Die meisten der vorliegenden Texte sind von mir unter dem Eindruck der russisch-ukrainischen Konfliktes und des am 24.02. 2022 erfolgten Überfalls Russlands auf die Ukraine verfasst worden. Einige der Texte sind als Beiträge zur Veröffentlichung in Zeitschriften entstanden, andere sind Äußerungen in Internet-Diskussionen, und zwar sowohl mit Putin-Gegnern, als auch mit "Putin-Verstehern". Diskussionen mit Letzteren sind von mir bewusst geführt worden, um im verbalen Konflikt mit Widersachern meine Argumente zu schärfen und zu präzisieren. Ich hoffe, dass mir das gelungen ist, obwohl ich mir keine Illusionen mache, Freunde oder wohlwollende Bejaher der aggressiven Politik Putins von ihrem Irrtum überzeugen zu können. Denn die Wurzel ihres Irrtums ist der von Putins Propaganda geschürte Glaube, Russland müsse sich der Aggression seitens des Westens erwehren, dessen williges Werkzeug die Ukraine sei.
Aktualisiert: 2022-11-22
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Der Mauerfall vor 30 Jahren bedeutete eine gewaltvolle Zäsur für migrantisches und jüdisches Leben in Ost und West. Während die einen vereinigt wurden, wurden die anderen ausgeschlossen. Das vorliegende Buch möchte ausgegrenzte Perspektiven auf die deutsch-deutsche Vereinigung wieder sichtbar machen und an die Kämpfe um Teilhabe in den 1980er Jahren, einschneidende Erlebnisse um die Wende und die Selbstbehauptung gegen den Rassismus der 1990er Jahre erinnern. So beinhaltet der Band Geschichten von Bürgerrechts- und Asylkämpfen ehemaliger Gastarbeiter*innen, von Geflüchteten in BRD und DDR, Beiträge über den Eigensinn von Vertragsarbeiter*innen, von damaligen internationalen Studierenden, über jüdisches Leben in Ost und West sowie über die Kämpfe von Sinti und Roma im geteilten Deutschland.
Mit Beiträgen von Sharon Adler, Hamze Bytyci, Max Czollek, Nuray Demir, Gülriz Egilmez, Kadriye Karcı, Andrea Caroline Keppler, Paulino Miguel, Dan Thy Nguyen, Patrice Poutrus, Ceren Türkmen, Alexandra Weltz-Rombach u. a.
Aktualisiert: 2022-08-31
Autor:
Sharon Adler,
Emmanuel Adu Agyeman,
Felix Axster,
Mathias Berek,
Gabriel Berger,
Róza Berger-Fiedler,
Hamze Bytyci,
Leah Carola Czollek,
Max Czollek,
Nuray Demir,
Pablo Dominguez Andersen,
Dostluk Sineması,
Gülriz Egilmez,
Naika Foroutan,
Mirna Funk,
Elisa Gutsche,
Kathleen Heft,
Initiative 12. August,
Anetta Kahane,
Dmitrij Kapitelman,
Kadriye Karcı,
Andrea Caroline Keppler,
Evrim Efsun Kızılay,
Jana König,
David Kowalski,
Janko Lauenberger,
Lydia Lierke,
Jessica Massochua,
Paulino Miguel,
Dan Thy Nguyen,
Hannah Peaceman,
Massimo Perinelli,
Patrice Poutrus,
Sabuha,
Elisabeth Steffen,
Ceren Tuerkmen,
Nea Weissberg,
Alexandra Weltz-Rombach,
Cynthia Zimmermann
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Die Geschichte der Familie meines Großvaters Josef Berger ist ein lebendiges Geschichtsbuch Europas im zwanzigsten Jahrhundert. Von Abenteuerlust, Streben nach Reichtum und vom Schicksal getrieben zog Josef Berger mit seiner Frau Cywia und deren Kindern, am Ende waren es zwölf, aus dem Heimatlichen Polen rastlos von Land zu Land: 1908 nach Palästina, dann nach Belgien, Holland, England, Deutschland, Frankreich, Israel. Was er suchte, war Wohlstand und Glück für seine Familie. Doch es ereilte ihn eine Katastrophe nach der anderen: Bankrott, Abfall der Kinder vom jüdischen Glauben, Erster Weltkrieg, Bombardierung Londons, Weltwirtschaftskrise, Hitlers Machergreifung, Flucht aus Deutschland und Belgien vor den Nazis, Leben in Frankreich in ständiger Lebensbedrohung unter deutscher Besatzung, Teilung der Familie durch den Eisernen Vorhang.
