Die drei Ökologien

Die drei Ökologien von Engelmann,  Peter, Engels,  Gwendolin, Guattari,  Félix, Schaerer,  Alec A
Das zweifache Dasein des Menschen in der Welt fordert eine Logik, die ihn nicht nur als lebendigen Teil der Welt, sondern auch als sie beobachtendes Subjekt zur Geltung kommen lässt. Dieser doppelten Verfasstheit gilt es Rechnung zu tragen, um dem subjektiven Konservatismus zu entkommen und ein nachhaltiges Leben in der Welt zu ermöglichen. Mit Guattari schreiten wir die Entdeckung ab, dass sich das Dasein des Menschen nicht nur auf die leiblich-materielle Sphäre beschränkt, sondern darüber hinaus eine soziale und eine mentale Ökologie zu pflegen wären: Der Organismus unserer Beziehungsformen zum Ich und zum Du bedarf selbst der Einsichtnahme, damit der Mensch, ohne sich in Machtspielen aufzureiben, zu einer ihm adäquaten Ordnung gelangt. Im Ineinandergreifen von Rhizom und Singularität ordnet der Autor die Möglichkeiten der Partizipation nach drei Bereichen, die eine Nähe zu den Begriffen Leib, Seele und Geist aufweisen. Der aristotelisch-thomistischen Tradition entzieht sich Guattari dabei insofern, als er sie nicht in bloßen Abstraktionen durchkonjugiert, sondern in modern-diskursiver Weise aus dem Mitmenschlichen entwickelt.
Aktualisiert: 2019-05-31
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Die Ränder der Fiktion

Die Ränder der Fiktion von Engelmann,  Peter, Rancière,  Jacques, Steurer-Boulard,  Richard
Jacques Rancière lotet mit seinem neuen Buch die Tiefen und Untiefen der Fiktion aus, ihre Ränder und Abgründe, die Ufer, die sie säumen und zu denen sie aufbricht. Seit Aristoteles weiß man, dass die Fiktion sich von der Alltagserfahrung nicht dadurch unterscheidet, dass sie weniger, sondern mehr Rationalität besitzt. Sie verschmäht den Alltag, um zu zeigen, wie das Unerwartete geschieht, wie das Glück in Unglück und die Unwissenheit in Wissen umschlägt. Diese Rationalität hat die Sozialwissenschaft in der Moderne auf die Gesamtheit der menschlichen Bezie-hungen ausgedehnt. Die Literatur hingegen hat sie in Frage gestellt, indem sie sich dem Alltag und den gewöhnlichen Existenzen zugewandt und sich am äußersten Rand angesiedelt hat, der das, was es gibt, von dem trennt, was geschieht. Von Stendhal über Marx, Proust, Rilke und Conrad bis hin zu Faulkner, Sebald und anderen erforscht Rancière die Ränder der Fiktion.
Aktualisiert: 2019-05-16
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Marx lesen

Marx lesen von Engelmann,  Peter, Hamza,  Agon, Ruda,  Frank, Zielinski,  Aaron, Žižek,  Slavoj
Ausgehend von der Diagnose, dass Marx in den vergangenen 150 Jahren abwechselnd sakralisiert und verdammt, selten aber richtig gelesen wurde, schlagen Slavoj Žižek, Frank Ruda und Agon Hamza in Marx lesen drei experimentelle Lektüren vor, die das Marx’sche Werk für philosophisches Denken heute wieder fruchtbar machen wollen. In Auseinandersetzung mit den ältesten und jüngsten Strömungen der Philosophie wollen die drei Autoren zeigen, dass Marx alles andere als ein toter Hund ist. Durch die Linse von Platon, Hegel und Lacan bringen sie Marx so in einen Dialog mit dem, was Philosophie heute ist und morgen bedeuten kann. Dabei kommen überraschende Lektüren heraus, die neue Wege öffnen, die Krisen im gegenwärtigen Kapitalismus und die Sackgassen im heutigen Denken zu verstehen. Marx lesen gibt der Philosophie wie der Marx-Forschung neue Probleme zu denken.
Aktualisiert: 2019-05-16
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Streitpolitik in der neoliberalen Stadt

