Gewalt im Frieden

Gewalt im Frieden von Zinecker,  Heidrun
Mit Honduras, El Salvador und Guatemala sind es drei Länder Zentralamerikas, die zurzeit die weltweit höchsten Homizidraten aufweisen. Costa Rica und Nicaragua jedoch, die anderen beiden Länder der Region, verzeichnen relativ niedrige Homizidraten. Die Autorin untersucht die Gründe hierfür, indem sie ein eigenes Theoriemodell vorschlägt und dieses über einen stringenten Fünf-Länder-Vergleich überprüft. Die empirischen Daten stammen aus mehrfacher und ausgedehnter Feldforschung der Autorin in der Region (darunter rund 250 Experteninterviews).
Aktualisiert: 2023-05-11
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Aus gegebenem Anlass: Auf der Flucht

Aus gegebenem Anlass: Auf der Flucht von Ostertag,  Heiger, Zinecker,  Heidrun
Flucht global besehen: Weltweit sind 100 Millionen Menschen auf der Flucht, Binnenflüchtlinge und grenzüberschreitend Schutz Suchende. Leid und Hoffnung müssen geschildert werden, da der Mensch unter einer starken Tendenz leidet, Unangenehmes zu verdrängen. Die Ursachen für Flucht scheinen immer mehr zu werden: Rasse, Hunger, Nationalität, politische Überzeugungen, Klima, Religion, Stammesangehörigkeit ...
Aktualisiert: 2023-01-26
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Kolumbien und El Salvador im longitudinalen Vergleich

Kolumbien und El Salvador im longitudinalen Vergleich von Zinecker,  Heidrun
Warum konnte in El Salvador ein langjähriger Krieg durch ein Friedensabkommen beendet werden, in Kolumbien jedoch bisher nicht? Wie ist der Unterschied zu erklären, obgleich es doch in beiden Fällen misslang, die Transition zu marktwirtschaftlichem und massendemokratischem Kapitalismus zu vollenden? Das Paradoxon ergibt sich indes nur bei einer kritischeren Wertung von Transitionen als in der einschlägigen Demokratisierungsforschung üblich. Anders als dort werden hier mit Regime-Hybridität und Persistenz von Rentenökonomien nichtoptimale Ergebnisse von Transitionen nachgewiesen, die sowohl mit Frieden als auch mit Krieg einhergehen können. Dieser – beschränkte – Wandel wird mit einer historisch-strukturellen Analyse von Legaten und Entwicklungspfaden und einer handlungs-, darunter lerntheoretischen Analyse von Transition und Konfliktverregelung hergeleitet. Dabei wird überprüft, ob dadurch Krieg und politisches Regime, aber auch Entwicklungspfade und Legate abgelöst wurden. Entwicklungstheoretisch steht dahinter das Problem, inwieweit es in Rentenökonomien möglich ist, durch solche politische Vergesellschaftungsmodi ökonomisch nicht gegebene Vergesellschaftung zu kompensieren.
Aktualisiert: 2020-11-16
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Gewaltkriminalität in Zentralamerika

Gewaltkriminalität in Zentralamerika von Seffer,  Kristin, Zinecker,  Heidrun
Fast zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Zentralamerikakonflikts stehen drei Länder der Region – El Salvador, Honduras und Guatemala – an der Spitze der lateinamerikanischen und weltweiten Gewaltstatistik. In El Salvador und Guatemala ist die Homizidrate, die sich inzwischen aus Gewaltkriminalität ableitet, im Nachkrieg sogar höher als im Bürgerkrieg. Gleichzeitig können mit Costa Rica und Nicaragua zwei Länder der Region auf eine relativ niedrige Homizidrate verweisen. Warum dieser Unterschied besteht, ist bislang ein Rätsel. Der vorliegende Sammelband enthält Beiträge, die auf einer internationalen Konferenz (25.-28.3.2009, Universität Leipzig) unter dem Titel „Gewalt im Frieden“ vorgelegt wurden: Akademiker, Vertreter staatlicher Sicherheitssektoren und Ex-Gewalttäter aus der Region diskutierten – unterstützt von Gewaltspezialisten aus den USA, Großbritannien, Mexiko und Deutschland –, welche Formen diese Gewalt annimmt, welche Ursachen es für die hohen und niedrigen Gewaltintensitäten in der Region gibt und was hinsichtlich der Einhegungsmöglichkeit von Gewalt von den gewaltarmen Ländern Costa Rica und Nicaragua gelernt werden kann.
Aktualisiert: 2020-11-16
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Vom Exodus zum Exitus

