Aufgrund ihrer anhaltenden Resistenz ist die Judenfeindlichkeit mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen und Äußerungsformen gerade in Deutschland und Österreich nach wie vor ein relevantes Thema öffentlicher Debatten und damit auch ein wichtiger Gegenstand kritisch-wissenschaftlicher Reflexion. Dabei rücken insbesondere folgende Fragen ins Zentrum:
Worin liegen die primären Antriebsfaktoren der Judenfeindlichkeit in der Gegenwart?
Was sind ihre grundlegenden Quellen und sozialhistorischen Voraussetzungen bzw. Anknüpfungsmöglichkeiten?
Welche Erscheinungsformen dominieren?
Wer sind die Hauptträger der Judenfeindlichkeit in der Gegenwart?
Welche Verzerrungen zeigen sich im öffentlichen Diskurs?
Im vorliegenden Band gehen die Autoren diesen Fragen mit folgenden Schwerpunktsetzungen nach:
Eric Angerer behandelt die verschiedenen Varianten des rechten Antisemitismus, so den Diskurs der klassischen antislawischen und antijüdischen Rechten, den proisraelischen Kurswechsel der neuen europäischen Rechten sowie den „muslimischen Antisemitismus“ und umreißt die gegenwärtige Strategie der globalkapitalistischen Elite, das Thema Antisemitismus ideologisch zu instrumentalisieren. Zudem zeigt er die Unterschiede der materiellen Basis des Antisemitismus im Vergleich des Westens mit den islamischen Ländern auf und weist in diesem Zusammenhang u. a. auch auf die politisch-ideologisch Symbiose von muslimischer Opferinszenierung und westlich-postmodernem Selbsthass hin. Angesichts des russischen Einmarsches in die Ukraine ist dem Text ein Postskriptum hinzugefügt worden.
Ronald Bilik zeichnet in seinem Beitrag grundlegende Aspekte des quellendogmatischen christlichen Antijudaismus nach, thematisiert das Verhältnis des postaufklärerischen Christentums zum modernen Antisemitismus und setzt sich in diesem Kontext auch mit christlich-apologetischen Versuchen auseinander, judenfeindliche Inhalte und Tendenzen zu verharmlosen. Insgesamt aber habe die Christenheit – ganz im Gegensatz zum Islam – in dieser Angelegenheit eine erfreuliche Entwicklung genommen, so dass stereotype Abwehrhinweise von islamapologetischer Seite, es gäbe ja auch eine christliche Judenfeindlichkeit, ins Leere laufen würden.
Hartmut Krauss legt im Anschluss daran zunächst den universellen Herrschaftsanspruch des Islam dar, wie er quellendogmatisch festgelegt ist und mit der antagonistischen Entgegensetzung von ‚rechtgläubigen‘ Muslimen und abgestuften Gruppen von ‚Ungläubigen‘ eine kompakte herrschaftsideologische Einheit bildet. Im nächsten Schritt wird dann die spezifische antijüdische Ungläubigenfeindlichkeit in ihrer „klassischen“ Gestalt behandelt und deren Formwandel unter den Bedingungen des Verlustes islamischer Vorherrschaft fokussiert. Dabei wird auch aufgezeigt, dass unter diesen Bedingungen und in Anbetracht der Gründung eines jüdischen Staates die „modernen“ rassistisch-judenfeindlichen Erzählungen adaptiert und in den islamischen Herrschaftsdiskurs einverleibt werden. Abschließend skizziert der Autor die Entwicklung und Präsenz der Judenfeindlichkeit im sunnitischen und schiitischen Gegenwartislam und gibt einen Überblick zur Judenfeindlichkeit als muslimischer Migrationsimport.
Den drei Texten vorangestellt ist eine sozialhistorische Skizze, die „Deutschlands gebückten Gang in die kapitalistische Moderne“ nachzeichnet und die Herausbildung des „eliminatorischen Antisemitismus“ der Nazis in das Ensemble der reaktionären Formierung der deutschen Gesellschaft bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs einordnet.
