Lange schon vorbei, und doch wirkt er nach, der Zweite Weltkrieg.
Fast fünfzig Jahre nach dessen Ende, kurz vor ihrem Tod, übergibt Margarete Voss ihrer Tochter Briefe des im Krieg vermissten Vaters.
Die Tochter hat ihren Vater nicht kennengelernt. Er hat ihr nie gefehlt. Dennoch begibt sie sich Jahrzehnte später auf eine Reise, die sie zu dem Ort führt, wo der Vater seine letzten Briefe geschrieben hat: nach Wolgograd, im Krieg Stalingrad, zum Friedhof Rossoschka.
Zum Zeitpunkt der Reise (2013) finden in Russland die Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des „Sieges über den Faschismus“ statt. Die Tochter ist Mitglied einer deutschen Delegation, die neben anderen internationalen Gästen offiziell an den Feiern teilnimmt.
Die Erlebnisse dieser Tage werden dokumentiert, der Besuch der Kriegsgräberstätte Rossoschka, dem eigentlichen Ziel der deutschen Gruppe, wird zum besonderen Ereignis.
Die Reisenden werden von der Russin Irina als Stadtführerin betreut, die sich gegenüber der deutschen Besucherin als Tochter eines deutschen Soldaten outet.
Aus dieser Begegnung entwickelt sich eine neue Geschichte, die im Berlin des Jahres 2017 ihre Fortsetzung findet und die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft.
Aktualisiert: 2020-11-17
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1919 – Der Weltkrieg ist beendet, doch die Menschen kommen nicht zur Ruhe. Nicht nur Armut und Hunger, sondern auch Straßenschlachten, politische Morde und Streiks bestimmen ihren Alltag.
Dennoch scheint am Lietzensee der Wiederaufbau erfolgreich zu beginnen, aber das Leben am See, wo sich die Wege der unterschiedlichsten Menschen kreuzen, wird immer wieder gestört durch gefährliche Ereignisse: so müssen u.a. zwei junge Mädchen, Frieda und Olga, einen Flüchtling vor dem Freikorps verstecken, der Vater ihres Freundes wird überfallen und ausgeraubt, der Gartendirektor Erwin Barth findet eine Leiche im Lietzenseepark. Und auch der „Bruder“ eines Ringvereins schleicht am See herum, auf der Suche nach einem Verräter. Mit Hilfe von Kommissar Krause werden die Verbrechen und übrigen Geheimnisse aufgeklärt.
Schließlich ist die fulminante Aufführung des „Reigens“ in dem neuen Theater am See nicht nur für Frieda und Olga, sondern für viele ein Signal dafür, dass eine neue, vielleicht bessere Zeit angebrochen ist.
Aktualisiert: 2020-11-17
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Das Zuchthaus Brandenburg-Görden gehörte zu den größten Haftanstalten seiner Art im »Dritten Reich«. Es war Ort von mehr als 2.000 Hinrichtungen und vielfältigsten Unrechts und Leids. Der letzte Anstaltsleiter wurde nach dem Krieg der Stiefvater des Verfassers. Anhand des reichhaltig vorhandenen Aktenmaterials zeichnet Wedigo Orlowsky den Lebensweg und den beruflichen Werdegang vor dem Hintergrund des damaligen zeitgeschichtlichen Kontextes. Die Entwicklung der Rechtsprechung unter der NS-Herrschaft wird dabei ebenso vertieft dargestellt wie etwa die gegen die sog. Asozialen gerichtete Politik und deren Folgen für die betroffenen Strafgefangenen. Ausführlich werden die Jahre der Tätigkeit des Stiefvaters in Brandenburg bis zu seiner Flucht beim Anrücken der sowjetischen Truppen dokumentiert. Ebenso die nach dem Krieg entstandenen Zeugnisse ehemaliger Gefangener, die dem folgenden Entnazifizierungsverfahren und den schon früh begonnenen staatsanwaltlichen Ermittlungen zugrunde lagen. Letztere erweisen sich bei ins Einzelne gehender kritischer Betrachtung als lückenhaft und im Ergebnis als unbefriedigend. Gerade bei den gravierendsten Vorwürfen im Zusammenhang mit den letzten Hinrichtungen am 20. April 1945 oder mit der gegen »asoziale« Gefangene gerichteten Aussonderungsaktion zeigt sich, dass wesentliche rechtliche Aspekte gar nicht in den Blick geraten sind und vor Fragen stellen, die heute nicht mehr beantwortet werden können. Der ausführlich dargestellte gesellschafts- und rechtspolitische Kontext in der Nachkriegszeit bietet Anhaltspunkte für eine Erklärung dieses Befundes.
