Kants Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft von 1786 stehen ihrem Anspruch nach zwischen einer transzendentalen Kritik der Vernunft – Kant bereitete zur selben Zeit die in wesentlichen Stücken umgearbeitete zweite Auflage der KrV vor – und der Physik als empirischer Wissenschaft. Die Notwendigkeit einer Reflexion über die Naturwissenschaft verhilft dieser Schrift heute wieder zu systematischer Relevanz, nachdem sie lange Zeit nur aus dem Blickwinkel ihrer Bedeutsamkeit für die empirische Naturwissenschaft betrachtet und infolgedessen allenfalls aus wissenschaftshistorischem Interesse rezipiert wurde.
Aktualisiert: 2023-06-16
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Die Prolegomena von 1783 sind eine Kurzfassung der »Kritik der reinen Vernunft«, deren Plan und Ergebnisse sie übersichtlich darstellen sollen. In Umkehrung der Methode der Kritik – statt der synthetischen Lehrart wird nun die analytische befolgt – nimmt Kant unter der Leitfrage »Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?« eine Inhalts-, Umfangs- und Grenzbestimmung reiner Erkenntnis vor. Orientiert am Ideal der Mathematik und der Naturwissenschaft soll der Metaphysik hinsichtlich der Gewißheit ihrer Prinzipien die Nobilitierung einer Wissenschaft zuteil werden, die ihr vor der Kritik versagt war.
Damit sind die Prolegomena nicht nur eine Einführung in den Transzendentalen Idealismus Kants, sondern dokumentieren bereits die Weiterführung dieser Kritischen Philosophie, welche sich über die »Grundlegung zur Metaphysik der Sitten« (1785) sowie die »Metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) bis zur zweiten Auflage der Kritik (1787) und über diese hinaus fortsetzt.
Neben einer umfangreichen Einleitung, einer aktuellen Bibliographie sowie einem Anmerkungsapparat ist dieser Neuedition auch die von den beiden Philosophen Ch. Garve und J. G. H. Feder stammende sogenannte Göttinger Rezension der Kritik der reinen Vernunft beigegeben, wodurch der Entstehungshintergrund der Schrift erkennbar wird.
In der Forschung ist mittlerweile nahezu unumstritten, dass der originale Textbestand der Prolegomena korrumpiert ist. Die vorliegende Neuedition schließt sich der sogenannten »Blattversetzungs-Hypothese« zu den §§ 2 und 4 an und folgt darüber hinaus einem weiteren Umstellungsvorschlag von Georg Kullmann. Die Abweichungen vom Original sind in einem Lesartenapparat unter dem Haupttext verzeichnet.
Aktualisiert: 2023-06-16
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Die Prolegomena von 1783 sind eine Kurzfassung der »Kritik der reinen Vernunft«, deren Plan und Ergebnisse sie übersichtlich darstellen sollen. In Umkehrung der Methode der Kritik – statt der synthetischen Lehrart wird nun die analytische befolgt – nimmt Kant unter der Leitfrage »Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?« eine Inhalts-, Umfangs- und Grenzbestimmung reiner Erkenntnis vor. Orientiert am Ideal der Mathematik und der Naturwissenschaft soll der Metaphysik hinsichtlich der Gewißheit ihrer Prinzipien die Nobilitierung einer Wissenschaft zuteil werden, die ihr vor der Kritik versagt war.
Damit sind die Prolegomena nicht nur eine Einführung in den Transzendentalen Idealismus Kants, sondern dokumentieren bereits die Weiterführung dieser Kritischen Philosophie, welche sich über die »Grundlegung zur Metaphysik der Sitten« (1785) sowie die »Metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) bis zur zweiten Auflage der Kritik (1787) und über diese hinaus fortsetzt.
Neben einer umfangreichen Einleitung, einer aktuellen Bibliographie sowie einem Anmerkungsapparat ist dieser Neuedition auch die von den beiden Philosophen Ch. Garve und J. G. H. Feder stammende sogenannte Göttinger Rezension der Kritik der reinen Vernunft beigegeben, wodurch der Entstehungshintergrund der Schrift erkennbar wird.