Aktualisiert: 2022-10-31
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Inhalt
Vorwort
Michael Ley
Islamisierung in Mittel-Osteuropa, Südosteuropa und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion
Exkurs
Hartmut Krauss
Der endogene Radikalismus des Islam als Grundlage der muslimischen Identität
Algis Klimaitis
Kommunistische Machtübernahmen - atheistische Diktatur
Michael Ley
Der Islam in Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Montenegro
Sergej Filatow, Roman Lunkin
Islam in Russland
Michail Roschtschin, Tansila Tschabijewa
Islam in Inguschetien
Michail Roschtschin
Islam in Dagestan
Michail Roschtschin
Islam in Tschetschenien
Sergej Filatow, Roman Lunkin
Islam in Baschkortostan
Roman Lunkin
Islam unter Krimtataren
Sergej Filatow, Roman Lunkin
Islam in Kabardino-Balkarien
Sergej Filatow, Roman Lunkin
Islam in Karatschai-Tscherkessien
Sergej Filatow, Roman Lunkin
Islam in Tatarstan
Michail Roschtschin
Islam in Nordossetien
Anna Tsurkan
Islam in Kasachstan
Anna Tsurkan
Der Islam in Turkmenistan
Anna Tsurkan
Islam in Usbekistan
Anna Tsurkan
Islam in Kirgisistan
Algis Klimaitis
Islamisierungsmodus für Mittel-Ost-Europa (MOE) durch eine Quotenregelung der EU
Die Autoren der Studie
Aktualisiert: 2020-07-14
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Der Islam propagiert eine diesseitige Welterlösung. Dieser Endsieg-Djihad gilt vor allem gegenüber den Juden: In den Hadithen – den Überlieferungen aus dem Leben des Propheten – findet sich die Aufforderung Mohammeds: „Ihr werdet die Juden bekämpfen, bis einer von ihnen Zuflucht hinter einem Stein sucht. Und dieser Stein wird rufen: Dieser Jude hat sich hinter mir versteckt. Töte ihn.“ (Al-Buhari, Die Sammlung der Hadithe, Stuttgart 1991, S. 311.)
Der – meist übersehene – messianische Djihad des Islam hat in dieser Version die Vernichtung des Judentums zum Ziel. Die bedrohliche Radikalisierung des Islam und seine Eroberungen in Europa provozieren möglicherweise innerhalb von wenigen Jahrzehnten nach der nationalsozialistischen Herrschaft eine neuerliche „Endlösung der Judenfrage“.
(Aus dem Vorwort)
Aktualisiert: 2020-02-17
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Inhalt:
Einleitung
Gangs of New York – die Ziele der neoliberalen Migrationspolitik
Multikulturalismus, Kalifat oder Bürgerkrieg?
Über Selbstbestimmungsrecht & „We love Volkstod“
Islamophile Linke und marxistische Alternativen
Literaturhinweise
In Gangs of New York zeigen wir detailliert auf, wie transatlantische Netzwerke, Großkonzerne, EU, UNO und superreiche Stiftungen seit Jahren einen Umbau Europas durch muslimische Massenzuwanderung vorantreiben. Wir arbeiten heraus, welche Ziele und Interessen hinter dieser neoliberalen Migrationspolitik stehen.
In Multikulturalismus, Kalifat oder Bürgerkrieg? legen wir dar, wie Massenzuwanderung und höhere Geburtenraten bei fortgesetzter Entwicklung bis spätestens zum Ende des Jahrhunderts zu muslimischen Mehrheiten in vielen europäischen Ländern führen würde, wie unter den Muslimen die Islamisten immer stärker werden. Wir analysieren, wie das immer mehr zu ethnischen, sozialen und politischen Konflikten führen wird.
In Über Selbstbestimmungsrecht und „We love Volkstod“ stellen wir zur Diskussion, was die muslimische Massenzuwanderung für die marxistische Theorie der nationalen Frage bedeutet. Gilt das nationale Selbstbestimmungsrecht auch für die indigenen europäischen Völker? Haben auch sie ein Recht, als ethno-kulturelle Gruppe zu überleben?