Eine vor dem Hintergrund persönlichen Erlebens kommentierte Dokumentation, in der »die zu allen Zeiten für jedermann gegenwärtige Gefahr, sich – wie schleichend – in Unrecht zu verstricken«, deutlich wird.
Aktualisiert: 2020-11-17
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Dies ist Anna sechster und letzter Fall.
Auf einer Bank im Lietzenseepark findet Anna eine
Tote – und erkennt sie wieder. Die Frau hatte sich
vor wenigen Tagen, nach einer Dagmar erkundigt,
mit der sie vor Jahrzehnten befreundet war.
Anna kannte keine Dagmar, aber sie beginnt zu
recherchieren und findet allmählich Hinweise auf
Vorgänge, die sich in den 70er Jahren in einer
WG am Lietzensee, im nahegelegenen Klausenerplatz-
Kiez und auf dem Campus der Pädagogischen
Hochschule in Lankwitz abspielten. Zwei
Freundinnen gerieten damals in den Strudel von
linksextremen Aktivitäten, Kontakten zur Stasi
und Fluchthilfeunternehmen. Ihr wildes Leben mit
Haschorgien, Sex und Eifersucht endete schließlich
in Verrat und Mord. Gelingt es Anna, die verworrenen
Ereignisse zu klären, obwohl sie dabei in
Lebensgefahr gerät?
Aktualisiert: 2020-11-19
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Else Ury: beliebte Jugendschriftstellerin der Wilhelminischen und
Weimarer Zeit, Erfinderin von 'Nesthäkchen', einer der bekanntesten Romanfiguren ihrer Epoche. Von den Nazis als
Jüdin schon 1935 mit Schreibverbot belegt und schließlich Anfang 1943 im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet.
Diese oberflächliche Beschreibung wird der Schöpferin von 39 erfolgreichen Büchern nicht gerecht. Denn Else Ury ist nicht nur die Verfasserin bürgerlich-romantischer 'Backfischliteratur'. In einer Zeit mangelnder oder gänzlich fehlender Bildungs- und Berufschancen für junge Frauen und der daraus folgenden finanziellen Abhängigkeit setzt sich Ury für eine selbstbestimmte Rolle der Frau in Gesellschaft, Beruf und Familie ein. Mit ihren in viele ihrer Bücher eingegangenen emanzipatorischen Vorstellungen und Forderungen reiht sie sich in die Gruppe der Streiterinnen für die Gleichberechtigung der Frau ihrer Zeit ein, ohne ihre Forderungen so offensiv und öffentlich zu verfechten wie z. B. Clara Zetkin.
Das vorliegende Buch zeichnet ein aktuelles Bild der 'Nesthäkchen'-Autorin Else Ury und befreit ihr literarisches Schaffen gleichzeitig von häufig politisch motivierten Fehlinterpretationen.
Aktualisiert: 2022-06-29
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Muss es verwundern, dass sich eine Frau, Soziologin und Politikerin, mit männlicher Emanzipation beschäftigt und nach ihrem Debüt 'Männergeschichten' von diesem Thema nicht loskommt?
Marianne Suhr‘s dritte Buchveröffentlichung in der Tradition des Entwicklungsromans ist als behutsame Beschreibung der Erlebnisse eines Mannes in den besten Jahren, eines Mannes auf der unbewussten Suche nach sich selbst, gewürzt mit einem Hauch Ironie, zugleich Spiegel der modernen Gesellschaft und Anlass zur Nachdenklichkeit.
Aktualisiert: 2021-01-14
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Mit diesem Band legt das Museum Charlottenburg-
Wilmersdorf eine Arbeit vor, die sich eingehend
mit dem jüdischen Leben am Kurfürstendamm
beschäftigt. Sie reicht von den ersten
nachweislichen jüdischen Bewohnern der
Straße in den 1880er Jahren, über den Zuzug
erfolgreicher Geschäftsleute und bedeutender
Gelehrter in der Blütezeit des Boulevards in
1920er Jahren, bis hin zum gewaltsamen Ende
jüdischen Lebens durch den NS-Staat 1943.
