Der Hof
Ort kulturellen Handelns von Frauen in der Frühen Neuzeit
Judith Aikin, Pernille Arenfeldt, Beatrix Bastl, Jill Bepler, Veronica Biermann, Christine Fischer, Katrin Keller, Ute Küppers-Braun, Helga Meise, Ruth Müller-Lindenberg, Susanne Rode-Breymann, Antje Tumat, Andreas Waczkat, Mara R Wade, Helen Watanabe-O'Kelly, Michael Wenzel, Heide Wunder
Die europäischen Fürstenhöfe der Frühen Neuzeit waren nicht nur Orte der Macht, sondern auch der Kultur: Neben der Dichtung, der bildenden Kunst, der Baukunst oder Gartenarchitektur tat sich gleichfalls im Bereich Musik ein breites Handlungsfeld auf, in dem Frauen eine bislang unterschätzte Rolle spielten. Vor allem die Fürstinnen selbst prägten während der Regentschaft ihrer Gatten die höfische Kultur und wurden zu Auftraggeberinnen von Kunst und Musik. Sie komponierten selbst, sangen, spielten Instrumente oder unterhielten eigene Hofmusikkapellen. Sie dichteten, riefen Akademien ins Leben und sammelten Bücher. Der interdisziplinäre Band eröffnet neue Perspektiven auf weibliche Handlungsspielräume an den Schnittstellen von Hof- und Musikgeschichte.