Vom Exodus zum Exitus von Zinecker,  Heidrun
El Salvador hat die höchste Gewaltrate Zentralamerikas. Zwar liegt das Ende des Bürgerkriegs bereits 15 Jahre zurück, doch danach ging die Gewaltrate nicht zurück. Vielmehr wies sie einen sinusartigen Verlauf auf – sie stieg zunächst stark an, um dann für kurze Zeit abzunehmen und schließlich seit 2003 wieder beträchtlich zuzunehmen. Dafür identifiziert Heidrun Zinecker zwei Ursachen: Die eine sind die zugleich repressiven und defizitären staatlichen Institutionen, insbesondere die Polizei und die Justiz. Dies führt zu einer hohen Straflosigkeit, sodass Schuldige nicht verurteilt werden. Dagegen sitzen Unschuldige in den Gefängnissen ein. Die Defizite des Sicherheitssektors erklären die „Buckel“ der Sinuskurve. Das generell hohe Gewaltaufkommen erklärt sich dagegen durch die sog. remesas, Renten, die ausgewanderte Salvadorianer an ihre Familien nach Hause schicken – meist aus den USA. Auf diese Weise wird Arbeit im Inland stark entwertet und stattdessen wird der Zugang zum Markt über Gewalt angestrebt. Damit besitzt – in Verbindung mit den remesas – der Exodus der Salvadorianer einen höheren Erklärungswert für den massenhaften unnatürlichen Exitus als die Defizite der staatlichen Institutionen. Exodus sowie Exitus sind Zeichen einer perversen Globalisierung von neuer Rente und Gewalt. Es handelt sich dabei um eine lose-lose-Situation, denn am Ende werden die durch die remesas zufließenden Finanzen von den Kosten der Gewalt aufgefressen.
Aktualisiert: 2020-03-26
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Gewalt im Frieden

Gewalt im Frieden von Zinecker,  Heidrun
Am 29. Dezember jährt sich das guatemaltekische Friedensabkommen zwischen Staat und der linksgerichteten Guerrilla URNG zum zehnten Mal. Doch die Gewalt im Land hat seitdem keineswegs ab-, sondern zugenommen, wie unterschiedliche Statistiken zu Mord und Totschlag belegen. Heidrun Zinecker untersucht die Formen und Ursachen dieser Gewalt im Frieden und stellt fest, dass es sich nicht um eine Fortführung der Kriegsgewalt mit anderen Mitteln handelt, sondern um eine Nachkriegsgewalt, die hauptsächlich krimineller und weniger politischer Natur ist. Bei den Ursachen dieser Gewalt unterscheidet die Autorin zwischen Möglichkeits- und Verhinderungsstrukturen. Möglichkeitsstrukturen bilden einen Nährboden für Gewalt, der vor allem aus einer unvollendeten Demokratisierung und einem ebenfalls unvollendeten Übergang von der sog. Rentenökonomie zur Marktwirtschaft entsteht. Verhinderungsstrukturen dagegen erreichen, dass Gewaltkriminalität trotz vorhandener Möglichkeitsstrukturen nicht zum Ausbruch kommt. Wenn sie jedoch fehlen oder schlecht funktionieren, verstärken sie die Möglichkeitsstrukturen zusätzlich. Im Falle Guatemalas fehlen tatsächlich wichtige Verhinderungsstrukturen: Vor allem im Sicherheitssektor, also bei Polizei und Justiz, gibt es erhebliche Defizite, und auch das demokratische Engagement der Zivilgesellschaft zur Gewaltvorbeugung reicht nicht aus. Heidrun Zinecker stützt ihre Studie auf rund 50 Interviews, die sie im März 2006 in Guatemala mit Akademikern, Politikern, Polizei- und Justizangehörigen, Maya-Priestern, Aktivisten von Nichtregierungsorganisationen und sogar Gewalttätern im Strafvollzug geführt hat. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass auch in von hoher Armut gekennzeichneten Gesellschaften Gewalt eingehegt werden kann. Dies kann geschehen, indem Investitionen in die verarbeitende Industrie getätigt werden, somit Arbeit gestärkt, und dafür gesorgt wird, dass der Sicherheitssektor funktioniert.
Aktualisiert: 2020-03-26
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Gewaltarmut in Nicaragua – Mythos oder Realität?