Mehr als 2 500 Namen sind in diesem Zusammenhang
ermittelt, weit über Tausend Akten
sowie zahlreiche andere personenbezogene
Quellen ausgewertet worden.
Entstanden ist ein Adressbuch besonderer Art.
Haus für Haus werden die jüdischen Bewohner
mit Lebensdaten und der Zeit, in der sie am
Kurfürstendamm wohnten, vorgestellt.
Aktualisiert: 2021-01-14
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Blankenfelde ist das am besten erhaltene Dorf des Landes Berlin und liegt noch immer frei inmitten von Wiesen, Feldern und Wald an der nördlichen Grenze des Stadtbezirks Pankow. Seine Geschichte ist nicht die eines typisch märkischen Gutsdorfes, denn seit die Stadt Berlin 1882 den Gutshof im Dorf Blankenfelde mit seinen großen Äckern ankaufte, wurde das Areal am Stadtrand zum Experimentierfeld der Berliner Politik : Wo heute Berliner Erholungssuchende spazieren, radeln und reiten entstanden und verschwanden Rieselfelder und Obstplantagen, Heilstätten und Viehställe, Gefangenenlager und Grenzanlagen, Müllkippen und Bauschuttdeponien. Das Buch zur Ausstellung »Rieselfelder, Liegekur und Runkelrüben – Das Stadtgut Blankenfelde im Norden Berlins« dokumentiert die wechselvolle Geschichte des Stadtgutes Blankenfelde und gewährt zugleich Einblicke in die Berliner Stadtgeschichte.
Aktualisiert: 2021-01-16
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Mit 'Grunewald' legt der Arbeitskreis Geschichte Wilmersdorf eine weitere Veröffentlichung über Ortsteile des Verwaltungsbezirks Charlottenburg-Wilmersdorf vor.
Der Sammelband vereint unterschiedliche Beiträge zur Geschichte der 1889 gegründeten Villenkolonie. Nicht nur Bankiers und Fabrikbesitzer, die Fürstenbergs und Mendelssohns wohnten gerne hier, auch viele Professoren, Bildhauer und Schriftsteller ließen sich hier nieder.
Insbesondere den Bildhauern, die hier um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert lebten, wird erstmals mit einer Auflistung ihrer Wohnadressen und ihrer Hauptwerke nachgegangen.
Das Buch berichtet auch vom Leben der einfachen Grunewalder Familien, das sich zwischen Broterwerb und Kaffeekränzchen abspielte. Es gab viele Verbindungen zwischen den einzelnen Familien, deren Namen wir heute oft nur noch aus Adressbüchern kennen.
Neben bekannten Architekten prägten Baumeister wie Heinrich Franßen, dessen heute noch vorhandene Bauten beschrieben werden, das Bild der Straßen in der Villenkolonie.
Mit Anregungen zu ausgedehnten Rundgängen lädt das Buch zur Beschäftigung mit der Architektur und der Geschichte vor Ort ein.
Zahlreiche meist noch nicht veröffentlichte historische Aufnahmen sowie aktuell fotografierte Motive illustrieren das Buch.
Aktualisiert: 2022-06-29
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Bevor es 2014 begann, dass Flüchtlinge in großer
Zahl kamen, lebte man in Deutschlands Landschaften
in relativer Ruhe. Die letzte Unterbrechung
von 1989, als auch viele Fremde kamen,
war nicht vergessen, aber die Folgen haben sich
regeln lassen. Man sprach ja deutsch miteinander.
Naturkatastrophen dagegen waren immer schon
kein ausreichender Anlass zur Aufregung: Überschwemmungen,
Herbst- und Frühjahrsstürme,
manchmal auch heftige mitten im Sommer - die
Dorfbewohner nahmen alles gelassen hin, als
erwartbare, wiederkehrende Ereignisse, die dem
Leben Rhythmus geben.
Als 2013 ein Haus brennt, ganz in der Nähe der
großen Überschwemmungen an der Elbe in jenem
Sommer, ist die Ruhe gestört und das Ereignis Anlass
für Verdächtigungen, denn inzwischen sind Flüchtlinge
in der Nähe, ganz und gar Fremde, anders als
die unbekannten Nachbarn im nächsten Dorf, die
auch fremd geblieben waren, aber wie wir sind.
