Vertriebssteuerung im Privatkundengeschäft deutscher Genossenschaftsbanken

Vertriebssteuerung im Privatkundengeschäft deutscher Genossenschaftsbanken von Schröder,  Jan Henrik
Die Vertriebssteuerung war für Banken zu jeder Zeit eine wichtige Aufgabe, die den Erfolg der Bank beeinflusst. Dies gilt in besonderer Weise für das Privatkundengeschäft und es hat für Genossenschaftsbanken deswegen eine besonders starke Bedeutung, weil zahlreiche ihrer privaten Kunden als Mitglieder auch Eigentümer der Bank sind. Dabei wird die Vertriebssteuerung in dem herausfordernden Umfeld, mit dem Banken heute fertig zu werden haben, noch wichtiger als in der Vergangenheit. Digitalisierung, Regulierung, Demografie sowie die geldpolitischen Rahmenbedingungen legen es nahe, der Vertriebssteuerung besonderes Augenmerk zu schenken. Eine Optimierung des Vertriebsmanagements kann einen Ansatzpunkt zur Verbesserung des Betriebsergebnisses von Genossenschaftsbanken vor den aktuellen Rahmenbedingungen bilden. Zahlreiche Genossenschaftsbanken wählen diese Möglichkeit neben anderen Instrumenten. Dies bildet den Ausgangspunkt der vorliegenden Dissertation von Jan Henrik Schröder. Er geht davon aus, dass unterschiedliche Ausgestaltungselemente sich in ihrem Erfolgsbeitrag unterscheiden und berücksichtigt dabei den „KundenFokus 2020“, der für Genossenschaftsbanken ein wichtiges Dokument der Orientierung darstellt. Dessen Kern ist ein IT-gestützter, medienbruchfreier, standardisierter und rechtlich abgesicherter Beratungsprozess, der auch die technische Verzahnung der einzelnen Vertriebskanäle und Steuerungssysteme enthält. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet eine theoriegeleitete empirische Analyse der aufbau- und ablauforganisatorischen Ausgestaltung sowie der Erfolgswirkung der Vertriebssteuerung im Privatkundengeschäft deutscher Genossenschaftsbanken. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen für das Bankmanagement unter Berücksichtigung der strategischen Herausforderungen im aktuellen Marktumfeld abgeleitet. Die Analyse kann neue Ergebnisse präsentieren. Der Forschungsgesellschaft für Genossenschaftswesen Münster e. V. sei für ihre Unterstützung herzlich gedankt. Die Arbeit richtet sich sowohl an Vertreter der Bankenpraxis als auch an Wissenschaftler, die Banken- und Organisationsthemen bearbeiten. Münster, im April 2020 Univ.-Prof. Dr. Theresia Theurl
Aktualisiert: 2020-07-14
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Fusionen deutscher Genossenschaftsbanken vor dem Hintergrund des Förderauftrags

Fusionen deutscher Genossenschaftsbanken vor dem Hintergrund des Förderauftrags von Arts,  Vanessa
Infolge der Finanzkrise wird das reale Größenwachstum von zahlreichen Genossenschaftsbanken als notwendig erachtet, sodass in den vergangenen Jahren ein starker Zuwachs an Fusionen innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe zu verzeichnen ist. Dabei stehen die Mitglieder im Fokus. Inwieweit Auswirkungen auf die Mitgliederförderung gegenüber den Mitgliedern kommuniziert werden, wurde bisher noch nicht untersucht. Aktueller Forschungsstand Fusionen von Genossenschaftsbanken bedürfen nicht nur der expliziten Zustimmung der Mitglieder, sondern sind ausschließlich durch den Erhalt oder die Entstehung von Mitgliedervorteilen zu rechtfertigen. Ein in der Wissenschaft anerkanntes und zugleich theoretisch fundiertes Modell der gesetzlich verankerten Mitgliederförderung stellt hierzu der MemberValue von Theurl (2002) dar. In der Fusionserfolgsforschung wird der Förderauftrag in seiner Gesamtheit nicht als die entscheidende Erfolgsgröße angesehen. Stattdessen findet eine Konzentration auf einen Bestandteil des MemberValues – den Optionsnutzen – statt, obwohl eine umfangreiche Literaturstudie ein anderes Vorgehen nahelegt. Kommunikation als Untersuchungsgegenstand Die Kommunikation ist zentraler Bestandteil einer weitreichenden MemberValue-Strategie und gilt zugleich