Das Jahrbuch 2004 des Fritz Bauer Instituts befasst sich mit Völkermorden und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei geht es einerseits um universale Fragen nach den Gründen und Folgen von Genoziden, den Versuchen, sie zu legitimieren, und der späteren Erinnerung oder Verdrängung. Andererseits werden historische Fälle in den Blick genommen: der Feldzug gegen die Herero und Nama in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwest-Afrika" 1904, der spanische Giftgaskrieg in Marokko 1922 bis 1927, die vergessenen Kriegsverbrechen der italienischen Faschisten in Afrika, das Massaker der japanischen Armee im chinesischen Nanking 1937 und die Beteiligung von Polen am Holocaust am Beispiel von Jedwabne.
Der Band enthält Beiträge unter anderem von Micha Brumlik, Mihran Dabag, Angelo Del Boca, Carol Sauerland und Erwin Wickert.
Aktualisiert: 2023-07-02
Autor:
Medardus Brehl,
Micha Brumlik,
Mihran Dabag,
Angelo del Boca,
Fritz Bauer Institut,
Gerd Koenen,
Gottfried Kößler,
Reinhard Kößler,
Rudibert Kunz,
Aram Mattioli,
Susanne Meinl,
Henning Melber,
Karol Sauerland,
Annette Schaefgen,
Dominique Schaller,
Erwin Wickert,
Irmtrud Wojak
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Das Jahrbuch 2004 des Fritz Bauer Instituts befasst sich mit Völkermorden und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei geht es einerseits um universale Fragen nach den Gründen und Folgen von Genoziden, den Versuchen, sie zu legitimieren, und der späteren Erinnerung oder Verdrängung. Andererseits werden historische Fälle in den Blick genommen: der Feldzug gegen die Herero und Nama in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwest-Afrika" 1904, der spanische Giftgaskrieg in Marokko 1922 bis 1927, die vergessenen Kriegsverbrechen der italienischen Faschisten in Afrika, das Massaker der japanischen Armee im chinesischen Nanking 1937 und die Beteiligung von Polen am Holocaust am Beispiel von Jedwabne.
Der Band enthält Beiträge unter anderem von Micha Brumlik, Mihran Dabag, Angelo Del Boca, Carol Sauerland und Erwin Wickert.
Aktualisiert: 2023-06-25
Autor:
Medardus Brehl,
Micha Brumlik,
Mihran Dabag,
Angelo del Boca,
Fritz Bauer Institut,
Gerd Koenen,
Gottfried Kößler,
Reinhard Kößler,
Rudibert Kunz,
Aram Mattioli,
Susanne Meinl,
Henning Melber,
Karol Sauerland,
Annette Schaefgen,
Dominique Schaller,
Erwin Wickert,
Irmtrud Wojak
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Das Jahrbuch 2004 des Fritz Bauer Instituts befasst sich mit Völkermorden und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei geht es einerseits um universale Fragen nach den Gründen und Folgen von Genoziden, den Versuchen, sie zu legitimieren, und der späteren Erinnerung oder Verdrängung. Andererseits werden historische Fälle in den Blick genommen: der Feldzug gegen die Herero und Nama in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwest-Afrika" 1904, der spanische Giftgaskrieg in Marokko 1922 bis 1927, die vergessenen Kriegsverbrechen der italienischen Faschisten in Afrika, das Massaker der japanischen Armee im chinesischen Nanking 1937 und die Beteiligung von Polen am Holocaust am Beispiel von Jedwabne.
Der Band enthält Beiträge unter anderem von Micha Brumlik, Mihran Dabag, Angelo Del Boca, Carol Sauerland und Erwin Wickert.