In Islamophile Linke und marxistische Alternativen kritisieren wir die Beteiligung von Sozialdemokratie, Grünen und „linker Szene“ an der Migrationspolitik des neoliberalen Globalisierungsestablishments, ihre Beschönigung des Islam und ihre Ignoranz gegenüber der Gefahr eines faschistoiden Islamismus. Wir zeigen in diesem Text aber auch positive Alternativen auf!
Aktualisiert: 2020-02-17
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Karl Marx wird gemeinhin entweder auf einen kritischen Theoretiker der kapitalistischen Ökonomie reduziert oder aber als Säulenheiliger des stalinistischen Totalitarismus dämonisiert.
Verdrängt wird dabei, dass die Marxsche Theorie einen ungebrochen aktuellen wissenschaftlichen bzw. kategorial-methodologischen Schlüssel für die kritische Analyse und emanzipatorische Bewertung zwischenmenschlicher Herrschaftsverhältnissen enthält, der über ökonomische Verhältnisse hinausgeht, insbesondere Religions- und Ideologiekritik impliziert und gerade heute im Zeichen globaler Interdependenzen und entgegen postmoderner Dogmen auch auf vormodern-nichtwestliche Gesellschaftsformen anzuwenden ist.
Aktualisiert: 2020-02-17
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... aus dem Vorwort:
Die im Zuge der kapitalistischen Globalisierung erfolgte Immigration insbesondere islamischer Zuwanderer in die europäischen Gesellschaftssysteme hat nun mittlerweile zu zahlreichen sozialökomischen und soziokulturellen Verwerfungen geführt und damit zugleich eine tiefgreifende und destabilisierende politische Spaltung zwischen proislamischen und islamkritischen Kräften herbeigeführt. Die islamische Massenimmigration hat sich damit als zentraler Faktor der spätkapitalistischen Gesellschafts- und Hegemoniekrise herausgestellt.
So liegt der eigentliche Wesenskern der gesamten konfliktbeladenen Auseinandersetzung um Zuwanderung, Flüchtlingspolitik, Integration etc. in dem objektiven Antagonismus zwischen europäischer säkular-demokratischer Lebenskultur einerseits und orientalischer islamisch-gottesherrschaftlicher Lebenskultur andererseits. In Gestalt der von den globalkapitalistischen Herrschaftsträgern geduldeten und im Falle Deutschlands darüber hinaus sogar noch forcierten unkontrollierten Masseneinwanderungsschübe von hauptsächlich Muslimen wird dieser Antagonismus enorm verschärft.
Stefan Zenklusen behandelt im vorliegenden Buch in scharfer und sachkundiger Weise genau diesen doppelten Aufklärungsverrat am Beispiel Frankreichs, dem „Vaterland der bürgerlichen Revolution“, und zeigt in diesem Kontext eindrucksvoll auf: Sowohl die globalkapitalistische Bourgeoisie als auch die postmoderne Pseudolinke sind Verräter und Zerstörer der aufklärungshumanistischen Wertegrundlagen der säkular-demokratischen Werte- und Lebensordnung.