als ein entscheidender Erfolgsfaktor einer jeden Fusion. Aufgrund der Entscheidungs- und Kontrollrechte der Mitglieder ist der fusionsvorbereitenden Kommunikation von Genossenschaftsbanken im Vergleich zu anderen Unternehmensformen zudem umso mehr Bedeutung beizumessen. Zusätzlich führen Sanktionen, die bei unzureichender oder irreführender Kommunikation drohen, zu einer Disziplinierung des Managements in der Kommunikation. An diese Überlegungen knüpft die Dissertation an, indem die externe Fusionskommunikation als Untersuchungsgegenstand gewählt und hinsichtlich des MemberValues ausgewertet wird. Ergebnisse Auf Basis einer skalierenden Inhaltsanalyse konnten knapp 10.000 Quasi-Sätze, die sich mit dem Förderauftrag direkt oder indirekt auseinandersetzen, in der externen Fusionskommunikation von 203 Genossenschaftsbanken, die im Jahr 2014 bis 2016 fusioniert haben, identifiziert werden. Obwohl es gegenwärtig an vergleichbaren Untersuchungen fehlt, kann Genossenschaftsbanken aufgrund dessen eine hohe MemberValue-Orientierung im Zuge von Fusionen zugesprochen werden. Darüber hinaus lassen sich stichpunktartig folgende Ergebnisse für Genossenschaftsbanken festhalten: Genossenschaftsbanken nehmen nur selten einen direkten Bezug zum Förderauftrag und greifen stattdessen auf operationalisierte Bestandteile der Mitgliederförderung zurück. Obgleich diese Vorgehensweise die Erfassung der Informationen durch die Mitglieder erleichtert, wird in einem stärkeren direkten Bezug zum Förderauftrag eine bisher nicht ausreichend genutzte Möglichkeit zur Differenzierung von Wettbewerbern im Markt gesehen. Genossenschaftsbanken kommunizieren primär Auswirkungen der Fusion auf den Nachhaltigen MemberValue (Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit, Interaktion, Machtverhältnisse) und sekundär auf den Unmittelbaren MemberValue (Erreichbarkeit, Preis- und Leistungsverhältnis, Produkt- und Dienstleistungsportfolio, Ansprechpartner), während der Mittelbare MemberValue von untergeordneter Relevanz ist. Daraus kann eine verzerrte Bewertung des Fusionsvorhabens resultieren. Schließlich zeigen Wirkungen auf der nachhaltigen Ebene erst langfristig betrachtet eine spürbare Wirkung. Zudem werden insb. jene Einflussfaktoren in der Kommunikation vernachlässigt, die zu einem einzigartigen Wettbewerbsvorteil führen (Mitgliedernetzwerk oder Mitgliederkontrolle). Genossenschaftsbanken kommunizieren eindeutig, aber nur mit Einschränkungen objektiv. So wird in Bereichen, in denen tendenziell negative Auswirkungen zu erwarten sind, nur wenig bis gar nicht kommuniziert. Die Kommunikation fusionierender kleiner oder fusionierender großer Genossenschaftsbanken weicht tendenziell von der konsolidierten Auswertung ab. Mitglieder solcher Banken können von z. T. von schwächeren oder stärkeren Fusionswirkungen ausgehen. Genossenschaftsbanken weisen ein nahezu identisches Kommunikationsverhalten zu den Sparkassen auf, da genossenschaftliche Spezifika nur in einem geringen Umfang die Kommunikation prägen. Lediglich im Hinblick auf die zugrunde liegenden Dokumententypen ergaben sich Abweichungen. Während Sparkassen stärker gesetzlich verpflichtende Dokumententypen in ihrer Fusionskommunikation einsetzten, nutzten Genossenschaftsbanken stärker freiwillige Dokumententypen und ermöglichten auf dieser Basis eine breitere Streuung der Informationen. In der Summe zeigen die Ergebnisse, dass Genossenschaftsbanken – unabhängig von ihrer Größenordnung – eine umfassende, eindeutige und mit Einschränkungen objektive MemberValue-Strategie, die überwiegend indirekt zum Ausdruck kommt, kommunizieren. Allerdings fehlt es ihr säulenübergreifend betrachtet an Einzigartigkeit, da Potenziale zur Wettbewerbsdifferenzierung weitestgehend ungenutzt bleiben. Für die externe Fusionskommunikation, aber auch für die Kommunikation mit Mitgliedern im Allgemeinen, ergeben sich aus diesen Ergebnissen wertvolle Handlungsempfehlungen.
