Frege und die kontinentalen Ursprünge der analytischen Philosophie

Frege und die kontinentalen Ursprünge der analytischen Philosophie von Gabriel,  Gottfried, Schlotter,  Sven
Während die Bedeutung Freges für die Philosophie der Gegenwart, soweit sich diese der analytischen Philosophie verpflichtet fühlt, allgemeine Anerkennung gefunden hat, ist seine Stellung innerhalb der eigenen Zeit noch weitgehend unaufgeklärt geblieben. So herrscht die Auffassung vor, Frege habe seine Ideen ganz aus sich selbst oder geradezu im Gegensatz zur deutschen philosophischen Tradition seiner Zeit gewonnen. Bei genauerer Textanalyse weisen Freges Schriften dagegen vielfältige Beziehungen zur zeitgenössischen Logik, Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie und Philosophie der Mathematik auf, so dass bei ihm von einem Bruch mit der kontinentalen Philosophie nicht die Rede sein kann. Weil die historischen Voraussetzungen unberücksichtigt geblieben sind, ist ein unzutreffendes Bild von Freges Einsichten entstanden. Dieses Bild wird durch die Entfaltung des historischen Kontextes korrigiert. Bestimmend ist dabei ein problemorientierter Zugang, der sich systematischer Bewertungen und Weiterführungen nicht enthält.
Aktualisiert: 2017-08-03
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Praxis und ›zweite Natur‹

Praxis und ›zweite Natur‹ von Kertscher,  Jens, Müller,  Jan
Mit dem Begriff der zweiten Natur ist der Gedanke einer Natürlichkeit angesprochen, die Menschen in einer einheitlichen, belebten Natur verortet und sie zugleich grundsätzlich von allen anderen Lebewesen unterscheidet. Die bis auf Aristoteles zurückgehende Tradition dieses Gedankens hat in den vergangenen zwanzig Jahren, angeregt durch Diskussionen über den objektiven Status von Sittlichkeit und Moral und ihr Verhältnis zur menschlichen Lebensweise, eine Renaissance erlebt. Unterdessen wird die Figur der zweiten Natur in ganz unterschiedlichen philosophischen Richtungen kontrovers diskutiert: Führt die Rede von der menschlichen Natur nicht in den überwunden geglaubten Essenzialismus zurück? Können vernachlässigte Fragen der normativen Ethik wie die nach der Rolle von Bildungs- und Sozialisationsprozessen mit Verweis auf die »zweite Natur« besser gestellt, oder nur umformuliert werden? Bietet das Konzept der »zweiten Natur« eine Alternative zu anderen Grundbegriffen der praktischen Philosophie bzw. einer Praxisphilosophie im weitesten Sinne: Praxis, Geschichte, Leben oder Kultur, die allesamt antreten, um überkommene Dualismen zu überwinden?
Aktualisiert: 2017-07-10
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Praxis und Gründe

Praxis und Gründe von Franken Figueredo,  Florian
Praktische Gründe dienen uns Menschen dazu, unser Handeln verständlich zu machen. Philosophen sind fasziniert vom Wesen praktischer Gründe. Auf was für einen Gegenstand beziehen wir uns, wenn wir unser Handeln erklären? Sind praktische Gründe als psychologische Zustände der handelnden Person aufzufassen, etwa als deren Wünsche oder Überzeugungen? Oder sind sie identisch mit den sich in der Welt befindenden Tatsachen, also unabhängig vom Geist der Akteure? Verursachen Gründe unser Handeln? Diese und andere Fragen sind aktueller Gegenstand einer vielschichtigen Diskussion in der analytisch geprägten Handlungstheorie. Dieses Buch bietet eine einschneidende Veränderung in der Sicht auf diese Fragen an. Überlegungen Wittgensteins folgend, werden praktische Gründe nicht als ontologischer Gegenstand, sondern als sprachliche Instrumente aufgefasst, die mit Funktionen und Zwecken verbunden sind. Auf diese Weise gelingt es, einen frischen Blick auf die normativen Bedingungen des Gebrauchs von Gründen, ihre Rolle in praktischen Überlegungsprozessen und ihre Bedeutung für die Motivation und Moral menschlichen Handelns in einer gemeinsam geteilten Praxis zu gewinnen.
Aktualisiert: 2017-08-10
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Mindestlohn – (k)ein gerechter Lohn?