Hartmut Krauss
Aktualisiert: 2020-02-18
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„Angela Merkel ist - nach Adolf Hitler - die größte Rechtsbrecherin der neueren deutschen Geschichte: Als mächtigste Politikerin Europas öffnete sie alle Tore für die Islamisierung des Kontinents und gefährdet dadurch den Bestand der europäischen Zivilisation. Die Konsequenzen ihrer Bevölkerungspolitik (…) werden für Deutschland und für Teile Europas katastrophal sein.“
Vor diesem Hintergrund sieht Michael Ley die Zeit einer neuen Reconquista anbrechen: „Der Krieg zwischen einem re-christianisierten Europa und einem islamisierten, multikulturellen Eurabia wird das europäische Armageddon sein. Mit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten hat die Reconquista offensichtlich ihren Anfang genommen.“
Aktualisiert: 2020-04-08
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Die GAM vertritt einen kritisch-emanzipatorischen Humanismus und setzt sich ein für die Einlösung jener Grundprinzipien, die im Prozess der revolutionären Überwindung des europäischen Feudalismus hervorgebracht, dann aber zum Teil nur sehr unzureichend umgesetzt und zum Teil negiert wurden. Ihr Leitziel ist demgemäß die Wiederherstellung, der Erhalt sowie der Ausbau der Errungenschaften der ‚kulturellen Moderne‘
Im Einzelnen handelt es sich hierbei insbesondere um folgende Grundwerte und Normen:
1) Die Geltung der Menschenrechte als universell gültige und unhintergehbare Basis des zwischenmenschlichen Zusammenlebens
2) Die Trennung von Religion einerseits und Staat, Recht, Bildungssystem etc. andererseits sowie die Brechung der absoluten Deutungs- und Normierungsmacht religiöser Instanzen: Primat des säkularen Rechts gegenüber religiöser Bindung
3) Das Recht des Individuums auf freie Entwicklung und selbstbestimmte Entfaltung seiner Persönlichkeit - gegen traditionelle Gruppen- und Familienzwänge
4) Das Prinzip der demokratischen Staatsverfassung und der Ausbau der Volkssouveränität im Rahmen einer ‚freien‘ Öffentlichkeit mit chancengleichen Partizipationsmöglichkeiten sowie nicht zuletzt
5) Die Herstellung einer gerechten Wirtschafts- und Sozialordnung als Voraussetzung für individuelles Wohlbefinden und solidarische Beziehungen zwischen den Gesellschaftsmitgliedern.
(Auszug aus der Gründungserklärung der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte GAM)
Aktualisiert: 2020-02-17
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Die weltweiten Aufwallungen des Religiösen treffen auf eine besorgniserregende Selbstvergessenheit in weiten Teilen des spätmodernen Kulturbetriebs, der zunehmend seine säkular-humanistischen Wurzeln verrät und missachtet. Verführt durch den pompös inszenierten Medienkatholizismus und als Kontrast zur Marktanbetung im Wirtschaftsteil lesen sich die postmodern verbildeten Feuilletons mittlerweile wie eine Ansammlung von Bewerbungsschreiben für kirchliche Huldigungsblätter.
In Form der gewalttätigen Kollision zwischen dem fundamentalistisch inspirierten US-Kapitalismus und der islamistisch entzündeten muslimischen Herrschaftskultur erleben wir zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor allem aber erneut eine weltpolitisch bestimmende Konfrontation zwischen religiös ausgerichteten Herrschaftsträgern und -aspiranten. Zunehmend wird deutlicher, dass religiöse Glaubensformen nach wie vor als desorientierende Bedeutungssysteme wirken, die menschliche Widerspruchs- und Krisenerfahrungen in eine regressive, reaktionäre und selbstzerstörerische Richtung lenken.
Vor diesem Hintergrund ist der Nachlasstext von Jean Meslier, der mit dieser Neuveröffentlichung nun wieder in deutscher Sprache zugänglich gemacht wird, keinesfalls ‚nur‘ von rein geistesgeschichtlichem Interesse, sondern von brennender Tagesaktualität.
Mesliers „Testament“ zeichnet sich dadurch aus, dass hier zum ersten Mal in umfassender und systematischer Weise radikale Herrschaftskritik und radikale Religionskritik eine ‚organische‘ Verbindung eingehen. Im Grunde beginnt mit dieser kritischen Offenlegung religiöser und gesellschaftlicher Herrschaftssynthese der ‚eigentliche‘ sozial- und subjektemanzipatorische ‚Diskurs der Moderne‘.
Aktualisiert: 2020-03-03
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Aktualisiert: 2018-12-08
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In achtzehn Kapiteln skizziert Dr. Wilma Ruth Albrecht unter künstlergeschichtlichen und kunstsoziologischen Gesichtspunkten anschaulich und mit vielen (schwarz-weiß abgebildeten) Dokumenten sowohl Leben und Werk des Künstlers als auch Bedingungen seiner Aufnahme und Verbreitung im Kunstmarkt vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Im Ausblick geht es um die rezeptionssoziologisch wichtige Frage, warum vor allem Slevogts Illustrationen, Porträtmalerei und Landschaftsbilder bis heute ästhetisch anregend wirken. Zeittafel, Selbstzeugnisse des Künstler und Fremdzeugnisse über ihn runden den Band ab.