Die Berliner Journalistin Luisa lebt nicht in der Dorfgemeinschaft,
doch das abgebrannte Haus gehört
ihrem Cousin Ludwig, der sie um Beistand bittet.
Sie erfährt in dieser Woche auf dem Dorf Menschengeschichten
und hört Gerüchte, versucht zu verstehen
und fasst einen Entschluss.
Die aktuelle Stimmung in diesem Jahr wird eingefangen,
und die Suche nach den Brandstiftern endet mit
verblüffendem Ergebnis.
„Fremde Vögel“
– eine Zeitstudie am besonderen Ort.
Aktualisiert: 2021-01-14
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In der beklemmenden Atmosphäre der letzten Kriegstage in Berlin und der Hungermonate der Jahre 1945 bis 1946 kreuzen sich rund um den Lietzensee die Schicksalswege ganz unterschiedlicher Menschen. Alteingesessene Bürger, Flüchtlingsfamilien, Überlebende des braunen Terrors und auch ehemalige Parteigenossen ringen nach der Niederlage des Nazi-Regimesum das tägliche Stück Brot. Der Überlebenswille der Menschen zeigt sich aber auch in der Aufnahme des Spielbetriebs im 'Theater in der Witzlebenstraße', in der Aula einer halb ausgebombten Volksschule.Nach einer Reihe erfolgreicher Aufführungen musikalischer Lustspiele und klassischer Operetten geschieht das Schreckliche: Der aufstrebende Star des Ensembles, eine junge Sängerin, wird ermordet. In der Asche eines alten, lange Jahre ungenutzten Ofens ruft fünfzig Jahre später ein Zufallsfund – ein Art-Deco-Schmuck, Teil eines wertvollen Ensembles aus den Zwanziger Jahren – ruft rund 50 Jahre später Anna Kranz, Musiklehrerin an der längst wiederaufgebauten Schule, auf den Plan. Die Amateurdetektivin spürt dem Weg des Schmucks und seiner wechselnden Besitzerinnen in den Kriegs- und Nachkriegsjahren nach. Die Ergebnisse ihrer Recherche bringen sie schließlich zur Lösung des verwickelten Todesfalls.
Mit ihrem zweiten 'Lietzensee-Krimi' schafft Irene Fritsch eine lebendige Beschreibung der ersten Nachkriegsmonate im besetzten Berlin und ein Kaleidoskop menschlicher Nöte und Leidenschaft.
Aktualisiert: 2021-01-14
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Ein Roman, dessen Handlung in den politischen Wirren
im noch ungeteilten Berlin vor dem Bau der Mauer spielt.
1952. Die Notaufnahmestelle in der Kuno-Fischer-Straße in
Berlin-Charlottenburg ist Zielpunkt für Flüchtlinge, die zu
Hunderttausenden aus der Sowjetzone in den Westen fliehen.
Hier und in den Häusern und Straßen ringsum den
Lietzensee treffen die Personen des Romans zusammen: Einheimische,
Flüchtlinge und Spitzel, verstrickt in einem Geflecht
von Liebe, Verrat, Hass und Geldgier. Am Ende steht
ein Mord.
Gelingt es nach mehr als fünfzig Jahren der jungen Musiklehrerin
Anna, den Mord aufzuklären?
Aktualisiert: 2021-01-14
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Dieses Buch zeigt Bilder von Kindern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten in sozial und politisch höchst gegensätzlichen Zeiten, abgebildet auf zahlreichen Fotografien und beschrieben in den Erinnerungen von 80 Zeitzeugen.
Bilder und Texte vermitteln eindringliche, lebensnahe Einblicke in die Welt unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern – in der Prägung der jeweils vorherrschenden moralischen, gesellschaftlichen und ideologischen Normen.
Diese Prägung findet ihren Niederschlag nicht nur in den durch das Bildmaterial dokumentierten Äußerlichkeiten in Kleidung oder Wohnverhältnissen, sondern auch in den Bildungschancen, bei Freizeit und Spiel und schließlich in den sehr unterschiedlichen Ansprüchen, Idealen und Träumen der Kinder, die in der Kaiserzeit, in der Weimarer Demokratie, im Nationalsozialismus oder im Realsozialismus der DDR aufwuchsen und die nun als Zeitzeugen ihr damaliges Leben beschreiben.