Mindestlohn – (k)ein gerechter Lohn? von Klesczewski,  Diethelm, Müller-Mezger,  Steffi, Neuhaus,  Frank
Der Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns ging in Deutschland eine heftige Debatte voraus, die bis heute nicht verstummt ist. Neben ökonomischen und juristischen Überlegungen wurden auch Argumente aus dem philosophischen Gerechtigkeitsdiskurs bemüht. Ihre Verschiedenartigkeit zeigt, dass man auf die Frage nach dem gerechten Lohn und damit auch auf die Frage nach der Legitimität eines gesetzlichen Mindestlohns nur mit einer interdisziplinären Herangehensweise eine angemessene Antwort geben kann. Das Buch dokumentiert, wie auf der 2016 abgehaltenen Sommerakademie der Juristenfakultät Leipzig in Vorträgen und Diskussionen die Problematik einer Lösung näher gebracht wurde. F. Rödl stellt den gesetzlichen Mindestlohn in den Gesamtzusammenhang des geltenden Rechts und arbeitet die Bezüge zur ausgleichenden Gerechtigkeit heraus. Th. Petersen sichtet mit philosophischem Zugang den Ertrag der marxistischen Theorie für das Thema. H.-J. Bontrup setzt sich aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive mit der neoklassischen Theorie der Lohnfindung auseinander. Der Band schließt ab mit einem Beitrag von M. Köhler, dessen Lösungsansatz im Rahmen eines rechtsphilosophischen Gesamtkonzepts Aspekte der Tausch- und Teilhabegerechtigkeit integriert.
Aktualisiert: 2017-07-10
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Sinne, Gehirn und Geist

Sinne, Gehirn und Geist von Fink,  Helmu, Rosenzweig,  Rainer
Die Neurowissenschaften schreiten voran, ihre Fragestellungen und Untersuchungsmethoden werden spezifischer. Es ist nicht leicht, den Überblick zu behalten. Physiologie, Psychologie, Evolutionsbiologie und Philosophie des Geistes haben ihre je eigenen Perspektiven, die nur gemeinsam ein umfassendes Bild vom Menschen ergeben. Das vorliegende Buchpaket dokumentiert die Entwicklungen des letzten Jahrzehnts in Originaltexten führender Experten des jeweiligen Gebietes. Die 10 Bände umfassen über 100 Fachbeiträge auf über 2400 Seiten. Sie bieten einen breiten Überblick über neuere Ergebnisse der Hirnforschung und ihre Relevanz für ein wissenschaftlich informiertes Menschenbild. Die Themenfelder u.a.: Sinneswahrnehmung, Bewusstsein, Willensfreiheit, Sprache, Kreativität, Emotion, Enhancement, Geschlechterunterschiede, Tierverwandtschaft und Sozialverhalten Die Autoren u.a.: Ansgar Beckermann, Dieter Birnbacher, Norbert Bischof, Brigitte Falkenburg, Angela Friederici, John-Dylan Haynes, Peter Janich, Holger Lyre, Klaus Mainzer, Hans Markowitsch, Albert Newen, Michael Pauen, Josef Reichholf, Gerhard Roth, Wolf Singer, Volker Sommer, Manfred Spitzer, Kai Vogeley, Eckart Voland, Gerhard Vollmer, Henrik Walter und Franz Wuketits Der Sonderpreis: 180 € (statt 298,- € im Einzelbezug)
Aktualisiert: 2017-07-10
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Tod ohne Leitbild?