Aktualisiert: 2020-01-15
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Strategische Ausrichtung von Energiegenossenschaften

Strategische Ausrichtung von Energiegenossenschaften von Kleene,  Silvia
Energiegenossenschaften haben in Deutschland in den vergangenen Jahren zunehmende Bedeutung erlangt. Für die dezentrale Energieversorgung stellen sie eine geeignete Organisationsform dar und ihre Governancemerkmale tragen dazu bei, dass sie in Wissenschaft und Gründungspraxis inzwischen großes Interesse gefunden haben. Dies spiegelt auch aktuelle gesellschaftliche Trends wider, die zum Ausdruck bringen, dass Menschen in Angelegenheiten, die ihnen sehr wichtig sind, die Abhängigkeit von dominanten Anbietern ablehnen. Energiewirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung der Energiepolitik fördern nicht nur die Gründung von Energiegenossenschaften, sondern sie erfordern es auch zunehmend, dass sich diese mit ihrer strategischen Ausrichtung sowie mit zukünftigen Geschäftsfeldern auseinandersetzen. Silvia Kleene untersucht in ihrer nun vorgelegten Dissertation nicht nur die besondere Governance von Energiegenossenschaften, sondern konzentriert sich auf eine Analyse ihres MemberValues und die Identifikation von Maßnahmen zu dessen Steigerung unter Berücksichtigung strategischer Herausforderungen. Sie untersucht, welche Herausforderungen sich für Energiegenossenschaften aus den sich wandelnden Rahmenbedingungen des Energiesektors ergeben. Zusätzlich erforscht sie anhand einer Mitgliederbefragung, welche Erwartungen die Mitglieder an ihre Energiegenossenschaft knüpfen und wie sie ihre Rolle und Aufgabe in dieser sehen. Zudem wird ein Fokus auf die Identifikation von Einflussfaktoren des MemberValues und die Ableitung von Konsequenzen für die zukünftige strategische Ausrichtung gelegt. Frau Kleene gelingt es im Rahmen ihrer empirischen Analyse Antworten auf ihre Forschungsfragen zu finden, neue Ergebnisse vorzulegen und aussagekräftige Schlussfolgerungen abzuleiten. Münster, im Januar 2018 Univ.-Prof. Dr. Theresia Theurl
Aktualisiert: 2021-12-20
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Partizipation der Genossenschaftsmitglieder am Erfolg

Partizipation der Genossenschaftsmitglieder am Erfolg von Haarmann,  Mona Vanessa
Die IT-Dienstleistungsbranche steht vor zahlreichen Herausforderungen. Technologische Veränderungen und immer kürzere Produktlebenszyklen ermöglichen nicht nur völlig neue Wege Daten und Informationen auszutauschen, sondern auch für die Unternehmen der Branche zusätzliche Geschäftsfelder zu erschließen. Hinzukommt, dass die Neugestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die elektronische Steuererklärung, der Allokation von Ressourcen umfangreiche neue Wege eröffnen. Ferner steigen die Ansprüche der Kunden. Darüber hinaus treten immer mehr internationale Wettbewerber in den Markt ein und erhöhen den Wettbewerbsdruck auf den nationalen Märkten. Um dieser Entwicklung standzuhalten ist es notwendig das IT-Dienstleister ihr Geschäftsmodell strategischen und operativen Anpassungsprozessen unterziehen um ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und auszubauen. Vor diesem Hintergrund wurde die kooperative Beziehung einer IT-Dienstleistungsgenossenschaft und ihrer Mitgliederbetriebe mit einem besonderen Augenmerk darauf untersucht, ob der derzeit erzielte MemberValue auch den Erwartungen der Mitglieder entspricht. Dabei war der Ansatzpunkt der Dissertation die marktgetriebenen Veränderungen der Ressourcenallokation zu analysieren. Das bedeutet, dass die IT-Dienstleistungsgenossenschaft nicht mehr wie ursprünglich, ausschließlich Leistungen für ihre Mitgliederbetriebe bereitstellt, sondern auch für die Kunden der Mitglieder. Ferner stand im Fokus die Möglichkeiten der Erfolgsbeteiligung der Genossenschaftsmitglieder an diesen zusätzlich mit den Kunden der Mitglieder generierten Umsätzen theoretisch zu legitimieren und aus rechtlicher Sicht zu evaluieren.
Aktualisiert: 2019-12-12
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