Burg Lauenstein im Zweiten Weltkrieg
Admiral Canaris unter Hausarrest
Henry Hatt
Burg Lauenstein – die „Mantelburg“ im nördlichsten Zipfel Bayerns gelegen, ist über 1000 Jahre alt. Dieses Buch widmet sich der Verwendung der Burg während des zweiten Weltkrieges. Im Dezember 1943 verlegte die Deutsche Abwehr das Wirtschaftsreferat auf die Burg. Admiral Canaris fiel 1944 in Ungnade und Hitler teilte ihm mit, er habe sich auf Burg Lauenstein zu begeben, wo er quasi unter ständiger Beobachtung war. Aber nicht nur die Wirtschaftsabteilung war in die Burg eingezogen. Die I-G-Staffel der Abwehr befasste sich dort mit Hilfe von russischen Überläufern mit der Fälschung von Pässen und US Dollars. Noch im Februar 1945 traf die SS in der Burg ein und machte es sich bequem.
Bücher und private Kunstsammlungen wurden angeliefert und in den Kellern der Burg gelagert. Nach Kriegsende wurden die Keller geplündert – von Zivilisten und Zwangsarbeitern, aber auch von Angehörigen der US Armee.
Den Mitarbeitern des amerikanischen Kunstschutzes bot sich ein Bild des Grauens. Einige der dort gelagerten Dinge sind allerdings nicht gestohlen worden, sondern wurden von den Nazis noch vor Eintreffen der US-Armee in geheimen Verstecken in der Umgebung der Burg in Sicherheit gebracht.