In der Forschung ist mittlerweile nahezu unumstritten, dass der originale Textbestand der Prolegomena korrumpiert ist. Die vorliegende Neuedition schließt sich der sogenannten »Blattversetzungs-Hypothese« zu den §§ 2 und 4 an und folgt darüber hinaus einem weiteren Umstellungsvorschlag von Georg Kullmann. Die Abweichungen vom Original sind in einem Lesartenapparat unter dem Haupttext verzeichnet.
Aktualisiert: 2023-06-14
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Kants Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft von 1786 stehen ihrem Anspruch nach zwischen einer transzendentalen Kritik der Vernunft - Kant bereitete zur selben Zeit die in wesentlichen Stücken umgearbeitete zweite Auflage der KrV vor - und der Physik als empirischer Wissenschaft. Die Notwendigkeit einer Reflexion über die Naturwissenschaft verhilft dieser Schrift heute wieder zu systematischer Relevanz, nachdem sie lange Zeit nur aus dem Blickwinkel ihrer Bedeutsamkeit für die empirische Naturwissenschaft betrachtet und infolgedessen allenfalls aus wissenschaftshistorischem Interesse rezipiert wurde.
Aktualisiert: 2023-06-14
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Immanuel Kants »Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) wurden bereits von Kants Zeitgenossen als eine sehr schwierige Schrift eingeschätzt, schwieriger noch als Kants Hauptwerk, die »Kritik der reinen Vernunft«. Und noch zwei Jahrhunderte nach ihrer Entstehung ist die Schrift Gegenstand kontroverser Diskussionen.
Der von Kant vorgenommenen Einteilung folgend erläutert dieser Kommentar nach einer ausführlichen Analyse der programmatischen Vorrede die vier Schritte - Phoronomie, Dynamik, Mechanik, Phänomenologie - von Kants dynamistischer Materietheorie sowie deren Legitimation. Es wird dabei deutlich, welche fundamentale Funktion der Materiebegriff in Metaphysik und Naturlehre besitzt: was auch immer wissenschaftlich erkannt wird, es muss Bezug haben zur materiellen Substanz im Raum. Da Kant in seiner Bestimmung des Materiebegriffs durch den Begriff der Bewegung in weiten Teilen dem Kategorienschema der »Kritik der reinen Vernunft« folgt, ist der Kommentar bestrebt, die Schrift vor dem Hintergrund seiner Kritischen Philosophie zu rekonstruieren.
Die Zeugnisse aus dieser Schaffensphase Kants werden in folgender Abstufung, die sich an den Kriterien der Authentizität sowie der Publizität der Texte orientiert, zum Beleg von Aussagen herangezogen:
1) Schriften, die Kants imprimatur besitzen,
2) Briefe von Kant,
3) Notizen aus dem Handschriftlichen Nachlass,
4) Mit-, Nach- bzw. Abschriften, die Studenten von Kants Vorlesungen angefertigt haben.
Als weitere wichtige Quellen dieser ersten durchgehenden und detaillierten Erschließung des Texts wird zum einen Kants eigene vorkritische Naturphilosophie herangezogen, zum anderen werden Bezüge der Schrift zur weitgehend newtonisch geprägten Naturphilosophie seiner Zeit hergestellt, die in der Forschung bisher vernachlässigt wurden.
Der Kommentar verfährt gemäß der Interpretationsmaxime größtmöglicher Rationalität des Autors und orientiert sich in diesem Sinne an den Kriterien Konsistenz und Kohärenz in Bezug auf die nähere und fernere Textumgebung. Insofern sich der Autor dieses Kommentars kritisch zum Kantischen Text verhält, geschieht dies nicht von einem externen philosophischen oder naturwissenschaftlichen Standpunkt aus. Bezugspunkt der Kritik ist vielmehr Kants Theoretische Philosophie, wie dieser sie in den 70er Jahren entwickelt und vornehmlich in der Kritik und den Prolegomena publiziert hat.