An seinem Lebensabend in Israel konnte er jedoch für sich einen Erfolg verbuchen: Neben ihm hatten sich alle elf in der Nazizeit noch lebenden Kinder der Bedrohung durch die Nazis entziehen können: in Europa, Palästina, USA, Südafrika. Jedes Mitglied der Familie Berger hatte für sich eine Wahlheimat gefunden. Zur Heimat für die Familie Berger und ihre Nachkommen wurde die ganze Welt. Doch die meisten Nachkommen meines Großvaters Josef Bergers leben heute in Israel.
Aktualisiert: 2020-04-13
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Gabriel Bergers autobiografisches Buch „Allein gegen die DDR-Diktatur“ versetzt die Leser, dreißig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, zurück in den Alltag des „realen Sozialismus“. Die zum Teil bizarren Details seines intellektuell ausgefochtenen Kampfes gegen die Diktatur untermauert er in dem Buch mit Kopien von Stasi-Akten, welche die Authentizität seiner Erinnerungen unterstreichen. Gabriel Bergers Erzählung ist insofern untypisch, als er in der weitgehend „ethnisch homogenen“ DDR zu der Handvoll „Zugewanderter“ gehörte. In dem Buch beschreibt er die untergegangene DDR als ein Insider mit einem Outsider-Blick.
In seinem Buch stilisiert sich Gabriel Berger nicht zum Helden. Er äußert im Gegenteil sein Verständnis für die Passivität der Mitläufer von Diktaturen, die so ihr eigenes Leben und das der Partner und Nachkommen schützen. Sie verhielten sich, so Gabriel Berger, normal. Die Aufsässigen seien es, die gegen die Regeln der Natur verstießen. Sie seien Getriebene, die ihrem irrationalen Drang nach Freiheit folgten.
Aktualisiert: 2020-11-25
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Geschützt durch die Anonymität des Internets vertraten die meisten Teilnehmer des Disputs, an dem auch ich mich beteiligte, erschreckend undemokratische Positionen, so als wären die über sechzig Jahre seit dem Kriegsende spurlos an ihnen vorbeigegangen. Wie in alten Zeiten hielten sie sich für Vertreter der "arischen Rasse", mit dem Auftrag die Welt vom verderblichen Einfluss des Judentums zu reinigen. Ihre extrem antisemitischen Positionen blieben aber nicht unwidersprochen, wobei die Verteidiger der Juden und Israels ihre Haltung meist mit christlichen Werten begründeten.
Die Antisemiten bewegten sich in dem heute "modernen" Trend, statt die diskreditierten alten Begriffe zu verwenden, Israel und "die Zionisten" aus einer vermeintlich humanistischen Position der Verteidigung der Palästinenser und ihrer Rechte zu kritisieren, wobei aber an Israel und an die Juden systematisch wesentlich höhere moralische Maßstäbe angelegt werden, als an die ganze restliche Menschheit. Der Vorwurf des Antisemitismus wurde von den "Israel-Kritikern" empört mit der Floskel zurückgewiesen "man wird wohl noch Israel kritisieren dürfen", als sei Kritik an Israel ein Tabu. Die von den "Israel-Kritikern" bemühten Verschwörungstheorien, ihr Schwadronieren über den weltweiten jüdischen Einfluss, verrieten jedoch ihre in klassischen antisemitischen Stereotypen verwurzelte Haltung.
In der Diskussion ist deutlich geworden, dass es illusorisch ist, überzeugte Antisemiten mit historischen Fakten und logischen Argumenten von ihrer Haltung abzubringen. Zum anderen verrät aber die vorliegende Diskussionsrunde, dass in der älteren Generation die nationale Solidarität der von den Alliierten im Krieg geschlagenen Deutschen noch heute die ideologischen Gräben zu Antisemiten überbrücken kann, wenn es darum geht, sich der Kritiken seitens der Juden zu erwehren.