Streitpolitik in der neoliberalen Stadt von Appadurai,  Arjun, Caglar,  Ayse, Franquesa,  Jaume, Harvey,  David, Mayer,  Margit, Narotzky,  Susana, Samaddar,  Ranabir, Sassen,  Saskia
Städtische soziale Bewegungen weltweit haben sich jüngst radikal gewandelt. Welche Zusammenhänge lassen sich zwischen scheinbar heterogenen Formationen der Streitpolitik in der neoliberalen Stadt ausmachen? Was sind die Folgen für unser Verständnis von politischem Handeln? Kämpfe für eine gerechte Gesellschaft werden heute von einem sehr heterogenen Spektrum von durch neoliberale Austeritätspolitiken betroffenen Akteurinnen und Akteuren getragen. Zu ihnen gehören MigrantInnen, undokumentierte ArbeiterInnen, Arbeitslose und Obdachlose sowie Teile der Mittelschicht, deren Lebens- und Arbeitsbedingungen prekär wurden. Das Konzept der Würde gewinnt im streitpolitischen Diskurs zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund spüren die Beiträge des Bandes den Wechselbeziehungen zwischen unterschiedlichen Bewegungen der Streitpolitik im städtischen Raum nach und diskutieren die aus ihnen resultierenden Herausforderungen und Chancen für Politik und Demokratie.
Aktualisiert: 2019-05-16
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Literarische Scherflein

Literarische Scherflein von Geisler,  Eberhard
In seinen Notizen greift der Autor Konzeptionen des Dekonstruktivismus auf, um in der Auseinander-setzung mit Literatur, Kunst und Musik dessen Aporien zu überwinden und die Möglichkeit eigenen poetischen Schreibens zu erproben. Die Texte sind geleitet von der Frage nach der Möglichkeit eines poetischen Schreibens, das nicht naiv, sondern theoretisch fundiert wäre. Einsichten des Dekonstruktivismus, der strukturalen Psychoanalyse, aber auch theologischer Traditionen bilden hierfür den Ausgangspunkt. In der Lektüre und Analyse der Werke u. a. von Heimito von Doderer vergewissert sich der Autor des eigenen Ansatzes. Auch wenn die Ästhetik der Moderne notwendigerweise von Sinnverlust ausgehen und eine Dezentrierung der Mitte betreiben musste, soll ein Weiterschreiben nach wie vor der Sinnfrage verpflichtet bleiben und Vertrauen in die ungewisse Stimme des Autors setzen.
Aktualisiert: 2019-05-16
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(Die) Abweichung

(Die) Abweichung von Hoffmann,  Maja Bogumila
Als grundlegend kritische Größe gedacht, markiert (die) Abweichung weder bloße Variation noch ein rein Hinzutretendes. Sie zu sehen und anzuerkennen, bedeutet deshalb eine immer wieder neu anzu-setzende, auch politische Arbeit und wiederholte Anstrengung. Erneut werden Stimmen nach einem endgültigen Wahrheits- und Machtanspruch laut, die der wach-senden Komplexität gesellschaftlicher Verhältnisse in keiner Weise entsprechen. Angesichts dieser Problematik bedarf es einer Denkfigur, die dem identitären Denken eine ununterbrochene Verschiebung entgegenstellen kann. In diesem Sinne entfaltet Maja Bogumila Hoffmann den Begriff der Abweichung – mittels Rekonstruktion gewisser historischer Philosopheme – zu einer Differenz schaffenden und gegenwartsrelevanten Figur, welche die nicht antizipierbaren Ereignisse der Alteration zu artikulieren erlaubt, ohne aus dem Nichts zu schöpfen oder teleologisch vorzugreifen. Derselben Erkundung entspringt auch das absurde Drama „Meta-Pipton“, das den philosophischen Text unterbricht, um sich sogleich von diesem selbst unterbrechen zu lassen, so dass etwas, etwas Neues werden kann.
Aktualisiert: 2019-05-16
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Die Geburt der Seele

Die Geburt der Seele von Ladaki,  Fotini
Die Göttin Athene und die autonome Seele gehen Hand in Hand, denn sie sind verwandt: Beide sind Kopfgeburten. Deswegen kann die Anwendung der mäeutischen Praxis des Sokrates die Geburt einer halbwegs freien Seele ermöglichen. Geht man ein Leben lang mit seiner eigenen Seele schwanger, ohne zu wagen, sie zu gebären? Man sollte auf den schwangeren Kopf des Unbewussten mit dem Hammer schlagen, wie einst Hephaistos Zeus auf den Kopf schlug, um so die Geburt der eigenen Seele zu ermöglichen. Die Autorin betrachtet Athene als Hypermetapher für die autonome Seele und untersucht fünf Wege, die zu ihrer Geburt führen: Exodus und Exil, Techne und Kunst, die Psychoanalyse, die List – verstanden nicht als Arglist oder Hinterlist, sondern als die höchste Form der Intelligenz – und schließlich die Anomie. Mit der Anomie wird Antigone in Verbindung gebracht, die sich gegen Kreons Gesetz stellte und ihrem Bruder die Ehre eines Menschen verlieh, indem sie ihn beerdigte, statt ihn den Hunden zum Fraß vorzuwerfen.
Aktualisiert: 2019-05-16
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Mallarmé, das Theater, der Stamm

