Jahreszeit, Wehmut nach diesem letzten Genuss am Ende der Saison. Der Geschmack von Nagori ist der des bevorstehenden Abschieds und der Sehnsucht nach Wiederkehr. Dieses verblüffende und im Wortsinne geschmackvolle Buch ist nicht nur eine Einladung, die kunstvolle Poetik und Küche Japans zu entdecken. Es hinterfragt auch die unterschiedlichen, unser Leben bestimmenden Zeitlichkeiten und stellt uns die Lebensmittel als eigenständige Wesen vor. Die literarische, kulinarische und kulturelle Reise von Japan über Rom nach Paris zu großartigen Köchen, köstlichen Gerichten und unbekannten Zutaten ist eine kurze Ästhetik über die flüchtige Handschrift von Geschmäckern und Aromen in unseren Körpern und die Erinnerung in den Landschaften und nicht zuletzt in der Literatur.
Aktualisiert: 2023-02-14
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Als Ryoko Sekiguchi den Küchenchef eines beliebten Bistros in einem Vorort von Tokio nach dem servierten Gemüse fragt, das schon nicht mehr zur Saison passen will, antwortet er: »Da ich sehr viel älter bin als Sie, weiß ich nicht, ob ich dieses Gemüse auch im nächsten Jahr noch genießen darf.«
Wie viele Jahreszeiten birgt ein Jahr, ein Leben, eine Küche? Was ist eine »sai sonale Frucht«? Hat auch ein Fisch »Saison«? Nagori, wörtlich »der Abdruck der Wellen«, bezeichnet in Japan die Wehmut der Trennung im Vergehen der Jahreszeit, Wehmut nach diesem letzten Genuss am Ende der Saison. Der Geschmack von Nagori ist der des bevorstehenden Abschieds und der Sehnsucht nach Wiederkehr. Dieses verblüffende und im Wortsinne geschmackvolle Buch ist nicht nur eine Einladung, die kunstvolle Poetik und Küche Japans zu entdecken. Es hinterfragt auch die unterschiedlichen, unser Leben bestimmenden Zeitlichkeiten und stellt uns die Lebensmittel als eigenständige Wesen vor. Die literarische, kulinarische und kulturelle Reise von Japan über Rom nach Paris zu großartigen Köchen, köstlichen Gerichten und unbekannten Zutaten ist eine kurze Ästhetik über die flüchtige Handschrift von Geschmäckern und Aromen in unseren Körpern und die Erinnerung in den Landschaften und nicht zuletzt in der Literatur.
Aktualisiert: 2023-02-16
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Der internationale Bestseller über den Umgang mit Schuld und die unerschütterliche Kraft der Liebe Santiago Amigorena erzählt die bewegende Geschichte seines Großvaters: In den Zwanzigern flüchtet Vicente Rosenberg aus Warschau nach Buenos Aires. Dort verliebt er sich in Rosita, gründet mit ihr eine Familie und betreibt ein Möbelgeschäft. Fernab von dem, was in Europa geschieht. Doch mit jedem neuen Brief seiner Mutter aus dem Warschauer Ghetto wachsen Schuld und Ohnmacht. Bis Vicente verstummt und ins innere Exil geht. Rosita aber kämpft weiter – um ihre Liebe, um ihre Familie, um eine Zukunft. Ein ergreifender Roman von großer Dringlichkeit, plastisch und virtuos erzählt. „Ein tragisches Schicksal, eine erschütternde Erzählung – überwältigend.“ OLIVIER GUEZ „Dieses wunderbare Buch erzählt die Geschichte eines Schweigens, das vielleicht die einzige Antwort auf das Undenkbare darstellt. Und die Geschichte der Worte, die ein Mann für dieses Schweigen findet: Jedes einzelne von ihnen ist treffend gewählt, direkt aus dem Kern des Wesens. Genau das vermag auf ebenso seltene wie kostbare Weise die Literatur.“ EMMANUEL CARRERE "Die ganz eigene Klangfarbe dieses sensationellen Romans hallt nach der Lektüre noch lange nach.“ Le Figaro littéraire
Aktualisiert: 2023-04-14
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Die hier vorliegende Biografie, die Marie Darrieussecq Paula Modersohn-Becker widmet, nimmt sämtliche Elemente auf, die den kurzen Lebensweg der Künstlerin markieren. Doch sie zeichnet sie in einem zugleich weiblichen und literarischen Licht. Sie zeigt voller Lebendigkeit und Einfühlungsvermögen den Kampf dieser Frau inmitten der Männer und Künstler ihrer Zeit, ihre Freundschaften, vor allem jene mit Rainer Maria Rilke, und nicht zuletzt ihren unbedingten Wunsch nach Ausdruckskraft und Unabhängigkeit, auf den sie insbesondere insistierte.