Die an keine Regeln der "politischen Korrektheit" gebundene, unzensierte Diskussion hat der Verfasser mit seinen Argumenten und teils wenig bekannten historischen Fakten und Quellen, besonders zur Geschichte des jüdisch-arabischen Konflikts, angereichert.
Aktualisiert: 2022-04-23
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Aktualisiert: 2020-06-29
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Aktualisiert: 2019-01-24
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„Erinnern und Erinnerungspolitik – das sind zwei Seiten einer Medaille, die nicht selten im Widerspruch zu historischen Tatsachen stehen, besonders wenn diese Erinnerungen schmerzlich sind und menschenverachtendes Handeln im Mittelpunkt steht.
Gabriel Berger hat sich der herausfordernden Aufgabe gestellt, in polnischen Archiven Zeugenberichte, die unmittelbar nach Kriegsende entstanden sind, zu sichten und ins Deutsche zu übersetzen. So entstand eine ergreifende Dokumentation über die Vernichtung polnischer Juden in der Stadt Tarnów und ihrer Umgebung. Tarnów beherbergte einst die drittgrößte jüdische Gemeinschaft im ostpolnischen Galizien. Der Autor führt in die Berichte der Überlebenden ein und kommentiert sie dort, wo sie ohne Hintergrundwissen für den heutigen Leser unverständlich wären.
Die Berichte aus dem besetzten Polen, zeugen von ungeheurer Grausam- keit der deutschen Besatzer, sie zeigen zugleich, dass es auf die Haltung und den persönlichen Einsatz jedes Einzelnen ankam, ob er passiver Zuschauer, Kollaborateur, Mittäter oder Judenretter wurde. Die Vergangenheit wirkt umso mehr nach, je weniger über sie gesprochen werden darf. Umso wichtiger ist es, sich der eigenen familiären und kollektiven Vergangenheit zu stellen und die historischen Fakten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“
Aktualisiert: 2020-11-25
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In dem Buch wird das auf den Zeitraum von 1945 bis 1949 begrenzte Experiment der Ansiedlung von Juden, Überlebenden des Holocaust, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in Niederschlesien beschrieben. Für kurze Zeit entstand in der inzwischen von den Deutschen weitgehend verlassenen Region eine „jüdische Republik“ mit eigener Selbstverwaltung, eigenen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Strukturen und Jiddisch als Alltagssprache. Der von Jakob Egit und seinen Mitstreitern konzipierte „Jiddische Jischuv“ sollte eine Alternative zum zionistischen Projekt der Ansiedlung von Juden in Palästina werden. Das von der neuen kommunistischen Staatsmacht Polens zunächst unterstützte Projekt einer weitgehenden kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Autonomie von Juden in Niederschlesien war trotz aller Widrigkeiten sehr erfolgreich. Es scheiterte aber an der durch pogromartige antisemitische Ausschreitungen ausgelösten panikartigen Flucht von Juden aus Polen, an der kommunistischen Gleichschaltung der Gesellschaft, dem antisemitisch aufgeladenen polnischen Nationalismus sowie an der durch Stalin initiierten antisemitischen Welle im gesamten Ostblock.
Als Hintergrundinformation zu den Geschehnissen in Polen nach dem Krieg wird in dem Buch auch die antisemitische Stimmung im Vorkriegspolen sowie die Haltung der polnischen katholischen Bevölkerung zu ihren jüdischen Nachbarn während des Krieges beleuchtet. Angesichts des von deutschen Besatzern organisierten und vor den Augen der Polen ablaufenden Massenmordes an den Juden, dominierte in der polnischen Bevölkerung die Gleichgültigkeit. Weit verbreitet war aktive Mittäterschaft, besonders bei der Landbevölkerung, Denunziantentum in den Städten und die mehr oder weniger verdeckte Dankbarkeit, die Deutschen hätten den Polen die Lösung des „jüdischen Problems“ abgenommen. Tausende polnische Judenretter lebten in ständiger Gefahr, von ihren polnischen Nachbarn an deutsche Besatzer ausgeliefert zu werden, was sowohl für die Juden als auch für ihre mitfühlenden Retter den sicheren Tod bedeutete.
Aktualisiert: 2020-11-25
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