Aktualisiert: 2023-06-14
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Aktualisiert: 2023-05-29
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In der 1970 gegründeten Reihe erscheinen Arbeiten, die philosophiehistorische Studien mit einem systematischen Ansatz oder systematische Studien mit philosophiehistorischen Rekonstruktionen verbinden. Neben deutschsprachigen werden auch englischsprachige Monographien veröffentlicht.
Aktualisiert: 2023-05-29
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Die Prolegomena von 1783 sind eine Kurzfassung der »Kritik der reinen Vernunft«, deren Plan und Ergebnisse sie übersichtlich darstellen sollen. In Umkehrung der Methode der Kritik – statt der synthetischen Lehrart wird nun die analytische befolgt – nimmt Kant unter der Leitfrage »Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?« eine Inhalts-, Umfangs- und Grenzbestimmung reiner Erkenntnis vor. Orientiert am Ideal der Mathematik und der Naturwissenschaft soll der Metaphysik hinsichtlich der Gewißheit ihrer Prinzipien die Nobilitierung einer Wissenschaft zuteil werden, die ihr vor der Kritik versagt war.
Damit sind die Prolegomena nicht nur eine Einführung in den Transzendentalen Idealismus Kants, sondern dokumentieren bereits die Weiterführung dieser Kritischen Philosophie, welche sich über die »Grundlegung zur Metaphysik der Sitten« (1785) sowie die »Metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) bis zur zweiten Auflage der Kritik (1787) und über diese hinaus fortsetzt.
Neben einer umfangreichen Einleitung, einer aktuellen Bibliographie sowie einem Anmerkungsapparat ist dieser Neuedition auch die von den beiden Philosophen Ch. Garve und J. G. H. Feder stammende sogenannte Göttinger Rezension der Kritik der reinen Vernunft beigegeben, wodurch der Entstehungshintergrund der Schrift erkennbar wird.
In der Forschung ist mittlerweile nahezu unumstritten, dass der originale Textbestand der Prolegomena korrumpiert ist. Die vorliegende Neuedition schließt sich der sogenannten »Blattversetzungs-Hypothese« zu den §§ 2 und 4 an und folgt darüber hinaus einem weiteren Umstellungsvorschlag von Georg Kullmann. Die Abweichungen vom Original sind in einem Lesartenapparat unter dem Haupttext verzeichnet.
Aktualisiert: 2023-05-21
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Kants Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft von 1786 stehen ihrem Anspruch nach zwischen einer transzendentalen Kritik der Vernunft - Kant bereitete zur selben Zeit die in wesentlichen Stücken umgearbeitete zweite Auflage der KrV vor - und der Physik als empirischer Wissenschaft. Die Notwendigkeit einer Reflexion über die Naturwissenschaft verhilft dieser Schrift heute wieder zu systematischer Relevanz, nachdem sie lange Zeit nur aus dem Blickwinkel ihrer Bedeutsamkeit für die empirische Naturwissenschaft betrachtet und infolgedessen allenfalls aus wissenschaftshistorischem Interesse rezipiert wurde.
Aktualisiert: 2023-05-21
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Immanuel Kants »Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) wurden bereits von Kants Zeitgenossen als eine sehr schwierige Schrift eingeschätzt, schwieriger noch als Kants Hauptwerk, die »Kritik der reinen Vernunft«. Und noch zwei Jahrhunderte nach ihrer Entstehung ist die Schrift Gegenstand kontroverser Diskussionen.
Der von Kant vorgenommenen Einteilung folgend erläutert dieser Kommentar nach einer ausführlichen Analyse der programmatischen Vorrede die vier Schritte - Phoronomie, Dynamik, Mechanik, Phänomenologie - von Kants dynamistischer Materietheorie sowie deren Legitimation. Es wird dabei deutlich, welche fundamentale Funktion der Materiebegriff in Metaphysik und Naturlehre besitzt: was auch immer wissenschaftlich erkannt wird, es muss Bezug haben zur materiellen Substanz im Raum. Da Kant in seiner Bestimmung des Materiebegriffs durch den Begriff der Bewegung in weiten Teilen dem Kategorienschema der »Kritik der reinen Vernunft« folgt, ist der Kommentar bestrebt, die Schrift vor dem Hintergrund seiner Kritischen Philosophie zu rekonstruieren.
