Diese historisch-systematische Abhandlung zur Gottesbeweisproblematik nimmt ihren Ausgang mit der Untersuchung des Verhältnisses von Martin Heidegger zu den traditionellen Gottesbeweisen. Dabei stellt sich heraus, dass die Gottesbeweise für Heidegger keine maßgebliche Rolle mehr spielen, eine explizite Widerlegung des kosmologischen und teleologischen Gottesbeweises bei ihm aber nicht zu finden ist. Für die explizite Widerlegung dieser Gottesbeweisarten ist daher zurückzugehen auf Kants einschlägige Überlegungen in der »Kritik der reinen Vernunft«.
Im Mittelteil der Abhandlung werden diese Überlegungen Kants wegen der unstatthaften Modalverschiebung und der ungerechtfertigten Einschränkung des Kausalsatzes, die er vornimmt, als nicht triftig aufgewiesen. So ist der Weg frei für die Neubewertung der modernen Wissenschaft und der Technologie vom Standpunkt des phänomenologischen Realismus, die im Schlussteil durchgeführt wird. Husserls Analyse des mathematischen Naturentwurfs, Heideggers Technologie- Überlegungen und Polanyis im Realitätskontakt verankertes DNA-Argument liefern hier die Vorarbeit für eine aus der Eigendynamik der Philosophie-Geschichte heraus erfolgende Neuplausibilisierung des kosmologischen und des teleologischen Gottesbeweises. Mit Hilfe von Phänomenologie und Technologie gewinnen diese alten Gottesbeweise eine neue Kraft und Plausibilität.
Aktualisiert: 2022-03-10
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Die vorliegende Untersuchung unternimmt es, im Durchgang durch Platons Nomoi einen Wandel im Rationalitätsverständnis bei Platon offenzulegen. Dieser vollzieht sich im Hintergrund der Veränderungen der politischen Theorie Platons, die dieses Werk auch dokumentiert und die vorrangig die Aufmerksamkeit der Forschung auf sich ziehen.
In eingehenden Textanalysen, die die dialogische Situation und den in der Fiktion vorgestellten Status der Nomoi immer mitberücksichtigen, wird die besondere Rolle der musisch-religiösen Paideia in den Nomoi herausgearbeitet. Die veränderte Stellung der musisch-religiösen Paideia in den Nomoi wird in der Gegenüberstellung mit dem ausgeprägt intellektuellen Rationalitätsansatz in Buch VI und VII der Politeia bestätigt. Die Ausdeutung des so genannten Marionettengleichnisses, die Analyse des Gottesbeweises im X. Buch und die Untersuchung des Erziehungskonzepts der Mitglieder der "Nächtlichen Versammlung" erweisen vollends die Hochstellung der musisch-religiösen Paideia und den dadurch implizierten veränderten Rationalitätsbegriff bei Platon.
Es ergibt sich so das Bild einer im Vergleich zur Politeia-Konzeption modifizierten Rationalität, einer aus Sensibilität, Intellektualität und Spiritualität konstituierten Vernünftigkeit, die nach den Vorstellungen des alten Platon die gemäße Weise ist, die Vollrealität unter den Bedingungen der menschlichen Schwäche zu erkennen und sich in und an ihr dauerhaft richtig zu orientieren.
Aktualisiert: 2023-02-14
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Die Zeitschrift versammelt Philosophen und Wissenschaftler um ein breitgefächertes, anspruchsvolles Forschungsprogramm. In streng ausgewählten Beiträgen werden philosophische Abhandlungen aus theoretischen und praktischen Bereichen vorgelegt sowie historische Analysen und Entdeckungen mitgeteilt. Kritische Berichte und Diskussionen bieten einen Überblick über die Tendenzen der philosophischen Entwicklung. Wichtige philosophische Neuerscheinungen werden in Buchbesprechungen vorgestellt; daneben tritt die ausführliche, kritisch-weiterführende Rezension.
Aktualisiert: 2022-10-14
Autor:
Thomas Buchheim,
Georg Gasser,
Doris Gerber,
Volker Gerhardt,
Stefan Gerlach,
Boris Hennig,
Ludger Honnefelder,
Peter Kunzmann,
Matthias Lutz-Bachmann,
Helmut Mai,
Oliver Müller,
Henning Ottmann,
Pirmin Stekeler-Weithofer,
Wilhelm Vossenkuhl
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Die vorliegende Arbeit rekonstruiert den Entwurf der Philosophie Michael Polanyis (1891-1976) im Ganzen im Blick auf den Zusammenhang seiner Teile und stellt so zum ersten Mal im deutschen Sprachraum den Gesamtentwurf dieser Philosophie zur Diskussion.
Im ersten Teil der Arbeit wird die herausragende Stellung der Wissenschaft für das Denken Polanyis, der unter Fritz Haber am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin naturwissenschaftliche Spitzenforschung betrieb, untersucht. Der zweite Teil erörtert in einer Kette von Kapiteln die philosophischen Grundbegriffe Polanyis (personal knowledge, commitment, fiduciary programme, tacit knowing) und deren Zusammenhang. Im dritten Teil wird dann auf die ontologische Dimension von Polanyis Philosophie in ihrer Verschränktheit mit seinem bewusstseinsphilosophischen Ansatz hingewiesen. Der abschließende vierte Teil öffnet den Blick für die Universalität der Philosophie Polanyis: Auf der Basis seiner zunächst wissenschaftstheoretischen Überlegungen hat Polanyi die Skizze einer Fundamentalphilosophie entworfen, die eine generelle Theorie des Erkennens und der Wirklichkeit enthält. Dieser Ansatz ist eigenständig und innovativ, er lässt sich allerdings auch in der Tradition der phänomenologischen Philosophie verstehen.
Aktualisiert: 2022-10-19
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Die vorliegende Untersuchung unternimmt es, im Durchgang durch Platons Nomoi einen Wandel im Rationalitätsverständnis bei Platon offenzulegen. Dieser vollzieht sich im Hintergrund der Veränderungen der politischen Theorie Platons, die dieses Werk auch dokumentiert und die vorrangig die Aufmerksamkeit der Forschung auf sich ziehen. In eingehenden Textanalysen, die die dialogische Situation und den in der Fiktion vorgestellten Status der Nomoi immer mitberücksichtigen, wird die besondere Rolle der musisch-religiösen Paideia in den Nomoi herausgearbeitet. Die veränderte Stellung der musisch-religiösen Paideia in den Nomoi wird in der Gegenüberstellung mit dem ausgeprägt intellektuellen Rationalitätsansatz in Buch VI und VII der Politeia bestätigt. Die Ausdeutung des so genannten Marionettengleichnisses, die Analyse des Gottesbeweises im X. Buch und die Untersuchung des Erziehungskonzepts der Mitglieder der 'Nächtlichen Versammlung' erweisen vollends die Hochstellung der musisch-religiösen Paideia und den dadurch implizierten veränderten Rationalitätsbegriff bei Platon.
Es ergibt sich so das Bild einer im Vergleich zur Politeia-Konzeption modifizierten Rationalität, einer aus Sensibilität, Intellektualität und Spiritualität konstituierten Vernünftigkeit, die nach den Vorstellungen des alten Platon die gemäße Weise ist, die Vollrealität unter den Bedingungen der menschlichen Schwäche zu erkennen und sich in und an ihr dauerhaft richtig zu orientieren.
Aktualisiert: 2021-12-28
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