Johann Gottfried Schadow (1764–1850), Schöpfer der Quadriga auf dem Brandenburger Tor und vieler anderer Meisterwerke, gilt als der bedeutendste Bildhauer des deutschen Klassizismus. Der Direktor der Berliner Akademie der Künste war auch ein genialer Zeichner, Grafiker und Karikaturist.
Wenn er von sich sprach oder schrieb, tat er das gern in der dritten Person («er», «der Künstler»), so als nähere er sich seinem eigenen Ich, um zu sich selbst zu finden. Auch in seinen Kunstwerken hat er sich behutsam «von außen», über das Handwerk, dem eigentlichen Wesen angenähert, um dieses dann so sensibel wie möglich herauszuarbeiten.
Unter dem «menschlichen Maß» antiker Lehren und klassischer Proportionen verstand er immer auch die Aufforderung, es zum Leben zu erwecken. Ein Kunstwerk war für ihn erst vollendet, wenn er glaubte, den menschlichen Ausdruck getroffen und die Seele entdeckt zu haben.
Das galt auch gegenüber den Menschen, die ihm nahestanden. Sein Anliegen war es, das Menschliche im Menschen aufzuspüren. Es ging ihm dabei nicht nur um die bildnerischen Künste, sondern auch um die Kunst, recht zu leben und verständnisvoll miteinander umzugehen.
Nicht von ungefähr war Schadow wohl aus solchen Motiven 60 Jahre lang auch Anhänger der sogenannten «Königlichen Kunst» der Freimaurer, die deswegen so genannt wird, weil die Kunst recht zu leben die «edelste und vornehmste aller Künste ist» (James Anderson: «Konstitution», London, 1723). Dieser Aspekt in Schadows Leben und Wirken wird hier erstmals näher betrachtet.
Aktualisiert: 2021-10-07
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Goethestadt Pößneck – klingt das nicht etwas anmaßend für das kleine Thüringer Städtchen? Achtzehnmal unterbrach Johann Wolfgang von Goethe die Reisen in die böhmischen Kurorte Marienbad und Franzensbad oder die Rückreisen nach Weimar, um in Pößneck im Gasthof „Zum Goldnen Loewen“ zu speisen oder zu übernachten. Der Aufenthalt hier muß ihm wohl, wie die Einträge in seinen Tagebüchern zeigen, recht gut gefallen haben. Beobachtungen zum Städtchen und dessen Einwohnern, die er bei seinen Aufenthalten machen konnte, fanden u. a. ihren Niederschlag in dem Epos „Hermann und Dorothea“.
Zahlreiche heimatkundliche Publikationen, Feierlichkeiten, eine Vielzahl an Erinnerungsmedaillen und nicht zuletzt das Wirken der Pößnecker „Goethe-Gesellschaft“ erinnern bis heute an Goethe und seine Aufenthalte in Pößneck.
Die 1880 gegründete Pößnecker Freimaurerloge verehrte ihn sowohl als Dichter als auch als Freimaurer und erwählte ihn zu ihrem Namenspatron.
Aktualisiert: 2023-02-22
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Welchen Stand hat die Freimaurerei in der heutigen Gesellschaft? Welche Voraussetzungen muss sie erfüllen, um attraktiv zu sein und verstanden zu werden? Und welche Aufarbeitung fordert die problematische Geschichte der deutschen Freimaurerei in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts?
Hans-Hermann Höhmann ist seit 60 Jahren aktiver Freimaurer. In zahlreichen Aufsätzen und Vorträgen hat er sich mit der Funktion und Bedeutung der Freimaurerei beschäftigt. Mit seinen Beiträgen will Höhmann aus einer Binnenperspektive zur Selbstaufklärung beitragen. Neben historischen Analysen bilden dabei aktuelle Fragen der Perspektive heutiger Freimaurerei einen Schwerpunkt seiner Aufsätze. Der vorliegende Band versammelt eine Auswahl seiner wichtigsten Arbeiten.
