Hi Schatz!
Heinrich Dubel, Martin Eberle
„Hi Schatz!“ lotet den öffentlichen und halböffentlichen Raum der Großstadt aus.
Als informellen Kommunikationsort, an dem zwischen verschiedenen Gruppen
vermittelt wird. Als Stadtlandschaft, als Landschaftsbeobachtung, als Landerleben,
als Zeitspiegel, als Ausdrucksmöglichkeit, als das tägliche, alltägliche Umfeld, das man
zu kennen glaubt und das einen doch oft staunend dastehen lässt. Überall lässt sich
beobachten, wie Nischen und Brachflächen besetzt, gestaltet und zum persönlichen
Ausdruck, zum Kommunikationsversuch genutzt werden: privateste schriftliche
Minibotschaften, die oft kaum zu entschlüsseln sind, weder im Inhalt noch in der
Absicht. Auch eigenwillige Designlösungen finden sich immer wieder und lassen eine
ungezähmte Gestaltungskraft erkennen. Selbstgemachte Werbung, selbstgebaute
Häuser.
Fotos von Räumen, Übersichten und Ecken dieser gestalterischen Aneignungen
ergeben ein ausschnitthaftes, emotionales, ultrapersönliches Bild des heutigen
Erlebens, fotografiert in den Jahren 1997 bis 2007.