Aktualisiert: 2021-01-14
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In Annas Leben und dem ihrer Familie häufen
sich bedrohliche Ereignisse. Nicht nur dass eine
Leiche aus dem Lietzensee geborgen wird, auch
ihre Schwiegermutter wird ermordet und ihre
Kinder geraten in Gefahr. Fieberhaft versucht
Anna, zusammen mit Martin und ihrer neuen
Freundin Madleen, die Ursachen für die unerklärlichen
Geschehnisse aufzudecken und die
Verantwortlichen für die Verbrechen ausfindig
zu machen. Die Spuren führen zurück in die
Nazizeit und scheinen mit einem verschwundenen
Buch zusammenzuhängen.
Aktualisiert: 2022-06-29
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die ländliche Vergangenheit dieses Berliner Bezirks schließen. Den Kern des Angerdorfes bildete die Wilhelmsaue; Straßennamen wie Blisse-, Mehlitz-, Schramm-, oder Gieselerstraße erinnern an alte Wilmersdorfer Bauerngeschlechter. 1293 als 'Wilmerstorff' erstmals urkundlich erwähnt, zählte der Ort 1871 zur
Reichsgründung um die 1700 Einwohner. Er erhielt 1906 Stadtrechte, hatte um 1910 etwa 100.000 Einwohner und wurde 1920 zusammen mit Grunewald und Schmargendorf als 9. Bezirk nach Groß-Berlin eingemeindet.
Der Sammelband 'Wilmersdorf' vereint zahlreiche Beiträge zur Geschichte des Bezirks. Er enthält außerdem ausführliche werden Tipps für Spaziergänge durch Wilmersdorf, auf denen man viel zu den einst dort lebenden Menschen sowie allgemein zu der wechselvollen Geschichte Wilmersdorfs erfährt.
Zahlreiche meist noch nicht veröffentlichte historische Aufnahmen sowie aktuell fotografierte Motive illustrieren das Buch.
Aktualisiert: 2021-01-14
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Die industrielle Entwicklung Charlottenburgs ist eng mit dem Namen March verbunden. In ihrem Buch 'Die Berliner Familie March, … eine Erfolgsstory' beschreiben die Autorinnen Birgit Jochens und
Doris Hünert den fast 150-jährigen Werdegang dieser Familie.
Die Tonwarenfabrik Ernst March erlangte unter dem Firmengründer – und nach dessen Tod unter der Leitung seiner Witwe Sophie March sowie von Sohn Paul und Enkel Alfred – mit Fassadenschmuck aus Terrakotta insbesondere für die aufstrebende chemische Industrie europaweite Bedeutung. In Berlin prägte March'scher Terrakottaschmuck das Erscheinungsbild fast aller öffentlicher Gebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die Architekten Otto und Werner March, Sohn und Enkel von Ernst March, sind als Planer und Erbauer des 'Deutschen Stadions' in Charlottenburg bzw. des 'Reichssportfeldes' mit den Stadionanlagen für die Olympischen Spiele 1936 untrennbar mit der Geschichte Berlins und seines Olympiastadions verbunden.
Aktualisiert: 2021-01-14
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1926. Leni Brose, ein junges Mädchen vom Lande, kommt nach Berlin, um Telefonistin zu werden. Schnell wächst sie in die Rolle einer modernen, berufstätigen Frau hinein, lernt aber auch durch ihre Liebe zu einem angehenden Schriftsteller - vor dem Hintergrund des aufkommenden Nationalsozialismus - die Schattenseiten des Lebens kennnen…Jahre später fällt Lenis Tagebuch der jungen Musiklehrerein Anna in die Hände, und sie beginnt zusammen mit ihrer Freundin Clara, die Geheimnisse, die Leni umgaben, und sogar einen Mord aufzudecken.