Die Zeugnisse aus dieser Schaffensphase Kants werden in folgender Abstufung, die sich an den Kriterien der Authentizität sowie der Publizität der Texte orientiert, zum Beleg von Aussagen herangezogen:
1) Schriften, die Kants imprimatur besitzen,
2) Briefe von Kant,
3) Notizen aus dem Handschriftlichen Nachlass,
4) Mit-, Nach- bzw. Abschriften, die Studenten von Kants Vorlesungen angefertigt haben.
Als weitere wichtige Quellen dieser ersten durchgehenden und detaillierten Erschließung des Texts wird zum einen Kants eigene vorkritische Naturphilosophie herangezogen, zum anderen werden Bezüge der Schrift zur weitgehend newtonisch geprägten Naturphilosophie seiner Zeit hergestellt, die in der Forschung bisher vernachlässigt wurden.
Der Kommentar verfährt gemäß der Interpretationsmaxime größtmöglicher Rationalität des Autors und orientiert sich in diesem Sinne an den Kriterien Konsistenz und Kohärenz in Bezug auf die nähere und fernere Textumgebung. Insofern sich der Autor dieses Kommentars kritisch zum Kantischen Text verhält, geschieht dies nicht von einem externen philosophischen oder naturwissenschaftlichen Standpunkt aus. Bezugspunkt der Kritik ist vielmehr Kants Theoretische Philosophie, wie dieser sie in den 70er Jahren entwickelt und vornehmlich in der Kritik und den Prolegomena publiziert hat.
Aktualisiert: 2023-05-21
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Die Prolegomena von 1783 sind eine Kurzfassung der »Kritik der reinen Vernunft«, deren Plan und Ergebnisse sie übersichtlich darstellen sollen. In Umkehrung der Methode der Kritik – statt der synthetischen Lehrart wird nun die analytische befolgt – nimmt Kant unter der Leitfrage »Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?« eine Inhalts-, Umfangs- und Grenzbestimmung reiner Erkenntnis vor. Orientiert am Ideal der Mathematik und der Naturwissenschaft soll der Metaphysik hinsichtlich der Gewißheit ihrer Prinzipien die Nobilitierung einer Wissenschaft zuteil werden, die ihr vor der Kritik versagt war.
Damit sind die Prolegomena nicht nur eine Einführung in den Transzendentalen Idealismus Kants, sondern dokumentieren bereits die Weiterführung dieser Kritischen Philosophie, welche sich über die »Grundlegung zur Metaphysik der Sitten« (1785) sowie die »Metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) bis zur zweiten Auflage der Kritik (1787) und über diese hinaus fortsetzt.
Neben einer umfangreichen Einleitung, einer aktuellen Bibliographie sowie einem Anmerkungsapparat ist dieser Neuedition auch die von den beiden Philosophen Ch. Garve und J. G. H. Feder stammende sogenannte Göttinger Rezension der Kritik der reinen Vernunft beigegeben, wodurch der Entstehungshintergrund der Schrift erkennbar wird.
In der Forschung ist mittlerweile nahezu unumstritten, dass der originale Textbestand der Prolegomena korrumpiert ist. Die vorliegende Neuedition schließt sich der sogenannten »Blattversetzungs-Hypothese« zu den §§ 2 und 4 an und folgt darüber hinaus einem weiteren Umstellungsvorschlag von Georg Kullmann. Die Abweichungen vom Original sind in einem Lesartenapparat unter dem Haupttext verzeichnet.