Aktualisiert: 2023-06-25
Autor:
Medardus Brehl,
Micha Brumlik,
Mihran Dabag,
Angelo del Boca,
Fritz Bauer Institut,
Gerd Koenen,
Gottfried Kößler,
Reinhard Kößler,
Rudibert Kunz,
Aram Mattioli,
Susanne Meinl,
Henning Melber,
Karol Sauerland,
Annette Schaefgen,
Dominique Schaller,
Erwin Wickert,
Irmtrud Wojak
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Das Jahrbuch 2004 des Fritz Bauer Instituts befasst sich mit Völkermorden und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei geht es einerseits um universale Fragen nach den Gründen und Folgen von Genoziden, den Versuchen, sie zu legitimieren, und der späteren Erinnerung oder Verdrängung. Andererseits werden historische Fälle in den Blick genommen: der Feldzug gegen die Herero und Nama in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwest-Afrika" 1904, der spanische Giftgaskrieg in Marokko 1922 bis 1927, die vergessenen Kriegsverbrechen der italienischen Faschisten in Afrika, das Massaker der japanischen Armee im chinesischen Nanking 1937 und die Beteiligung von Polen am Holocaust am Beispiel von Jedwabne.
Der Band enthält Beiträge unter anderem von Micha Brumlik, Mihran Dabag, Angelo Del Boca, Carol Sauerland und Erwin Wickert.
Aktualisiert: 2023-06-22
Autor:
Medardus Brehl,
Micha Brumlik,
Mihran Dabag,
Angelo del Boca,
Fritz Bauer Institut,
Gerd Koenen,
Gottfried Kößler,
Reinhard Kößler,
Rudibert Kunz,
Aram Mattioli,
Susanne Meinl,
Henning Melber,
Karol Sauerland,
Annette Schaefgen,
Dominique Schaller,
Erwin Wickert,
Irmtrud Wojak
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Das Jahrbuch 2004 des Fritz Bauer Instituts befasst sich mit Völkermorden und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei geht es einerseits um universale Fragen nach den Gründen und Folgen von Genoziden, den Versuchen, sie zu legitimieren, und der späteren Erinnerung oder Verdrängung. Andererseits werden historische Fälle in den Blick genommen: der Feldzug gegen die Herero und Nama in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwest-Afrika" 1904, der spanische Giftgaskrieg in Marokko 1922 bis 1927, die vergessenen Kriegsverbrechen der italienischen Faschisten in Afrika, das Massaker der japanischen Armee im chinesischen Nanking 1937 und die Beteiligung von Polen am Holocaust am Beispiel von Jedwabne.
Der Band enthält Beiträge unter anderem von Micha Brumlik, Mihran Dabag, Angelo Del Boca, Carol Sauerland und Erwin Wickert.
Aktualisiert: 2023-06-22
Autor:
Medardus Brehl,
Micha Brumlik,
Mihran Dabag,
Angelo del Boca,
Fritz Bauer Institut,
Gerd Koenen,
Gottfried Kößler,
Reinhard Kößler,
Rudibert Kunz,
Aram Mattioli,
Susanne Meinl,
Henning Melber,
Karol Sauerland,
Annette Schaefgen,
Dominique Schaller,
Erwin Wickert,
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Das Jahrbuch 2004 des Fritz Bauer Instituts befasst sich mit Völkermorden und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei geht es einerseits um universale Fragen nach den Gründen und Folgen von Genoziden, den Versuchen, sie zu legitimieren, und der späteren Erinnerung oder Verdrängung. Andererseits werden historische Fälle in den Blick genommen: der Feldzug gegen die Herero und Nama in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwest-Afrika" 1904, der spanische Giftgaskrieg in Marokko 1922 bis 1927, die vergessenen Kriegsverbrechen der italienischen Faschisten in Afrika, das Massaker der japanischen Armee im chinesischen Nanking 1937 und die Beteiligung von Polen am Holocaust am Beispiel von Jedwabne.
Der Band enthält Beiträge unter anderem von Micha Brumlik, Mihran Dabag, Angelo Del Boca, Carol Sauerland und Erwin Wickert.
Aktualisiert: 2023-06-22
Autor:
Medardus Brehl,
Micha Brumlik,
Mihran Dabag,
Angelo del Boca,
Fritz Bauer Institut,
Gerd Koenen,
Gottfried Kößler,
Reinhard Kößler,
Rudibert Kunz,
Aram Mattioli,
Susanne Meinl,
Henning Melber,
Karol Sauerland,
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Dominique Schaller,
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Das Jahrbuch 2004 des Fritz Bauer Instituts befasst sich mit Völkermorden und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei geht es einerseits um universale Fragen nach den Gründen und Folgen von Genoziden, den Versuchen, sie zu legitimieren, und der späteren Erinnerung oder Verdrängung. Andererseits werden historische Fälle in den Blick genommen: der Feldzug gegen die Herero und Nama in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwest-Afrika" 1904, der spanische Giftgaskrieg in Marokko 1922 bis 1927, die vergessenen Kriegsverbrechen der italienischen Faschisten in Afrika, das Massaker der japanischen Armee im chinesischen Nanking 1937 und die Beteiligung von Polen am Holocaust am Beispiel von Jedwabne.
