Interindividuelle Differenzen in der Personenwahrnehmung von Baadte,  Christiane

Interindividuelle Differenzen in der Personenwahrnehmung

Zur Rolle zentral-exekutiver Ressourcen bei der sozialen Eindrucksbildung

In unserem Alltag klassifizieren und beurteilen wir andere Menschen oft sehr schnell anhand weniger, stereotyper Merkmale. Obwohl sich der erste Eindruck bei intensiverem Kontakt manchmal bestätigt, kann es doch vorkommen, dass die wahrgenommene Person Verhaltensweisen zeigt, die im Widerspruch zu diesem ersten Urteil stehen. Je nachdem, wie wichtig der weitere Kontakt zu der Person für uns ist, sehen wir uns veranlasst, diese erste Klassifizierung und die daraus resultierende Personenbeurteilung zu überdenken und mit der neuen, scheinbar nicht passenden Information in Einklang zu bringen. Diese Aufgabe wird aber im Gegensatz zu der Bildung des ersten Eindrucks nicht omatisch bewältigt, sondern sie stellt hohe Anforderungen an die menschliche Informationsverarbeitung, vor allem, wenn der erste Eindruck besonders ‚veränderungsresistent‘ (stereotypgeleitet) ist, oder wenn parallel noch andere Aufgaben auszuführen sind. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf der Präzisierung jener kognitiven Prozesse und Mechanismen, die an der sozialen Eindrucksbildung be- teiligt sind, vor allem aber auf der weiteren Differenzierung der kogni- tiven Ressourcen, die für die Revision des ersten Eindrucks erforderlich sind. Dazu wurden Personen mit unterschiedlichen Arbeitsgedächtnis- ressourcen mit Texten über Personen konfrontiert, die zunächst einem Stereotyp zu entsprechen schienen, dann aber Verhalten zeigten, das mit dem aktivierten Stereotyp nicht vereinbar war. In einigen experi- mentellen Bedingungen erhielten die Leserinnen und Leser Informati- onen, die ihnen halfen, diese Inkonsistenz aufzulösen. Die Ergebnisse dreier Experimente zeigen, dass die individuelle Ausprägung vor allem zentral- exekutiver Arbeitsgedächtnisressourcen bedeutenden Einfluss auf die Fähigkeit zur Revision des ersten Eindrucks hat. Als methodisch und theoretisch fruchtbar hat sich dabei die Strategie erwiesen, For- schungsansätze zur sozialen Kognition und zum Textverstehen zusam-menzuführen.

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