Magdeburg in Farbe – Der Breite Weg vor 1945
Thomas Geppert, Axel Kühling, Christoph Werner
Der Breite Weg war für die alte Handels- und Kaiserstadt Magdeburg seit Anbeginn eine Lebensader von beträchtlicher Bedeutung. Wie auf der Elbe die Kähne so rumpelten über den Breiten Weg unzählige Karren mit Waren aus aller Herren Länder, versorgten so die Bürgerschaft mit allem Lebensnotwendigen, die Kaufmannschaft mit Gütern, die sie mit gutem Gewinn im hohen Norden, dem bergigen Süden oder den weit entlegenen Winkeln im Westen und Osten verkaufen konnten. Salz, Felle, Wein und Korn, Fische, Tücher, wundervoll gearbeiteter Schmuck gelangte so nach Magdeburg, machte die Stadt reich und wehrhaft, gab dem Magdeburgern eine Stimme in der einst bekannten Welt. Bis ins 11. Jahrhundert noch außerhalb der altstädtischen Wehrmauern, wuchs er nun allmählich in die Stadt hinein. An seinen Straßenrändern wuchsen stolze Paläste und Kontore, die die Waren nun vom Schiff luden und unter dem Banner der Hanse über Land sandten, oder umgekehrt. Nach der fürchterlichen Zerstörung im Jahre 1631 wurde der Breite Weg nach und nach wieder aufgebaut und mit vielen einzigartigen Bauwerken versehen. Bis zur vollständigen Zerstörung 1945 galt er als schönste Barockstraße Deutschlands. Schwarz-weiß Fotos wurden nun durch neueste Farbgebungsverfahren koloriert und mit Akribie nachbearbeitet.
Es entstand ein aussagekräftiger Bildband zum Magdeburger Breiten Weg vor 1945 in Farbe.