Tod ohne Leitbild? von Kersting,  Daniel
Tod und Sterben waren schon immer von leitenden Vorstellungen geprägt: Die Topoi des sanften Todes, des bewussten Abschieds, des friedlichen Einschlafens haben eine lange Tradition. Auch unsere gegenwärtige Gesellschaft entwirft solche Leitbilder und propagiert etwa den Heldentod als Organspenderin, verspricht das ruhige und friedliche Sterben im Hospiz oder bestimmt den »Hirntod« zum Tod des Menschen. In der konkreten Umsetzung führen diese Vorstellungen allerdings oft zu Konflikten, die von den Beteiligten selbst nicht mehr gelöst werden können. Die Studie verfolgt die Hypothese, dass diese Konflikte in einem vereinseitigten Verständnis des Todes gründen, das insbesondere die personale Bedeutung des Todes nicht angemessen berücksichtigt. In einer kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen philosophischen Theorien es Todes wird das Problem zunächst begrifflich präzisiert, um es dann mit den Mitteln der philosophischen Anthropologie Helmuth Plessners zu lösen. Dabei wird ein Konzept des menschlichen Todes entwickelt, das die personale Bedeutung ebenso wie andere zentrale Dimensionen des Todes integriert. Dieser integrative Ansatz ermöglicht, Todesvorstellungen kritisch auf ihre Legitimität zu prüfen.
Aktualisiert: 2017-07-10
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Von Schildkröten und Lügnern

Von Schildkröten und Lügnern von Engel,  Karsten
Wissenschaften haben gute Aussichten auf Bewältigung der Probleme, die mit den gängigen Theorien nicht »wegzuerklären« sind, wenn sie die in ihnen auftretenden Paradoxien und Antinomien ernst nehmen: Eine Einsicht, die alle Aufsätze in diesem Band eint. Was das im Speziellen bedeutet, formulieren in diesem Buch PhilosophInnen als auch Einzelwissenschaftler konkret aus. Es wird dadurch offensichtlich, wie eng die Paradoxien- mit den Grundlagenforschungen der Wissenschaften verwoben sind. Diese waren in der Vergangenheit immer dann besonders hilfreich, wenn man sie – ähnlich wie in diesem Band – inter- oder transdisziplinär ausrichtete. Eine unumgehbare Voraussetzung für diese Art der Zusammenarbeit ist eine übergreifende Begriffs- und Strukturbestimmung von »Paradoxie«, weswegen einige AutorInnen dies explizit in ihren Aufsätzen aufgreifen. Studierende der hier vertretenen Fächer lernen mit den Texten, deren Gegenstände und Fragen unter Blickwinkeln zu betrachten, die Sackgassen verhindern, in die man durch das Beibehalten einer einzigen, wenn auch bisher noch so erfolgreichen Methode gerät. Damit ist klar: Paradoxien- und Antinomienforschung hilft, Denkblockaden abzubauen.
Aktualisiert: 2017-06-14
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Die Einheit von Einheit und Vielheit

Die Einheit von Einheit und Vielheit von Schneider,  Ruben
Das Buch versteht sich als ein Beitrag zu einem Theorieansatz über das Verhältnis von Absolutem und Endlichem im Rahmen der von Lorenz B. Puntel vorgelegten struktural-systematischen Philosophie. Dieses Verhältnis soll als die »(primordiale) Einheit von (korrelativer) Einheit und Vielheit« bzw. als »Autoimmanenz von Immanenz und Transzendenz« bestimmt werden, was nach Meinung des Autors zugleich die Fundamentalstruktur eines (richtig verstandenen) Panentheismus darstellt: Das allumfassende Absolute stellt eine Einheit dar, die weder in eine atomistische Vielheit zerfällt, noch ihr entgegengesetzt wäre, sondern die als eine Einheit verstanden werden muss, welche die Vielheit der endlichen Entitäten umfasst und ihr dennoch auch gegenübersteht. Diese bei vielen Klassikern vorkommende Konzeption stellt eine analytisch-formallogisch orientierte Philosophie vor erhebliche konzeptuelle Schwierigkeiten, die dieses Buch mit Ausblick auf eine mögliche Lösung artikuliert. Dabei wird im Gespräch mit ausgewählten Klassikern die Seinstheorie der struktural-systematischen Philosophie als ein angemessener Theorierahmen für ein solches Vorhaben ausgewiesen, der sich insbesondere in den gegenwärtigen Diskussionen der analytischen Religionsphilosophie als weiterführende Anregung erweist.
Aktualisiert: 2017-07-10
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»Krieg?«

