Im Mittelalter ging adlige Herrschaftsbildung Hand in Hand mit der Stiftung dynastischer Hausklöster. Das zentrale Band zwischen dem Adelsgeschlecht und seinem Kloster war die Memoria, das Gebetsgedenken für Lebende und Verstorbene. Mit solchen Zentren des Frömmigkeits- und Soziallebens schufen sich die Adelsfamilien einen ideellen Bezugspunkt und begründeten enge wechselseitige Beziehungen zu den Konventualen, die es immer wieder neu zu bestimmen galt. Die vorliegende Studie behandelt die Hausklöster der Wettiner. Die überaus erfolgreiche Herrschaftsbildung dieser Dynastie im mitteldeutschen Raum wurde von der Gründung und Entwicklung verschiedener geistlicher Institutionen begleitet. Das Nonnenkloster Gerbstedt, das Augustiner-Chorherrenstift Lauterberg und das Zisterzienserkloster Altzelle wurden zu Hauptzentren der wettinischen Gedächtnispflege. Von besonderem Interesse ist es, die Berührungspunkte der beiden Pole des ‚Systems Haus-Kloster‘ zu betrachten. Diese Untersuchung leistet nicht nur einen Beitrag zur Erforschung der Wettiner und zur sächsischen Landesgeschichte, sondern bietet darüber hinaus vertiefende und weiterführende Erkenntnisse über das Wesen mittelalterlicher Hausklöster, Form und Bedeutung adliger Memoria, die Formierung mittelalterlicher Adelsgeschlechter und ihrer genealogisch-historiographischen Traditionen sowie zum Charakter mittelalterlicher Adelsherrschaft.
Aktualisiert: 2022-12-22
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800 Jahre Geschichte des Klosters und späteren Schlosses Mildenfurth, Bauaufnahme und Schilderung der Baumaßnahmen bis 1993
Aktualisiert: 2018-12-17
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Mit dieser Klostermonographie liegt endlich eine Darstellung der spätmittelalterlichen Geschichte dieses damals zum Dominikanerorden gehörenden bedeutenden Frauenkonvents am Ursprung der Donau vor.
Rüdiger Schell entwirft mit dem teils spärlich vorhandenen Quellenmaterial ein lebendiges Bild einer Gemeinschaft, die in Randlage zeitweise (vor allem im 14. Jahrhundert) ums Überleben kämpft. Nicht allein der Einsatz der Grafen und ihrer Frauen und Töchter trug zum Fortbestand der Gemeinschaft bei, sondern auch die Bereitschaft der Schwestern, ihren persönlichen Besitz dem Kloster zu übereignen.
Zugleich vermag der Autor am Beispiel dieses Klosters überzeugend nachzuweisen, dass es sehr wohl „Hausklöster“ „als fester und zentraler Gedenkort“ einer adeligen Familie auch im Spätmittelalter gab. Nach einer sorgfältigen Analyse der mit der Entstehung der geistlichen Gemeinschaft Auf Hof verbundenen Einzelakte, vor allem der Rolle der Grafen von Fürstenberg als „Gründerfamilie“, und der Weiterentwicklung des Klosters Auf Hof (Maria Hof) bis ins 16. Jahrhundert hinein, wendet der Verfasser sich im letzten und für die Frage nach der Funktion des Konvents als „Hauskloster“ zentralen Teil seines Werkes diesem Thema zu. Angesichts der von ihm herausgearbeiteten Rolle der Grafen von Fürstenberg bei der Entstehung des Klosters und der Sorge der Fürstenberger um die Vermehrung von dessen wirtschaftlicher Ausstattung und angesichts der sich aus der Durchsicht der Archivalien ergebenden hohen Zahl weiblicher Mitglieder des Grafenhauses als Angehörigen des Neudinger Konvents, sodann angesichts des vom Konvent stets wahrgenommenen Gebetsgedenkens für Angehörige des Hauses Fürstenberg und der ebenso unablässigen Pflege des „Erbbegräbnisses“ in der Gruft der Klosterkirche und wegen der in der Kirche seinerzeit aufgestellten fürstenbergischen Grabdenkmäler vermag Schell zumindest am Beispiel „seines“ Klosters überzeugend deutlich zu machen, dass das Kloster Auf Hof bei Neudingen während des gesamten Spätmittelalters den Grafen von Fürstenberg als konkurrenzloses „Hauskloster“ gedient hat. Es bildete eindeutig den „festen und zentralen Gedenkort“ einer adeligen Familie.
Aktualisiert: 2022-06-27
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In deutscher Übersetzung mit einem Facsimile-Abdruck der lateinischen Handschrift und der von Ph. Jaffe 1861 besorgten Edition.
Aktualisiert: 2022-05-13
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