Inhalt: I. Zur Aktualität Max Slevogts; II. Methodisches; III. Von Danaë 1895 zur Rückkehr des verlorenen Sohnes 1898/99; IV. Familiäres; V. Studentisches; VI. Künstlerische Suchpfade; VII. Kunstmarkt; VIII. Zwischenstationen; IX. Max Slevogt und Eduard Fuchs; X. Berliner Jahre; XI. Einladungen; XII. Nordafrika; XIII. Weltkrieg; XIV. Nachkrieg; XV. Letzte Jahre; XVI. Werk und Wirkung; XVII. Ausblick oder was bleibt …; XVIII. Anhänge: Zeittafel; Selbstzeugnisse; Fremdzeugnisse.
Wilma Ruth Albrecht, Max Slevogt (1868-1932). Leben, Werk, Landschaft und Wirkung des Malers und Zeichners zwischen gesellschaftlicher Repräsentation und phantastischer Inspiration (Osnabrück: Hintergrund Verlag, 2014, 62 Seiten, 8.90 €).
Aktualisiert: 2020-02-19
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Die weltweiten Aufwallungen des Religiösen treffen auf eine besorgniserregende Selbstvergessenheit in weiten Teilen des spätmodernen Kulturbetriebs, der zunehmend seine säkular-humanistischen Wurzeln verrät und missachtet. Verführt durch den pompös inszenierten Medienkatholizismus und als Kontrast zur Marktanbetung im Wirtschaftsteil lesen sich die postmodern verbildeten Feuilletons mittlerweile wie eine Ansammlung von Bewerbungsschreiben für kirchliche Huldigungsblätter.
In Form der gewalttätigen Kollision zwischen dem fundamentalistisch inspirierten US-Kapitalismus und der islamistisch entzündeten muslimischen Herrschaftskultur erleben wir zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor allem aber erneut eine weltpolitisch bestimmende Konfrontation zwischen religiös ausgerichteten Herrschaftsträgern und -aspiranten. Zunehmend wird deutlicher, dass religiöse Glaubensformen nach wie vor als desorientierende Bedeutungssysteme wirken, die menschliche Widerspruchs- und Krisenerfahrungen in eine regressive, reaktionäre und selbstzerstörerische Richtung lenken.
Vor diesem Hintergrund ist der Nachlasstext von Jean Meslier, der mit dieser Neuveröffentlichung nun wieder in deutscher Sprache zugänglich gemacht wird, keinesfalls ‚nur‘ von rein geistesgeschichtlichem Interesse, sondern von brennender Tagesaktualität.
Mesliers „Testament“ zeichnet sich dadurch aus, dass hier zum ersten Mal in umfassender und systematischer Weise radikale Herrschaftskritik und radikale Religionskritik eine ‚organische‘ Verbindung eingehen. Im Grunde beginnt mit dieser kritischen Offenlegung religiöser und gesellschaftlicher Herrschaftssynthese der ‚eigentliche‘ sozial- und subjektemanzipatorische ‚Diskurs der Moderne‘.
Aktualisiert: 2018-12-08
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Trotz einer erdrückenden Datenmenge und Ereignislage, die nahezu tagtäglich eine vielfältige globale Gewalt- und Repressionsagenda seitens islamisch inspirierter Akteure bezeugt, wird der Islam in den politischen und medialen Schaltzentralen der westeuropäischen Öffentlichkeit immer noch überwiegend zu einer friedlichen und toleranten „Religion“ schöngefärbt. Das aggressiv-militante Auftreten sowie menschenrechtsfeindliche Handeln streng gläubiger Muslime und islamisch legitimierter Herrschaftsträger, so lautetet die Kernbotschaft der realitätsverleugnenden Abwehrideologie, habe nichts mit dem „eigentlichen“ Islam zu tun. Der Islam sei friedlich, tolerant, barmherzig, beliebig auslegbar und damit leicht vereinbar mit Demokratie und westlicher Moderne.