Gewaltarmut in Nicaragua – Mythos oder Realität? von Zinecker,  Heidrun
Nicaragua gehört zu den gewaltarmen Ländern Zentralamerikas. Das überrascht, denn vergleicht man Armut, Ungleichheit, Human Development oder das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf steht das Land sogar schlechter da als die Mehrheit der gewaltintensiven Nachbarländer. Um den Ursachen dieser positiven Entwicklung auf den Grund zu gehen, präsentiert und diskutiert Heidrun Zinecker zunächst ihre empirischen Befunde zur Gewaltkriminalität in Nicaragua, die bis 1990 zurückgehen. In der Kausalanalyse ermittelt sie die fehlenden Möglichkeitsstrukturen und die vorhandenen Verhinderungsstrukturen für Gewaltkriminalität im Land. Die Studie schließt mit Überlegungen, wie die gewonnenen Erkenntnisse für andere, gewaltintensive Länder der Region genützt werden können.
Aktualisiert: 2020-03-26
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Gewalt im Gleichgewichtssystem – Der Fall Honduras

Gewalt im Gleichgewichtssystem – Der Fall Honduras von Zinecker,  Heidrun
Honduras gehört mittlerweile neben El Salvador und Guatemala zu den gewaltintensiven Ländern Lateinamerikas. Doch was sind die Ursachen dieser Gewaltexplosion in einem Land, das bis Ende der 70er Jahre von einem relativen Gleichgewichtssystem geprägt war? Paradoxerweise funktioniert der Staat trotz der Ohnmacht des staatlichen Sicher-heitssektors. Heidrun Zinecker zeigt, dass ein neues Gleichgewichtssystem entstanden ist, in dem der Staat nicht trotz, sondern wegen des schwachen Sicherheitssektors und des hohen Aufkommens nichtstaatlicher Gewalt funktioniert, da diese primär krimineller und nicht politischer Natur ist. Das erfordert einen komplexen Lösungsansatz. Die Autorin empfiehlt eine integrative Gewalt¬einhegungsstrategie, die das gesamte System im Auge behält. Das heißt eine Stra¬tegie, die ökonomische (Stärkung der Mittelklasse und der Investitions¬güter¬produktion) und politische (Förderung von Inklusion und Partizipationsmöglichkeiten) Faktoren neben der Stärkung des staatlichen Sicherheitssektors berücksichtigt. Sie schließt mit der brisanten These, dass es ein Irrglaube ist, es müsse zunächst Armut ausgeräumt werden, um erst dann Gewalt einhegen zu können. Nicht nur Krieg und Terrorismus, sondern auch Gewaltkriminalität bewirkt hohe Gewaltraten und stellt zudem ein kontinenteübergreifendes Sicherheitsrisiko dar.
Aktualisiert: 2020-03-26
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Gewalt im Frieden

Gewalt im Frieden von Zinecker,  Heidrun
Mit Honduras, El Salvador und Guatemala sind es drei Länder Zentralamerikas, die zurzeit die weltweit höchsten Homizidraten aufweisen. Costa Rica und Nicaragua jedoch, die anderen beiden Länder der Region, verzeichnen relativ niedrige Homizidraten. Die Autorin untersucht die Gründe hierfür, indem sie ein eigenes Theoriemodell vorschlägt und dieses über einen stringenten Fünf-Länder-Vergleich überprüft. Die empirischen Daten stammen aus mehrfacher und ausgedehnter Feldforschung der Autorin in der Region (darunter rund 250 Experteninterviews).
Aktualisiert: 2023-04-04
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