Der Band enthält Beiträge unter anderem von Micha Brumlik, Mihran Dabag, Angelo Del Boca, Carol Sauerland und Erwin Wickert.
Aktualisiert: 2023-05-28
Autor:
Medardus Brehl,
Micha Brumlik,
Mihran Dabag,
Angelo del Boca,
Fritz Bauer Institut,
Gerd Koenen,
Gottfried Kößler,
Reinhard Kößler,
Rudibert Kunz,
Aram Mattioli,
Susanne Meinl,
Henning Melber,
Karol Sauerland,
Annette Schaefgen,
Dominique Schaller,
Erwin Wickert,
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Das Jahrbuch 2004 des Fritz Bauer Instituts befasst sich mit Völkermorden und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei geht es einerseits um universale Fragen nach den Gründen und Folgen von Genoziden, den Versuchen, sie zu legitimieren, und der späteren Erinnerung oder Verdrängung. Andererseits werden historische Fälle in den Blick genommen: der Feldzug gegen die Herero und Nama in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwest-Afrika" 1904, der spanische Giftgaskrieg in Marokko 1922 bis 1927, die vergessenen Kriegsverbrechen der italienischen Faschisten in Afrika, das Massaker der japanischen Armee im chinesischen Nanking 1937 und die Beteiligung von Polen am Holocaust am Beispiel von Jedwabne.
Der Band enthält Beiträge unter anderem von Micha Brumlik, Mihran Dabag, Angelo Del Boca, Carol Sauerland und Erwin Wickert.
Aktualisiert: 2023-05-28
Autor:
Medardus Brehl,
Micha Brumlik,
Mihran Dabag,
Angelo del Boca,
Fritz Bauer Institut,
Gerd Koenen,
Gottfried Kößler,
Reinhard Kößler,
Rudibert Kunz,
Aram Mattioli,
Susanne Meinl,
Henning Melber,
Karol Sauerland,
Annette Schaefgen,
Dominique Schaller,
Erwin Wickert,
Irmtrud Wojak
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Mitte Mai 2021 wurde von den Sonderbeauftragten Deutschlands und Namibias als Ergebnis von neun Verhandlungsrunden seit Ende 2015 ein »Versöhnungsabkommen« paraphiert. Als bislang einzigartigen Schritt einer ehemaligen Kolonialmacht erkennt dieses Abkommen den in Südwestafrika verübten Völkermord politisch und moralisch an. Die vereinbarte »Geste der Anerkennung« wird seither in beiden Ländern kontrovers diskutiert.
Vor diesem Hintergrund stellt dieser Band die verschiedenen Perspektiven vor und lässt dabei unterschiedliche Stimmen aus Politik, Zivilgesellschaft und Kultur in Deutschland und die Sicht der Betroffenen in Namibia zu Wort kommen. Damit soll die Bandbreite der Meinungen und Versuche zur Bearbeitung der kolonialen Hinterlassenschaften am Beispiel des deutsch-namibischen Beziehungsgeflechts, aber auch im Umgang mit der Erinnerung an Massengewalt und Genozid in der Geschichte insgesamt dokumentiert werden.
Aktualisiert: 2022-11-10
Autor:
Tom K. Alweendo,
Rakkel Andreas,
Julia Böcker,
Medardus Brehl,
Sevim Dagdelen,
Albert Gouaffo,
Dag Henrichsen,
Naita Hishoono,
Dominic Johnson,
Uazuvara Katjivena,
Horst Kleinschmidt,
Adetoun Küppers-Adebisi,
Michael Küppers-Adebisi,
Carola Lentz,
Henning Melber,
Stephan Mühr,
Jephta Nghuherimo,
Kristin Platt,
Ruprecht Polenz,
Calle Schlettwein,
Sylvia Schlettwein,
Bernardus Swartbooi,
Uwe Timm,
McHenry Venaani,
Erika von Wietersheim,
Olaf Zimmermann
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Today, we particularly encounter the Mediterranean Other in the “refugee”. Scientific, political and public discourses on the Mediterranean are — continuously or most recently? — determined by hegemonial perspectives.