Aktualisiert: 2021-01-14
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Die wenigen überlebenden Juden in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und dem Sowjetischen Sektor Berlins gerieten bald nach ihrer Befreiung zwischen die
Fronten des Kalten Krieges. Durch ihre Überlebensumstände während der nationalsozialistischen Verfolgung, durch ihre Forderung nach Entschädigung, ihr Eintreten für den Staat Israel oder auch nur durch ihre „bürgerliche Lebensweise“ erschienen sie in den Augen der Besatzungsmacht und der SED-Führung als fremde oder sogar „feindliche Elemente“. Mit der Spaltung Deutschlands und den stalinistischen Säuberungen in Osteuropa, die in antisemitischen Strafprozessen gipfelten, sahen sich nicht nur Kommunisten, die jüdischer Herkunft waren oder der Jüdischen Gemeinde angehörten, besonderen Anfeindungen ausgesetzt. Die
jüdischen Gemeinden als solche wurden mehr und mehr als westliche oder israelische Agentenzentralen betrachtet. Als mitunter „jüdische Nationalisten“ wurden sowohl Gemeindemitglieder wie auch jüdische Kommunisten von der Staatssicherheit überwacht. Mit der Massenflucht Hunderter Juden aus der DDR Anfang 1953 verloren die Jüdischen Gemeinden in der DDR einen großen Teil ihrer Autonomie.
Das Buch dokumentiert anhand von zehn ausgewählten Lebensläufen das Spektrum der politischen Repression in Ostdeutschland, die sich im Kontext des Kalten Krieges massiv antijüdischer Inhalte bediente.
Aktualisiert: 2021-01-14
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Eine weiße Linie, von Grenzpolizisten auf das Pflaster gemalt, war das erste sichtbare Anzeichen der Teilung Berlins. Mit dem Bau der Mauer am 13. August 1961 wurde diese Spaltung endgültig und blieb es die folgenden 28 Jahre. Die Berliner Mauer, die im Laufe der Zeit zu einem schwer gesicherten Grenzbefestigungssystem ausgebaut wurde, durchschnitt Straßen und Plätze, durchteilte Häuser und Friedhöfe, verödete Landschaften und hinterließ Wunden, deren Narben bis heute sichtbar sind.
Der historische Stadtführer nimmt den Leser mit zu den ausgewählten Schauplatzen der Geschichte von Mauer und Flucht entlang der ehemaligen Sektorengrenze zwischen den Bezirken Prenzlauer Berg und Pankow im Osten und Wedding und Reinickendorf im Westen. In elf Kapiteln folgt das Buch dem ehemaligen Mauerverlauf von der Straßenkreuzung Bernauer - Eberswalder - Oderberger - Schwedter Straße im Zentrum Berlins bis zur Stadtgrenze zu Brandenburg am Tegeler Fließ. Zu jedem der elf Orte wurden historische Ereignisse und dessen Hintergründe recherchiert, illustriert durch zeitgeschichtliche Dokumente und Kartenmaterial.
Die beiliegende DVD enthält darüber hinaus elf digitale Daumenkinos, die den Wandel, den die historischen Orte durchlaufen haben, Schicht für Schicht freilegen und durch Überlagerung sichtbar machen.
Aktualisiert: 2021-01-14
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Die Pädagogin Paula Fürst gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen und insbesondere der Berliner Schulgeschichte.
Sie war führende Protagonistin der Montessori-Pädagogik in Deutschland und zählte zu der von Humanismus, Ethik und Moral geleiteten Generation der Lehrer/innen und Erzieher/innen der 30er und 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die ihren Beruf als Berufung verstanden.
Als Direktorin der privaten 'Theodor-Herzl-Schule' in Berlin-Wilmersdorf und als Leiterin der Schulabteilung der 'Reichsvereinigung der Juden in Deutschland' gestaltete sie in exponierter Position alle Phasen des jüdischen Schullebens in einer Zeit immer massiverer systematischer Unterdrückung durch den National-sozialismus mit. Ihr Engagement und ihr Einsatz kosteten sie das Leben.
Trotz ihrer Bedeutung für das jüdische und das deutsche Schulwesen insgesamt ist über das Leben und Wirken von Paula Fürst bisher nur wenig bekannt. Martin-Heinz Ehlert trägt mit dieser Biographie dazu bei, an die große Pädagogin und an ihre Vorstellungen einer dem Wesen eines Kindes zugewandten, lebendigen Pädagogik zu er-innern.
Das Buch und die begleitenden Dokumentationen um- reißen gleichzeitig das zunehmend feindlichere Umfeld, das jüdisches Leben, auch das von Kindern, unter dem NS-Regime mehr und mehr einengte und schließlich erstickte.
Aktualisiert: 2021-01-14
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