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Aktualisiert: 2023-04-24
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„Siehst du das stolze Schloss dort, den ersten Kaufmannsladen am Platz? Das ist Morgenroths Haus! Nein, es ist nicht leer und schon gar nicht stumm. Du brauchst nur ein bisschen Phantasie. Du solltest von der Art der Träumer sein, ein Gaukler und Hofnarr des Fürstentums Erinnerung ...“
Ein solcher ist der Autor Thomas Perlick. Er blickt durch die Fenster in Morgenroths Haus und die Erinnerung holt ihn ein, an seine Kindheit und Jugend, an die Irrungen und Wirrungen des Lebens, die auch vor der Kleinstadt Themar nicht haltmachen. Ob er Pepe, das weit gereiste Zigarrenkistchen, sprechen lässt oder von der Tragik der Liebe in den Zeiten der Sehnsucht erzählt: Thomas Perlick bleibt immer nah an den Menschen, die sich im Laden des Kaufmanns Morgenroth einfinden. Und er beschreibt das Leben wie es ist, mit seinen Ecken und Kanten – komisch und tragisch zugleich.
„So war die kleine Welt in Morgenroths Haus. Ich seh sie noch und du kannst das auch. Man muss nur lieben, was vergangen ist. Dann geht es schon!“
Aktualisiert: 2023-05-02
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Das Schicksal des Menschen ist der Mensch. Und da die Welt immer enger wird und sich immer rasanter verändert, kann niemand mehr Konflikten zwischen Konzernen, Kulturen und Ethnien, Religionen und sozialen Schichten ausweichen. Im Zeitalter der Globalisierung zeigt sich aber auch, dass Konflikte überall nach ähnlichen Mustern ablaufen - auch die zwischen den Geschlechtern, zwischen Eltern und Kindern, Vorgesetzten und Angestellten. Was tun wir mit Gefühlen, die wegen unvereinbarer Ziele, ungleich verteilter Ressourcen und verletzter Rechte aufbranden? Münden sie unvermeidlich in Exzesse von GEWALT - MACHT - LUST?
Ein Wandel des Bildes vom Menschen in seinem Denken und Handeln ist unausweichlich - er hat schon begonnen.
Der Physiker, Journalist, Schriftsteller und Medientrainer Immo Sennewald spürt diesem Wandel nach. Er findet in unserem alltäglichen Umgang universelle Wirkprinzipien: den großen Kosmos im kleinen. Mit diesen "Fundsachen" sowie praktischen "Übungsstückchen" hilft er Leserinnen und Lesern, eigene originelle Strategien zu entwickeln - zwischen Kinderzimmer und Weltpolitik.
Aktualisiert: 2023-04-10
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Der Theaterpionier Friedrich Ludwig Schröder (1744–1816) war von 1781 bis 1785 am Wiener Burgtheater engagiert. Zeitgleich wirkte Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) als freischaffender Musiker in Wien. Beide waren über künstlerische und menschliche Zusammenhänge miteinander verbunden.
Das hatte auch zu tun mit vielfältigen Netzwerken, gemeinsamen Freunden und Förderern sowie mit freimaurerischen Geistesverwandtschaften, die einen bisher kaum beachteten Aspekt der Entstehungsgeschichte von Mozarts Opern und deren Rezeption berühren.
Mozarts und Schröders Wirken steht gegen Ende des Aufklärungszeitalters am Beginn einer Epoche, die sich kulturhistorisch auch als Weimarer Klassik in der Literatur und als Wiener Klassik in der Musik artikuliert.
Aktualisiert: 2023-04-29
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Wir erleben den Übergang Deutschlands aus der Ära des Nationalstaates hin zu einer neuen politischen Struktur. Die Nationalstaaten des 19. und 20. Jahrhunderts gründeten in der Vorstellung, dass es wohldefinierte "Deutsche", "Franzosen", "Schweden", "Engländer" gibt, die in ihren Grenzen leben und durch ihre nationale Geschichte und Eigenarten verbunden sind. Heute leben Menschen aus aller Welt in Gesellschaften zusammen, die nicht mehr durch historische Gemeinsamkeiten eine Identität als Volk besitzen, sondern als Individuen und Gruppen unterschiedlicher kultureller Prägung eine Einheit bilden. Es ist die große Herausforderung unserer Zeit: Das Abschiednehmen von eingefahrenen politischen Strukturen und überholten Vorstellungen des Zusammenlebens.
Aktualisiert: 2023-02-22
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Das Jahr 2020 wird mit der Corona-Krise in die Menschheitsgeschichte eingehen und es bleibt zu hoffen, dass es das einzige seiner Art bleibt. Alle Lebensbereiche sind betroffen, auch die Freimaurerei: Das Wiener Logenhaus musste geschlossen werden, viele Logen haben den Kontakt untereinander ins Internet verlegt, doch ein Ritual lässt sich in dieser virtuellen Welt nicht durchführen. Das Ritual erfordert Präsenz und Anteilnahme, sein Zauber ersteht im Moment seiner Durchführung und ist nur persönlich erlebbar.
