Diese Studie untersucht, ob das Buchwesen auch in der Spätantike für sich einen eigenständigen Charakter beanspruchen kann. Im Mittelpunkt stehen die materielle Beschaffenheit, die Herstellung und die Verbreitung des Buches im lateinischen Westen des Römischen Reiches. Folgende Kernfragen galt es zu beantworten: Sind Veränderungen klar erkennbar und als solche in den zeitgenössischen Quellen wahrgenommen worden? Gibt es Brüche oder eher fließende Übergänge, die zu möglichen neuen Vorgehensweisen führen? Erhält das Buch eine veränderte Wertigkeit? Neben der zunehmenden Bevorzugung des Codex’ als Buchform mit ganz neuen Gestaltungsperspektiven, zeichnete sich bereits in der Spätantike eine Herstellungsweise ab, die in der klassischen Antike unbekannt war: die der Vervielfältigung in klösterlichen Skriptorien. Als Buchreligion brachte das Christentum eine hohe Wertschätzung dem Buch als Textträger der Heiligen Schriften entgegen: ein neuer Aspekt, zumindest im abendländischen Buchwesen. In der Folgezeit sollte unter anderem dieser Aspekt weitreichende Folgen für die Entwicklung des Buches haben.
Aktualisiert: 2023-05-16
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Der Insel-Bücherei-Band, in Zusammenarbeit mit der Handschriftabteilung der Staatsbibliothek entstanden, präsentiert die 40 besondere Kräuter; die Texte werden transkribiert und lesbar gemacht, dazu zeigt der Band den singulären Buchschmuck der Originalausgabe.
Aktualisiert: 2023-03-28
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Die durch den Berliner Handschriftenbibliothekar Valentin Rose (1829−1916) begründete Tradition der wissenschaftlichen Erschließung des europaweit bekannten Handschriftenbestandes in gedruckten Katalogen findet eine weitere Fortsetzung: Dieser Band erfasst im Anschluss an Rose weitere Teile der Signaturengruppe ,Manuscripta latina in quarto‘. Die beschriebenen Handschriften schließen einen Erwerbungszeitraum von 1828−1893 ein und stammen aus unterschiedlichen Quellen: Säkularisierungsgut (Reste aus den zu Preußen gehörenden rheinischen, westfälischen und brandenburgischen Klöstern, die Übernahme der Domstiftsbibliothek Havelberg, dazu Bestände aus aufgelösten polnischen Klöstern in Westpreußen und im Großherzogtum Posen), Erwerbungen privater Büchersammlungen (Méjan, von Meusebach, von Nagler) und Nachlässe (Bellermann, Quix), sowie der gezielte Ankauf auf Auktionen, in Antiquariaten oder aus Privathand. Hervorzuheben sind u.a. die Ankäufe aus der Kartause Buxheim, deren Bestände nach der Säkularisierung mehrfach den Besitzer wechselten und nach der Versteigerung (1883) in alle Welt verstreut wurden. Bedeutende Stücke aus den Versteigerungen der italienischen Adelsbibliotheken Borghese, Minutoli und Trivulzio gelangten über die Antiquariate Harrassowitz (Leipzig), Franchi (Florenz) und Hoepli (Mailand) in die Berliner Bibliothek. Heterogenität der Herkunft und der inhaltlichen Zusammensetzung ist das prägende Merkmal des vorgestellten Bestandes.
Aktualisiert: 2020-01-29
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Diese Studie untersucht, ob das Buchwesen auch in der Spätantike für sich einen eigenständigen Charakter beanspruchen kann. Im Mittelpunkt stehen die materielle Beschaffenheit, die Herstellung und die Verbreitung des Buches im lateinischen Westen des Römischen Reiches. Folgende Kernfragen galt es zu beantworten: Sind Veränderungen klar erkennbar und als solche in den zeitgenössischen Quellen wahrgenommen worden? Gibt es Brüche oder eher fließende Übergänge, die zu möglichen neuen Vorgehensweisen führen? Erhält das Buch eine veränderte Wertigkeit? Neben der zunehmenden Bevorzugung des Codex’ als Buchform mit ganz neuen Gestaltungsperspektiven, zeichnete sich bereits in der Spätantike eine Herstellungsweise ab, die in der klassischen Antike unbekannt war: die der Vervielfältigung in klösterlichen Skriptorien. Als Buchreligion brachte das Christentum eine hohe Wertschätzung dem Buch als Textträger der Heiligen Schriften entgegen: ein neuer Aspekt, zumindest im abendländischen Buchwesen. In der Folgezeit sollte unter anderem dieser Aspekt weitreichende Folgen für die Entwicklung des Buches haben.
Aktualisiert: 2023-04-04
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Die Sammlung der wichtigsten Aufsätze aus der Forschungstätigkeit von Hans-Erich Teitge (1926–2000), dem langjährigen Direktor der Handschriftenabteilung der Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden, stellt eine posthume Ehrung dar für den Buchhistoriker und Handschriftenbibliothekar. Der Band enthält neben seiner hier erstmals gedruckten Dissertation Beiträge zur Geschichte der Berliner Handschriftensammlung, über literarische Nachlässe und deren Katalogisierung bzw. Erschließung sowie über den frühen Buchdruck in Frankfurt an der Oder. Beigegeben sind ein biographischer Abriss, eine Bibliographie seiner Schriften sowie ein Register der erwähnten Handschriften.
Aktualisiert: 2022-11-18
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