Aktualisiert: 2023-03-16
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In den Statistiken ein schwarzes Loch, besessen von Abstiegsängsten und Wohnstrategien, mit einem ausschließlich materialistischen Verständnis von Kultur, einer entpolitisierten Sicht auf Politik, einer absurden Zahlenversessenheit, einem erotischen Verhältnis zum Ressentiment, nicht aber zur Selbstkritik ist die Mittelklasse eine unzuverlässige Größe. Wie kommt es dann, dass sich diese wunderliche, zur Revolte unfähige Bevölkerungsschicht selbst als Norm betrachtet und andere als anormal abstempelt? Sind die Mittelklassen die wahren Feinde der Demokratie?
Nathalie Quintanes Text tut weh, wo es nötig ist. Und gerade wenn sie behauptet, dieser Text wolle nicht zum Lachen bringen, tut er es. Denn was die Mittelklasse kennzeichnet, "ist eine strikte Trennung zwischen dem, was wir leben, und dem, was wir behaupten". So ist "Wohin mit den Mittelklassen?" weder Chronik noch Pamphlet, sondern eine scharfe Bestandsaufnahme der heutigen Klassengesellschaft.
Aktualisiert: 2023-02-14
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Nur für Erwachsene
Paris 1998. Von exzessivem Drogenkonsum gelangweilt und erschöpft begibt sich Olivier auf eine Reise in seine Vergangenheit. Unvermittelt findet er sich im Jahr 1978 wieder; er ist zehn und hat die Erinnerungen eines Dreißigjährigen. Es ist die Zeit der ausschweifenden Partys, der schrankenlosen sexuellen Promiskuität und der mondänen Dekadenz. Die Windungen der Zeit sind außer Kraft gesetzt, es herrscht das Gesetz der Lust und langsam beginnt der Leser den Eros des Bösen zu ahnen, der sich in einer Orgie aus Gewalt und Sex entlädt.
Als Olivier wieder in der Gegenwart auftaucht und der Horror in die Erinnerung entlassen wird, verwischen sich alle Gewissheiten über Opfer und Täter, Wirklichkeit und Fiktion.
"Retro" ist ein Roman zwischen Traum und Albtraum, ein gefährliches Spiel mit der Zeit und den Schichten der Wirklichkeit; ein Roman,der die Grenzen von Gut und Böse, von Erinnerung und erlebter Vergangenheit überschreitet; ein Roman, der mit der Kindheit, die er preisgibt, restlos alles zur Disposition stellt.
Aktualisiert: 2023-02-14
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Es gibt Bücher, die sind von den Umständen ihrer Entstehung so sehr geprägt, dass man sie, sobald man diese Umstände kennt, mit anderen Augen betrachtet und nie mehr unbefangen lesen kann. Das Manuskript von 'Selbstmord' hat Édouard Levé im Oktober 2007 an seinen Verleger geschickt, der ihn kurz darauf zurückrief, seine Begeisterung mitteilte, und ein Treffen mit ihm ausmachte, um über den Text zu sprechen. Zu diesem Treffen kam es nie: Édouard Levé, zu diesem Zeitpunkt 42 Jahre alt, erhängte sich nur wenige Tage nach dem Telefonat und noch vor dem verabredeten Treffen in seiner Pariser Wohnung.