Für die Edition dieses Jahrbuchs hat sich die ungewollte „Auszeit“ des Lockdowns als positiv erwiesen, da eine größere Zahl umfassender Studien eingegangen sind, die ein weites historisches Spektrum abdecken: Im intellektuellen Umfeld der Wiener Logen vor und nach dem Ersten Weltkrieg finden sich die „wissenschaftliche Weltanschauung“ ebenso wie die Yoga-Lehre oder auch der Okkultismus. Einzeldarstellungen widmen Georg Klee dem Ritual-Autor Hermann Beigel, Alexander Emanuely dem Publizisten und Aktivisten Carl Colbert und Gisela Herrnstadt-Steinmetz dem Finanzexperten Gottfried Kunwald.
Für die Epoche nach 1945 kommt ein Beitrag zu Bernhard Scheichelbauer hinzu, die Quellen dazu fand Paul Rousseau in den Archiven der Großloge von Luxemburg. Alfred Stalzer widmet Achim Benning zu seinem 85. Geburtstag ein umfassendes Porträt, erweitert um drei der besten Texte aus dessen Feder. Auch Heinz Sichrovsky darf mit seinem Beitrag über Thyl Ulenspiegel einmal mehr unter den Autoren begrüßt werden. Gert Rudolf porträtiert den herausragenden Freimaurer und Prager Schriftsteller Johannes Urzidil, der als Herausgeber der Zeitschrift „Die drei Ringe“ fungierte und zahlreich kluge Kommentare verfasste. Als Gastautor aus Deutschland findet sich Ralf Bernd Herden mit seiner Betrachtung des Lebensweges von Hitlers Wirtschaftsminister Hjalmar Schacht. In der NS-Zeit diente der ehemalige Freimaurer Kurt Reichl dem NS-Geheimdienst als Informant, einige seiner Berichte finden sich als beklemmende Zeitzeugnisse ebenfalls in diesem Jahrbuch. In den Jahren davor ging er mit der „Konferenz von Aachen“ zumindest in die Geschichte der Freimaurerei ein. Marcus G. Patka dokumentiert Reichls Begegnung mit dem Jesuitenpater Hermann Gruber S. J. und der publizistischen Debatte rund um die Konferenz von Aachen 1928. Diese Thematik wird im nächsten Jahrbuch fortgesetzt. Als einer der letzten Überlebenden des NS-Konzentrationslagers Auschwitz berichtet Andreas Weiss über diesen Abschnitt seines Lebens. Es bleibt mit Klaus- Jürgen Grün, einem weiteren deutschen Gastautor, vorbehalten, die Möglichkeiten der Freimaurerei im digitalen Zeitalter auszuloten.
Den Abschluss bilden Nachrufe auf den österreichischen Altgroßmeister Heinz Scheiderbauer und den englischen QC-Pastmaster John Acaster. Hinzu kommt die Bücherschau mit einem Blick auf aktuelle Neuerscheinungen.
Aktualisiert: 2021-02-18
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Aus der Distanz betrachtet, war es zweifellos eine ungewöhnliche Konstellation: Ein 21-jähriger Physikstudent geht in der Pfeilstraße 9 in Berlin-Niederschönhausen bei Hanns Eisler (1898–1962) ein und aus, einem der großen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Nicht um zusätzlich Musik zu studieren oder sein erstes Streichquartett beurteilen zu lassen, sondern – aus Empörung über einen Redakteur ...
Prof. Dr. Dieter B. Herrmann wurde als Direktor der Archenhold-Sternwarte und des Berliner Großplanetariums bekannt und moderierte die populäre Wissenschaftssendung „AHA“ im DFF. Seine Gespräche, die er zwischen 1960 und 1962 mit Hanns Eisler führte, durften in der DDR nicht erscheinen.
