Konziliare oder päpstliche Reform

Konziliare oder päpstliche Reform von Ballweg,  Jan
Jan Ballweg untersucht die Reformfähigkeit von Kirche und Ordenswesen im frühen 14. Jahrhundert. Während das Avignoneser Papsttum eine spirituell gespeiste Kirchenreform verhinderte, wie sie als Institutionalisierung einer charismatischen Erneuerung in Cluny oder Cîteaux frühere Phasen von Kirchenreformen geprägt hatte, läßt sich in der Diskussion des Konzils von Vienne (1311) über die Exemtion der religiösen Orden (Befreiung von der bischöflichen Aufsicht und direkte Unterstellung unter den Papst) der Ansatz zu einer Reformdiskussion erkennen. Darin kamen konziliare, episkopale und päpstlich-hierarchische Modelle zur Sprache. In verschiedenen Reformversuchen von Johannes XXII. und besonders im Wirken des Zisterzienserpapstes Benedikts XII. wurde dieser gescheiterte Reformversuch unter kirchenrechtlichem Rückgriff auf die Reformtradition des 13. Jahrhunderts wieder aufgegriffen und gegen den teilweise erheblichen Widerstand der Orden zu einer Reform ausgestaltet. Benedikts XII. Reform war ungewohnt detailfreudig konzipiert und intendierte erhebliche Auswirkungen auf die Lebensweise der Mönche, die Verfassung der Orden und den Umgang mit Klosterbesitz. Benedikt XII. respektierte den Willen der Orden nach Selbstbestimmung, ohne ihnen aber zu große Freiheit zu gewähren. In dieser ausgewogenen Politik zeigt er sich als Kenner des Ordenswesens. Der biographische Hintergrund seiner Handlungsoptionen, seine frühen Prägungen und politischen Erfahrungen als Zisterzienserabt, Bischof und Inquisitor sowie als theologisch sachverständiger Kardinal unter Johannes XXII. geben der Darstellung ihr chronologisches Gerüst. Mit der Einbeziehung von Benedikts XII. theologischem Schrifttum rundet Jan Ballweg seine Studie ab.
Aktualisiert: 2022-12-22
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Josias von Stein – Stallmeister am Musenhof Anna Amalias

Josias von Stein – Stallmeister am Musenhof Anna Amalias von Ballweg,  Jan
Dieses Buch handelt von einem Menschen, der gründlicher vergessen wurde, als die meisten Menschen mit denen er täglich Umgang hatte. Kein Stadtführer verweist auf sein Grab oder erzählt aus seinem Leben, obwohl seinen Namen jeder kennt, der sich für eine der glanzvollsten Epochen der deutschen Geistesgeschichte interessiert, für jene Epoche, deren normsetzende Bedeutung schon im Begriff der Klassik enthalten ist. Freilich kennt man seinen Namen als den Namen seiner Frau, und dass sie seine Frau war, vergisst man auch sehr schnell, weil man nur deswegen von ihr spricht, weil sie von einem übermächtigen Johann Wolfgang Goethe vereinnahmt wurde, der dem Ort des Geschehens so sehr seinen Stempel aufdrückte, wie kaum ein anderer Mensch. Josias von Stein erscheint erstmalig in einem völlig neuen Licht. Der Stallmeister am Musenhof in Weimar war ein auf Grund seiner Ausbildung kultivierter Mensch, dem Bildung allerdings nicht viel bedeutete. Allein die Feststellung, dass er in einer platonischen Beziehung seiner Frau zu Goethe keine Beeinträchtigung seiner Besitzrechte sah, schließt von vornherein aus, dass man es hier mit einem naiven, d.h. auch instinktgesteuerten Trottel zu tun hat.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Konziliare oder päpstliche Reform

Konziliare oder päpstliche Reform von Ballweg,  Jan
Jan Ballweg untersucht die Reformfähigkeit von Kirche und Ordenswesen im frühen 14. Jahrhundert. Während das Avignoneser Papsttum eine spirituell gespeiste Kirchenreform verhinderte, wie sie als Institutionalisierung einer charismatischen Erneuerung in Cluny oder Cîteaux frühere Phasen von Kirchenreformen geprägt hatte, läßt sich in der Diskussion des Konzils von Vienne (1311) über die Exemtion der religiösen Orden (Befreiung von der bischöflichen Aufsicht und direkte Unterstellung unter den Papst) der Ansatz zu einer Reformdiskussion erkennen. Darin kamen konziliare, episkopale und päpstlich-hierarchische Modelle zur Sprache. In verschiedenen Reformversuchen von Johannes XXII. und besonders im Wirken des Zisterzienserpapstes Benedikts XII. wurde dieser gescheiterte Reformversuch unter kirchenrechtlichem Rückgriff auf die Reformtradition des 13. Jahrhunderts wieder aufgegriffen und gegen den teilweise erheblichen Widerstand der Orden zu einer Reform ausgestaltet. Benedikts XII. Reform war ungewohnt detailfreudig konzipiert und intendierte erhebliche Auswirkungen auf die Lebensweise der Mönche, die Verfassung der Orden und den Umgang mit Klosterbesitz. Benedikt XII. respektierte den Willen der Orden nach Selbstbestimmung, ohne ihnen aber zu große Freiheit zu gewähren. In dieser ausgewogenen Politik zeigt er sich als Kenner des Ordenswesens. Der biographische Hintergrund seiner Handlungsoptionen, seine frühen Prägungen und politischen Erfahrungen als Zisterzienserabt, Bischof und Inquisitor sowie als theologisch sachverständiger Kardinal unter Johannes XXII. geben der Darstellung ihr chronologisches Gerüst. Mit der Einbeziehung von Benedikts XII. theologischem Schrifttum rundet Jan Ballweg seine Studie ab.
Aktualisiert: 2022-12-22
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Josias von Stein – Stallmeister am Musenhof Anna Amalias

Josias von Stein – Stallmeister am Musenhof Anna Amalias von Ballweg,  Jan
Dieses Buch handelt von einem Menschen, der gründlicher vergessen wurde, als die meisten Menschen mit denen er täglich Umgang hatte. Kein Stadtführer verweist auf sein Grab oder erzählt aus seinem Leben, obwohl seinen Namen jeder kennt, der sich für eine der glanzvollsten Epochen der deutschen Geistesgeschichte interessiert, für jene Epoche, deren normsetzende Bedeutung schon im Begriff der Klassik enthalten ist. Freilich kennt man seinen Namen als den Namen seiner Frau, und dass sie seine Frau war, vergisst man auch sehr schnell, weil man nur deswegen von ihr spricht, weil sie von einem übermächtigen Johann Wolfgang Goethe vereinnahmt wurde, der dem Ort des Geschehens so sehr seinen Stempel aufdrückte, wie kaum ein anderer Mensch. Josias von Stein erscheint erstmalig in einem völlig neuen Licht. Der Stallmeister am Musenhof in Weimar war ein auf Grund seiner Ausbildung kultivierter Mensch, dem Bildung allerdings nicht viel bedeutete. Allein die Feststellung, dass er in einer platonischen Beziehung seiner Frau zu Goethe keine Beeinträchtigung seiner Besitzrechte sah, schließt von vornherein aus, dass man es hier mit einem naiven, d.h. auch instinktgesteuerten Trottel zu tun hat.
Aktualisiert: 2022-10-11
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