Dass diese Behauptung unzutreffend ist und nur um den Preis absoluter Unglaubwürdigkeit aufrechterhalten werden kann, zeigt die von Hartmut Krauss vorgelegte detaillierte Analyse der ausschlaggebenden dogmatischen Grundlagen des Islam. Ausgehend von einer prägnanten Darlegung begrifflicher und gegenstandslogischer Prinzipien einer kritisch-wissenschaftlichen Islamanalyse weist der Autor nach, dass der orthodoxe Islam und die menschenrechtliche Moderne in einem Gegensatz- und Ausschließungsverhältnis zueinander stehen.
Als ursächlich hierfür wird der Tatbestand skizziert, dass die weltanschaulich-normativen Grundinhalte dieser religiösen Herrschaftsideologie auf eine totalitäre Gesellschaftsformierung und autoritäre Subjektzurichtung hinauslaufen und in ihrer fundamentalen Negation der kulturellen Moderne eindeutig strukturelle Parallelen zum europäischen „Rechtsextremismus“ (Faschismus und Nationalsozialismus) aufweisen.
Aktualisiert: 2020-02-21
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Vorwort zur zweiten Auflage
Seit der ersten Auflage des vorliegenden Bandes hat sich die gesellschaftliche Debattenlage zum Thema Islam nicht grundsätzlich geändert. Die Fronten verlaufen nach wie vor scharf und gegensätzlich, die kontroversen Inhalte sind im Wesentlichen die gleichen geblieben und die pauschale Diffamierung von Islamkritik hat eher noch zugenommen. Deshalb haben die in diesem Buch vorgelegten Beiträge auch nichts an ihrer grundsätzlichen Aussagekraft und Bedeutung eingebüßt.
Tatsächlich sind in den letzten drei Jahren im Zuge der ungesteuerten Massenzuwanderung von überwiegend muslimischen Personen sowie dem damit korrespondierenden Aufkommen zuwanderungskritischer Protestbewegungen die Auseinandersetzungen eher noch zugespitzter, vergifteter und verworrener geworden. Dass sich die Akteure dieser Protestbewegungen sowie deren Parteien selbst überwiegend als „rechts“ einstufen , wird von den proislamischen Zuwan-derungsbefürwortern gern aufgenommen, um so jede Form der Kritik an der Ausbreitung islamischer Herrschaftskultur in Europa und Deutschland als „rückschrittlich“, „reaktionär“, „rechtspopulistisch“ etc. erscheinen zu lassen. Gleichzeitig wiederum wird die Anpassung und Unterordnung von Grünen, Sozialdemokraten und Poststalinisten unter das neue (postmoderne) Migrationsprojekt der globalkapitalistischen Herrschaftsträger von Freunden und Feinden als „links“ etikettiert.
Um diese neueren politisch-ideologischen Verkehrungen der Islam- und Migrationsdebatte abzubilden, ist diese zweite Auflage um zwei Beiträge ergänzt worden:
Hartmut Krauss: Die politische Unterwerfung und ideologische Anpassung der Mehrheitsbevölkerung an die muslimische Massenzuwanderung
Der Islam und seine Komplizen stehen „rechts“
Gegen die Ausbreitung islamischer Herrschaftskultur in Europa
Aufruf für ein breites Bündnis der fortschrittlich-menschenrechtlichen Islamkritik.
Osnabrück, September 2018
Aktualisiert: 2020-02-23
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Aus der Einleitung:
"Die Diskussionen um den Islam in Europa nehmen geradezu groteske Formen an: Auf der einen Seite steht eine unerbittliche intellektuelle Phalanx, die die Utopie einer multikulturellen bzw. diversen Gesellschaft als zukunftsweisende Überwindung von Nationalismus und Rassismus propagiert und auf der anderen Seite werden in der Gesellschaft die Ängste vor einer zunehmenden Islamisierung stetig größer. Die Eliten der Gesellschaft werden nicht müde, große Teile ihrer eigenen Bevölkerung des Rassismus und der Xenophobie zu bezichtigen, während große Teile der Bevölkerung längst das Vertrauen in die vermeintlichen politischen und medialen Vordenker verloren haben.