Dies sind die mitteilenswerten Ausschnitte aus den Aufzeichnungen, die der Chronist nach seinen Begegnungen mit Hanns Eisler niedergeschrieben hat. Eisler wusste von diesen Notizen und hat glücklicherweise nie Ernst gemacht mit der bisweilen geäußerten Drohung, in Zukunft schweigsamer zu sein, damit nicht die Zeugnisse seiner Schwatzhaftigkeit aufbewahrt würden. Die Anspielung auf seine Schwatzleidenschaft war natürlich nicht anders zu verstehen, als wenn er sich beispielsweise einen „vollkommen amusischen Charakter“ nannte. Solche Paradoxe musste man zu nehmen wissen. Sie bildeten einen Teil jener witzigen Schüsse, mit denen er die Argumente unaufmerksamer Gesprächspartner durchlöcherte. In Wirklichkeit war ihm Geschwätzigkeit im Gespräch ebenso zuwider wie in der Musik. Der Chronist hofft indes, mit seinen Notizen einige Zeugnisse des plaudernden und kommentierenden Eisler aufbewahrt zu haben, ohne die Gewähr freilich, das Beste, was Eisler auch auf diesem Gebiet abzuliefern hatte, mitzuteilen.
Aktualisiert: 2023-04-17
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Der Klassiker von Günther Wölfing erfährt mit dieser Neuausgabe eine komplette Überarbeitung und Verbesserung. Erstmalig wird mit dem Werk die Geschichte der gesamten Region zwischen Grabfeld, Rennsteig und Rhön umfassend und fundiert dargestellt. Große Gebiete gehörten einmal zur Grafschaft Henneberg: Von Vacha und Bad Salzungen im Norden bis Römhild, Heldburg und Sonneberg im Süden mit den benachbarten Räumen von Bad Kissingen bis Coburg und der Gegend um Ilmenau. Die einzelnen Epochen werden spannend und gut verständlich vorgestellt. Jedes Kapitel bietet Übersichten über die siedlungs- und agrargeschichtliche Entwicklung, die Geschichte der Städte und des Gewerbes sowie die Kultur- und Kirchengeschichte bis heute. Damit wird es zu einem unentbehrlichen Handbuch und Nachschlagewerk, das eine gut gegliederte Übersicht über die Heimatgeschichte gibt. Es hilft den Lesern, sich über wichtige Daten, Fakten und Entwicklungen zu orientieren.
Aktualisiert: 2023-04-17
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Was verbindet die Menschen zwischen Eisenach und Gera, zwischen Nordhausen und Sonneberg? Was haben Doppelkorn und Rhönschaf, Muschelkalk und Heringssalat gemeinsam? Gibt es mehr Erwähnenswertes in Thüringen als das Lob
von Dichtern und Denkern, Rostbratwurst und Klöße? War Thüringen immer schon ein Durchgangsland, weshalb es sich für Streifzüge, Ab- und Ausschweifungen aller Art geradezu anbietet?
»Thüringer Panoptikum« meint den vielsichtigen Blick auf Land und Leute, das feuilletonistische Flanieren auf Hauptstraßen und Trampelpfaden. Der aus Erfurt stammende Journalist, Philosoph und Historiker Tobias Prüwer hat Denk- und Merkwürdiges festgehalten – auf seiner vergnüglichen Reise durch die Geschichte und Kultur des Freistaates.
Aktualisiert: 2023-04-12
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Freimaurer sind entstanden wie Mythen: Auf einmal waren sie da. Es gibt keinen Autor, der sie erfunden hat. Sie entstehen im Klima der europäischen Aufklärung. Ihr erklärtes Ziel ist die Humanisierung des Menschen. Fromme Christen fürchteten zu Recht eine Marginalisierung ihrer eigenen Religion durch Freimaurerei. Daher haben viele von ihnen von Anbeginn an versucht, Freimaurerei selbst zu einer christlichen Religion umzumünzen. Aber dieser Versuch ist gescheitert. Und die geistesgeschichtlichen Quellen aus der Entstehung der Freimaurerei belegen ihre Herkunft aus der Kritik und Abkehr vom orthodoxen Christentum.
Mit filigraner Genauigkeit spürt Alfred Schmidt die Herausbildung der philosophischen Grundhaltung der Freimaurerei aus den Grundlagen des englischen Deismus auf und zeigt dabei, wie sich der Zweifel an metaphysischen Wahrheiten des Christentums in eine Metaphysik der Sitten verwandelt. Sie erweist sich als die Basis humanitärer Geisteshaltung.