Aktualisiert: 2023-05-21
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Immanuel Kants »Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) wurden bereits von Kants Zeitgenossen als eine sehr schwierige Schrift eingeschätzt, schwieriger noch als Kants Hauptwerk, die »Kritik der reinen Vernunft«. Und noch zwei Jahrhunderte nach ihrer Entstehung ist die Schrift Gegenstand kontroverser Diskussionen.
Der von Kant vorgenommenen Einteilung folgend erläutert dieser Kommentar nach einer ausführlichen Analyse der programmatischen Vorrede die vier Schritte - Phoronomie, Dynamik, Mechanik, Phänomenologie - von Kants dynamistischer Materietheorie sowie deren Legitimation. Es wird dabei deutlich, welche fundamentale Funktion der Materiebegriff in Metaphysik und Naturlehre besitzt: was auch immer wissenschaftlich erkannt wird, es muss Bezug haben zur materiellen Substanz im Raum. Da Kant in seiner Bestimmung des Materiebegriffs durch den Begriff der Bewegung in weiten Teilen dem Kategorienschema der »Kritik der reinen Vernunft« folgt, ist der Kommentar bestrebt, die Schrift vor dem Hintergrund seiner Kritischen Philosophie zu rekonstruieren.
Die Zeugnisse aus dieser Schaffensphase Kants werden in folgender Abstufung, die sich an den Kriterien der Authentizität sowie der Publizität der Texte orientiert, zum Beleg von Aussagen herangezogen:
1) Schriften, die Kants imprimatur besitzen,
2) Briefe von Kant,
3) Notizen aus dem Handschriftlichen Nachlass,
4) Mit-, Nach- bzw. Abschriften, die Studenten von Kants Vorlesungen angefertigt haben.
Als weitere wichtige Quellen dieser ersten durchgehenden und detaillierten Erschließung des Texts wird zum einen Kants eigene vorkritische Naturphilosophie herangezogen, zum anderen werden Bezüge der Schrift zur weitgehend newtonisch geprägten Naturphilosophie seiner Zeit hergestellt, die in der Forschung bisher vernachlässigt wurden.
Der Kommentar verfährt gemäß der Interpretationsmaxime größtmöglicher Rationalität des Autors und orientiert sich in diesem Sinne an den Kriterien Konsistenz und Kohärenz in Bezug auf die nähere und fernere Textumgebung. Insofern sich der Autor dieses Kommentars kritisch zum Kantischen Text verhält, geschieht dies nicht von einem externen philosophischen oder naturwissenschaftlichen Standpunkt aus. Bezugspunkt der Kritik ist vielmehr Kants Theoretische Philosophie, wie dieser sie in den 70er Jahren entwickelt und vornehmlich in der Kritik und den Prolegomena publiziert hat.
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Kants Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft von 1786 stehen ihrem Anspruch nach zwischen einer transzendentalen Kritik der Vernunft – Kant bereitete zur selben Zeit die in wesentlichen Stücken umgearbeitete zweite Auflage der KrV vor – und der Physik als empirischer Wissenschaft. Die Notwendigkeit einer Reflexion über die Naturwissenschaft verhilft dieser Schrift heute wieder zu systematischer Relevanz, nachdem sie lange Zeit nur aus dem Blickwinkel ihrer Bedeutsamkeit für die empirische Naturwissenschaft betrachtet und infolgedessen allenfalls aus wissenschaftshistorischem Interesse rezipiert wurde.
Aktualisiert: 2023-05-21
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Die Prolegomena von 1783 sind eine Kurzfassung der »Kritik der reinen Vernunft«, deren Plan und Ergebnisse sie übersichtlich darstellen sollen. In Umkehrung der Methode der Kritik – statt der synthetischen Lehrart wird nun die analytische befolgt – nimmt Kant unter der Leitfrage »Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?« eine Inhalts-, Umfangs- und Grenzbestimmung reiner Erkenntnis vor. Orientiert am Ideal der Mathematik und der Naturwissenschaft soll der Metaphysik hinsichtlich der Gewißheit ihrer Prinzipien die Nobilitierung einer Wissenschaft zuteil werden, die ihr vor der Kritik versagt war.
