Geblähte Pharisäer
Sven Hoffmann
Immer wieder arbeitet Sven Hoffmann mit Spannungen zwischen dem Verborgenen und dem Sichtbaren, die nicht nur einen Moment, sondern einen Prozess und eine Dauer evozieren. Er entmystifiziert dabei die Ästhetik unserer Sehgewohnheiten. Vertrautes wird in seinen Werken isoliert, neu kombiniert, in einen appellativen, wenn nicht aggressiven Zusammenhang gebracht.
Was sich wie eine abstrakte Collage darstellt, entpuppt sich bei näherem Hinschauen als sehr vertrautes. Hände, Gesichter, Gliedmaßen oder auch Kakteen oder Äpfel. Alles wird aus seinem Kontext gerissen und zu neuen Bedeutungen verholfen, die mit der inneren Wahrnehmung des Künstlers korrespondiert.
Dieser Band zeigt eine Übersicht der Arbeiten der Jahre 1990 bis 1996.