Aktualisiert: 2023-05-01
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Kann es wirklich sein, dass Charlotte, die Angestellte der LPG "Ernst Thälmann", die Erbin der Könige von Frankreich ist? Während die DDR der Revolution entgegenfiebert, zieht sich das Netz der Stasi über ihr zusammen und die Begegnung mit einem westdeutschen Amateurhistoriker und Piloten wird ihr zum Schicksal.
Aktualisiert: 2023-04-19
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Alfried Lehner, 1936 in Dresden geboren, wurde 1977 Freimaurer. Seine Aufnahme erfolgte in der Loge «Roland» in Hamburg, deren Meister vom Stuhl er drei Jahre lang war. Während seiner Zeit als Berufsoffizier bei der Bundeswehr begann Alfried Lehner Gedichtbände zu veröffentlichen, die große Beachtung in der Öffentlichkeit fanden. Mit dem Ausscheiden aus dem Dienst baute er Ende der 80er Jahre eine überaus reiche Vortrags- und Publikationstätigkeit auf. In Stuttgart trat er der Loge «Sarastro» bei. Ab 2006 war er Mitglied der Loge «Zur Katharinenlinde» in Esslingen am Neckar. Darüber hinaus leitete Alfried Lehner viele Jahre das Ritualkollegium der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland.
Sein Interesse galt vor allem der Philosophie, den Religionswissenschaften, der Mythologie, der Ornithologie, der klassischen Musik sowie der Kunstgeschichte. Als (freimaurerischer) Schriftsteller und Lyriker publizierte er zahlreiche Bücher.
Die in diesem Band gesammelten Aufsätze und Vorträge sind, bis auf wenige Ausnahmen, bisher unveröffentlicht. Ihnen zugeordnet ist jeweils eines seiner Gedichte, die zeigen, wie sehr auf Alfried Lehner das Wort Hölderlins zutraf: «... dichterisch wohnet der Mensch».
Aktualisiert: 2023-04-08
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Im Frühjahr 1943 begegnen sich in einer elenden Baracke des Konzentrationslagers Esterwegen einige Freimaurer. Trotz des großen Leids, der ruinierten Gesundheit und schlimmster Schikanen finden sie gemeinsam den Mut, sich zu einem Bruderkreis zusammenzuschließen. Sie gründen die gerechte und vollkommene Loge „Liberté Chérie“ und nehmen die freimaurerische Arbeit unter den unglaublichsten Umständen auf. Sie setzen ein Zeichen der Hoffnung gegen das grausame Nazi-Regime.
Als der damals 19-jährige Belgier Franz Bridoux von den Besatzern 1943 zur Zwangsarbeit nach Deutschland geschickt werden soll, taucht er als Fahnenflüchtiger unter. Er wird Mitglied der Widerstandsbewegung. Nach seiner Festnahme deportieren ihn die Nazis als „Nacht-und-Nebel-Häftling“ in das KZ Esterwegen. Der Bericht eines der letzten Augenzeugen ist ein Dokument des Mutes, der Aufopferung und der Hoffnung.
Aktualisiert: 2023-04-17
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Kerzengespräche sind eine besondere Form freimaurerischer Gesprächskultur. Das hier entwickelte Konzept gibt dieser Tradition einen rituellen Rahmen, erklärt die Hintergründe und unterbreitet Vorschläge für ihre Ausformung.
Einerseits kann durch Kerzengespräche das Logenleben bereichert werden, andererseits kann Gästen eine Ahnung von der besonderen Atmosphäre vermittelt werden, die ein harmonisches Zusammenspiel alter Symbole mit Wort und Musik in einer Loge entfalten kann.
Aktualisiert: 2023-04-22
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Die für dieses Buch ausgewählten Studien und Essays befassen sich vor allem mit der Zukunft der Freimaurerei, insbesondere mit ihren Werten, Zielen und Haltungen. Der einzige historisch orientierte Beitrag stellt den Mythos 1717 kritisch in Frage, ohne eine geschichtliche Nabelschau vorzunehmen.