'Selbstmord' ist sein Vermächtnis, es ist eine Ansprache an ein Gegenüber, das Selbstmord verübt hat, es ist die Rekonstruktion, das Wiederaufrufen einer scheiternden Biografie. Derjenige, der sich selbst tötet, hinterlässt den Hinterbliebenen offene, unbeantwortbare Fragen. Er lässt sie mit diesen alleine. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Autors gewinnt dieser zarte, kluge, suchende Text eine schockierende Dringlichkeit, die aufwühlt und bewegt, bestürzt und berührt.
Aktualisiert: 2023-02-14
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In den Statistiken ein schwarzes Loch, besessen von Abstiegsängsten und Wohnstrategien, mit einem ausschließlich materialistischen Verständnis von Kultur, einer entpolitisierten Sicht auf Politik, einer absurden Zahlenversessenheit, einem erotischen Verhältnis zum Ressentiment, nicht aber zur Selbstkritik ist die Mittelklasse eine unzuverlässige Größe. Wie kommt es dann, dass sich diese wunderliche, zur Revolte unfähige Bevölkerungsschicht selbst als Norm betrachtet und andere als anormal abstempelt? Sind die Mittelklassen die wahren Feinde der Demokratie?
Nathalie Quintanes Text tut weh, wo es nötig ist. Und gerade wenn sie behauptet, dieser Text wolle nicht zum Lachen bringen, tut er es. Denn was die Mittelklasse kennzeichnet, „ist eine strikte Trennung zwischen dem, was wir leben, und dem, was wir behaupten“. So ist "Wohin mit den Mittelklassen?" weder Chronik noch Pamphlet, sondern eine scharfe Bestandsaufnahme der heutigen Klassengesellschaft.
Aktualisiert: 2021-11-04
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»Alarm! Alarm! In den Gehirnmäandern der Wahrnehmung, im Theater der Synapsen hat etwas den Kopf verloren. Alarm! Alarm …!«
Hinter dieser Reflexion über das Schauspiel, den Raum und das gesprochene Wort verbirgt sich auch eine Philosophie des Körpers, in der Valère Novarina – diese singuläre Gestalt des französischen Gegenwartstheaters – in Bezugnahme auf Artaud die Dringlichkeit der Physis ins Blickfeld unserer Wahrnehmung rückt. Das Rauschen des Blutes im Wort und das Brüllen des Wortes im Blut liegen diesen 421 Fragmenten zugrunde, die Novarina als »starken«, als radikal subjektiven Denker vorstellen.
Aktualisiert: 2022-05-01
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Paris 1998. Von exzessivem Drogenkonsum gelangweilt und erschöpft
begibt sich Olivier auf eine Reise in seine Vergangenheit. Unvermittelt
fi ndet er sich im Jahr 1978 wieder; er ist zehn und hat die Erinnerungen
eines Dreißigjährigen. Es ist die Zeit der ausschweifenden
Partys, der schrankenlosen sexuellen Promiskuität und der mondänen
Dekadenz. Die Windungen der Zeit sind außer Kraft gesetzt, es
herrscht das Gesetz der Lust und langsam beginnt der Leser den Eros
des Bösen zu ahnen, der sich in einer Orgie aus Gewalt und Sex entlädt.
Als Olivier wieder in der Gegenwart auft aucht und der Horror
in die Erinnerung entlassen wird, verwischen sich alle Gewissheiten
über Opfer und Täter, Wirklichkeit und Fiktion.
»Retro« ist ein Roman zwischen Traum und Albtraum, ein gefährliches
Spiel mit der Zeit und den Schichten der Wirklichkeit; ein Roman,
der die Grenzen von Gut und Böse, von Erinnerung und erlebter
Vergangenheit überschreitet; ein Roman, der mit der Kindheit,
die er preisgibt, restlos alles zur Disposition stellt.