Damit sind die Prolegomena nicht nur eine Einführung in den Transzendentalen Idealismus Kants, sondern dokumentieren bereits die Weiterführung dieser Kritischen Philosophie, welche sich über die »Grundlegung zur Metaphysik der Sitten« (1785) sowie die »Metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) bis zur zweiten Auflage der Kritik (1787) und über diese hinaus fortsetzt.
Neben einer umfangreichen Einleitung, einer aktuellen Bibliographie sowie einem Anmerkungsapparat ist dieser Neuedition auch die von den beiden Philosophen Ch. Garve und J. G. H. Feder stammende sogenannte Göttinger Rezension der Kritik der reinen Vernunft beigegeben, wodurch der Entstehungshintergrund der Schrift erkennbar wird.
In der Forschung ist mittlerweile nahezu unumstritten, dass der originale Textbestand der Prolegomena korrumpiert ist. Die vorliegende Neuedition schließt sich der sogenannten »Blattversetzungs-Hypothese« zu den §§ 2 und 4 an und folgt darüber hinaus einem weiteren Umstellungsvorschlag von Georg Kullmann. Die Abweichungen vom Original sind in einem Lesartenapparat unter dem Haupttext verzeichnet.
Aktualisiert: 2023-05-19
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Kants Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft von 1786 stehen ihrem Anspruch nach zwischen einer transzendentalen Kritik der Vernunft - Kant bereitete zur selben Zeit die in wesentlichen Stücken umgearbeitete zweite Auflage der KrV vor - und der Physik als empirischer Wissenschaft. Die Notwendigkeit einer Reflexion über die Naturwissenschaft verhilft dieser Schrift heute wieder zu systematischer Relevanz, nachdem sie lange Zeit nur aus dem Blickwinkel ihrer Bedeutsamkeit für die empirische Naturwissenschaft betrachtet und infolgedessen allenfalls aus wissenschaftshistorischem Interesse rezipiert wurde.
Aktualisiert: 2023-05-19
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Immanuel Kants »Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) wurden bereits von Kants Zeitgenossen als eine sehr schwierige Schrift eingeschätzt, schwieriger noch als Kants Hauptwerk, die »Kritik der reinen Vernunft«. Und noch zwei Jahrhunderte nach ihrer Entstehung ist die Schrift Gegenstand kontroverser Diskussionen.
Der von Kant vorgenommenen Einteilung folgend erläutert dieser Kommentar nach einer ausführlichen Analyse der programmatischen Vorrede die vier Schritte - Phoronomie, Dynamik, Mechanik, Phänomenologie - von Kants dynamistischer Materietheorie sowie deren Legitimation. Es wird dabei deutlich, welche fundamentale Funktion der Materiebegriff in Metaphysik und Naturlehre besitzt: was auch immer wissenschaftlich erkannt wird, es muss Bezug haben zur materiellen Substanz im Raum. Da Kant in seiner Bestimmung des Materiebegriffs durch den Begriff der Bewegung in weiten Teilen dem Kategorienschema der »Kritik der reinen Vernunft« folgt, ist der Kommentar bestrebt, die Schrift vor dem Hintergrund seiner Kritischen Philosophie zu rekonstruieren.
Die Zeugnisse aus dieser Schaffensphase Kants werden in folgender Abstufung, die sich an den Kriterien der Authentizität sowie der Publizität der Texte orientiert, zum Beleg von Aussagen herangezogen:
1) Schriften, die Kants imprimatur besitzen,
2) Briefe von Kant,
3) Notizen aus dem Handschriftlichen Nachlass,
4) Mit-, Nach- bzw. Abschriften, die Studenten von Kants Vorlesungen angefertigt haben.
Als weitere wichtige Quellen dieser ersten durchgehenden und detaillierten Erschließung des Texts wird zum einen Kants eigene vorkritische Naturphilosophie herangezogen, zum anderen werden Bezüge der Schrift zur weitgehend newtonisch geprägten Naturphilosophie seiner Zeit hergestellt, die in der Forschung bisher vernachlässigt wurden.
