Aktualisiert: 2023-03-28
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Das fortwährende Wachstum der Wirtschaft ist die tragende
Säule aller früh industrialisierten Länder. Ohne ein solches
Wachstum, so die tief sitzende Furcht, gibt es weder Vollbeschäftigung noch sind die sozialen Sicherungssysteme und
öffentlichen Haushalte ausreichend finanzierbar. Selbst die
freiheitlich-demokratische Ordnung wird in Gefahr gewähnt.
Die ständige Mehrung materiellen Wohlstands ist das große
Heils- und Glücksversprechen unserer Zeit. Doch ist es auch
erfüllbar?
Die objektiven Voraussetzungen hierfür verschlechtern sich
seit geraumer Zeit. Nicht grundlos haben viele Menschen den
Eindruck, dass sich ihre Lebenslage schon lange nicht mehr
verbessert. Wie aber steht es um die subjektiven Voraussetzungen,
die Sicht- und Verhaltensweisen der Bevölkerung,
von denen Wirtschaftswachstum ebenfalls maßgeblich
abhängt? Dieser Frage wird in vorliegender Studie nachgegangen.
Das Ergebnis: (Fast) alle reden von Wachstum, aber
nur eine recht kleine Minderheit setzt sich auch aktiv dafür
ein. Die Mehrheit verfolgt vorrangig andere Ziele. Dabei gilt:
Je älter Menschen sind, desto weniger streben sie nach
Wachstum. Das aber bedeutet für eine zügig alternde
Bevölkerung: programmierter Stillstand.
Aktualisiert: 2019-11-28
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Nicht Postdemokratie, sondern Refeudalisierung scheint das Zukunftsszenario zu sein. Hinzu kommt die Rückabwicklung der Demokratie.
Aktualisiert: 2022-12-14
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Die 1990er Jahre sahen die längste US-Prosperitätsphase der gesamten Nachkriegszeit. Die Arbeitslosigkeit ist auf ein Niveau gefallen, das häufig als Vollbeschäftigung bezeichnet wird, die Inflationsrate ist über die gesamte Prosperitätsphase kaum gestiegen, das Haushaltsdefizit ist in einen Überschuss verkehrt worden. Amerika wird zum Modell.
Der Modebegriff der »New Economy«, geprägt für jene neuen Dienstleistungsbranchen, die Wissen und Informationen »verarbeiten«, wird auf die US-Wirtschaft in toto angewendet, um die Neuartigkeit des Phänomens zu beschreiben. Die Botschaft lautet: Wir haben es mit einer Entwicklung nach neuen, unbekannten Gesetzmäßigkeiten zu tun - inflationsfreies Wachstum in einer weitgehend unregulierten, hochflexiblen Informations- und Wissensökonomie, in der jedes Wirtschaftssubjekt seine unternehmerische Leistungsfähigkeit ausprobieren, der Marktzugang dank Internet kaum durch hohe Transaktionskosten und der Kapitalzugang dank zunehmender Börsenkapitalisierung und neuer Risikokapitalkultur kaum beschränkt werden kann.
Die USA werden damit zum Modell der »New Economy«, die sich gegenüber der »Old Economy« Europas und Japans durch hohe Flexibilität von Preis- und Mengenanpassungen, geringer staatliche Interventionen in die Marktordnung und -prozesse und geringem Einfluss organisierter Interessenvertreter auszeichnet.
Die Beiträge dieses Bandes befassen sich deshalb mit den weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, den makroökonomischen Voraussetzungen, aber auch den Begleiterscheinungen der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA, die als »New Economy« mystifiziert werden. Was steckt tatsächlich hinter der veränderten Wachstumsentwicklung in der Triade? Tragen die 1990er Jahre lediglich jene angebotspolitischen Früchte, die durch die Reaganomics in den 1980er Jahren gesät wurden? Oder ist die »New Economy« das Sinnbild der 2. Industriellen Revolution, die durch die Entwicklungen in den Informations- und Kommunikationstechnologien jene lang erwartete basistechnologische Revolution auslöst, die einen neuen »Kondratieff-Zyklus« mit überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum und einer trendmäßigen Beschleunigung des technischen Fortschritts anleitet?
Europa, so zeigen die Beiträge dieses Bandes, kann aus der US-Entwicklung die Lehre ziehen, dass es keiner rätselhaften »New Economy« bedarf, um Wachstum und Beschäftigung in einer Weise zu beflügeln, die an die »Goldenen Zeiten« der 60er und 70er Jahre erinnert, sondern einer expansiven makroökonomischen Konstellation, die durch den entsprechenden Policy-mix aus Geld-, Finanz- und Lohnpolitik zumindest befördert werden kann. Natürlich wird sich das Wachstum und der Beschäftigungszuwachs am Beginn des 21. Jahrhunderts in Branchen abspielen, die zu großen Teilen wissen- und informationsbasiert sind - wenn dies als »New Economy« interpretiert wird, ist die fulminante Expansion der »New Economy« Folge, nicht aber Voraussetzung einer wünschenswerten Prosperitätsphase. Der Modernisierungsprozess der europäischen Wirtschaften sollte deshalb an der Institutionalisierung der Verhaltensabstimmung der makroökonomischen Politikbereiche zur Schaffung einer expansiven Konstellation ansetzen, statt sich ausschließlich mit der mikroökonomisch begründeten Infragestellung bestehender Arbeitsmarkt-, Sozialstaats- und Kollektivvertragssysteme zu befassen, die die für die »New Economy« der wissensbasierten Gesellschaft notwendige Humankapitalbereitstellung sogar gefährden könnte.
Inhalt
Vorwort
Das Forschungsnetzwerk »Alternative Konzeptionen der makroökonomischen Politik im Spannungsfeld von Arbeitslosigkeit, Globalisierung und hoher Staatsverschuldung«
Arne Heise Einleitung: Vom Pflegefall zum Modell - die rasante Erfolgsstory der USA
Heiner Flassbeck Der amerikanische Aufschwung und die New Economy
Trevor Evans, Michael Heine, Hansjörg Herr Weiche Kurse - Harter Fall? Die außenwirtschaftlichen Perspektiven der US-Ökonomie
Elke Muchlinski »Monetaristisches Experiment« der Federal Reserve Bank (USA) oder »smokescreen«? Anmerkungen zu einer historisch bedeutsamen Phase der Geldpolitik
Jan Priewe Vom Defizit zum Überschuß - US-Fiskalpolitik in den 90er Jahren
Stephan Schulmeister Die unterschiedliche Wachstumsdynamik in den USA und Deutschland in den neunziger Jahren
Eileen Appelbaum, Christian E. Weller Structural Change, Employment, and Inequility: Impacts on Productivity Growth
Georg Erber, Harald Hagemann, Markus Schreyer, Stephan Seiter dd>Produktivitätswachstum in der »New Economy« - Übergangsphänomen oder Strukturbruch?
Aktualisiert: 2021-10-18
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Aktualisiert: 2023-04-04
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