Aktualisiert: 2021-11-04
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Ein kleiner Ort im Süden Frankreichs. Füfter Stock. Eine sehr junge Frau mit zwei Kindern. Ein alltägliches, kein gewöhnliches Leben. Emmanuelle Pagano erzählt die Geschichte einer unerwiderten, unerwiderbaren Liebe.
Mit der Schule war natürlich Schluss, als das erste Kind zur Welt kam. Ihre Chance auf ein normales Leben dahin. Nun arbeitet sie als Aushilfe in einem Friseurgeschäft, um etwas Geld dazuzuverdienen, und auch, um sich dem Alltag mit Titouan und Pierre wenigstens vorübergehend zu entwinden. Außerdem mag sie Haare, nicht nur die ihrer Söhne.
Der jüngere ist ein zappliger Kobold, der ältere lebt still in einer eigenen, fremden Welt. Sie sorgt und pflegt und liebt sie, Tag um Tag. Fraglos haben ihre Eltern und manche andere in dem Provinzort eine Meinung zu all dem – und eine Lösung parat. Doch entscheiden muss sie sich allein.
In diesem Buch stellt sich Emmanuelle Pagano erneut einem existentiellen Thema: Minimalistisch, präzise und pur erzählt sie die Geschichte einer Liebe ohne Echo.
Aktualisiert: 2022-01-03
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Es gibt Bücher, die sind von den Umständen ihrer Entstehung so sehr geprägt, dass man sie, sobald man diese Umstände kennt, mit anderen Augen betrachtet und nie mehr unbefangen lesen kann. Das Manuskript von ›Selbstmord‹ hat Édouard Levé im Oktober 2007 an seinen Verleger geschickt, der ihn kurz darauf zurückrief, seine Begeisterung mitteilte, und ein Treffen mit ihm ausmachte, um über den Text zu sprechen. Zu diesem Treffen kam es nie: Édouard Levé, zu diesem Zeitpunkt 42 Jahre alt, erhängte sich nur wenige Tage nach dem Telefonat und noch vor dem verabredeten Treffen in seiner Pariser Wohnung. ›Selbstmord‹ ist sein Vermächtnis, es ist eine Ansprache an ein Gegenüber, das Selbstmord verübt hat, es ist die Rekonstruktion, das Wiederaufrufen einer scheiternden Biografie. Derjenige, der sich selbst tötet, hinterlässt den Hinterbliebenen offene, unbeantwortbare Fragen. Er lässt sie mit diesen alleine. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Autors gewinnt dieser zarte, kluge, suchende Text eine schockierende Dringlichkeit, die aufwühlt und bewegt, bestürzt und berührt.
Aktualisiert: 2023-03-15
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311 Gottesdefinitionen zählt Novarina auf und spielt sie so gegeneinander aus. Es entsteht eine Unübersichtlichkeit, aber keine Beliebigkeit, denn letztlich stellt er damit die Transzendenz Gottes, seine Unbegreiflichkeit wieder her und – wer weiß? – führt einen theatralen Gottesbeweis.
Aktualisiert: 2022-05-01
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Es ist ein Vielmensch, der in diesem wüsten Monolog des Adramelech (in der christlichen Dämonologie der Garderobier Satans, Kanzler der höllischen Regionen und Vorsitzender des hohen Rats der Teufel, der sich für einen erneuten Krieg gegen den Himmel einsetzt) in mehrstimmigen labyrinthischen Selbstdialogen den anarchischen Boden der Sprache durchpflügt, zugleich Fürst und Simplizissimus des Jetzt. Im autobiografischen Wüten verwirklicht sich ein ›taktiles Denken‹ von ungeheurer Farbigkeit, ›Art brut‹ von größter Vitalität, unvorhersehbar in jeder Zeile.
Aktualisiert: 2022-05-01
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