Considering other perceptions, interpretations and representations seems to be impossible in light of financial crises, the new South, blurring borders and unclear securities. The contributions in this volume dispute this form of thinking. The research papers do not only encourage the reader to critically examine current political developments. They also provide a framework for Mediterranean minorities, nongovernmental groups and diasporas in search of their own voice.
With contributions by Cristina Balma Tivola, Julia Blandfort, Paolo Giaccaria, Shlomo Lotan, Anna Piotrowska, Kristin Platt, Christopher Schliephake, Paul Silverstein, Anna Tozzi Di Marco, Felix Wiedemann.
Aktualisiert: 2020-01-15
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Man muss Timothy Snyders These der »bloodlands« nicht folgen, um die Frage nach dem Mittelmeer als »Gewaltraum« des frühen 20. Jahrhunderts zu stellen. Als eine ganz besondere, einmalige ›Geschichtsregion‹, die drei Kontinente – je nachdem – trenne oder vereine, ist der Mittelmeerraum spätestens seit dem 19. Jahrhundert gerade auch im deutschsprachigen Raum wissenschaftlich wie populär festgeschrieben worden, und selbst heute beginnt kaum eine Publikation über mediterrane Themen ohne diese Setzung. Bezeichnenderweise mangelt es – ebenfalls wiederum besonders in der deutschsprachigen Forschungslandschaft – an Perspektiven, die die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts für die mediterrane Region zusammenhängend beleuchten. Das Beispiel Griechenland zeigt, dass selbst längst existierende Forschung zu Teilaspekten einer mediterranen Gewaltgeschichte bislang kaum wissenschaftliches Wissen in den öffentlichen Raum, ins ›allgemeine Wissen‹ der (deutschen) Gesellschaft transferieren konnte. Den Deutschen, so scheint es, bleibt das Mittelmeer entweder (in seinem nördlichen Teil) ein touristischer ›Sehnsuchtsraum‹ oder (in seinem südlichen Teil) neuerdings wieder ein Raum der Krisen und Konflikte (und zwar die ›der Anderen‹).
Die Beiträge nehmen eine ›Geschichtsregion‹ in den Blick und untersuchen zu und anhand dieses Zuschnitts Strukturen kollektiver Gewalt: Es gilt, die einzelnen gewaltvollen Umwälzungen des Mittelmeerraums zwischen Kolonialismus, Weltkriegen und Dekolonisation in eine größere zusammenhängende Perspektive zu rücken, die Kontinuitäten aufzeigt und auch heutige politische und soziale Ereignisse in ihrer historischen Bedingung verortet und beleuchtet.
Die vorliegende Zeitschrift wird herausgegeben vom Institut für Diaspora- und Genozidforschung der Ruhr-Universität Bochum.
Aktualisiert: 2023-01-25
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Der mediterrane Andere begegnet uns heute vor allem im »Flüchtling«. Wissenschaftliche, politische und öffentliche Diskurse über den Mittelmeerraum zeigen sich – weiterhin oder neu? – von hegemonialen Perspektiven bestimmt.
Der Blick auf andere Wahrnehmungen, Deutungen und Darstellungen scheint durch das Reden über Finanzkrisen, den neuen Süden, verschwimmende Grenzen, unklare Sicherheiten nicht möglich. Dagegen wenden sich die Beiträge des Bandes. Die Studien fordern nicht allein zu einer kritischen Befragung aktueller politischer Entwicklungen heraus. Sie geben der Suche der Minderheiten, nicht-staatlichen Gruppen und Diasporen am Mittelmeer nach einer eigenen Stimme einen Rahmen.
Mit Beiträgen von Cristina Balma Tivola, Julia Blandfort, Paolo Giaccaria, Shlomo Lotan, Anna Piotrowska, Kristin Platt, Christopher Schliephake, Paul Silverstein, Anna Tozzi Di Marco, Felix Wiedemann.