»Krieg?« von Schneider,  Sebastian
Was ist Krieg und wie lässt sich diese Form des Konflikts von anderen Konfliktarten wie Kriminalität oder Terrorismus abgrenzen? Dass die Antworten auf diese Fragen nicht nur von wissenschaftlichem Interesse sind, sondern auch weit in das Gebiet der Politik und des Rechts hineinreichen, hat sich spätestens mit der Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 sowie in der Debatte um die Bezeichnung des Einsatzes der deutschen Bundeswehr in Afghanistan gezeigt. In diesem Buch wird die Frage nach der konkreten Ausdeutung des Kriegsbegriffs aus der Perspektive der Philosophie systematisch ausgebreitet und mit Blick auf die aktuellen Trends des globalen Konfliktgeschehens diskutiert. Ausgehend von den einschlägigen historischen und zeitgenössischen Positionen werden Ansätze zum Begriff des Krieges Stück für Stück durchleuchtet und diskutiert. Das Ziel des Buches ist dabei nicht, eine Kriegsdefinition zu entwickeln, die den Anspruch hat, das Ende der Debatte um diesen Begriff zu markieren. Vielmehr geht es darum, Missverständnisse zu klären, Argumente zu entwickeln und insgesamt Struktur und Transparenz für eine Debatte um den Kriegsbegriff zu liefern.
Aktualisiert: 2017-07-10
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Gefühle und Gedanken

Gefühle und Gedanken von Berninger,  Anja
Was sind Emotionen? Welche Funktion erfüllen sie? In welchem Verhältnis stehen sie zu mentalen Zuständen wie Urteilen? Als Antwort auf diese Fragen entwickelt Anja Berninger in ihrem Buch eine »adverbiale Emotionstheorie «, in deren Rahmen Emotionen als Arten und Weisen des Denkens verstanden werden. Die Autorin setzt sich somit von der gängigen Vorstellung ab, dass Emotionen mit einzelnen mentalen Zuständen wie Urteilen oder Wahrnehmungen gleichzusetzen seien. Auch die Funktion von Emotionen wird neu beleuchtet. Während in der philosophischen Literatur bislang meist davon ausgegangen wird, Emotionen hätten die Aufgabe, uns über die Werteigenschaften von Situationen zu informieren, argumentiert Anja Berninger dafür, die Funktion von Emotionen in der Lösung bestimmter kognitiver Steuerungsprobleme zu verorten. Emotionen liefern uns keine neuen Informationen, sondern versetzen uns kognitiv in die Lage, angemessen auf die aktuelle Situation zu reagieren. In ihrer Argumentation greift die Autorin dabei sowohl auf klassische philosophische Positionen als auch auf jüngere Ergebnisse der Emotionspsychologie zurück.
Aktualisiert: 2017-07-10
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Wittgenstein und die Philosophie der Mathematik

Wittgenstein und die Philosophie der Mathematik von Bromand,  Joachim, Reichardt,  Bastian
Ludwig Wittgenstein selbst hielt seine Überlegungen zur Mathematik für seinen bedeutendsten Beitrag zur Philosophie. So beabsichtigte er zunächst, dem Thema einen zentralen Teil seiner Philosophischen Untersuchungen zu widmen. Tatsächlich wird kaum irgendwo sonst in Wittgensteins Werk so deutlich, wie radikal die Konsequenzen seines Denkens eigentlich sind. Vermutlich deshalb haben Wittgensteins Bemerkungen zur Mathematik unter all seinen Schriften auch den größten Widerstand provoziert: Seine Bemerkungen zu den Gödel’schen Unvollständigkeitssätzen bezeichnete Gödel selbst als Nonsens, und Alan Turing warf Wittgenstein vor, dass aufgrund seiner scheinbar toleranten Haltung gegenüber Widersprüchen Brücken einstürzen könnten, die Mithilfe mathematischer Berechnungen in Wittgensteins Sinne errichtet würden. Die Beiträge des Bandes erklären zentrale Überlegungen Wittgensteins zur Mathematik, räumen weit verbreitete Missverständnisse aus und analysieren kritisch Wittgensteins Bedeutung für die traditionelle Philosophie der Mathematik. Ebenfalls wird die Frage verfolgt, inwieweit Wittgensteins Bemerkungen zur Philosophie der Mathematik über seine Philosophischen Untersuchungen hinausführen.
Aktualisiert: 2017-06-14
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Kultur. Freiheit. Technik.