Der Kommentar verfährt gemäß der Interpretationsmaxime größtmöglicher Rationalität des Autors und orientiert sich in diesem Sinne an den Kriterien Konsistenz und Kohärenz in Bezug auf die nähere und fernere Textumgebung. Insofern sich der Autor dieses Kommentars kritisch zum Kantischen Text verhält, geschieht dies nicht von einem externen philosophischen oder naturwissenschaftlichen Standpunkt aus. Bezugspunkt der Kritik ist vielmehr Kants Theoretische Philosophie, wie dieser sie in den 70er Jahren entwickelt und vornehmlich in der Kritik und den Prolegomena publiziert hat.
Aktualisiert: 2023-05-19
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Immanuel Kants »Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) wurden bereits von Kants Zeitgenossen als eine sehr schwierige Schrift eingeschätzt, schwieriger noch als Kants Hauptwerk, die »Kritik der reinen Vernunft«. Und noch zwei Jahrhunderte nach ihrer Entstehung ist die Schrift Gegenstand kontroverser Diskussionen.
Der von Kant vorgenommenen Einteilung folgend erläutert dieser Kommentar nach einer ausführlichen Analyse der programmatischen Vorrede die vier Schritte - Phoronomie, Dynamik, Mechanik, Phänomenologie - von Kants dynamistischer Materietheorie sowie deren Legitimation. Es wird dabei deutlich, welche fundamentale Funktion der Materiebegriff in Metaphysik und Naturlehre besitzt: was auch immer wissenschaftlich erkannt wird, es muss Bezug haben zur materiellen Substanz im Raum. Da Kant in seiner Bestimmung des Materiebegriffs durch den Begriff der Bewegung in weiten Teilen dem Kategorienschema der »Kritik der reinen Vernunft« folgt, ist der Kommentar bestrebt, die Schrift vor dem Hintergrund seiner Kritischen Philosophie zu rekonstruieren.
Die Zeugnisse aus dieser Schaffensphase Kants werden in folgender Abstufung, die sich an den Kriterien der Authentizität sowie der Publizität der Texte orientiert, zum Beleg von Aussagen herangezogen:
1) Schriften, die Kants imprimatur besitzen,
2) Briefe von Kant,
3) Notizen aus dem Handschriftlichen Nachlass,
4) Mit-, Nach- bzw. Abschriften, die Studenten von Kants Vorlesungen angefertigt haben.
Als weitere wichtige Quellen dieser ersten durchgehenden und detaillierten Erschließung des Texts wird zum einen Kants eigene vorkritische Naturphilosophie herangezogen, zum anderen werden Bezüge der Schrift zur weitgehend newtonisch geprägten Naturphilosophie seiner Zeit hergestellt, die in der Forschung bisher vernachlässigt wurden.
Der Kommentar verfährt gemäß der Interpretationsmaxime größtmöglicher Rationalität des Autors und orientiert sich in diesem Sinne an den Kriterien Konsistenz und Kohärenz in Bezug auf die nähere und fernere Textumgebung. Insofern sich der Autor dieses Kommentars kritisch zum Kantischen Text verhält, geschieht dies nicht von einem externen philosophischen oder naturwissenschaftlichen Standpunkt aus. Bezugspunkt der Kritik ist vielmehr Kants Theoretische Philosophie, wie dieser sie in den 70er Jahren entwickelt und vornehmlich in der Kritik und den Prolegomena publiziert hat.
Aktualisiert: 2023-05-19
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Die Prolegomena von 1783 sind eine Kurzfassung der »Kritik der reinen Vernunft«, deren Plan und Ergebnisse sie übersichtlich darstellen sollen. In Umkehrung der Methode der Kritik – statt der synthetischen Lehrart wird nun die analytische befolgt – nimmt Kant unter der Leitfrage »Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?« eine Inhalts-, Umfangs- und Grenzbestimmung reiner Erkenntnis vor. Orientiert am Ideal der Mathematik und der Naturwissenschaft soll der Metaphysik hinsichtlich der Gewißheit ihrer Prinzipien die Nobilitierung einer Wissenschaft zuteil werden, die ihr vor der Kritik versagt war.