Unsere diskrete Gesellschaft, schon seit ihren Anfängen struktur-konservativ und stark traditionsgebunden, obwohl es auch immer wieder Reformversuche gab, muss ihre historischen Grundlagen, die sie pflegt, dringend neu überdenken und dabei versuchen, ihren Ideengehalt für die weitere Entwicklung der Freimaurerei zu reformulieren, damit er auch im heutigen und künftigen Bruderkreis besser verstanden wird. Die Freimaurerei war und ist eine Vereinigung, die unter Achtung der Würde des Menschen für Aufklärung, konkrete Humanität, evolutionären Humanismus, Ethik, freie Entwicklung der Persönlichkeit, Menschenrechte, all- gemeine Menschenliebe, Glaubensfreiheit und Toleranz eintritt. Diese Werte müssen mit den geistigen Strömungen der Zeit konfrontiert und vertiefend weiterentwickelt werden. Nur so kann zeitgemäß und auf dem aktuellen Wissensstand Freimaurerei als Idee und gemeinschaftliche Praxis lebendig gehalten werden.
Aktualisiert: 2023-04-22
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Heinrich Heine (1797–1856), Dichter der Romantik, Pionier des Feuilletons, aufklärerischer Denker, kritischer Journalist, Satiriker und Spötter, war für viele ein unbequemer Zeitgenosse, für manche ein bindungsloser Freigeist.
Ein Querdenker war er allemal, aber er war auch ein Sinnsucher nach idealistischen Gegenentwürfen zu einer unruhigen Welt: «Weltbürgertum, Humanismus, Freiheit, Sittlichkeit, Liebe und Brüderlichkeit, Gerechtigkeit, Gleichheit der Rechte aller Menschen». Er hat über diese Werte in Poesie und Prosa nachgedacht, und er hat sie in den philosophischen, religiösen, gesellschaftlichen und politischen Geistesströmungen seiner Zeit gesucht.
Der Autor begibt sich auf die Spur dieser Suche und entdeckt dabei viel vom «unbekannten Heine», der 1844 in Paris Freimaurer geworden ist.
Die Idee des sinnvollen Bauens und Gestaltens von Zeit und Raum hat Heine fasziniert, und der Wahlspruch seiner Loge entsprach seiner Geisteshaltung: «Bien penser, bien dire, bien faire» («Gut denken, gut reden, gut machen»). Eine Aufforderung, das Machbare des Denkbaren zu tun.
Freimaurerisch-symbolisch beginnt ein solches «Denken, Reden und Machen» mit der «Arbeit an sich selbst», am «Rauen Stein», dem Sinnbild für den «unfertigen» Menschen. Freier Geist und Rauer Stein. Kein Widerspruch.
Aktualisiert: 2023-04-17
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Das Thema freimaurerische Gärten ist in der Freimaurerforschung ein bisher noch junges Feld, begründet vor allem durch die Arbeiten von Adrian von Buttlar in den 1980er Jahren. Inzwischen liegen zahlreiche wichtige Aufsätze vor, teilweise auch von Nichtfreimaurern geschrieben, die sich mit verschiedenen Einzelaspekten oder mit bestimmten Gartenanlagen beschäftigen. Ein Seminar der Forschungsgesellschaft Quatuor Coronati war im Jahre 2015 diesem Thema gewidmet und bereicherte das Feld um einige neue Aspekte. Warum ist es so schwer, freimaurerische Gärten als solche zu erkennen? An welchen Kriterien kann man sie von normalen Landschaftsparks unterscheiden? Ist die vermeintliche Entschlüsselung freimaurerischer Symbolik manchmal nur das Wunschdenken der Freimaurer selbst? Siegfried Schildmacher hat als Herausgeber die wichtigsten Beiträge dieses Forschungsgebietes in dem umfanglichen und reich bebilderten Band zusammengefasst.
Aktualisiert: 2021-11-25
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Haben Freimaurer die Ergebnisse des Wiener Kongresses 1814/15 beeinflusst? Die Autorin kommt zu dem Schluss: Ja, jedoch ist ihr Einfluss gleichbedeutend mit dem der Aufklärer, wodurch es kaum möglich ist, diese beiden essenziell gleichgerichteten Strömungen auseinanderzuhalten. Insofern stellen sich folgende Fragen: Welche bekennenden Freimaurer waren während des Wiener Kongresses anwesend? Welche Personen kamen darüber hinaus regelmäßig mit dem Gedankengut der Freimaurerei in Berührung und wurden dadurch beeinflusst? Wie agierten diese Personen im politischen sowie im privaten Kontext? Die Schrift von Barbara Ammann ist in weiten Teilen als sozialpsychologische Betrachtung zu lesen.
Aktualisiert: 2021-02-18
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