Aktualisiert: 2019-05-03
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Today, we particularly encounter the Mediterranean Other in the “refugee”. Scientific, political and public discourses on the Mediterranean are — continuously or most recently? — determined by hegemonial perspectives.
Considering other perceptions, interpretations and representations seems to be impossible in light of financial crises, the new South, blurring borders and unclear securities. The contributions in this volume dispute this form of thinking. The research papers do not only encourage the reader to critically examine current political developments. They also provide a framework for Mediterranean minorities, nongovernmental groups and diasporas in search of their own voice.
With contributions by Cristina Balma Tivola, Julia Blandfort, Paolo Giaccaria, Shlomo Lotan, Anna Piotrowska, Kristin Platt, Christopher Schliephake, Paul Silverstein, Anna Tozzi Di Marco, Felix Wiedemann.
Aktualisiert: 2020-01-15
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Das Jahrbuch 2004 des Fritz Bauer Instituts befasst sich mit Völkermorden und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei geht es einerseits um universale Fragen nach den Gründen und Folgen von Genoziden, den Versuchen, sie zu legitimieren, und der späteren Erinnerung oder Verdrängung. Andererseits werden historische Fälle in den Blick genommen: der Feldzug gegen die Herero und Nama in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwest-Afrika" 1904, der spanische Giftgaskrieg in Marokko 1922 bis 1927, die vergessenen Kriegsverbrechen der italienischen Faschisten in Afrika, das Massaker der japanischen Armee im chinesischen Nanking 1937 und die Beteiligung von Polen am Holocaust am Beispiel von Jedwabne.
Der Band enthält Beiträge unter anderem von Micha Brumlik, Mihran Dabag, Angelo Del Boca, Carol Sauerland und Erwin Wickert.
Aktualisiert: 2023-03-20
Autor:
Medardus Brehl,
Micha Brumlik,
Mihran Dabag,
Angelo del Boca,
Fritz Bauer Institut,
Gerd Koenen,
Gottfried Kößler,
Reinhard Kößler,
Rudibert Kunz,
Aram Mattioli,
Susanne Meinl,
Henning Melber,
Karol Sauerland,
Annette Schaefgen,
Dominique Schaller,
Erwin Wickert,
Irmtrud Wojak
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Feindschaft ist kein 'Phänomen'. Wir können weder Beruhigung darin finden, Feindschaft als anthropologische Konstante, noch als historische, möglicherweise überwindbare Eigenschaft menschlichen Zusammenlebens zu diskutieren. Denn auch zu den Erscheinungsbildern der Moderne gehören Feindbilder, auch Gewalt und Krieg der Moderne werden über Feindschaften legitimiert. Oder ruft gerade die zusammenwachsende Welt der Transnationalisierung aufgrund bestimmter 'Un-Überschaubarkeiten' alte Feindschaften wach, damit Identitäten gesichert werden? Reicht es aus, angesichts der komplexen Struktur moderner Gesellschaften den Feind als das Ergebnis der Eskalation eines Interessenkonfliktes zu deuten? Wird Feindschaft nicht vielmehr konstruiert und aktualisiert über Geschichtsbilder, kulturelle Muster und exkludierende Projektionen, über die Generierung und Tradierung von Feindbildern? Die Beiträge des Bandes untersuchen konzentriert Prozesse und Struktureigenschaften von 'Verfeindung': generationenüberdauernde sozialhistorische und kulturelle Entstehungs- und Überlieferungszusammen-hänge. Die Einbeziehung von konstruktivistischen, system- oder diskurstheoretischen Überlegungen, neue Ansätze zur Rezeption Carl Schmitts, die Berücksichtigung althistorischer Verfeindungsaspekte oder die Arbeit mit Feindkonzepten, die in modernen Medien transportiert werden, eröffnet gerade für die Analyse von Gewaltprozessen in der Moderne neue Blickwinkel. Aus dem Inhalt FRIEDRICH BALKE: Politische Existenz und 'bloßes Leben'. Zur