Damit sind die Prolegomena nicht nur eine Einführung in den Transzendentalen Idealismus Kants, sondern dokumentieren bereits die Weiterführung dieser Kritischen Philosophie, welche sich über die »Grundlegung zur Metaphysik der Sitten« (1785) sowie die »Metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) bis zur zweiten Auflage der Kritik (1787) und über diese hinaus fortsetzt.
Neben einer umfangreichen Einleitung, einer aktuellen Bibliographie sowie einem Anmerkungsapparat ist dieser Neuedition auch die von den beiden Philosophen Ch. Garve und J. G. H. Feder stammende sogenannte Göttinger Rezension der Kritik der reinen Vernunft beigegeben, wodurch der Entstehungshintergrund der Schrift erkennbar wird.
In der Forschung ist mittlerweile nahezu unumstritten, dass der originale Textbestand der Prolegomena korrumpiert ist. Die vorliegende Neuedition schließt sich der sogenannten »Blattversetzungs-Hypothese« zu den §§ 2 und 4 an und folgt darüber hinaus einem weiteren Umstellungsvorschlag von Georg Kullmann. Die Abweichungen vom Original sind in einem Lesartenapparat unter dem Haupttext verzeichnet.
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Kants Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft von 1786 stehen ihrem Anspruch nach zwischen einer transzendentalen Kritik der Vernunft – Kant bereitete zur selben Zeit die in wesentlichen Stücken umgearbeitete zweite Auflage der KrV vor – und der Physik als empirischer Wissenschaft. Die Notwendigkeit einer Reflexion über die Naturwissenschaft verhilft dieser Schrift heute wieder zu systematischer Relevanz, nachdem sie lange Zeit nur aus dem Blickwinkel ihrer Bedeutsamkeit für die empirische Naturwissenschaft betrachtet und infolgedessen allenfalls aus wissenschaftshistorischem Interesse rezipiert wurde.
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Die Prolegomena von 1783 sind eine Kurzfassung der »Kritik der reinen Vernunft«, deren Plan und Ergebnisse sie übersichtlich darstellen sollen. In Umkehrung der Methode der Kritik – statt der synthetischen Lehrart wird nun die analytische befolgt – nimmt Kant unter der Leitfrage »Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?« eine Inhalts-, Umfangs- und Grenzbestimmung reiner Erkenntnis vor. Orientiert am Ideal der Mathematik und der Naturwissenschaft soll der Metaphysik hinsichtlich der Gewißheit ihrer Prinzipien die Nobilitierung einer Wissenschaft zuteil werden, die ihr vor der Kritik versagt war.
Damit sind die Prolegomena nicht nur eine Einführung in den Transzendentalen Idealismus Kants, sondern dokumentieren bereits die Weiterführung dieser Kritischen Philosophie, welche sich über die »Grundlegung zur Metaphysik der Sitten« (1785) sowie die »Metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) bis zur zweiten Auflage der Kritik (1787) und über diese hinaus fortsetzt.
Neben einer umfangreichen Einleitung, einer aktuellen Bibliographie sowie einem Anmerkungsapparat ist dieser Neuedition auch die von den beiden Philosophen Ch. Garve und J. G. H. Feder stammende sogenannte Göttinger Rezension der Kritik der reinen Vernunft beigegeben, wodurch der Entstehungshintergrund der Schrift erkennbar wird.
In der Forschung ist mittlerweile nahezu unumstritten, dass der originale Textbestand der Prolegomena korrumpiert ist. Die vorliegende Neuedition schließt sich der sogenannten »Blattversetzungs-Hypothese« zu den §§ 2 und 4 an und folgt darüber hinaus einem weiteren Umstellungsvorschlag von Georg Kullmann. Die Abweichungen vom Original sind in einem Lesartenapparat unter dem Haupttext verzeichnet.
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