Kultur. Freiheit. Technik. von Puls,  Heiko, Schramm,  Michael, Waller,  Stefan
Birgit Recki vertritt seit 1997 das weite Feld der Ethik, Ästhetik und Kulturphilosophie unter Einschluss der Anthropologie am Philosophischen Seminar der Universität Hamburg. Dieser Band ist von ihren Schülern herausgegeben und erscheint anlässlich ihres 60. Geburtstags. Er enthält Beiträge, die von Problemstellungen zu Kultur, Technik und Freiheit handeln und dabei mit weitergehenden Überlegungen zu Mythos, Moral und Ästhetik das breite Forschungsspektrum von Birgit Recki berühren. Birgit Recki vertritt seit 1997 das weite Feld der Ethik, Ästhetik und Kulturphilosophie unter Einschluss der Anthropologie am Philosophischen Seminar der Universität Hamburg. Dieser Band ist von ihren Schülern herausgegeben und erscheint anlässlich ihres 60. Geburtstags. Er enthält Beiträge, die von Problemstellungen zu Kultur, Technik und Freiheit handeln und dabei mit weitergehenden Überlegungen zu Mythos, Moral und Ästhetik das breite Forschungsspektrum von Birgit Recki berühren.
Aktualisiert: 2017-08-10
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Kunst und Kunstbegriff

Kunst und Kunstbegriff von Bluhm,  Roland, Schmücker,  Reinold
Lässt sich Kunst definieren? Von vielen analytischen Kunstphilosophen wird das bezweifelt. Für sie ist der Kunstbegriff ein “offener Begriff”, der auf unterschiedlichste Phänomene angewandt werden kann, selbst wenn diese keine gemeinsame Eigenschaft miteinander verbindet. Wer danach fragt, was Kunst denn eigentlich sei, verkennt in ihren Augen das Wesen des Kunstbegriffs. Träfe diese Auffassung zu, wären philosophische Theorien über das Wesen der Kunst bloße Spekulation. Der Streit um den Kunstbegriff, der bis heute nicht beigelegt ist, ist deshalb ein Streit um die Grundlagen und die Möglichkeit einer Ästhetik der Kunst. Der Band stellt die wichtigsten Protagonisten dieses Streits in Aufsätzen vor, die hier größtenteils zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vorliegen. Er enthält Beiträge von Berys Gaut, William E. Kennick, Maurice Mandelbaum, Robert J. Matthews, Robert Stecker, Morris Weitz und Paul Ziff.
Aktualisiert: 2017-07-10
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Gerechter Krieg

Gerechter Krieg von Janssen,  Dieter, Quante,  Michael
Spätestens seit der Beteiligung deutscher Soldaten am Kosovo-Krieg im Jahr 1999 hat ein verstärktes Nachdenken über die Problematik der Ethik militärischer Einsätze auch in Deutschland begonnen. Angesichts der Greuel und Massaker in vielen Teilen der Welt hat sich ein strikter, jede Form der Gewaltausübung ablehnender Pazifismus als unbefriedigende Haltung gegenüber diesen Schrecken erwiesen. Es stellt sich jedoch die Frage, was eine sinnvolle Alternative sein könnte. Die Wiederbesinnung auf Theorien gerechter Krieg e stellte sich als eine der möglichen Antworten heraus. Mit Beiträgen von: Matteo Fornari, Otfried Höffe, Dieter Janssen, James Turner Johnson, Ulrike Kleemeier, Frank Köhler, Barbara Merker, Michael Quante, Ludwig Siep, Suzanne Uniacke.
Aktualisiert: 2017-03-27
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Weltarmut und Ethik