Selektivität des Politischen am Beispiel Carl Schmitts • MEDARDUS BREHL: 'Feinde ringsum!' – Zur diskursiven Konstruktion nationaler Bedrohung im Deutschen Kaiserreichs • GUDRUN BROCKHAUS: Sucht nach Feinden • ACHIM BROSZIEWSKI: Das Risiko der Kommunikation und die Gefahr der Dämonisierung • LUCIAN HÖLSCHER: Der innere und der äußere Feind. Semantische Strukturen der Feindschaft seit dem 18. Jahrhundert • UWE-K. KETELSEN: Warum will der Preuße aus dem Schädel des Panduren süßen Tokayer trinken? Ein Beispiel symbolischer Organisation von Feindschaft am Beginn des bürgerlichen Zeitalters • WOLFGANG PALAVER: Vom Nutzen und Schaden der Feindschaft: Die mythischen Quellen des Politischen • KRISTIN PLATT: Zum Aspekt der Vision in der Aktualisierung kollektiver Exklusionsmuster • JOSEPH VOGL: Beliebige Feindschaft: Amok • CLAUS WILCKE: Altmesopotamische Feindschaft • RAIMAR ZONS: Selbstverfeindung. Zur Geschichte des modernen Antisemitismus in Deutschland
Aktualisiert: 2023-02-06
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Anhand umfangreichen Materials stellt die Untersuchung erstmals den zeitgenössischen Diskurs über den Kolonialkrieg der Jahre 1904 bis 1907 und die Vernichtung der Herero in den Mittelpunkt der Analysen: Sie prüft die Aussagekraft und die gesellschaftliche Anschlussfähigkeit der publizierten Texte selbst und fragt nach der Verschränkung von historischem Geschehen und seinen diskursiven Kontexten. Der Kolonialkrieg der Jahre 1904 bis 1907 muss als ein zentrales Diskursereignis des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts im Deutschen Reich verstanden werden. Wie aber wurde die Vernichtungspolitik dargestellt und legitimiert? Wie wurde in der Öffentlichkeit ein Konsens darüber hergestellt, dass die Vernichtung „eingeborener Völker“ gerechtfertigt sei? Welche sprachlichen Strategien wurden verfolgt? Auf welche diskursiven Muster wurde dabei zurückgegriffen, die als geschichtliches, kulturelles oder weltanschauliches Wissen Gültigkeit beanspruchen und politisches Handeln motivieren bzw. legitimieren konnten? Die Analyse leistet somit nicht zuletzt auch einen allgemeinen Beitrag zur Erforschung von kollektiver Gewalt und Völkermord.
Aktualisiert: 2023-02-06
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Gewalt und auch vernichtende Gewalt scheinen in den diskursiven Konstruktionen kolonialer Wirklichkeit grundsätzlich angelegt zu sein. Sind also, wie etwa Jean-Paul Sartre meinte, kollektive Gewalt und Genozid zwangsläufige Konsequenzen des modernen Kolonialismus? Oder ist koloniale Gewalt, wie beispielsweise die Vernichtung der Herero, die sich in diesem Jahr zum einhundertsten Mal jährt, situationale Rückfälle in Handlungsstrukturen vormoderner Eroberungspolitik? Im Blickpunkt der Beiträge des Bandes steht die Frage nach dem gewaltgenerierenden Potential kolonialer Diskurse, die im Kontext unterschiedlicher Beispiele der Kolonialgeschichte untersucht werden. Welche sprachlichen Strategien der Exklusion lassen sich in kolonialen Diskursen erkennen? Welche Rolle spielen koloniale Konstruktionen des 'Eigenen' und des 'Fremden' – auch hinsichtlich der Übertragung auf andere Diskursfelder? Gehörte die Vernichtung des 'Anderen', des 'Fremden' explizit oder implizit zum kolonialen Programm? Welche Bedeutung kommt der Kategorie 'Genozid' für das Verstehen kolonialer Gewalt, welche Bedeutung der Analyse kolonialer Gewaltakte für unser Verständnis von Genozid zu? Die Annäherungen des interdisziplinär angelegten Bandes eröffnen in der Fokussierung der Strukturen kolonialer Wirklichkeitskonstruktionen und ihrer Rückbindung an nationale Programme und Zukunftsentwürfe neue Blickwinkel für die Analyse von Gewaltprozessen in der Moderne.
Aktualisiert: 2023-02-06
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