Wohlmeinende Zeitgenossen versuchen eine vermittelnde Position einzunehmen, indem sie die Argumente der widerstreitenden Kulturkämpfer vorsichtig abwägen und die bestehende Desintegration vieler muslimischer Migranten mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, aber gleichzeitig auf vermeintliche historische Traditionen eines weltoffenen Islam verweisen, die in Europa eine postmoderne Renaissance erfahren sollen. Christen bieten einen Dialog der Religionen an, um bestehende Vorurteile zu beseitigen und schämen sich reumütig der Kreuzzüge eines imperialen Christentums. Grünbewegte preisen ihren muslimischen Gemüsehändler als Ikone einer gelungen Integration an. Feministinnen schweigen sich lieber über den Machismus von jungen Männern mit arabischem Migrationshintergrund aus. Gekaufte Bräute und Ehrenmorde gehören auch nicht zu den Lieblingsthemen ihrer Gesellschaftskritik. Bildungsforscher rühmen sich, dass aufgrund vermehrter Integrationsangebote die Quote muslimischer Abiturienten zunähme, während ihre Kritiker auf die steigende Zahl krimineller Delikte islamischer Migranten verweisen. Den exorbitanten Judenhass vieler Muslime und die Verachtung des Christentums relativieren die „Islam-Verteidiger“ mit dem gebetsmühlenartig vorgetragenen Vorwurf eines anti-islamischen Rassismus der einheimischen Bevölkerung.
Die politischen und intellektuellen Eliten stehen den Integrationsproblemen hilflos gegenüber und würden den Scherbenhaufen, den sie angerichtet haben, am liebsten verschweigen. Eine öffentliche Debatte über die Zukunft der europäischen Einwanderungsländer wird von ihnen deshalb so weit wie möglich vermieden." (S. 16 f.)
Aktualisiert: 2020-02-18
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Aus dem Vorwort:
... Ein weiteres reaktionär-menschenrechtsfeindliches Eigenschaftsmerkmal des Islam ist in dessen dogmatischer Homosexuellenfeindlichkeit zu sehen. So werden homosexuelle Orientierungen als „krankhaft“ und „gesetzwidrig“ verdammt und gemäß dem islamischen Recht mit massiven Strafen bis hin zur Todesstrafe sanktioniert. Vor diesem Hintergrund kann es auch nicht wirklich überraschen, dass laut der bereits zitierten europäischen „Fundamentalismusstudie“ knapp 60 Prozent der Muslime Homosexuelle als Freunde ablehnen; bei Christen sind es 13 Prozent (in Deutschland 10 Prozent).
Im vorliegenden Buch behandelt Daniel Krause diesen wesentlichen Aspekt der islamischen Grund- und Menschenrechtswidrigkeit in ebenso sachkompetenter wie anschaulich-lebendiger lebendiger Weise. Er arbeitet die europäische Aufklärung sowie die sich daran anschließenden westlichen Emanzipationsbewegungen als zentralen Differenzierungsfaktor heraus, den das Christentum im Gegensatz zum Islam auf dem eigenen Ausbreitungsraum verarbeiten musste und der auch die aktuellen Unterschiede sowohl zwischen dem (eingeschränkten) Christentum und dem (ungebändigten) Islam als auch zwischen der westlichen Wertekultur und dem islamischen Regelkanon mit seinem spezifischen „Tugendterror“ bestimmt. Zwar ist nach wie vor eine christlich-fundamentalistische Homosexuellenfeindlichkeit zu konstatieren, aber Daniel Krause ist zuzustimmen, wenn er die aktuell-alltägliche Homosexuellenfeindlichkeit in weiten Teilen als islamischen Migrationsimport fokussiert.
Der Autor legt nicht nur das „Verbrechen“ der Homosexualität aus der Sicht der islamischen Lehrmeinung dar, sondern beschreibt in eindringlicher Form unterschiedliche Konstellationen des muslimischen Coming-Outs mit ihren korrespondierenden Unterdrückungs- und Schreckensszenarien. Nicht zuletzt wird auch die Besonderheit des Feindbilds Islamkritik in Teilen der Lesben- und Schwulenbewegung behandelt und das sehr wichtige „Schlachtfeld Schulpolitik“ beleuchtet. Insgesamt ein wichtiges Buch zu einem heiß umkämpften Thema.
Aktualisiert: 2020-02-22
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