Weltarmut und Ethik von Bleisch,  Barbara, Schaber,  Peter
Die Aufgabe, extreme Armut Geschichte werden zu lassen, erachten nicht nur die Vereinten Nationen und zahlreiche Hilfswerke als die zentrale Herauforderung unserer Zeit, sondern auch viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Während in den verschiedensten Disziplinen nach den besten Strategien zur nachhaltigen Bekämpfung der Weltarmut geforscht wird, befassen sich Moralphilosophen und -philosophinnen mit den normativen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der erwähnten Herausforderung stellen: Wer ist verantwortlich für die Beseitigung der Armut? Schulden wir einander lediglich einen minimalen Lebensstandard, der menschliches Überleben sichert – oder weitaus mehr? Wie sähe eine faire Aufgabenverteilung zwischen staatlichen, institutionellen und individuellen Akteuren im Rahmen der Armutsbekämpfung aus? Nach welchen Maßstäben sind globale Institutionen zu gestalten? Diese und weitere Themen sind in den letzten Jahren kontrovers diskutiert worden, und im Zuge der fortschreitenden Globalisierung hat sich die Debatte durch den Umstand der weltweiten ökonomischen und politischen Abhängigkeiten weiter intensiviert. Damit stellen sich neben der Frage, was wir Menschen in Not an Hilfe schulden, vermehrt auch Fragen nach der Gerechtigkeit globaler Institutionen und transnationaler Verträge. Ausgehend von Peter Singers zum Klassiker gewordenen Aufsatz 'Famine, Affluence and Morality' aus dem Jahr 1972, der zum ersten Mal in einer deutschen Übersetzung vorgelegt wird, gibt dieser Band in Originalbeiträgen von Norbert Anwander, Elizabeth Ashford, Barbara Bleisch, Garrett Cullity, Stefan Gosepath, Regina Kreide, David Miller, Thomas Pogge, Peter Schaber, Michael Schefczyk, Stephan Schlothfeldt, Barbara Schmitz und Véronique Zanetti einen Überblick über die wichtigsten Positionen zum Thema Weltarmut und Ethik.
Aktualisiert: 2017-08-10
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Kants Gesamtwerk in neuer Perspektive

Kants Gesamtwerk in neuer Perspektive von Schepelmann,  Maja
Anders als in historisierenden Deutungen wird in dieser neuen Darstellung des Kantischen Gesamtwerks dem Autor in allen literarischen und philosophischen Belangen die volle Souveränität über die Gestaltung des Werkganzen zugesprochen. In dieser neuen Perspektive stellt sich sein Gesamtwerk als eine einzige konsistente Argumentation dar, die ihre Untersuchungshinsichten auf unterschiedliche Schriften verteilt, unter Verwendung satirischer und ironischer Gestaltungsmittel bestimmte Positionen der Tradition teils scharf kommentiert, auf den hintersinnigen Spott der frühen Schriften diejenigen Schriften folgen lässt, in denen Grundlagen und Prinzipien des philosophischen Systems sowie deren Rechtfertigung fundiert werden, und die schließlich von dort den Überstieg zur Anwendung in Wissenschaft und Gesellschaft in Angriff nimmt. Dabei wird stets die methodologische Idee verfolgt, dass, auch mittels absichtlich inszenierter Irritationen, der LeserIn immer wieder auf sich selbst gestellt sein sollen, um das eigene Denken einzuüben und um es als solches überhaupt zu bemerken. So muss also Kants rhetorische und literarische Konzeption der erste Schlüssel zu seinem Verständnis sein.
Aktualisiert: 2017-07-27
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Rationalität

Rationalität von Hahn,  Susanne
Die Rede von Rationalität, rationalem Handeln, rationalen Personen usf. ist weit verbreitet. Bei näherer Betrachtung erweisen sich die Rationalitätsausdrücke jedoch in dramatischer Weise als semantisch defekt. Die bei diesem Befund einschlägige Therapie ist die auf Carnap zurückgehende Methode der Explikation. Sie wird angewendet auf verschiedene Konzepte rationalen Handelns, u.a. auf Ziel-Überzeugungsmodelle, regel- bzw. strukturbezogenes rationales Handeln, rationales Handeln im Sinne der Rationalwahltheorien und der eingeschränkten Rationalität. Ein Ergebnis: Die unterschiedlichen  Redeinteressen, die mit den jeweiligen Rationalitätsauffassungen (meist implizit) verfolgt werden, lassen sich nur mittels explizit verschiedener Rationalitätsausdrücke realisieren. Diese ergeben sich aus der Kombination der Unterscheidung von zweckbezogenem und regelbezogenem rationalen Handeln sowie von subjektiv-rationalem und objektiv-rationalem ­Handeln. Sie liefern die Grundlage für weitere Charakterisierungen, zum Beispiel von irrationalem Handeln und ­(ir)rationaler Person. Die Rede von der Rationalität ist in ein Spektrum von verschiedenen, aber zusammenhängenden Rationalitätsbegriffen zu überführen.
Aktualisiert: 2017-07-10
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