Mallarmé, das Theater, der Stamm von Badiou,  Alain, Engelmann,  Peter, Lacoue-Labarthe,  Philippe, Rancière,  Jacques, Steurer-Boulard,  Richard
Alain Badiou, Philippe Lacoue-Labarthe, Jacques Rancière diskutieren gemeinsam über das politische Programm, das Mallarmés Idee des Theaters zugrunde liegt. Lange Zeit war die politische Dimension, die Mallarmés Werk durchzieht, verdunkelt. Sie findet sich kondensiert in seiner Idee des Theaters, die den Dreh- und Angelpunkt seines Werks bildet und 1996 zum zentralen Motiv einer Diskussion wurde, die sich im Pariser Théâtre de L’Odéon zwischen Alain Badiou, Philippe Lacoue-Labarthe und Jacques Rancière entspannte. Die Größen des französischen Gegenwartsdenkens treten in einen Dialog über den Ort, die Sprache, den Stamm, die Menge, das Gedicht und das Buch – Elemente, die das Theater, so wie Mallarmé es versteht, in eine spannungsreiche Beziehung versetzt. Lacoue-Labarthe beleuchtet die Beziehung Mallarmés zu Wagner, Rancière arbeitet die politische Dimension des mallarméschen Theater-Verständnisses heraus und Badiou hebt die Bedeutung hervor, die dem Ereignis des Denkens in der Dichtung zukommt.
Aktualisiert: 2019-05-16
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Postfundamentale Systemtheorie

Postfundamentale Systemtheorie von Fuhrmann,  Jan Tobias
Eine postfundamentale Systemtheorie entsteht, sobald die Fundamentalismen der soziologischen Systemtheorie durch ihre Dekonstruktion und Neuarrangierung überwunden wurden. Das setzt eine Kritik der Systemtheorie durch sie selbst voraus. Mit großer Geste, die Fundamente des alteuropäischen Denkens überwunden zu haben, inszenierte Luhmann sein Projekt der Systemtheorie. Mit dem Verweis auf den Formenkalkül eines George Spencer-Brown führte er schließlich ein unbestimmtes Außen in die Systemtheorie ein. Er erkannte nicht, dass er damit eine différance in die Theorie integrierte, deren konstitutives Außen sich immer der Systemoperation entzieht. Stattdessen begann Luhmann, ein binäres Denken zu radikalisieren, indem er eine Systemwelt aus Registern und Kategorien, eine Welt der Differenzen, in der Differenzen nicht mehr durchkreuzt werden können, etablierte. Differenzen waren von nun an Einkerbungen, die aufzuheben unmöglich ist: Fundamente. Nun gilt es, die Register, die Kategorien, die Binarität der systemtheoretischen Grundbegriffe zu irri-tieren, um sie mit ihrer eigenen différance zu konfrontieren. Ihre Fundamente werden dekonstruiert und die Begriffe reartikuliert. Die Begriffe verweisen von nun an auf ihre eigene Unbestimmtheit: postfundamentale Systemtheorie.
Aktualisiert: 2019-05-16
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Das postmoderne Wissen

Das postmoderne Wissen von Engelmann,  Peter, Lyotard,  Jean-François, Pfersmann,  Otto
Das postmoderne Wissen – erstmals 1982 in einer Zeitschrift erschienen – ist ein Schlüsseltext der Postmoderne. Lyotard hat darin den philosophischen Gehalt dieses Begriffs definiert und grundlegend geprägt. Ausgehend von Wittgensteins Theorie der Sprachspiele entwickelt Jean-François Lyotard Ansätze zu einem völlig neuen, philosophischen Begriff der Postmoderne. Mit seiner Verwendung in der Architektur hat Lyotards philosophischer Postmoderne-Begriff nur noch den Namen gemein. Lyotard versucht vielmehr, den zum Ende des 20. Jahrhunderts einsetzenden fundamentalen Umbruch der Ge-sellschaftstechnologien zu erfassen. Er diagnostiziert das Ende der „großen Erzählungen“ von Freiheit und Aufklärung, erschüttert den eingefahrenen Glauben an Konsens und Wissenschaft als interesse-freien Raum und führt konsequent die Aporien des „Projekts Aufklärung“ vor. Das Werk Jean-François Lyotards bestimmt noch immer eine der wichtigsten philosophischen Diskussionen um Ethik und Handlungsfähigkeit im neuen Jahrtausend.
Aktualisiert: 2019-05-16
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